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  1. Inaktiver User

    AW: Was bedeutet es, "Frau zu sein"?

    Hey, danke für die Resonanz!

    Es ist wirklich nicht so, dass ich hier sitze und grübele oder weine...
    Ich bin ja an sich eher der pragmatische Typ und "stehe fest im Leben", will sagen, ich kann mich durchsetzen und kriege Sachen gut geregelt.
    Und klar ist es im Inneren so, dass man "Mensch" ist (hoffentlich )

    Tja, und äußerlich bin ich 100 %ig als Frau zu erkennen. Dennoch bin ich wie gesagt auf diese Frage gestoßen, was macht mich als Frau aus? OK, ich bin Mutter. Aber danke, das allein soll es bestimmt nicht sein.
    Ich finde den Ansatz mit "empfangend" und "gebend" ganz interessant. Ich habe so im Alltagsleben gelernt, meine "männlichen" Anteile rauszulassen, bin auch gern "kampfbereit", trotzdem stelle ich häufiger fest, dass mich dies zunehmend erschöpft und ich eigentlich weinen möchte.
    "Weiblich" zu sein ist für mich gefühlsmäßig weniger mit "erkämpfen" verbunden.

    Mhh.

  2. Inaktiver User

    AW: Was bedeutet es, "Frau zu sein"?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Tja, und äußerlich bin ich 100 %ig als Frau zu erkennen. Dennoch bin ich wie gesagt auf diese Frage gestoßen, was macht mich als Frau aus? OK, ich bin Mutter. Aber danke, das allein soll es bestimmt nicht sein.
    Nein, es ist nur ein kleiner Teil, es gibt genug Frauen, die sich als Frau empfinden, ohne jemals Mutter gewesen zu sein.

    Ich finde den Ansatz mit "empfangend" und "gebend" ganz interessant. Ich habe so im Alltagsleben gelernt, meine "männlichen" Anteile rauszulassen, bin auch gern "kampfbereit", trotzdem stelle ich häufiger fest, dass mich dies zunehmend erschöpft und ich eigentlich weinen möchte.
    "Weiblich" zu sein ist für mich gefühlsmäßig weniger mit "erkämpfen" verbunden.
    Die meisten von uns, wenn sie nicht gerade in einem Pflegeberuf oder aehnlichem arbeiten, muessen doch im Berufsalltag die maennlichen Anteile rauslassen. Ich sehe es als Problem bei vielen, dass sie nicht so von Beruf auf Privatbenehmen rueberwechseln koennen. Sind dann quasi kaempferischer im Umgang mit Maennern. Damit meine ich nicht, seine Meinung zu vertreten, sondern ganz einfach in diesem Konkurrenzdenken haengen zu bleiben, wo man sich gegenseitig mit Leistung uebertrifft (im Gespraech), das Gegenueber verbessern moechte, in seiner Art und Weise korrigieren, die Beziehung optimieren usw.

  3. Inaktiver User

    AW: Was bedeutet es, "Frau zu sein"?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Och Menno,
    es gibt schon einen Grund warum der eine einen Schniedel mitbekommen hat und der andere eine Muschi.
    Du kannst doch Dich selbst nicht als Neutrum betrachten weil Du immer auch aus dem Geschlecht an sich heraus Dich findest und in Deinem Fall ist das nunmal das Geschlecht Frau.

    Die rollenspezifische Selbstfindung war mir nie wichtig.

    Nur versuchen manche verzweifelt sich mit Attributen zu schmücken und meinen dadurch zur Frau oder zum Mann zu werden und da bin ich bei Dir das hat damit herzlich wenig zu tun.
    Im Endeffekt reden wir hier von Modellvorstellungen und die haben immer eine Lücke über die man sich herzlich streiten kann.

    Dieser aus meiner Sicht krampfhafte Versuch sich als Mensch zu deffinieren ist nix anderes wie die Verleugnung des eigenen Geschlechtes. Klar sind wir Menschen aber eben doch unterschiedlich sonst wären wir selbstbefruchtende Schnecken, da kannst dann das Neutrum anbringen.

    Krampfhaft und Verleugnung ist ne Unterstellung.!

    Und wenn Du schreibst meine Richtung wäre nicht zielführend was hast Du dann für einen Vorschlag an die TE?

    Ich sagte ja bereits ich habe keinen Vorschlag, keine Antwort darauf.

    Das Aussehen macht noch keine Frau und keinen Mann aus, es kommt schon auch auf die innere Haltung an.
    Buh - innere Haltung? Das was ich bin kann ich wie gesagt nicht geschlechtspezifisch zurordnen und damit habe ich kein Problem.
    Frauen sind intuitiver, emotionaler aber das können einige Männer auch wenn sie ihre weiblichen Anteile zulassen.
    Geändert von Inaktiver User (20.05.2012 um 22:31 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Was bedeutet es, "Frau zu sein"?

    Ich arbeite in einem typischen Männerjob und hab lange versucht mit männlichen Verhaltensweisen zu punkten, d.h. mich cool und tough zu geben, obwohl ich das überhaupt nicht bin.

    Habe ich mittlerweile in dieser Form nicht mehr nötig. Ich darf als Frau auch herzlich sein, denn ich bin ja bereits dadurch, dass ich Brüste habe, anders. Da erlaub ich mir inzwischen Authentizität. Die Jungs verhalten sich doch aus Angst so... Und tough. Naja. Ich grenz mich heute rechtzeitig ab und wenn mir ein Projekt aussichtslos erscheint, dann sag ich, dass ich keinen Sinn darin sehe mich darin aufzureiben. Soll jmd anders übernehmen. Ich bin doch kein Masochist.
    Geändert von Inaktiver User (20.05.2012 um 22:51 Uhr)

  5. Inaktiver User

    AW: Was bedeutet es, "Frau zu sein"?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die meisten von uns, wenn sie nicht gerade in einem Pflegeberuf oder aehnlichem arbeiten, muessen doch im Berufsalltag die maennlichen Anteile rauslassen.
    Diese Aussage wirft doch aber die Frage auf, warum Dinge wie Durchsetzungsvermögen, Kampfgeist etc. als männlich definiert werden?

    Ich habe zum Beispiel sowohl meine Mutter als auch meine Oma (beide lange Mutter und Hausfrau) immer als sehr kämpferisch und stark erlebt.

    Mich lässt diese Frage nach dem "Frau sein" auch immer etwas ratlos zurück. Ich bin offensichtlich biologisch gesehen weiblich.
    Aber da ich mich immer anders als die Frauen in meiner Umgebung erlebt habe, mich gleichzeitig aber auch nie besonders "männlich" gefühlt habe, kann ich auf die Frage nicht wirklich antworten.

  6. Inaktiver User

    AW: Was bedeutet es, "Frau zu sein"?

    ...und wenn mir ein Projekt aussichtslos erscheint, dann sag ich, dass ich keinen Sinn darin sehe mich darin aufzureiben. Soll jmd anders übernehmen. Ich bin doch kein Masochist.
    Wahrscheinlich ist das jetzt der mangelnde Ehrgeiz, der dazu führt das Frauen nicht so häufig in Führungspositionen kommen.
    Geändert von Inaktiver User (20.05.2012 um 22:49 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Was bedeutet es, "Frau zu sein"?

    Diese Aussage wirft doch aber die Frage auf, warum Dinge wie Durchsetzungsvermögen, Kampfgeist etc. als männlich definiert werden?
    ich denke dass das offene Kräftemessen empirisch eben eher bei Männern vorkommt. Mir erscheint es als Frau immer etwas sinnlos. Ich werd im Leben nicht begreifen, was Männer davon haben mit Autos im Kreis rumzurasen oder aber in Mannschaften einem Ball nach zu jagen. Aber viele steigern sich da mit echten Emotionen rein. Mehr jedenfalls als Frauen... Oder beobachte ich falsch?

  8. Inaktiver User

    AW: Was bedeutet es, "Frau zu sein"?

    Hm.
    Birke, also du machst mich nachdenklich.
    Ich werde nächste Woche 54 und müsste es wissen...was es bedeutet, eine Frau zu sein.
    Und doch fällt mir nur eine Antwort ein: es ist das, was du glaubst, das es ist.
    Für viele Menschen ist "Frau Sein" verbunden mit Mütterlichkeit, Fürsorge, Hingabe...aber das sind bestenfalls Faktoren, die Frausein und Weiblichkeit ausmachen.
    Für mich ist es das, was man draus macht. Zum Glück dürfen wir selbstbestimmt leben und uns entscheiden, was wir mit unserer Weiblichkeit machen.
    Wir können Kinder kriegen, müssen aber nicht. Wir haben (blöderweise) unsere Tage...und (noch blödererweise) kommen wir in die Wechseljahre. Nur wir können schwanger werden (was gleichzeitig Vorteil und Nachteil ist). Körperlich sind wir schwächer als Männer und daher eher Opfer als Täter... Unsere Fruchtbarkeit ist - anders als beim Mann - begrenzt. Daran machen viele Frauen (und einige Machos!) ihre Weiblichkeit fest,- und leiden, wenn sie alt werden.
    Ein Mann erlebt Altern weicher - da ist kein klarer harter Schnitt, der ihm zeigt: "sodele, mein Guter, Schluß mit lustig, jetzt kannst du dich nicht mehr reproduzieren.." Es ist, als wäre das Alter gnädiger zu Männern...in Mann mit grauen Schläfen ist interessant und auch für junge Frauen oft begehrenswert, eine alte Frau ist...einfach nur eine alte Frau :-((
    Männer halten zusammen und bilden funktionierende Netzwerke aus, haben oft ein traumhaftes Selbstwertgefühl und sind tolle Freunde. Ihr werdet es nicht glauben, aber über Jahre war meine beste Freundin....ein Mann - ein Kumpel, mit dem ich nicht nur Pferde stehlen, sondern mich austauschen konnte - jemand, der mich verstand, obwohl er mich kompliziert, kapriziös und eben als "typische Frau" empfand. Schade - wir haben uns nach seiner Hochzeit aus den Augen verloren...

    Ihr merkt schon: ich finde Mann-sein faszinierend!

    Ansonsten gilt für mich:
    Was für eine innere Haltung hat man als Frau denn zu haben?
    Ist doch von Frau zu Frau unterschiedlich!
    Ich war nie besonders "weiblich" - obwohl ich ziemlich weiblich aussehe.
    Oft habe ich mir gewünscht, ein Mann zu sein, weil mir das Klischee vom Frau-sein auf die Nerven ging.
    Jetzt - im Alter, werde ich da versöhnlicher, weil ich weiß: als Frau hast du (fast) alle Möglichkeiten.
    Es liegt eben wirklich an dir, was du aus dir machst...

  9. Inaktiver User

    AW: Was bedeutet es, "Frau zu sein"?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hey, danke für die Resonanz!

    Es ist wirklich nicht so, dass ich hier sitze und grübele oder weine...
    Ich bin ja an sich eher der pragmatische Typ und "stehe fest im Leben", will sagen, ich kann mich durchsetzen und kriege Sachen gut geregelt.
    Und klar ist es im Inneren so, dass man "Mensch" ist (hoffentlich )

    Tja, und äußerlich bin ich 100 %ig als Frau zu erkennen. Dennoch bin ich wie gesagt auf diese Frage gestoßen, was macht mich als Frau aus? OK, ich bin Mutter. Aber danke, das allein soll es bestimmt nicht sein.
    Ich finde den Ansatz mit "empfangend" und "gebend" ganz interessant. Ich habe so im Alltagsleben gelernt, meine "männlichen" Anteile rauszulassen, bin auch gern "kampfbereit", trotzdem stelle ich häufiger fest, dass mich dies zunehmend erschöpft und ich eigentlich weinen möchte.
    "Weiblich" zu sein ist für mich gefühlsmäßig weniger mit "erkämpfen" verbunden.

    Mhh.

    Glaub mir - auch Männer würden manchmal gerne weinen und fühlen sich erschöpft. Ist aber immer noch ein wenig verpönt - zumindest in unserer Kultur. Da sind wir im Vorteil - bei uns ist es normal, dass wir mal anfangen zu heulen. Wobei: das letzte Mal habe ich vor 3 Jahren geheult...es gibt sicher Männer, die leichter und mehr weinen als ich. Ist also nichts typisch weibliches...
    Und kämpfen?
    Niemand - auch kein Mann - kämpft gerne dauernd und ständig.
    Ist halt im ARbeitsleben leider so...egal, ob du Frau bist oder Mann...wer sich nicht durchsetzen kann, geht unter. Ich finde das schrecklich...die Sensiblen, Zarten, Nachdenklichen bleiben oft auf der Strecke, während es die Großmäuler und Angeber oft tatsächlich zu was bringen, egal, welches GEschlecht sie haben.

  10. Inaktiver User

    AW: Was bedeutet es, "Frau zu sein"?

    Bitte nicht! Bitte nicht schon wieder! Farmelli, sag was!

    Sorry, Birke, ich weiß, das bringt Dich nicht weiter - aber vielleicht doch? Hör auf, drüber nachzudenken. Und bitte, nicht schon wieder der Quatsch mit "gebend" und "empfangend". Tu das, wobei Du Dich wohlfühlst, so, dass Du Dich dabei wohlfühlst.

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