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  1. Inaktiver User

    AW: Vergeht so 'ne "Phase" auch irgendwann mal wieder?

    Klugschwafler...

    Aber wie hilft das Mia jetzt weiter? So ganz praktisch?

    Pragmatisch könnte man auch sagen - entweder ist der Mann falsch oder die Beziehungsform. Und vielleicht ist Mia einfach so, wie sie ist, und ist ganz OK so? Und vielleicht passt's irgendwann ja doch, aus einem mutigen Versuch heraus, siehe mein obiges Beispiel aus der Praxis der Beziehungsgestörten und Bindungsphobikerinnen? Und vielleicht sehnen wir uns einerseits nach Verbindlichkeit, andererseits ist uns das große Gefühl, das nur um den Preis des Dramas und der allenfalls vorübergehenden Erfüllung zu haben ist, wichtiger?

    Das ist wie im Film: am greifbarsten, schmerzlich spürbarsten wird die Liebe zwischen zwei Protagonisten, wenn sie nicht dürfen oder können... und das gestohlene Glück, die Momente im Brennglas, sind die intensivsten.

  2. Inaktiver User

    AW: Vergeht so 'ne "Phase" auch irgendwann mal wieder?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber wie hilft das Mia jetzt weiter? So ganz praktisch?
    Einfache Antwort: Gar nicht. Kein Stück. (Warum sollte es auch?)

    Und vielleicht ist Mia einfach so, wie sie ist, und ist ganz OK so?
    Das mit Sicherheit! Ganz ohne "vielleicht" ...

  3. Inaktiver User

    AW: Vergeht so 'ne "Phase" auch irgendwann mal wieder?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Frage wäre hier: Wem gegenüber bist du loyal, wenn du dich NICHT einlässt?
    Oder anders gefragt: Von welchem Essemble-Mitglied in deiner Seele brauchst du den Segen für eine Beziehung?

    Und leider: Das wird sich hier definitiv nicht klären lassen. Es wird sich generell mit analytischer Ratio nicht klären lassen.
    Ich finde das schon hilfreich, da treffend.

    Ansonsten sind diese Gummibandbeziehungen ja ganz typisch für eine bestimmte Grundstruktur. Buchempfehlung: Nah und doch so fern: Beziehungsangst und ihre Folgen

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    AW: Vergeht so 'ne "Phase" auch irgendwann mal wieder?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Oder anders gefragt: Von welchem Essemble-Mitglied in deiner Seele brauchst du den Segen für eine Beziehung?
    Die Frage ist wirklich gut, und ich meine sie auch beantworten zu können:
    Von dem Mitglied, das mir immer noch suggeriert, dass ich es meinem Umfeld recht machen muss!

    Um das anhand der aktuellen Situation zu erklären:
    Da war diese kleine Frage "Warum versuchst Du es nicht einfach mit ihm?". Innerlich antwortete ich 'Weil ich nicht will.', aber das klingt trotzig, bockig, kindisch.

    Ich habe einen anderen Ansatz für mich gefunden: Ich bin zu egoistisch für eine Beziehung!
    Das soll keinesfalls negativ klingen, im Gegenteil. Ich bin der Meinung, dass ich viel zu lange selbstlos gelebt habe und ich jetzt einfach das Recht habe, so zu leben, wie es mir gut tut - und nicht anderen.
    Wenn ich jedoch merke, dass ich andere damit verletze...

    Eine Beziehung bedeutet Geben und Nehmen. Und für beides bin ich nicht bereit.
    Für das Nehmen sowieso nicht, aber das ist ne andere Geschichte.
    Für das Geben bin ich nicht bereit, weil ich doch immer wieder mal erlebe, dass ich in alte Verhaltensmuster zurück falle. Ich gebe mich immer noch für andere auf. Nicht mehr so schnell, wie früher, aber es kommt eben doch immer mal wieder vor.
    Ich glaube einfach, dass ich, solange ich nicht rechtzeitig den Punkt erkenne, an dem ich eingreifen müsste um mich eben nicht komplett aufzugeben, in manchen Situationen den Weg des geringsten Widerstandes gehe und mich vom Acker mache.

    Was ich von einer Beziehung erwarte?
    Dass mein Partner so tickt, wie ich. Und dass so jemand nicht so leicht zu finden ist, weiß ich wohl
    "Man weiß immer, dass man jemand ganz Besonderen gefunden hat, wenn man einfach mal für ’nen Augenblick die Schnauze halten und zusammen schweigen kann."
    (Mia Wallace)

  5. Inaktiver User

    AW: Vergeht so 'ne "Phase" auch irgendwann mal wieder?

    Zitat Zitat von _MiaWallace_ Beitrag anzeigen
    Eine Beziehung bedeutet Geben und Nehmen. Und für beides bin ich nicht bereit.
    Für das Nehmen sowieso nicht, aber das ist ne andere Geschichte.
    Das klingt aber sehr spannend… Kannst du dazu nicht doch ein paar Worte sagen?
    Ich weiß z.B., dass ich schlecht Trost und manchmal auch positive, anerkennende Reaktionen annehmen kann. Meinst du so etwas? Oder kannst du auch keine Geschenke, keine Zärtlichkeit, keine Unterstützung etc. annehmen?

    Ich glaube einfach, dass ich, solange ich nicht rechtzeitig den Punkt erkenne, an dem ich eingreifen müsste um mich eben nicht komplett aufzugeben, in manchen Situationen den Weg des geringsten Widerstandes gehe und mich vom Acker mache.
    Was kannst du dafür tun, dass du es rechtzeitig merkst?
    Und warum wirfst du dann so schnell die Flinte ins Feuer, anstatt dich für das einzusetzen, was du eigentlich haben möchtest?

    Dass mein Partner so tickt, wie ich.
    Dass er nicht gern gibt und nicht gern nimmt und sich plötzlich vom Acker macht?
    Aber vermutlich meinst du jemanden, der immer im gleichen Moment das Gleiche möchte wie du …
    Nun ja, mal abgesehen von der Wahrscheinlichkeit, dass das klappt: Dann würde noch wieder die erregende, anregende Spannung fehlen …

  6. Inaktiver User

    AW: Vergeht so 'ne "Phase" auch irgendwann mal wieder?

    Zitat Zitat von _MiaWallace_ Beitrag anzeigen
    Eine Beziehung bedeutet Geben und Nehmen. Und für beides bin ich nicht bereit.
    Für das Nehmen sowieso nicht, aber das ist ne andere Geschichte.
    Ja, das scheint mir der Schlüssel zu sein.
    Aber: Nein - das Nehmen ist nicht "ne andere Geschichte". Es ist sogar der wichtigere Teil dabei.

    Beziehungen generell, nicht nur Partnerschaften, beruhen auf den Austausch und dem Ausgleich von Geben und Nehmen. Dieser Austausch vermittelt den Fluss in Beziehungen. Wenn nicht gegeben und genommen wird, kann nichts fließen. Auch keine Liebe.

    Aber wie sollst du geben, wenn du nicht nimmst? Dann bist du schnell leer.

    Darf ich eine Vermutung wagen? Sie lautet: Lernen, im richtigen Maß zu nehmen, wäre der Schlüssel. Und weiter: Dazu müsste die Weigerung, zu nehmen, in ihrer ursprünglichen Entstehung geheilt werden.
    Bin ich vermessen, wenn ich sage: "Du weißt vermutlich schon, wem gegenüber die ursprüngliche Weigerung zu nehmen, entstanden ist"?

    Aber auch eine Warnung: Du wirst damit auch einen Verlust erleiden, etwas aufgeben müssen. Und ich denke, du ahnst, was es ist.

  7. Inaktiver User

    AW: Vergeht so 'ne "Phase" auch irgendwann mal wieder?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, das scheint mir der Schlüssel zu sein.
    Aber: Nein - das Nehmen ist nicht "ne andere Geschichte". Es ist sogar der wichtigere Teil dabei.


    Beziehungen generell, nicht nur Partnerschaften, beruhen auf den Austausch und dem Ausgleich von Geben und Nehmen. Dieser Austausch vermittelt den Fluss in Beziehungen. Wenn nicht gegeben und genommen wird, kann nichts fließen. Auch keine Liebe.

    Aber wie sollst du geben, wenn du nicht nimmst? Dann bist du schnell leer.
    Aus eigenem Interesse: wie meinst Du das?
    Geändert von Inaktiver User (26.05.2012 um 18:21 Uhr)

  8. User Info Menu

    AW: Vergeht so 'ne "Phase" auch irgendwann mal wieder?

    Fenimi und Dexter, ich finde eure Gedanken und die daraus resultierenden Ratschläge sehr interessant, wenngleich mein Hintergrund ein anderer ist, als ihr vermutet.

    Das alles ist nicht einfach zu erklären und, ehrlich gesagt, würde ich das ungerne hier zum Thema machen. Hatte ich schonmal und es wurde hinterher wirklich alles nur noch missverstanden, was ich schrieb.

    Dass ich nicht gerne nehme, hat keinen Grund, keine Ursache (und hier jetzt bitte keine Psychoanalyse meines Elternhauses - da war und ist alles wunderbar).

    Es geht nicht um Zärtlichkeiten, Anerkennungen etc., ich hab schon auch Gefühle.

    Ich rede nicht gerne. Während viele Menschen Kraft daraus ziehen, über ihre Gedanken zu sprechen, ziehe ich mich innerlich lieber zurück.

    Wenn ich nach Feierabend nach Hause komme, habe ich Feierabend. Mir bringt es dann absolut nichts, wenn ich irgendjemandem erzähle, wie scheiße mein Arbeitstag war. Was würde es ändern?
    Ich führe dann lieber Gespräche, die mich auf andere Gedanken bringen - und im Idealfall sind die positiv!

    Es gibt Menschen, auch in meinem direkten Umfeld, die da gänzlich anders ticken. Sie müssen sich alles von der Seele reden.
    Dadurch, dass ich das nie mache, erscheine ich natürlich als die perfekte Zuhörerin, die auch immer noch irgendwelche Tipps auf Lager hat.

    Wenn ich Probleme habe, Sorgen, Ängste... natürlich vertraue ich mich dann an.
    Aber ganz sicher nicht jedem! Und Dinge, die mich beschäftigen, bei denen ich eben genau weiß, dass sie nicht zu ändern sind, für die es gerade einfach auch keinen Tipp/Ratschlag gibt, behalte ich für mich.

    So bin ich. So war ich schon immer und ich sehe absolut keinen Grund dafür, warum ich das ändern sollte.

    Ich definiere eine gute Partnerschaft nicht über die Quantität der Gespräche, sondern über die Qualität!

    Viel zu kompliziert das zu beschreiben. Sorry, hoffe ich hab jetzt nicht mehr verwirrt, als alles andere.
    "Man weiß immer, dass man jemand ganz Besonderen gefunden hat, wenn man einfach mal für ’nen Augenblick die Schnauze halten und zusammen schweigen kann."
    (Mia Wallace)

  9. Inaktiver User

    AW: Vergeht so 'ne "Phase" auch irgendwann mal wieder?

    Okay, du redest nicht gern, tauscht dich nicht gern aus. Aber warum heißt das, dass du nichts geben und nichts nehmen kannst? Erklär es mir bitte.

    Du lässt deinen Partner also nicht an dir teilnehmen.
    Das mag nicht jedermanns Sache sein.

    Den anderen im Unklaren zu lassen über das, was in einem vorgeht, mag für den anderen nicht immer einfach sein. Der fühlt sich vielleicht ausgeschlossen.
    Der eine kann so nicht leben. Der andere genießt es dagegen, wenn jemand nicht ständig über Probleme redet.

    Ich kannte mal einen Mann, der sagte gleich am Anfang: "Ich rede nicht über meine Probleme und ich rede nicht über Gefühle." Das war wunderbar.

    Ich vermute, bei deinem Satz "Eine Beziehung bedeutet Geben und Nehmen. Und für beides bin ich nicht bereit" steckt mehr dahinter.
    Was willst du dann von einer Beziehung?
    Kann man mit dir weitreichende Entscheidungen gemeinsam treffen?
    Kannst du dann überhaupt Weggefährte für einen anderen Menschen sein?

    Vielleicht kannst du einen Lebensgefährten einfach nicht "gebrauchen" - und somit auch keine exklusive Bindung.

  10. Inaktiver User

    AW: Vergeht so 'ne "Phase" auch irgendwann mal wieder?

    Zitat Zitat von _MiaWallace_ Beitrag anzeigen
    So bin ich. So war ich schon immer und ich sehe absolut keinen Grund dafür, warum ich das ändern sollte.
    Ich sehe auch keinen Grund, warum du das ändern solltest. Im Gegentum: Ich sähe nur Gründe DAGEGEN, dies ändern zu wollen.
    So wie du bist, bist du vollständig in Ordnung! Wärest du anders, wärest du nicht mehr du. (Und was sollte das bringen? Wem sollte das etwas bringen?)
    Und nebenbei bemerkt: Mit dieser Art wärest du mir persönlich sehr sampathisch.

    Aber ich schließen mich hier "fenimi" an: Dies alles hat - so scheint mir - mit Geben und Nehmen wenig zu tun, oder? Zumindest erschließt sich mir die Verbindung nicht.

    Wie auch immer - dies ist vielleicht nicht der Rahmen, das weiter zu thematisieren. Nur so viel: Bei deinem "so-sein", was immer das auch konkrete bedeuten mögen, solltest du bleiben. (Zumindest würde ich dir das wünschen - mehr steht mir ja nicht zu.)

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