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    Einsamkeit in der Großstadt-Anonymität

    Ihr Lieben,
    ich bin grad in einer Situation, in der ich nach einem hammer-stressigen beruflichen Projekt nun ein paar Monate mehr oder weniger "Leerlauf" habe und nach längerer Zeit erstmalig zum Nachdenken komme.
    Ich lebe in Berlin, bin mitte Vierzig und Single - und stelle fest, dass z.B. meine Eltern ein florierenderes soziales Leben haben als ich. Ich fühle mich tatsächlich einsam! Und das mitten in der Großstadt.
    Natürlich habe ich einige Freundinnen - aber die haben alle ihr eigenes Leben und bis auf eine, die ich regelmäßig ungefähr einmal in der Woche sehe und die auch Single ist, treffe ich die (in Beziehungen steckenden und teilweise Kinder habenden) Freundinnen alle paar Wochen mal. In der übrigen Zeit beschränkt sich der Kontakt auf Emails.
    Die Art der Treffen ist auch immer ähnlich: man trifft sich "auf ein Glas Wein" oder zum Essen, mal koche ich auch für eine größere Runde - man plaudert, man erzählt sich, wie das Leben so läuft - und dann geht jeder wieder seiner Wege, in sein eigenes Leben zurück. Aber dieses "eigene Leben" ist bei mir irgendwie sehr verdammt eigen - ich fühle mich echt allein. Außer diesen gemeinsamen Essen gibt es eigentlich keine Gemeinsamkeit. Die Wochenenden und Urlaube verbringen die Paare miteinander, Singles kenne ich kaum.
    Bei meinen Eltern ist es anders: die "leben" irgendwie direkt in ihrem sozialen Umfeld. Sie wohnen in einem größeren Dorf, sind mehrmals in der Woche bei den Nachbarn eingeladen, mein Vater macht denen den Garten, meine Mutter hilft einmal in der Woche in der Kleiderkammer beim Roten Kreuz und geht ansonsten zum Altenkaffee. Jeder kennt jeden, wenn man vor die Tür geht, kann man nahezu immer mit irgendwem plauschen.
    Das ist für mich soziales LEBEN. Ich würde gern Leute kennen, die mich um einen Gefallen bitten. Ich möchte gern mit anderen wie selbstverständlich im Sommer grillen. Ich würde gern mit einer Gruppe von Freunden im Winter eine Skihütte mieten - all das geht nicht, weil es niemanden gibt, der das auch will.

    Ich wohne hier in einem Berliner Trendbezirk und kann mir nicht einmal die GESICHTER meiner Nachbarn merken, weil ich sie ca alle sechs Monate mal sehe, wenn jemand durchs Treppenhaus huscht. Ansonsten sind in Berlin mittlerweile gefühlt 70% aller Menschen, die sich auf den Straßen bewegen, Touristen, die ohnehin nach ein paar Tagen wieder weg sind. Auch bei uns im Haus sind bereits einige der Wohnungen in so genannte "Ferienwohnungen" umgewandelt worden, die an Touristen und Austausch-Jobber vermietet werden.

    Ganz davon abgesehen, dass Bekanntschaften und Freundschaften so schwer zu pflegen sind - auch einen neuen Partner zu finden erscheint mir unmöglich - es sei denn, man greift auf Dating-Portale zurück.

    Ich habe keine Ahnung, ob das an der Stadt Berlin liegt und ob ich versuchen sollte, weg zu ziehen - ich habe auch mal in München gewohnt und habe es dort nicht so anonym, flüchtig und austauschbar erlebt - das kann aber auch an den damaligen Lebensumständen liegen, ich war da Anfang dreißig.

    Kennt Ihr das auch - und wenn ja, was tut Ihr dagegen?

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    AW: Einsamkeit in der Großstadt-Anonymität

    kriegst gleich 'ne pn
    ich bin schrecklich inkonsequent - aber nicht immer

    tippfehler gibts von mobile devices gratis. wer sie findet, darf sie behalten.

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    AW: Einsamkeit in der Großstadt-Anonymität

    Hallo Sommergewitter (schöner Nickname )

    ich lebe in der gleichen Stadt wie du und bin im selben Alter - kann mich also ein wenig reinversetzen. Zum Glück lebe ich nicht in einem Szeneviertel, bis jetzt - man kann ja nie sicher sein, wohin es die Szene zieht . Aber die Nachbarschaft macht schon ein wenig Geborgenheit aus. Ich liebe das typische Kiezgefühl in Berlin nämlich sehr. Dazu gehören für mich Geschäfte für den täglichen Einkauf, wo man mehr oder weniger immer die gleichen Leute trifft (Bäcker, Zeitungsladen, Eisdiele, Drogeriemarkt).

    Viele meiner sozialen Kontakte sind seinerzeit über mein Kind entstanden ... Babyturnen und -schwimmen, Kita, Schule, Sportverein - überall traf man Eltern im gleichen Alter und mit einigen gingen die Gemeinsamkeiten eben über die zufällig gleichaltrigen Kinder hinaus. Besonders in meinen Singlejahren habe ich diese Kontakte aber sehr genossen ... und gepflegt. Sowas potenziert sich ja teilweise auch ... eine dieser Bekannten hat ne Grillparty gegeben und mich eingeladen, dort traf man wieder andere, neue, interessante Menschen, kam ins Gespräch und blieb in Kontakt. Man muss natürlich ein bisschen offen dafür sein. Anfangs sollte man Verabredungen evtl. auch nicht zu locker treffen ... a la ... "man sieht sich", sondern ein bisschen konkreter das nächste Treffen planen. Wenn die Chemie stimmt, funktioniert es dann ja irgendwann einfacher.

    Was mir nicht von Anfang an in die Wiege gelegt wurde, aber was ich im Laufe der Zeit gelernt habe, ist ein wenig Smalltalk, um ein bisschen in Erstkontakt zu kommen. Vorm Kursraum beim Sportstudio steht z.B. immer eine Gruppe Frauen rum. Einige stellen sich immer abseits und warten bis der Kurs anfängt, machen dann den Kurs, gehen duschen, umziehen und wieder nach Hause. Ich kenne inzwischen einige Frauen von dort wirklich gut, weil ich mich eben mal ein bisschen dazugesellt habe, ein wenig Smalltalk gehalten habe über den letzten Kurs und den folgenden Muskelkater . Irgendwann erweiterte sich den Themenkreis. Und die Gesprächszeit ... wir schwatzen jetzt teilweise noch unter der Dusche, in der Sauna und auf der Sonnenterrasse. Eine Teilnehmerin fährt oft zeitgleich morgens mit mir Straßenbahn und wir quatschen jetzt auch dort regelmäßig. Haben festgestellt, dass wir gemeinsame Bekannte haben und treffen uns demnächst mit denen zum Grillen. Ist nur ein Beispiel. Aber ich will damit sagen: man muss teilweise aktiver suchen. Aber die Stadt ist eigentlich voll von Suchenden und vielen ergeht es vermutlich ähnlich wie dir ...

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    AW: Einsamkeit in der Großstadt-Anonymität

    Hallo Sommergewitter,

    ich wohne zwar nicht in der Hauptstadt, aber mir geht es ähnlich wie Dir.

    Ich denke, dass ein Weg aus der Einsamkeitsfalle sein kann, sich irgendwo zu engagieren, soweit das das Berufsleben zulässt. Also, sich nicht nur mit FreundInnen auf ein Glas Wein zu treffen (was natürlich auch wichtig ist und dazugehört), sondern sich zu überlegen, auf welchem Gebiet Du aktiv für andere Menschen oder für ein Projekt, das Dir am Herzen liegt, da sein kannst. Schau, Deine Eltern machen es ähnlich: sie sind durch ihr Hilfsangebot mit anderen in Kontakt gekommen und diese Kontakte haben sich dann über die Jahre hin vertieft.

    Somit gibt es also 2 Komponenten, die zusammen aus der Einsamkeit wenigstens ein Stück herausführen können:

    * sich für andere und anderes interessieren und sich engagieren
    * eine große Portion Geduld mitbringen, um Kontakte natürlich und durch stete Pflege zum Wachsen zu bringen, wie z.B. ein Gärtner, der seine Pflanzen erst über Monate (und teilweise Jahre) hegen muss, bevor sie zur vollen Größe erblühen und ihnen beim Wachsen zuschaut.
    Geändert von bruennette_2 (04.05.2012 um 14:23 Uhr)

  5. Inaktiver User

    AW: Einsamkeit in der Großstadt-Anonymität

    Hallo Sommergewitter,
    ich finde, der erste Schritt ist gemacht: du machst es dir bewusst. Nur dann kannst du was ändern. Und dass du was ändern kannst, daran habe ich keine Zweifel
    So wie du dein Lebensumfeld beschreibst, würde es mich persönlich auch nerven, viele Touristen, wechselnde Gesichter usw. Trotzdem ist es nach meiner Meinung in erster Linie ein Ding der eigenen inneren Einstellung. Wenn du bereit bist, dich auf Kontakte einzulassen, welche zu suchen und zu finden und auch zu pflegen, dann kann es klappen. Vielleicht nicht in derselben Form wie bei deinen Eltern, aber auch irgendwie gut.

    Ich habe lange mitten in Hamburg gelebt, das ist sicherlich nicht mit Berlin vergleichbar, aber letztenendes doch genauso: wenn man mal jemanden trifft, den man sympathisch findet, trifft man sich zu 99.99% nicht wieder, das ist in einer Kleinstadt bestimmt anders.
    Vielleicht wäre es ein Anfang, ein etwas "langweiligeres" Umfeld zu suchen und sich dort niederzulassen? Regelmäßig dort VHS-Kurse, Frauenaktivitäten etc. Dann sieht man schon mal das eine oder andere bekannte Gesicht.
    Du könntest auch gezielt neue Bekanntschaften suchen, einen Frauenstammtisch gründen, hier in der BriCom Leute aus deiner Gegend suchen, bei Groops mitmachen (eine Internetplattform für Leute, die gemeinsame Aktivitäten mit anderen Leuten machen möchten) und so einiges mehr.
    Ich habe nach meiner Trennung auch quasi einen "Neuanfang" gestartet und bin mittlerweile überrascht, wie viele Singles ich mittlerweile kenne. Ich habe auch keine Probleme, zu Veranstaltungen zu gehen, bei denen ich niemanden kenne. Wichtig ist nach meiner Erfahrung, aufgeschlossen und freundlich zu sein und zu bleiben, dann klappt das ganz gut, weil ganzganz viele Menschen neue Kontakte suchen.
    Tja, und dann die Kontaktpflege, sehr wichtig.
    Ich finde es ganz gut, mit mehreren Leuten an den Start zu gehen, dann ist es nicht so "eng", und nähere Bekanntschaften ergeben sich dann mit denen, die einem mehr liegen.

    Und ein Stück weit kann ich es mir auch Berlin-speziell vorstellen. Die Stadt ist super interessant, brodelnd vor Leben, aber es macht auch ganz schönen Stress, diese Menschenmassen etc. Ich mag es auch lieber etwas ruhiger.

    Liebe Grüße
    Birke

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    AW: Einsamkeit in der Großstadt-Anonymität

    Hallo Sommergewitter,

    ich kann Dich auch sehr gut verstehen. Ich habe jetzt elf Jahre in Köln gewohnt, in gewisser Weise sicher mit Berlin vergleichbar, und bin nun in meine Heimatstadt zurückgezogen, die deutlich kleiner ist. Am Schluss hatte ich das Gefühl, in der Großstadt zu vereinsamen. Ich habe über die Jahre alles mögliche versucht, um genau den Kreis zu finden, den Du Dir auch wünschst. Es ist mir letztlich nicht gelungen. Und das, wo man den Rheinländern doch - durchaus zu Recht - nachsagt, so offen und kontaktfreudig zu sein. Aber die Kehrseite der Medaille ist eben, dass das meiste oberflächlich bleibt. Echte Freundschaften entstehen eher selten, man könnte ja an der nächsten Ecke was Besseres finden.

    Für mich habe ich aus der Zeit einige Lehren gezogen:
    1) Wie Birke schrieb, "langweilige" Hobbys suchen. Also im Zweifel lieber einen Sportkurs im Turnverein als eine Mitgliedschaft im schicken Fitness-Studio. Überhaupt Hobbys mit einer gewisssen Kontinuität, die über dreimonatige VHS-Kurse hinausgeht.

    2) Ehrenamtliches Engagement. Ich hab zumindest mal ein bis zwei Sachen ins Auge gefasst, wo ich mir mittelfristig gut vorstellen könnte, mitzumachen, weil ich von der Sache überzeugt bin, obwohl ich an sich nicht so der Ehrenamtstyp bin.

    3) Ich bin gerade in eine Neubauwohnung gezogen, was den Vorteil, dass die Nachbarn auch alle neu sind und man schnell ins Gespräch kommt. Das ist schon mal anders als in der letzten Wohnung. Aber ich habe mir auch vorgenommen, wenn alle Wohnungen im Haus mal bezogen sind, zu einem kleinen Umtrunk einzuladen. Ich wünsche mir halt auch ein nachbarschaftliches Umfeld, wo ich keine Angst haben muss, wochenlang tot in der Wohnung zu liegen, weil es niemandem auffällt.

    Ich möchte mir hier mittelfristig ein stabiles soziales Umfeld aufbauen und bin zuversichtlich, dass es mir hier leichter gelingt, als in der Großstadt, weil mein Stadtteil hier noch gewisse dörfliche Strukturen hat, auch wenn es schon eine richtige Stadt ist. Ich glaube inzwischen, dass mir das hippe Großstadtleben nicht wirklich liegt. Aber vielleicht hab ich auch nur nicht den richtigen Ansatz gefunden.

    Meiner Meinung nach liegt das größte Problem in der Großstadt in Unvebindlichkeit und Oberflächlichkeit. Man läuft sich selten von selbst über den Weg, d.h. man ist schnell auf Verbindlichkeit angewiesen, wenn man Kontakte vertiefen will. Und das vermeintlich riesige Angebot an alternativen Kontakten führt dazu, dass viele nicht mehr bereit sind, sich mal länger auf eine neue Bekanntschaft einzulassen, damit überhaupt eine Freundschaft daraus werden kann. Also geht es letztlich darum, gegen diese beiden Probleme anzukämpfen, indem man nach Umfeldern sucht, wo beides gegeben ist. Oft sind das eher langweilige unspektakuläre Gruppierungen wie Kirchengemeinde, Turnverein, Rotes Kreuz, Tafel, Tierschutzverein etc. Natürlich sollte einem das, was man sich letztlich aussucht, auch grundsätzlich liegen. Und man braucht mit Sicherheit immer Geduld, damit aus Kontakten auch verlässliche Freundschaften entstehen. Aber irgendwo muss man ja anfangen.

    Viele Grüße,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

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    AW: Einsamkeit in der Großstadt-Anonymität

    Liebe Sommergewitter,

    hier sind ja schon sehr gute nachvollziehbare Tipps gekommen. Eine Nachfrage habe ich aber noch. Inwieweit wird sich das, was Du hier schilderst:

    Zitat Zitat von Sommergewitter Beitrag anzeigen
    ich bin grad in einer Situation, in der ich nach einem hammer-stressigen beruflichen Projekt nun ein paar Monate mehr oder weniger "Leerlauf" habe und nach längerer Zeit erstmalig zum Nachdenken komme.
    wiederholen?

    Ich frage deshalb, weil ich glaube, dass soziale Kontakte auch ein wenig zu dem passen sollten, in welchen Lebensumständen man sich befindet und welche Ziele man hat. Will sagen: Wer die große Karriere plant und die nächsten zehn Jahre eher 60-70 Stunden/Woche arbeitet, um sich diese aufzubauen, der wird kaum noch in der Lage sein, sich einen großen Freundeskreis auszubauen bzw. zu pflegen. Hat vielleicht Deine bisherige Form der Freundschaftspflege auch ganz gut zu Deinem sonstigen Leben gepasst? Willst Du daran etwas verändern, Prioritäten neu setzen?

    Oder war das Projekt eine einmalige Sache?
    Mache das sichtbar, was ohne dich vielleicht nie gesehen werden würde.

    - Robert Bresson -

  8. Inaktiver User

    AW: Einsamkeit in der Großstadt-Anonymität

    Sommergewitter, das sagte schon jemand: Kontinuität ist wichtig.
    Gibt es vielleicht ein nettes Café, in das du öfter gehen könntest. Meine Situation ist anders als deine, aber ich bin eine Zeitlang immer in das gleiche Café gegangen, in dem ich mich sehr wohl fühlte. Irgendwann kam ich mit der Kellnerin ins Gespräch, mit Gästen ...
    Wichtig, und das passt, finde ich zu "den langweiligen Hobbies" ist es, sich ein kleines gemütliches Stadtteil-Café zu suchen.

    suzie

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    AW: Einsamkeit in der Großstadt-Anonymität

    Liebes Sommergewitter,

    nur ganz kurz: Du bist nicht allein; ich kann vieles von dem, was du schreibst, nachvollziehen und hatte und habe auch ähnliche Probleme. Was mir spontan zu deinem Thema eingefallen ist:

    Bist du dir sicher, dass die Grossstadt der richtige Ort für dich ist? Warum lebst du dort; wäre ein Umzug in ein etwas überschaubareres soziales Umfeld eine Möglichkeit?

    Such dir ein Hobby/eine Tätigkeit, bei der du regelmäßig die gleichen Leute zu Gesicht kriegst. Selbst wenn sie nicht alle deine besten Freunde werden: Es hilft gegen dieses Gefühl der totalen Einsamkeit.

    Last but not least: Gib' dir Zeit. Ein funktionierendes soziales Netz aufzubauen (und zu erhalten!) ist ein Projekt, das lange dauern kann und viel Zeit, Energie und Aufwand erfordert. Da kann es schon sein, dass man erstmal einiges "investieren" muss, bis die Dinge in Gang kommen und man auch etwas "zurückbekommt". Deswegen finde ich die Frage von LaRimbecca sehr wichtig: Wieviel Energiereserve hast du neben deiner Arbeit noch, um dich freundschaftsmässig einzubringen?

    Ich wünsch' dir viel Glück,

    der blaue Elefant

  10. User Info Menu

    AW: Einsamkeit in der Großstadt-Anonymität

    Liebes Sommergewitter!

    Ich schreibe dir aus einer eher kleineren Stadt.... Etwas über 10.000 Einwohner, bin hier geboren und aufgewachsen.
    Es ist allerdings nicht so, dass man automatisch ein soziales Umfeld hat, wie es deine Eltern haben. Interessen können sehr verschieden sein, Freundschaften aus den verschiedensten Gründen auch im Sande verlaufen. Ich habe z.B. das Problem teilweise ganz andere Interessen zu haben als andere Leute hier.
    Ganz schlimm finde ich persönlich kleinere Dörfer (ich arbeite in einem) wo jeder jeden kennt und jeder meint alles von jedem zu wissen - und noch mehr....

    Denke, jede Gegend hat seine Vor- und Nachteile. Ob es für dich unbedingt von Vorteil ist in eine kleinere Stadt zu ziehen ist die Frage, die du nur selbst für dich entscheiden kannst.

    Ob es leichter/verbindlicher ist da Kontakte zu knüpfen bezweifle ich persönlich. Ich denke, man hat in einer Stadt wie Berlin unzählige Möglichkeiten und "Gleichgesinnte"... Es wurde oben schon erwähnt in der Bri-Com selber mal eine Anzeige schalten und Freunde suchen, dann gibt es Portale wie New-In-Town, auch manche Couchsurfer-Gruppen sind sehr aktiv mit Events - wobei du einfach mal die Altersstruktur in Berlin in den Gruppen anschauen solltest - gibt auch viele Studenten...
    Eine Zeitungsanzeige selber schalten und selbst wenn sich nur ein paar Leute melden.
    Bei uns hat die VHS (trotz Land) einen Single-Stammtisch mit allerlei Aktivitäten während des Jahres.

    Was auch schon genannt wurde - Kontinuität: Ich kauf z.B. meist beim selben Bäcker, Metzger etc. ein - man kennt sich... Cafés etc. sind dann auch eine gute Möglichkeit ins Gespräch zu kommen - im Notfall die ersten Male mit Buch/Zeitschrift "bewaffnet" wenn du dich sicherer fühlst.

    Und hab Geduld - gib dir Zeit - Freundschaften (auch Bekanntschaften) müssen wachsen und manchmal muss man am Anfang etwas mehr investieren, bevor man die Früchte ernten kann.

    Wünsch dir ALLES, ALLES GUTE
    :blume

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