Hallo Alassia, bist du gegen Hamster nicht allergisch?
ETWAS Rücksicht ist gut, aber meiner Meinung nach kann man nicht von einem anderen Menschen verlangen, dass er ständig Rücksicht nimmt.
Gehört es nicht zu einer Partnerschaft dazu, gegen seine eigenen Krankheiten etwas zu tun, um den andern nicht über die Maßen zu belasten?
Medikamente zu nehmen, sich desensibilisieren zu lassen, Akupunktur soll auch sehr gut sein. Ich habe das Erste und das Zweite ausprobiert. Der Erfolg der Desensibilisierung hielt leider nicht lange an.
Eine Beziehung ohne gegenseitige Rücksichtnahme ist vermutlich nicht denkbar. Und jedes Paar handelt seine Regeln miteinander aus.
Es gibt Menschen, die kriegen Angstzustände beim Autofahren, andere haben Höhenangst, der nächste ist so übergewichtig, dass er nur ein paar Schritte weit gehen kann - und manche Partner werden ohne zu Murren über Jahre hinaus Rücksicht nehmen. Und anderen wird es manchmal zu viel und sie schimpfen.
Aber unsere Tierfreundin Hund-Katze-Maus schreibt ja gar nichts mehr, schade.
Das passiert immer wieder, dass jemand ein Thema eröffnet und dann zum stillen Mitleser wird …Schade …
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03.05.2012, 01:58Inaktiver User
AW: Rücksichtsnahme - ein Muss in jeder Beziehung??
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03.05.2012, 07:45Inaktiver User
AW: Rücksichtsnahme - ein Muss in jeder Beziehung??
Hallo Fenimi,
ich hab es schon mal im Tierforum geschrieben, dass ich tatsächlich gegen Hamster nicht allergisch bin. Eine meiner allergrößten Freuden im Leben, wirklich wahr. Mein Freund hatte mir, weil ich immer so traurig war wg. der Tierallergien, mal spontan zwei Gasthamster zum "Ausprobieren" organisiert. Und siehe da, es ging problemlos.
Jetzt habe ich schon seit fast 2,5 Jahren Hamster ohne Allergieprobleme. Und ich mache immer noch Luftsprünge vor Freude, wenn ich meine Tierchen sehe!!!!!
Aber davon mal ab: ich begreife, dass es mit der Rücksichtnahme ein zweischneidiges Schwert ist. Aber Gereiztheit als Antwort auf Schwierigkeiten des Partners ist sicher nicht die Lösung. Wobei es Partner gerade von chronisch kranken Menschen nicht leicht haben.
Ich war lange Zeit ehrenamtlich im medizinisch-gesundheitlichen Bereich tätig und eine Sache habe ich mehrfach erlebt: Frauen kümmern sich um ihre chronisch kranken Männer intensiv - Männer hingegen verlassen irgendwann ihre chronisch kranke Frau oder suchen sich recht öffentlich "Ersatzhandlungen". Ich treffe diese Aussage jetzt mal ohne Feinabstimmtung und sage dazu, dass sie tendenziell ist.
Will nur sagen, dass die ganze Chose AUCH ein Geschlechterproblem ist, auch wenn es wahrscheinlich wieder 1000 Gegenbeispiele gibt.
Und einer Sache stimme ich voll zu: der "Kranke" sollte auch etwas gegen seine Krankheit unternehmen.
Aber: ich selbst zB habe neben den Allergien auch Rheuma. So. Die Medis, die ich dagegen nehmen muß, sind hammerhart und haben wiederum eigene sehr unangenehme (Neben)Wirkungen. Und trotz dieser Medis habe ich immer noch Schmerzen und kann mich an einigen Tagen kaUm bewegen. Wenn ich mir vorstelle, mein Partner wäre da jedes Mal gereizt - puh, nee.
Und bei Allergien ist es auch so: Medis KÖNNEN helfen, müssen aber nicht. Akupunktur kostet Geld, dass die TE evtl. gar nicht hat. Es gibt auch da wieder 1000 beispiele. Und bei Nahrungsmittelallergien hilft wirklich NUR Weglassen. Eine Desensibilisierung wirkt idR nur, wenn man sich nur eine Allergie vornimmt - hat man mehrere, schlägt sie in 90% der Fälle fehl bzw wird heute gar nicht mehr gemacht.
Tja, wat nu? Kann man dann keine Beziehung führen?
Und ja, schade, dass die TE sich verdünnisiert hat - so kommt man ja gar nicht ins Gespräch mit ihr. Naja, das ist Internet...
Schöne Grüße,
alassia
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03.05.2012, 09:17
AW: Rücksichtsnahme - ein Muss in jeder Beziehung??
Das sehe ich auch so. Es kommt auch drauf an, WIE die Rücksichtnahme eingefordert wird. Ich hatte mal eine Kollegin, die an diversen Lebensmittelunverträglichkeiten litt. Die waren tagtäglich Thema, bei jedem Kantinenbesuch wurden wir anderen informiert, was sie essen und nicht essen könne. Wir waren megaabgenervt und haben uns nur gewünscht, sie würde einfach diskret ihre Einschränkungen handlen und uns nicht mit einbeziehen.
Bei Einladungen und Betriebsfesten wurde darauf geachtet, dass etwas für die Kollegin geeignetes zum Essen da ist. Meist kam sie aber nicht. Vielleicht steckte auch was anderes dahinter, soziale Phobie oder so.
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03.05.2012, 11:27
AW: Rücksichtsnahme - ein Muss in jeder Beziehung??
Hallo liebe hund-katze-maus, hallo zusammen,
Doch, doch, Rücksichtnahme ist gewiss nötig. Für mich ist es ganz einfach Rücksicht zu nehmen, wie es durch anständiges Benehmen vorgegeben wird. Auf gewisse einzelne, aussergewöhnliche Erscheinungen Rücksicht zu nehmen, geht auch noch.
„Genervt und gereizt“ ist nicht gut. Isus hat die These auf gestellt, dass es auch mentale Allergien gibt. Das scheint mir plausibel, denn in meinem Umfeld und auch an mir selbst beobachte ich, dass man auf geringe Reize, die sich immer wieder wiederholen, mit der Zeit unangemssen stark reagiert. 20 Jahre sind eine lange Zeit um so etwas zu entwickeln. Vielleicht braucht Ihr (professionelle?) Hilfe von aussen, um da raus zu kommen. Sucht aber in der betreffenden Person keinen Richter! So läuft das nicht.
Aber: Steter Tropfen höhlt den Stein. Wenn man sein ganzes Leben um die Einschränkungen von jemand Anderem herum organisieren muss, wird es irgend wann einfach nur mühsam, zu mühsam und schliesslich zu viel. Das übelste Beispiel sind Leute, die über längere Zeit hinweg nie Zeit haben. Die dürfen gerne alleine keine Zeit haben und werden entsorgt. Da „keine Zeit“ auch als billigste Ausrede her halten muss, fühle ich mich dann zwar traurig, aber mit einem blütenweissen Gewissen.
Hier wurde sehr viel von Allergien geschrieben. Ich würde zunächst versuchen, dauerhafte und möglicherweise sehr drastische generelle Umgehungslösungen zu suchen und nicht jeden Einzelfall neu zu verhandeln. Bis hin zu separat kochen. Einzelne liebe, alte Gewohnheiten könnte ich auch streichen, aber, bitte, nicht zu Viele!
Zur Geschichte mit dem Biergarten: Ich schlage vor, dass er ganz alleine oder mit Kumpels hin geht und dass Ihr andere Aktivitäten gemeinsam durch führt. Du versuchst dann, die Zeit, in der er weg ist, mit etwas zu füllen, was DICH erfreut.
Ich würde kein Haustier anschaffen, wenn ich mit einer entsprechenden Allergikerin zusammen wäre. Gemäss „wer zuerst kommt, mahlt zuerst!“ würde ich aber ein Haustier nicht entsorgen, weil es einer neuen, eventuellen Partnerin nicht passt, oder weil sie allergisch darauf ist. Damit fühlt man sich natürlich mies, aber man hat sich wenigstens nicht ins Unrecht gesetzt.
Eigenartiger Weise würden mir auch schwere Einschränkungen wegen EINES Leidens weniger ausmachen, als viele Kleine. Für die wirklich tolle Frau mit Spina bifida und schweren Einschränkungen, in die ich mich einmal verliebte, hätte ich mein ganzes Leben um gekrempelt. Sie war unglaublich tapfer und hat Selbstmitleid nicht gekannt, war aber schon verbandelt.
Ganz wichtig ist für mich der Eindruck, ob jemand sein Leiden als Druckmittel einsetzt, oder ob es echte Notwendigkeiten sind, die mir zugemutet werden. Das ist schwierig zu entscheiden und wird vom sonstigen Verhalten der betreffenden Person massgeblich beeinflusst.
Grüsse, Isambard
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03.05.2012, 12:35Inaktiver User
AW: Rücksichtsnahme - ein Muss in jeder Beziehung??
Ich habe da nur so überrascht nachgefragt, weil meine Schwester ganz furchtbar gegen Hamster und Meerschweinchen allergisch ist.
Bist du auch nachtaktiv? Sonst hat man doch eigentlich nicht viel von einem Hamster, frage ich mal so ganz blauäugig.
Das kann ich mir vorstellen, wobei ich es nicht unerwähnt lassen möchte, dass ich auch Männer kenne, die ganz standhaft und liebevoll zu ihren kranken Partnerinnen stehen und ihnen helfen. Der individuelle Einzelfall kann ganz unterschiedliche aussehen.Frauen kümmern sich um ihre chronisch kranken Männer intensiv - Männer hingegen verlassen irgendwann ihre chronisch kranke Frau oder suchen sich recht öffentlich "Ersatzhandlungen".
Und so habe ich Hund-Katze-Maus verstanden: Sie möchte ja gar nicht allein zuhause sein, während er in den Biergarten geht, sondern sie wünscht sich "ein bisschen" Rücksicht und dass er ihr zu Liebe drinnen sitzt. Und er reagiert schroff … An sich handelt es sich also wohl um ein Beziehungsproblem. Es ist eine Frage des Umgangs miteinander.
Diese Situation ist an sich ein gutes Beispiel, dass etwas von beiden Seiten ausgeht. Auf ihrer Seite ein Wunsch, der vielleicht schon ein Anspruch ist. Und von seiner Seite eine unangemessen heftige Reaktion, die den Partner vor den Kopf stößt. Er schafft es nicht, gelassen "nein" zu sagen.
Den so weit waren wir uns ja eigentlich einig: Es ist okay, wenn der Partner auch mal draußen sitzen will. Und deshalb auch mal allein unterwegs ist.
Au weia! Da hat es dich aber gleich doppelt getroffen.Und einer Sache stimme ich voll zu: der "Kranke" sollte auch etwas gegen seine Krankheit unternehmen.
Aber: ich selbst zB habe neben den Allergien auch Rheuma.
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03.05.2012, 16:50Inaktiver User
AW: Rücksichtsnahme - ein Muss in jeder Beziehung??
*lach* - ja, ich bin eine Nachteule. Schon immer gewesen. Meine Hamster und ich werden ungefähr zur gleichen Zeit munter. Ich geh dann alerdings früher ins bett als sie und schlafe auch nicht den GANZEN Tag.
Danke für den Drücker wegen des Doppelt-Getroffen. Jou, ich hab recht üppig zugelangt, was Krankheiten angeht und ich bin dadurch auch echt eingeschränkt.
Allerdings kann und konnte ich immer schon gut alleine sein und mich selbst beschäftigen - will sagen: Biergartenbesuche sind nicht mein Terrain, ob mit oder ohne Allergien.
Ich wär aber nicht der Typ fürs Wandern, Aktiv-Urlaube oder Radtouren. Zum Glück ist mein Liebster da auch nicht so scharf drauf. Er muß dennoch so manches alleine machen bzw ohne mich. Andererseits: zum Schwimmen, was wiederum ICH gut machen kann, kriegen ihn keine 100 Pferde....ist nicht seins.
Krankheit als Druckmittel ist unschön, aber SO hab ich die TE hier nun auch nicht verstanden - eher, dass sie sich eben NICHT andauernd erklären will.
So oder so, es bleibt sicher schwierig mit Krankheiten, aber es kann doch auch nicht angehen, dass keine Rücksicht genommen wird oder der Kranke da nichts zu verlangen hat.
Eine Kette ist immer nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Leider ist das in unserer Gesellschaft ohnehin nicht en vogue und so kann man ja auch manchmal beobachten, dass "die kranken" schnell mal unter sich bleiben, während "die Gesunden" sich sportlich oder biergartentechnisch auspowern.
Ist ähnlich wie bei alten Menschen: ein alter Mensch ist ja auch nicht freiwillig alt und zB gebrechlich. Darf der nun keine Rücksicht erwarten, ohne dass ihm gleich vorgeworfen wird, er mache Druck weil er alt ist?
Ich seh das mit dem Drinnen-Sitzen so: wenn der Partner der TE mit drinnen sitzen würde, würde er nicht krank werden. Die TE wird aber krank, wenn sie mit draußen sitzt.
Für mich ist der Sitzplatz der beiden, so sie denn wirklich zusammen im Biergarten sein wollen, eigentlich klar.
Und ich vertrete eher die Ansicht, dass man gerade als Kranker auch ruhig mal was fordern muß. Sonst wird man nicht nur von seiner krankheit überrollt.
Ähnlich wie vor Jahren die Behinderten-Bewegung - wenn die nix gefordert hätten, gäb es immer noch keine Barrierefreiheit. Und ist da wer genervt, wenn es irgendwo langsamer zugeht, weil einer im Rolli dasitzt? Da würd man sich doch schämen.
Aber Allergie ist nicht so schlimm? Pustekuchen. Allergie IST schlimm.
So ist zumindest mein DEnken - auch wenn ich jetzt ein bißchen arg ausgeholt hab.....
Gruß,
alassia
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03.05.2012, 17:35
AW: Rücksichtsnahme - ein Muss in jeder Beziehung??
Mhm... ich denke der Blickwinkel könnte ein anderer sein.
Ich bin Rollstuhlfahrer und habe noch andere körperliche "defekte". Trotzdem komme ich gut im Leben klar, mit völlig "normalem" Alltag usw...
Meine Freundin hat keine körperlichen Einschränkungen. Natürlich sind für mich(!) manche Dinge nicht möglich.
Meine Freundin wandert im Urlaub z.B. gerne und liebt Bergsteigen. Würde sie diese Hobbys aus Rücksicht auf mich aufgeben, könnte ich verstehen das sie das nervt. Also wandert sie ohne mich die Berge hoch während ich eine Gondel oder den Zug benutze. Beide oben angekommen, gibts da oft ein Restaurant und wir essen gemütlich. Nur ist es auf Bergen (wir fahren gerne in die Schweiz) oft so, das die Aussicht vom Punkt "da drüben" viel toller ist - dieser Punkt aber nicht mit dem Rollstuhl erreichbar. Sie könnte nun "Rücksicht" nehmen und bei mir sitzen bleiben. Dann hätte ich aber ein schlechtes Gewissen, weil SIE wegen MEINER Krankheit auf etwas verzichtet. Aber warum? Reicht es nicht wenn ich zwangsweise eingeschränkt bin?
Natürlich bringt mein Leben im Rolli immer mal wieder kleine Sachen hervor, in denen wir beide eingeschränkt werden. Dann erlebe ich sie auch nicht selten genervt. ABER, was ich mir klar gemacht hab (hat ne Weile gedauert): Sie ist nicht wegen mir als Person genervt, sondern wegen der besagten Einschränkung. Das ich es nicht ändern kann, weiß sie. Das es sie - und auch mich - nerven kann, wissen wir beide. Ist doch auch menschlich.
Eine Frage: Warst Du nie selbst genervt, das Deine Krankheit Dir gewisse Dinge "wegnimmt"? Ich schätze schon. Und das ist nichts anderes.
Wenn einer von zwei Menschen Krank ist, müssen nicht beide die Krankheit "zelebrieren" - finde ich.Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
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Schau auf deine Haut und lies
Such wo meine Zunge war
Such mein Lied in deinem Haar
Willst Du mein Gefühl verstehen
Mußt Du Dich in Dir ansehen
Schließ die Augen und Du siehst ich bin in Dir
(c) ASP
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03.05.2012, 18:04
AW: Rücksichtsnahme - ein Muss in jeder Beziehung??

Ganz genau, es ist die Krankheit/die Einschränkung die nervt, die total doof ist aber nicht der Mensch selbst, der damit leben muss.
Wenn das gut rübergebracht wird, dann ist vieles viel leichter.
Wenn ich aber ständig das Gefühl hätte oder auch ganz deutlich verbalisiert bekomme, dass ich das Problem bin, dass ich nerve, dass ich mich doch einfach mal zusammenreißen kann und es eben nicht einfach so kann, dann würde es mir damit auch ganz schlecht gehen und das wäre dann auf Dauer keine Beziehungsbasis mehr für mich.
Wenn man aber mal einfach gemeinsam auf die Einschränkung schimpfen kann und ganz irrational den Frust ablassen der sich so ergibt, dann fällt es leicht damit umzugehen.
In unserem Fall von Lebensmittelunverträglichkeiten war einfach mal gemütlich essen gehen nicht ganz so einfach. Mein Mann musste viel und sehr genau mit der Küche absprechen was geht und was nicht, damit wir nachher keine bösen Überraschungen erleben mussten, die mehr als einen Abend vermiest hätten.
Mit ein wenig gutem Willen kann man sich aber auch darauf locker einstellen. An einem Geburtstag habe ich mit unserem Lieblingsitaliener abgemacht, dass ich ein paar Zutaten mitbringe und er diese verwendet, da er davon noch gar nichts gehört hatte und auch nicht wusste, wo man so etwas bekommt.
Die Folge war ein wunderschönes, leckeres und verträgliches Geburtstagsdinner.
Ich hätte natürlich auch sagen können: mir doch egal, ich esse was ich will und Du kannst meinetwegen an einem stillen Wasser nippen! Joar, hätte man machen können, ist aber nicht meine Auffassung von einer guten Beziehung.
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03.05.2012, 18:21
AW: Rücksichtsnahme - ein Muss in jeder Beziehung??
Meiner Erfahrung nach müssen BEIDE lernen, das Kritik auf die Krankheit sehr wahrscheinlich als persönliche Kritik ankommen kann. Ich habe bei meiner Freundin gemerkt, das sie einige Male genervt war, ich das auf mich als Person bezog, sie das aber garnicht so meinte und ihr schlicht nicht klar war, wie das ankommt.
Wenn er das nächste mal genervt ist, frag ihn mal (ruhig, sachlich, NICHT vorwurfsvoll!) was genau ihn grade nervt. Ich wette es werden die Umstände sein und das ER sich Umständen ANDERER beugen soll. Das finde ich berechtigte genervtheit.
Ich schätze jeder mit Krankheit ist selbst genervt wegen den einschränkenden Auswirkungen. Da ist es doch utopisch zu verlangen, das eine weitere Person die auch irgendwie tangiert wird, nicht genervt ist.Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
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03.05.2012, 18:56
AW: Rücksichtsnahme - ein Muss in jeder Beziehung??
#2@Fenimi
Mit dem Spekulieren hast du nicht so unrecht - diese Nörgeleien sind leider mit der Zeit immer mehr geworden - ich denke einfach, dass er unzufrieden mit sich (?) ist und/oder mit anderen Dingen (z.B. wollte er immer Kinder haben - ich jedoch auch persönlichen + gesundheitlichen Gründen eher nicht) nicht so klarkommt und dann deshalb Frust schiebt.
Ich bin zwar Hundetrainerin und deshalb für meinen Job täglich 5-7 Std. bei jedem Wetter draußen (Antiallergische Tabletten nehme ich tägl. und fast 8 Monate ein), aber im privaten bin ich dann froh, drinnen zu sein (für die Horrormonate März-Ende Mai), weils da mit meinem Luftwäscher einfach besser geht. Die Hausstaub- und Sonnenallergie bekomme ich gut in den Griff - putzen + Reinlichkeit ist da ein muss - aber für mich ist das eh gut, da ich sehr ordnungsliebend bin.
Zusammenziehen ist bei dem jetzigen Mann eh nicht möglich - auch wenn er mir sehr viel bedeutet, dieses negativ Sehen und dann den Frust, woher er auch immer kommen mag, an mir oder an seine Mutter auszulassen und damit den Tag ruinieren, das wird immer häufiger für mich ein echt mieser Tag - es bedrückt mich einfach, wenn ich sehe, dass andere Männer so nett und aufmerksam zu mir sind und der eigene Partner so muffig zu einem ist - nicht immer, aber leider immer öfter!! Als Entschuldigung kommen dann natürlich teure Geschenke (ob ich die will oder nicht spielt keine Rolle - nein, es wird mir dann sogar aufgezwungen und er ist grenzenlos beleidigt, weil ich meine alter Stereoanlage behalten möchte, anstatt sein IPad nur fürs Musik hören mit Kusshand zu nehmen). Nein, ich freue mich natürlich über alles, was mir geschenkt wird, aber ich denke auch, wenns nicht unbedingt sein muss, dann kaufe ich mir nicht/bzw. will nicht geschenkt haben jedes Jahr einen neuen Rechner - so jemand ist er leider (auch wenn er aus der IT Ecke kommt).
Naja, das Ende vom Lied damals war, dass er mir im Auto verboten hatte meine selbst mitgebrachte Getränkeflasche zu öffnen und zu trinken, da er ebenfalls Durst hatte und durch mich nicht in den Biergarten konnte - somit war ich wieder schuld, weil ich eher drinnen als draußen was essen wollte (Heuschnupfen). Wir sind dann nach Hause gefahren und jeder hat in seiner eigenen Wohnung was gekocht - gemeldet hat er sich ein paar Stunden nicht, dann hats ihm wieder etwas leid getan so mit dem Spruch "wir müssen ja nicht immer Essen gehen". Naja!
Wir unternehmen während der Heuschnupfenzeit eh nicht so viel, er macht dann dies und ich bin drinnen (am WE) und wir gehen wandern, das geht ab 1400 m ja gut.
Schlimm ist nur, dass er bei meinen Allergien auch keinen Respekt vor mir hat (waren 1 Woche auf Mallorca (Tramuntana Gebirge) und die Unterbringung war voll mit Katzen, die leider auch nicht unbedingt zu meinen Favoriten gehören (Allergie wieder mal von den Haaren!) - das wusste ich jedoch damals nicht, dass die Tiere leider auch in die Zimmer schleichen und sich auf den Betten ausbreiten. Ich habe immer alles verriegelt als Vorsichtsmaßnahme, aber trotzdem waren immer ein paar Haare der Tiere auf dem Bett, die dann beim Saubermachen wieder aufgewirbelt wurden - täglich sah ich in der Früh aus, als ob ich gerade in der Pubertät wäre. Er meinte nur ich soll mich nicht so anstellen und hat dann leider auch noch am letzten Tag das Fenster offen gelassen und bin prompt am Abend ausgeflippt mit dem Ausgang der Geschichte: er war sich seiner Schuld nicht bewusst und sagte, dass ich es war, der das Fenster offen gelassen hat - Ergebnis am nächsten Tag: mein Gesicht war doppelt so schlimm wie sonst und wieder ein Riesenkrach wegen fast nichts!
Manchmal denke ich, entweder ist im das alles Wurst und es geht ihn nichts an oder es nervt ihn total - oder beides - das schlimme daran ist ja, dass es einem selber nervt, blos ich muss damit leben und ich denke, dass dies nicht als Egoismus verschrieen werden darf, oder doch? So werde ich nämlich stets von ihm tituliert - egoistische Kuh!
Ist schon manchmal echt beschissen, wie Leute, die dich doch super gut kennen müssten, behandeln :-(Geändert von hund-katze-maus (04.05.2012 um 00:09 Uhr)


Hallo Alassia, bist du gegen Hamster nicht allergisch? 
Schade …
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