Liebe Userinnen und User,
verbotene Gedanken - jeder hat sie. Gedanken, die uns erschrecken und erregen. Manchmal blitzen sie nur kurz auf, manchmal beherrschen sie unser Leben. Das ist das Thema im BRIGITTE Dossier Heft 11 (ab 2. Mai am Kiosk). Im Heft berichtet beispielsweise Matthias, wie er die jugendliche Tochter seiner Freundin begehrte. Oder Silvia, die ihren kranken Mann pflegt und sich manchmal wünscht, er wäre tot. Und es geht auch um Julia, eine trockene Alkoholikerin, deren Gedanken sich weiter um den Alkohol kreisen.
Haben Sie auch verbotene Gedanken? Wie gehen Sie damit um?
Wir freuen uns auf eine gute Diskussion.
das Bfriends-Team
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Ergebnis 1 bis 10 von 11
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27.04.2012, 13:39
Dossiertalk: Verbotene Gedanken
Das BRIGITTE Community-Team ist Ihr Ansprechpartner bei Fragen, Wünschen oder Problemen rund um die Community. Schreiben Sie uns gerne eine PN oder eine E-Mail.
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27.04.2012, 13:49
AW: Dossiertalk: Verbotene Gedanken
Na klar!
Schöne, bunte, phantastisch aufregende Gedanken. Und Träume. Gott sei Dank!!
Ich mag das hier aber nicht öffentlich ausbreiten. Nö. 
Wie ich damit umgehe? Ich gehe damit so um, dass ich mir das erlaube.
Von dem Ziel, "richtig" und "perfekt" und überhaupt immer "edel und gut" sein zu wollen, halte ich nichts. Das ist weder durchführbar noch anstrebenswert. Mein immer wieder aus dem Hut gezauberter Buchtipp lautet denn auch "Normal ist ungesund!". Und - ehrlich - das ist es auch.
Also, das "normal" im Sinne von durchschnittlich und langweilig, korrekt bis zum Erbsenzählertum.
Normale Verrückte mag ich sehr gerne!
The original Karla
est. 2006











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30.04.2012, 17:54
AW: Dossiertalk: Verbotene Gedanken
#1 @bfriends-team
Hallo,
das kenne ich leider nur zu gut - Fische träumen allgemein sehr viel und gerne und verträumen manchmal sogar fast das halbe Leben:-(
Ich führe seit über 15 Jahren eine Beziehung zu einem Mann, der - ebenso wie ich damals - nicht so viele Freundinnen hatte und immer sehr korrekt - manchmal etwas steif und altmodisch in seinen Ansichten und sehr distanziert was Nähe angeht ist. Für mich war das damals nicht unbedingt Liebe auf den 1. Blick, sondern eher auf den 2. - jedoch ist es eher eine sehr innige brüderliche oder mütterliche Liebe zu ihm - schlicht es fehlt jegliche Erotik und Spannung bei mir für diesen Mann. Eine gewisse Zeit lang hat mich das nicht gestört, erst als wir uns über 1 Jahr getrennt haben und ich dann einige Männer kennengelernt habe, bei denen es genau umgekehrt war - ich habe diese zwar gemocht, aber da stand die Körperlichkeit stetes im Vordergrund und als es nicht mehr lief war ich dann auch nicht sonderlich traurig, der nächste kam sicherlich bald - was auch so war.
Innerhalb des Trennungsjahres standen wir ein paar Male sporadisch in Kontakt und nach langem hin und her sind wir wieder zusammengekommen - er hat es als Freizeitpartner tituliert - manchmal dann wieder doch als Paar - aber so richtig glücklich sind wir beide im Herzen nicht so wirklich (denke ich jedenfalls) Mir fehlt die Geborgenheit und ein gewissen Feingespühr, das leider immer mehr abgenommen hat (war es überhaupt mal vorhanden??). Lt. seiner Freunde behandelt er mich öfters nicht korrekt (leider ist davon auch seine Mutter samt Lebenspartner) nicht verschont geblieben - er wird dann zum Stinkstiefel und äußerst sich nicht gerade nett, wenn ihn etwas nicht passt oder er einfach genervt ist. Für mich ist dies sehr störend, da ich mir in den über 15 Jahren doch so das ein oder andere von ihm angeeignet habe - die Zielstrebigkeit war gut - dieses Negativ sein geht jedoch gar nicht!!
Nun zum eigentlichen Thema: ich bin seit ein paar Jahren selbständig - habe mit Tieren zu tun. Der Punkt ist, dass mich persönlich die Zuneigung der Tiere und auch die Dankbarkeit der Kunden sehr zufrieden stellt, jedoch ist es auch ein sehr einsamer Job. Ich habe so die ein oder anderen Wehwehchen und finanziell kann ich auch keine Megasprünge hinlegen - leider, der Stundensatz ist einfach nicht so hoch wie bei einem mittleren Angestellten:-(
Ich bekomme zwar von meinem Freund das ein oder andere Geschenk, auch bezahlt er den Urlaub (mal 5 Tage einschließlich Feiertag) mehr geht einfach aus Zeitgründen nicht, aber dann bekomme ich immer wieder seine Launen ab - und ich muss leider sagen, eine Diva ist da nichts gegen ihn - er kann sehr persönlich werden und auch wenn er sich dann entschuldigt tut es einfach sehr weh.
Ich werde jährlich auf die Sommerfeste seiner Firma eingeladen und habe da den ein oder anderen Arbeitskollegen schon gut kennengelernt. Auch sind komischerweise fast alle seiner Freunde auch für mich Menschen, die sich persönlich sehr gerne mag und gerne auch häufiger sehen würde, da der Austausch im Beisammensein meines Freundes dann doch sehr karg ausfällt. Der Punkt ist folgender: ich finde einen seiner Arbeitskollegen sehr sehr sehr nett und mittlerweile gefällt er mich auch noch!! Panik!! Nach einem Abendessen zu viert vor ein paar Wochen habe ich ihm über ein Plattform ein hallo zugeschickt und gemeint, wenn er doch mal in München ist können wir was unternehmen. Ne Antwort kam leider nicht, aber mein Freund meinte nur, er checkt die Mails von Foren eh sehr selten und ist einfach zu beschäftigt. Auf einer Konferenz letztes WE hab ich Grüße von meinem Freund an ihn ausrichten lassen und der Tip - check doch mal die Mails! Das war am Samstag!
Ich würde gerne ihn mal abfangen und fragen, ob ich ihn mal auf einen Kaffee einladen darf aber dazu fehlt die Gelegenheit und leider auch mein Mut (das diesjährige Sommerfest ist in 6 Wochen!!). Er ist so aufmerksam und achtet auf Dinge, die sonst keiner sieht außer er - Mist da komme ich fast schon ins Schwärmen!! Nein, das ist einfach ein toller Mann, er ist zwar etwas schmächtig (ich bin im Gegenzug eher amazonenhaft von der Erscheinung) aber sonst sehr sehr süß!!
Was soll ich tun, hin und wieder kommen einfach Gefühle hoch, die ich bei meinem jetzigen Freund nicht ausleben kann, da wir ja eher wie Bruder und Schwester leben (aber nicht zusammen). Und der Kontakt zu Männern, die mich gut finden fehlt einfach. Und wenn es nur zum Reden ist .......
Tatloses WesenGeändert von hund-katze-maus (04.05.2012 um 00:58 Uhr)
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02.05.2012, 21:10Inaktiver User
AW: Dossiertalk: Verbotene Gedanken
Wie definiert sich "verboten"?
Die Gedanken, die mir am meisten zu schaffen machen, sind die, die ich mir selbst verbiete.
Sowas wie Neid zum Beispiel, der niemandem schadet (da heimlich) - außer einem selbst, weil er die Ausstrahlung vergiftet.
Man weiß es, kann es aber trotzdem nicht abstellen so zu fühlen,
und wird dann noch zusätzlich neidisch auf Menschen, die selbst offenbar den Neid nicht kennen und nicht empfinden müssen.
Da helfen dann auch keine Rationalisierungen á la "Jeder Mensch erlebt sowas mal".
Wie damit umgehen?
Sich seiner eigenen Dämonen sehr bewusst sein, sie benennen und versuchen, sie zu streicheln und dann zu ihnen zu sagen:
"Es war vielleicht wichtig, dass es euch gegeben hat und immer mal wieder gibt- aber nun schenke ich euch weniger Beachtung."
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02.05.2012, 21:14
AW: Dossiertalk: Verbotene Gedanken
Verbotene Gedanken gibt es nicht, bzw. darf es nicht geben.
Wie heißt es so schön, ....... die Gedanken sind frei.........
Há gente que fica na história
Da história da gente
Ja zur EU
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03.05.2012, 19:11
AW: Dossiertalk: Verbotene Gedanken
#4 @blueserin
Verboten ist für mich tabu, dh. wenn ich eine Beziehung habe, auch wenn es eine fast platonische ist, dann ist es falsch sich nach einem anderen Mann zu sehnen oder sich diverse Gedanken vorzustellen. Bloss bin ich leider auch nur ein Mensch, der zwar gute moralische Vorstellungen, jedoch auch Bedürfnisse hat, die ich von diesem Mann nicht bekomme und aus div. Gründen auch nicht unbedingt haben möchte (wenn ich ein Gespräch suchen würde). Wir sind eben eine Zweckbeziehung und kommen damit gut klar - meistens jedenfalls.
Das dumme ist nur, dass ich seit ein paar Wochen etwas nach seinem Arbeitskollegen liebäugle, da dieser mir Achtung und Respekt entgegen bringt, so dass ich mich einfach etwas verguckt habe. Mist!! Und bei diesem ist vor kurzem auch noch die Ehe in die Brüche gegangen, weil seine Frau permanent fremd ging. Da kann ich schlecht mal sagen, "Hast mal Lust auf eine Einladung nach München (wohnt etwas außerhalb)?". Obwohl ich das wahrscheinlich auf dem Sommerfest in 5 Wochen wagen werde - ich muss das einfach tun, mir würde es ja schon genügen, sich nur mit ihm zu treffen und sich zu unterhalten (denke ich jedenfalls - stimmt ja, die Gedanken sind frei!.
Naja, mal abwarten ob ich ihn in der Zwischenzeit mal zufällig sehe :-?Geändert von hund-katze-maus (04.05.2012 um 00:57 Uhr)
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06.05.2012, 17:36
AW: Dossiertalk: Verbotene Gedanken
"verbotene gedanken" - das ist eine unnötige dramatisierung.
jeder hat doch mal gedanken, die handlungsmöglichkeiten jenseits der grenzen des konventionellen durchspielen.
wenns wirklich nicht geht (was geht und was nicht, wissen wir alle ziemlich genau), hilft: sich nicht damit identifizieren.
es sind nur gedanken. wir sind keine marionetten unserer gedanken und gefühle. wir müssen zum glück nicht alles in die tat umsetzen, was uns so durch den kopf geht.
wenn ein gedanke sich wieder und wieder aufdrängt, nehme ich das als hinweis, dass irgendwas nicht in ordnung ist. entweder mit den verboten, oder mit der situation, in der man sich befindet - oder mit den eigenen gedanken.
in diesem fall hilft reden.Der Charakter eines Menschen läßt sich daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können. by courtesy of ravina
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07.05.2012, 14:39
AW: Dossiertalk: Verbotene Gedanken
Vermutlich gibt es niemanden, der immer nur "nette" Gedanken hat.
Wenn es mir gut tut, z. B. den betrügerisch-verlogenen Ex gedanklich und genüsslich in hauchdünne Scheiben zu schneiden - schadet es ja keinem und ist meiner Wut ein Ventil.
In die Tat würde ich es nicht umsetzen, und das nicht nur, weil es verboten ist. Es entspannt einfach und danach kann ich mein ziemlich friedliches Leben weiter fortsetzen.
flying is the art of falling to the ground without touching
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13.05.2012, 16:45
AW: Dossiertalk: Verbotene Gedanken
Verboten sind die Gedanken nur, weil die Gesellschaft sie als amoralisch oder verwerflich bezeichnet. Dabei gibt es genügend Menschen, die sich in der Gesellschaft hervortun und alles andere nach moralischen Maßstäben handeln.
Mir halfen und helfen "verbotene" Gedanken, mein Leben auf dem Boden zu halten und mit mir und meinem Leben besser zurechtzukommen. Ob ich auf der Straße in Gedanken über den süßen Mann herfalle oder mit einem Banküberfall meine Finanzen saniere, bleibt allein bei mir. Was bei mir ein Spiel ist nach dem Motto "was wäre wenn", bannen andere in Bücher oder auf die Leinwand. Nur aus diesem Grund gibt es so viele Krimis und Filme. Was wäre, wenn all die Autoren und Filmemacher tatsächlich diese Morde und Verbrechen begangen hätten?Geändert von chryseis (13.05.2012 um 17:00 Uhr)
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13.05.2012, 17:22Inaktiver User


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