Liebe Steffken,
wah, ist doch auch mal schön, krank zu sein, gerade, wenn frau immer arbeiten muss bzw. darf - oder.
Ich denke ja immer, ich brauche Strukturiertheit von außen, aber vielleicht bilde ich es mir nur ein, weil ich sozialistisch/kapitalistisch sozialisiert bin. Ich meine, da kann man doch nur krank sein.
Liebe LaRimbecca,
toi, toi, toi - bis zum nächsten Job.
Ich habe meine Achtsamkeit und Bewusstheit erweitert, indem ich mich das erste Mal seit über 15 Jahren verliebt habe bzw. so verliebt habe, dass es auf Gegenseitigkeit stößt und wir gerade sehr glücklich sind.
Dabei bin ich 55 und habe zwar gehofft, dass es mir nochmal passiert, aber wie konnte ich es wirklich wissen.
Nun ist es da - und ich muss ständig in seine Augen kucken etc. und er in meine.
Auch liege ich abends auf seinem Sofa und er spielt mir auf seinem Cello vor. Ich umgekehrt lese ihm aus Hildesheimers Marbot vor und klimpere ein wenig auf seinem Klavier (immer mit heruntergetretenem linkem Pedal, damit es dezent klingt).
Ist er bei mir, ist es auch schön.
Seine Kinder (er ist verwitwet) und Freunde finden mich und meine Kinder nett und meine Kinder finden seine nett.
Meine Kinder mögen übrigens die langjährige Partnerin ihres Vaters sehr und das finde ich schön.
Wir küsssen uns ständig ...
Gerade hat er Grippe und k... ständig und so weiter auf meiner Toilette. Das finde ich ganz süß und ich pflege ihn hingebungsvoll.
Letzte Woche hatte ich Grippe und er hat mich zu sich geholt und gepflegt ...
Auch habe ich immer noch meinen Anstellungslangzeitvertretungsjob (schon den dritten Monat).
Ich kann's kaum glauben. Ich hatte wirklich fast zwanzig harte Horrorjahre,beruflich und familiäre - außer dass meine Kinder sehr gut geraten sind, ich schon immer prima Freunde habe und meinen Chor, aber das reicht alleine nicht, jedenfalls mir nicht.
LG - ich gehe jetzt schlafen - möge die Macht mit uns sein.
Ab morgen bin ich herbstblatt4
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21.02.2013, 00:04Inaktiver User
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
Geändert von Inaktiver User (21.02.2013 um 00:29 Uhr)
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21.02.2013, 01:05
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
Liebe Herbstblatt,
erst einmal ganz herzlichen Glückwunsch zu Deinem neuen Leben.
Aber zu Deiner Religionsauffassung:
ich unterscheide sehr deutlich zwischen Religion und Menschen.
Klar zeigt die Geschichte überdeutlich, dass unter dem Mäntelchen von Religion jede Menge Machtmißbrauch stattfindet.
Das sind aber die Menschen, nicht die Religion.
Ohne Religion wäre das Zusammenleben der Menschen mit Sicherheit noch schwieriger.
Allein die 10 Gebote sind doch nix anderes als Ordnungsprinzipien, wenn Menschen zusammen leben wollen. Und müssen, weil wir soziale Wesen sind.
Und wenn Du die großen Religionen untereinander vergleichst: Da sind ganz viele gleiche Grundaussagen dabei. Und das, obwohl sie sich in verschiedenen Regionen entwickelt haben.
Schlicht und herzergreifend: ich hab sehr viel gutes Wirken gesehen.
Das heißt noch lange nicht, dass ich alles, was passiert, abnicken und gut heißen muss....
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21.02.2013, 01:07
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
Liebe Malina,
wünsche Dir von Herzen, dass die Nachwirkungen des Cocktails bald erträglich sind und es in Zukunft besser wird.
Ruh Dich gut aus... sammle Kraft... damit Du den bösen Feind kneifen kannst.
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21.02.2013, 07:38Inaktiver User
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
Ich möchte hier keine Diskussion über Kirche und Glauben beginnen, auch weil es einfach nicht hierher passt. Ich selber bin vor 20 Jahren aus der Kirche ausgetreten, respektiere aber jeden in seinem Glauben.
So kenne ich Hinduisten, Buddhisten, Sufis usw. Orientierung und Rituale findet man bei allen Richtungen. Überall gibt es Elemente die mich ansprechen. Auch tiefgreifende spirituelle Erfahrungen sind dadurch möglich.
Ich finde die christliche Kirche gibt zuwenig Anleitung, wie Menschen deren und eigenen Ansprüchen gerecht werden können. Dort finden sie zuwenig Antworten, deswegen gehen u.a. Viele.
Gerade was das Thema Achstamkeit, Bewusstheit im Alltag betrifft lernt man mit buddhistischen Techniken durch Meditation den Geist zu beruhigen und im Hier und Jetzt anzukommen. Mitgefühl für sich selbst und andere Menschen.
Mir ist es auch wichtig das es dort Lehrer gibt die leben was sie lehren und ihren Schülern das Wissen aus eigener Erfahrung vermitteln können und sich stetig weiterentwickeln.
Das sehe ich z.B in der Kirche und bei den Theologen nicht.
Diese Woche hat mich jemand auf MBSR aufmerksam gemacht. MBSR ist das erfolgreiche Achtsamkeits-Training (Meditation) von Dr. Jon Kabat-Zinn das über 8 Wochen geht. (Soweit ich gesehen habe wird es auch in manchen Klöstern angeboten.) Bei Interesse einfach mal danach googeln.
Ich werde, sofern ich einen Platz bekomme, dieses Jahr an einem Kurs vor Ort teilnehmen.Geändert von Inaktiver User (21.02.2013 um 07:58 Uhr) Grund: Ergänzt
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21.02.2013, 09:14
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
Guten Morgen!
Jaaaaa: MBSR ist was Feines! Ich hätte gedacht, dass Du das kennst @Sesam. Ein Buch von ihm hatte ich ja letztens gelesen und fands toll. Da kommen auch die Rosinen vor
Er ist auçh sehr von Thich Nhat Than inspiriert. Kannst ja auch mal EIAB googeln- in Waldbröl gibts auch schoene Kurse und Retreats.
Ansonsten unterschreibe ich Deinen post. Dieses im Hier und Jetzt leben, Mitgefuehl entwickeln- das ist mein Ziel! Praktische Anleitung hilft dabei und deshalb werde ich sicherlich auch mal ins Institut gehen
Und wenn es draussen in der Welt wie hier im Strang wäre, dass Toleranz im Umgang miteinander vorherrscht trotz unterschiedlicher Denke oder Lebensweise, dann wären wir einen Schritt weiter. So wie @Angie schon schreibt: die Essenz in allen Religionen ist die Selbe. Es wird von den Menschen interpretiert und ausgelegt. Und das dann oft im Interesse von Macht und Alleingueltigkeit.
So wie Malina schreibt, gibt es mir Gelegenheit, mir den christlichen Glauben mal anders anzusehen. Weil ich eben eher diesen sinnentleerten Aktionismus immer gesehen habe. Das Herz war dabei nicht spürbar. Und Dir Malina nehme ich es ab! Und find es toll!
@herbstblatt: wie schoen!
ich freue mich sehr, dass Du solch einen lieben Partner an Deiner Seite hast! Ich goenne es Dir von Herzen! 
@fly: wie war es gestern mit dem Weltenbummler?
Liege gerade mit den Kuschelkaetzchen im Bett und bin wieder total erstaunt, wie laut die Schnurren koennen...----- Das Herz gleicht einem Garten. Es kann Mitgefühl oder Angst, Groll oder Liebe wachsen lassen. Was für Keimlinge willst Du darin anpflanzen? ------- (Jack Kornfield)
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21.02.2013, 11:41
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
Das seh ich auch so. Ich finde es gerade gut, wenn hier viele Formen des bewussten und achtsamen Lebens nebeneinander stehen können, weil man so ja auch voneinander lernen kann. Ich glaube ja, dass die tiefen spirituellen Bedürfnisse im Grunde dieselben sind, nur die Formen, wie man dahin findet, sind halt unterschiedlich. Und auch da kann man auf einmal Schnittmengen entdecken, wobei ich mich immer sehr gegen so eine Buffet-Spiritualität wehre, wo man sich aus allen möglichen Religionen die passenden Komponenten raussucht und auf die eigenen Bedürfnisse anpasst. Dann lieber einem Weg intensiver nachgehen, zumal es ja oft die sperrigen Dinge sind, an denen man wächst.
@Herbstblatt: Die neue Liebe klingt wunderschön. Ich finde es immer toll, wenn sowas auch in fortgeschrittenerem Alter, wo man oft denkt, man ist schon viel zu speziell, viel zu verschroben, zu wenig kompromissbereit und flexibel, noch einfach so passen kann.
Viele Grüße,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
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21.02.2013, 12:50Inaktiver User
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
Hallo Steffken,
nein bisher kannte ich es nicht. Bislang habe ich nur Pema Chödrön und Jack Kornfield gelesen. Thich Nhat Than sprich mich irgendwie nicht an. Ich habe zwei Bücher versucht von ihm zu lesen. Inhaltlich sehr gut aber mit ihm als Person gehe ich nicht in Resonanz. Das Buch "Buddha und die Wissenschaft vom Glück" welches Du hier dankenswerterweise erwähnt hast
mag ich hingegen sehr. Das gibt mir sogar nochmal einen richtigen Schub Motivation regelmäßig zu üben. Ich finde es hochinteressant, weil man inzwischen wissenschaftlich belegen kann wie sich Meditation auf das Gehirn auswirkt. Er erklärt es sehr gut. Ich habe da auch noch ein paar "krumme" Verschaltungen die ich gerne entschärfen und in ruhigere Bahnen lenken würde. Das das damit geht glaube ich ohne Zweifel.
Waldbröl? Wo is'n des?
Ich habe das Glück das fußläufig von mir der MBSR Kurs stattfindet. Ich habe Lust wieder mit einer Gruppe zu üben und Erfahrungen auszutauschen. Ich bin immer froh wenn nicht noch extra Fahrkosten anfallen, zumal ich auch kein Auto habe. Retreats finden hier auch ganz in der Nähe statt aber dafür sind mir die Kosten bisher noch zu hoch. Ich würde wenn, schon gerne länger bleiben. Mal sehen.
Übrigens das Schnurren von Katzen soll sehr heilsam sein für uns Mensch.
Gute Besserung
Sesam
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21.02.2013, 13:01Inaktiver User
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
Hallo Malina,
schön das Du es auch so siehst.
Ich sehe es als eher als Bereicherung an mich vom reich gedeckten Tisch zu bedienen. Da eh alles aus einer (der) Quelle stammt die nur unterschiedliche Namen und Ausdrucksformen hat kann daran für mich nichts falsch sein.
Ich glaube das "Sperrige" ist im Menschen selbst angelegt. Meiner Erfahrung nach sind die Lebensthemen bei allen Menschen gleich, die "Hürden" wiederum individuell angelegt. Wo man sich auch hinwendet - letztlich wird man immer damit konfrontiert werden.
LG SesamGeändert von Inaktiver User (21.02.2013 um 13:08 Uhr)
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21.02.2013, 13:55Inaktiver User
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21.02.2013, 16:23Inaktiver User


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