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  1. Inaktiver User

    AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag

    Boah, LaRimbecca, dann hast du ja nur noch sechs Arbeitstage beim alten Chef. Klasse! Ich freu mich für dich.
    Keela

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    AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag

    Hallo Ihr Lieben!

    Es ist immer so spannend, die neuen Beiträge zu lesen. Die decken gerade mal eine ordentliche Spannbreite ab ...wenn wir jetzt noch den Klatsch und Tratsch auf Gala-Niveau dazu nehmen, bräuchte ich nur hier zu lesen
    Ich bin noch die ganze Woche krank geschrieben und komme trotzdem nicht dazu, öfter hier zu schreiben. Ich lebe so in den Tag hinein. Geniesse das auch bis zu einem gewissen Punkt, aber könnte mir das für längerfristig nicht vorstellen. Und witzigerweise sitze ich doch eher abends, nach dem Zubettbringen der Kinder auf meinem Kissen und meditiere. Schon schräg. Obwohl also mein "normaler" Alltag für gewöhnlich pickepackevoll ist, hat er mehr Struktur. Was ich als angenehm empfinde...wie geht es Euch dabei? Braucht Ihr auch eher einen strukturierten Tag?
    @Malina: puh, das mit den Nebenwirkungen hat es echt in sich . Wie oft kommt das jetzt auf Dich zu?
    @Anbetung: so wie Du es beschreibst @Malina klingt das schön und sinnlich. Dennoch erfüllt es mich persönlich mit etwas Unbehagen, weil -wenn es denn übereifrige Tendenzen hat- auch sehr schnell in ein Extrem kippen kann. Wenn man die Möglichkeit hat, so wie Du mit Glauben, Kirche umzugehen, ist das gut und es fühlt sich sehr stimmig an. Für mich bleibt aber bei dem Begriff Kirche immer ein Geschmäckle übrig. Auch wie @Angie hinsichtlich des Papstes schrieb. Die Kirche entspricht m.M. heute nicht mehr den tatsächlichen Gegebenheiten und versäumt es, die ja wahrlich vorhandene Essenz des Glaubens an den Mann/ an die Frau zu bringen. Und es sind doch so viele Menschen auf der Suche...
    @fly: jaaaaaa, dass Du gerade so durch Dein Leben schwebst, klingt sehr positiv! Und auch das feedback Deiner ehemaligen Kollegin hat Dir sicher sehr gut getan- siehst Du doch, dass die Arbeit an Dir selbst Früchte trägt. Solange Du nun bei Dir bleibst und hinsichtlich des Weltenbummlers auf Dich und Deine Bedürfnisse acht gibst, kannst Du es ja einfach laufen lassen. Denn ich widerspreche Dir nicht @Lorelei. Nur: vielleicht möchte fly gerade einfach nur mal dieses Gefühl geniessen. Und ob es überhaupt für eine feste Beziehung reicht, wird sich mit der Zeit zeigen. Eben alles zu seiner Zeit
    @LaRimbecca: wow, 01.03. !!!!! wie cool ist das denn? Da hat das Massband ja ordentlich Federn lassen müssen. Ich wünsche Dir vorab schon mal einen tollen Start dort! Vielleicht magst Du ja mal schreiben, wie Du Deine Erwartungshaltung an die neue Position definierst. Würde mich mal interessieren!
    Ich werde jetzt mal das Bügeleisen schwingen (irgendwie stapelt sich die Bügelwäsche in letzter Zeit hier ) und um 12 Uhr habe ich einen Termin in der Schule (den Grund werde ich mal näher ausführen müssen, da ich das, was in Grundschulen so abgeht, echt haarsträubend finde).
    Liebe Grüße an Alle
    Steffken
    ----- Das Herz gleicht einem Garten. Es kann Mitgefühl oder Angst, Groll oder Liebe wachsen lassen. Was für Keimlinge willst Du darin anpflanzen? ------- (Jack Kornfield)

  3. Inaktiver User

    AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Eben da muß man aufpassen, das man sich nicht ins Knie schießt.
    Da hast Du absolut recht.
    Wir waren ja immer wieder richtig getrennt und in diesen Zeiten war ich auch völlig frei.
    Ich habe mich dann ja auch zweimal verliebt zwischendurch, einmal mit Beziehungsversuch.
    Also ganz sicher nicht ewig gewartet.

    Aber dann war der letzte Winter so lang.
    Und als wir uns das letzte Mal begegnet sind, da war es schon sehr besonders, ich glaube, das haben wir beide gespürt. Darum - bald wird es wieder an dem Punkt sein - ganz oder gar nicht.
    Im Sommer, eigentlich schon im Frühjahr, will ich frei sein!

    @Malina und auch Angie

    Zu dem Glauben/Religion da melde ich mich später nochmal!

    @La Rimbecca

    Glückwunsch!

    Liebe Grüße
    Nastjenka

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    AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag

    Zitat Zitat von steffken1970 Beitrag anzeigen
    Hallo Ihr Lieben!

    Es ist immer so spannend, die neuen Beiträge zu lesen. Die decken gerade mal eine ordentliche Spannbreite ab ...wenn wir jetzt noch den Klatsch und Tratsch auf Gala-Niveau dazu nehmen, bräuchte ich nur hier zu lesen
    Ich bin noch die ganze Woche krank geschrieben und komme trotzdem nicht dazu, öfter hier zu schreiben. Ich lebe so in den Tag hinein. Geniesse das auch bis zu einem gewissen Punkt, aber könnte mir das für längerfristig nicht vorstellen. Und witzigerweise sitze ich doch eher abends, nach dem Zubettbringen der Kinder auf meinem Kissen und meditiere. Schon schräg. Obwohl also mein "normaler" Alltag für gewöhnlich pickepackevoll ist, hat er mehr Struktur. Was ich als angenehm empfinde...wie geht es Euch dabei? Braucht Ihr auch eher einen strukturierten Tag?
    @Malina: puh, das mit den Nebenwirkungen hat es echt in sich . Wie oft kommt das jetzt auf Dich zu?
    @Anbetung: so wie Du es beschreibst @Malina klingt das schön und sinnlich. Dennoch erfüllt es mich persönlich mit etwas Unbehagen, weil -wenn es denn übereifrige Tendenzen hat- auch sehr schnell in ein Extrem kippen kann. Wenn man die Möglichkeit hat, so wie Du mit Glauben, Kirche umzugehen, ist das gut und es fühlt sich sehr stimmig an. Für mich bleibt aber bei dem Begriff Kirche immer ein Geschmäckle übrig. Auch wie @Angie hinsichtlich des Papstes schrieb. Die Kirche entspricht m.M. heute nicht mehr den tatsächlichen Gegebenheiten und versäumt es, die ja wahrlich vorhandene Essenz des Glaubens an den Mann/ an die Frau zu bringen. Und es sind doch so viele Menschen auf der Suche...
    Oh, Du Ärmste, immer noch krank!! Das ist ja echt heftig Stell Dir noch mal einen hin.

    Ja, die Vielfalt der Themen und Ansätze hier finde ich auch immer wieder spannend. Und dass das alles nebeneinander stehen kann und jeder seins findet.

    Hm, Extreme begegnen mir im kirchlichen Umfeld vor Ort eigentlich nicht. Das erscheint mir eher ein Randproblem zu sein, bzw. ein Wahrnehmungsproblem, weil es für Außenstehende oft so wirkt. Was ich viel schlimmer finde, weil es auch recht verbreitet ist, ist das Vereinsmeier-Christentum. Das sind all diejenigen, die sich zwar mit Hingabe in irgendwelchen Gremien, Arbeitskreisen, Gruppen engagieren, spirituell aber oft reichlich flach daher kommen. Extremes Beispiel von einer Freundin: Dort hat der Pfarrgemeinderat dem neuen Pfarrer beim ersten Treffen gleich gesagt, dass er aber nicht zu denken brauche, dass sie nun Sonntags in die Messe kämen. Und auf seine Frage, was er denn ändern könne, damit sie doch kämen, meinten sie nur: nichts.
    Der andere Punkt ist halt, dass Kirche von außen immer mit Papst und Rom und eine Handvoll Dauerbrenner-Themen in Verbindung gebracht wird und sie dem viel zu wenig von ihrem spirituellen Reichtum entgegensetzt. Da müsste sich auch ganz viel ändern. Aber das wird es so schnell nicht, da mach ich mir keine Illusionen. Und wenn sich von oben nix ändert, dann wäre es schön, wenn wenigstens die Basis wieder spirituell überzeugender würde. Das würde dann zumindest mal auf die unmittelbare Umgebung ausstrahlen.

    Aber manchmal werde ich da auch ein wenig mutlos, weil mir scheint, dass zu wenige so denken.

    Viele Grüße,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  5. Inaktiver User

    AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Extremes Beispiel von einer Freundin: Dort hat der Pfarrgemeinderat dem neuen Pfarrer beim ersten Treffen gleich gesagt, dass er aber nicht zu denken brauche, dass sie nun Sonntags in die Messe kämen. Und auf seine Frage, was er denn ändern könne, damit sie doch kämen, meinten sie nur: nichts.
    Ich finde das ja erfrischend anarchistisch.

    Also, da muß ich doch mal einen jüdischen Witz los werden:

    Reden 3 Rabbis über Jom Kippur, den höchsten Feiertag, wo man fasten und natürlich in die Synagoge gehen muß:

    Sagt der erste: Also, ich erlaube meiner Gemeinde schon, zu essen.

    Sagt der zweite: Ich teile vor der Synagoge Schinkenschnittchen aus.

    Sagt der dritte: Ich stelle vor der Synagoge ein Schild auf: "Wegen Feiertag geschlossen !"



    Nix für ungut, Malina ... Zumindest scheint das nicht nur ein katholisches Problem zu sein
    Geändert von Inaktiver User (20.02.2013 um 16:07 Uhr)

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    AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag

    Ihr Lieben,

    bin auf'm Sprung von Job 1 zum Termin mit meinem Pastor und dann Treffen mit meinem Weltenbummler... Also voll im Stress

    Erst einmal: LaRimbecca, wie g**l ist das denn?!?!?! Super!!!!!


    Ich gehe morgen ins Detail zu Euren Post's, ok?

    Nur soviel: Nastjenka, ich finde diesen Strang auch toll! Bevor ich angefangen habe hier zu schreiben, habe ich auch mitgelesen und die Weisheit der Mädels bewundert Ihr könnt oft Sachen so auf den Punkt schreiben, das finde ich einfach mal genial

    @ angie2: Danke für die Erklärung zum Unterschied evangelische und katholische Religion! Spannend, dazu frag ich nachher gleich mal den Pastor aus

    @ Lorelei, ja Du hast Recht mit dem was Du schreibst. Allerdings ist er "nur" ein Weltenbummler, kein Luftikus. Ein Luftikus war mein Ex... Und da passe ich gehörig auf mich auf, was das Thema angeht...

    @ Steffken: Jup, genießen ist das Stichwort!! Du hast auch recht!

    @ all: Habe mir noch ein paar Gedanken gemacht gestern und das Buch "Grundformen der Angst" angefangen zu lesen. Ich habe es in einer Bibliothek, die bald aufgelöst wird, gefunden... Stand einfach da. Wollte es schon immer haben. Die ersten Seiten waren schon mal ein Augenöffner


    Zum Weltenbummler noch mal kurz: Ich glaube, dass er schon ein kleiner Chaot ist, aber liebenswert. Und dass ihm Treue z. B. wichtig ist, wir hatten das Thema am WE (dass er sich drauf verlassen möchte, dass wenn er weg ist, ich nix mit anderen Männern anfange... andersrum natürlich genauso). Am Sonntag waren wir noch kurz in meiner Lieblingskneipe auf einen Wein/Bierchen, der Barkeeper der mich ja nu schon lange kennt, meinte als wir gingen: "Es ist schön, dich so glücklich zu sehen." War mir gar nicht so bewusst, dass ich das die zwei Stunden da ausgestrahlt habe

    Nuja, abwarten. Erst mal heute und morgen werde ich weiter berichten...

    Drücker an Euch!!

    fly
    Geändert von happy_fly (20.02.2013 um 16:39 Uhr) Grund: verwechselt :-D
    „Hoffnung ist die Fähigkeit, die Musik der Zukunft zu hören.
    Glaube ist der Mut, in der Gegenwart danach zu tanzen.“


    (Peter Kuznic, kroatischer Theologe)

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    AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich finde das ja erfrischend anarchistisch.

    Also, da muß ich doch mal einen jüdischen Witz los werden:

    Reden 3 Rabbis über Jom Kippur, den höchsten Feiertag, wo man fasten und natürlich in die Synagoge gehen muß:

    Sagt der erste: Also, ich erlaube meiner Gemeinde schon, zu essen.

    Sagt der zweite: Ich teile vor der Synagoge Schinkenschnittchen aus.

    Sagt der dritte: Ich stelle vor der Synagoge ein Schild auf: "Wegen Feiertag geschlossen !"



    Nix für ungut, Malina ... Zumindest scheint das nicht nur ein katholisches Problem zu sein
    Das beruhigt mich ja immerhin . Aber ich frag mich bei solchen Leuten dann immer, warum sie sich ausgerechnet in der Kirche engagieren und nicht lieber im Sport- oder Stadtteilverein oder sonstwo. Ich bin ja an sich froh, wenn sich Leute finden, die sich solche Gremien antun und würde das selbst nur als notwendiges Übel ansehen. Aber diese Leute gehen in dieser Arbeit auf, interessieren sich sonst aber für nix. Wenn es daneben dann noch andere für die mehr spirituellen Dinge gäbe, wär es ja auch okay. Dann könnte man man die ihren administrativen Krempel machen lassen, und fein. Aber so wirkt das echt schräg. Bei meiner Freundin ist die Kirche Sonntags gähnend leer, weil eben weder der Pfarrgemeinderat noch der Chor noch sonstwer, der sich da engagiert die Notwendigkeit sieht, auch mal in die Messe zu gehen. Dass das für den Pfarrer schon reichlich frustrierend ist, kann ich schon verstehen. Aber vielleicht muss man dann wirklich sagen, gut, die krieg ich nicht, also sollen sie ihre Arbeit machen und ich versuch, andere zu begeistern.

    Aber vermutlich erkauft man sich mit dem Sitz im Pfarrgemeinderat auch einen Logenplatz im Himmer ohne lästigen Messbesuch .

    Gruß,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  8. Inaktiver User

    AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Der andere Punkt ist halt, dass Kirche von außen immer mit Papst und Rom und eine Handvoll Dauerbrenner-Themen in Verbindung gebracht wird und sie dem viel zu wenig von ihrem spirituellen Reichtum entgegensetzt. Da müsste sich auch ganz viel ändern. Aber das wird es so schnell nicht, da mach ich mir keine Illusionen. Und wenn sich von oben nix ändert, dann wäre es schön, wenn wenigstens die Basis wieder spirituell überzeugender würde. Das würde dann zumindest mal auf die unmittelbare Umgebung ausstrahlen.
    Ich denke, dass es dann in manchen Kirchengemeinden schon gibt ... diese Ausstrahlung - die Leute müssten halt erstmal hingehen. Es gibt halt so viele andere Angebote, die eben auch nicht so in der Kritik stehen wie die katholische Kirche - und auch darum ist bestimmt bei vielen die Hemmschwelle groß. Der Kirchenbesuch am Sonntag ist wohl in vielen Regionen nicht mehr selbstverständliches Treff und gesellschaftliches Ereignis - was es ganz schlicht und einfach auch mal war.

    Bei mir selber ist es schon auch klar eine Sache der Prioritäten, das muss ich zugeben.
    Mittlerweile ist mir das wichtiger geworden und deshalb möchte ich es schon wieder mehr leben ... aber ich werde auch sicher vorerst kein stetiger sonntäglicher Gottesdienstbesucher werden so lange mein Leben schon so ausgefüllt ist .... schlechte Ausrede vielleicht? Soll aber eigentlich gar keine sein.

    Ich glaube schon, dass es oft auch "Stress" ist der die Berufstätigen hindert - der Wunsch nach Entspannung am Sonntag, ausschlafen, anderen Aktivitäten, Sport ... und als Renter(in) geht man dann wieder öfter.

    Ich habe mir jetzt mal die Enyzyklika des Noch-Papstes "Gott ist Liebe" gekauft. Um mal aus "erster Hand" zu lesen, was die Kirche zu diesem Thema sagt. Es geht eben auch um körperliche Liebe.

    Der Papst beschreibt die 3 Formen der Liebe nämlich Eros, Agapa und Caritas. Wobei man den Eros ja kennt, und er sagt, dass die Kirche diese Form der Liebe, die er als "begehrend" beschreibt, nicht ablehnt, im Gegenteil, aber eben auch nicht glorifiziert wie die Antike mit Prostituierten im Tempel etc.

    So eine Form der Liebe - rein körperlich und womöglich sogar für einzelne unter Zwang - würde den Menschen nicht erheben, sondern erniedrigen. Er sagt - so in etwa - dass das Christentum glaube, dass diese begehrende Liebe "die den Menschen das Göttliche kosten lasse" (was ja sehr lebensbejahend beschrieben ist) zu einer anderen Liebe führe der "Agape", die eben nicht das eigene Glück will, sondern das des anderen. Und das Liebe sich automatisch als "für immer" und "nur Du" empfinde, und dass zu diesem Wege eben auch die Mäßigung gehöre.

    So habe ich das bisher verstanden (bin noch nicht so weit...) und ich finde es erstmal eine sehr schöne Beschreibung der Liebe, die ich selbst gut nachvollziehen kann. Ich finde es ein wunderbares Ideal, und stelle mir es auch erreichbar und lebbar vor. Aber eben - so denke ich derzeit - als Ideal und nicht als - unbedingtes - Dogma.

    Ich glaube schon, dass dort, wenn man es mit offenem Herzen liest, auch viele weise und sehr menschenfreundliche Gedanken drin sind.

    @Fly

    ich finde was Du von dem Weltenbummler schreibt, klingt doch erstmal ganz positiv und gar nicht sooo unverbindlich. Schau es Dir doch einfach mal an.

    @Angie

    Ich finde auch spannend, was Du über die beiden Religionen schreibst. Das mit dem Emotionalen empfinde ich auch so.
    Unsere Welt ist so rational geworden, ich finde das darum ein gutes Gegengewicht gegen unsere durchrationalisierte Wissenschaftswelt.

    @Lorelei

    Bist Du eigentlich Jüdin oder warum kennst Du Dich so gut aus?
    (Habe ich vielleicht überlesen)
    Geändert von Inaktiver User (20.02.2013 um 18:40 Uhr)

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    AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag

    Hallo Nastjenka,

    ich hab das bei mir und auch bei etlichen anderen in meinem Umfeld erlebt, dass der sonntägliche Kirchbesuch so ganz allmählich wieder zur festen Größe in der Wochenendplanung wurde. Erst geht man, wenn es denn passt, und dann auf einmal schaut man immer mehr, dass es irgendwie passt und plant die Aktivitäten auf einmal drumherum. Ich glaube, das ist wenn dann ein langsamer Prozess.Und ich hab mir immer gesagt, wenn es mir nächste Woche nicht mehr gut tut und ich nur noch aus Pflichterfüllung hingehe, dann höre ich sofort damit auf. Das finde ich nämlich ganz furchtbar.

    "Deus caritas est" möchte ich auch gerne mal lesen. Ich glaube, dass das kirchliche Bild von Liebe an sich nicht so verkehrt ist, sondern ein schönes Ideal, das man sich durchaus bewusst machen sollte. Fatal ist nur die Unfähigkeit mit Menschen angemessen umzugehen, die daran scheitern. Wenn die Kirche da gelassener werden könnte, mehr Vertrauen hätte, dass bei Gott auch das Scheitern heil wird, in seiner Liebe aufgehoben ist, dann wäre schon viel gewonnen. In der Praxis wird das ja auch sehr oft genau so gelebt und vermittelt, eben weil klar ist, dass die Menschen und ihre Lebensverläufe nicht alle an einem Ideal gemessen werden können. Aber die Angst von der starren Lehre abzurücken und zu relativistisch zu werden, ist einfach zu groß. Dabei finde ich es durchaus gut, ein Leitbild zu haben, an dem ich mich auch immer wieder neu ausrichten kann. Und dazu gehört auch, dass man sich ein Scheitern am Ideal eingesteht und es nicht nur schönredet, nach dem Motto, alles ist irgendwie okay.

    Ach ja, ein weites Feld. Aber auch irgendwie eine Facette von bewusstem und achtsamem Leben.

    Abendlicher Gruß,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  10. Inaktiver User

    AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag

    Also ich muss schon ehrlich sagen, dass ich zwar nur in der Kirche sonntags bin, wenn wir mit dem Chor singen, dann freue ich mich jedoch meistens, da gewesen zu sein.

    Weil unsere Kirche ein Ort voller Schönheit und Frieden, Licht, Dämmerung und Dunkelheit und fern jeder Zweckmäßigkeit ist. Weil wir uns bzw. viele von uns schon so viele Jahre kennen, mal mehr, mal weniger und das Singen und die immer wieder wiederholten Worte eine Reihe in der Tiefe schaffen, und wenn es nur für diese Zeit ist.

    Wir auch ziemlich gute Prediger haben.

    Dennoch denke ich, es ist eine künstliche Wirklichkeit wie die Wilhelma in Stuttgart (Zoologischer und Botanischer Garten in einer historischen maurisierenden Anlage des 19. Jh.

    Ich gehe auch gerne in die Wilhelma. Für mich ist es nicht so wichtig, ob ich in einer künstlich erschaffenen oder natürlichen Welt lebe, solange ich dies unterscheiden kann - und darf.

    Und wegen letzterem bin ich gegen die Kirche bzw. Religion überhaupt. Denn wenn Religionen es von der Macht her können, bringen sie Menschen zugrunde.

    Das denke ich - und achte dabei, wenn Du Malina, es anders siehst!!! Denn meine Wahrheit ist nicht die objektive.

    Es gibt einen netten Spruch, der so unwahr nicht ist: Es gibt verschiedene Wahrheiten: Was jeder Beteiligte sieht, was wahr ist und das, was wirklich geschehen ist. Und wenn ich dies hier schreibe, meine ich es wirklich ernst!

    Auch abendliche und achtsame Gründe, besonders Dir, liebe Malina
    Geändert von Inaktiver User (20.02.2013 um 23:29 Uhr)

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