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  1. Inaktiver User

    AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was das Fernsehen betrifft: was mache ich statt fern zu sehen? Erstmal nüscht.
    Wir haben es ja gestern abend mal geschafft, die blöde Glotze auszulassen *stolzgeschwellt in die Runde guck*, stattdessen im Bett gelegen und gelesen.

    Als Single habe ich die Glotze ja öfter mal aus gehabt, aber zu zweit ist das schwerer, EINER drückt bestimmt den On-Knopf.

    Was ich bei der Fernseh-Berieselung abends so ätzend finde, ist, das man irgendwie garnicht merkt, das man Bettschwere hat und eigentlich schlafen möchte. Beim lesen wird das viel deutlicher.

  2. Inaktiver User

    AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag

    Guten Morgen,
    gestern morgen hörte ich im Radio - Radio paradiso - dass es hier im Berliner Dom eine Fastenpredigtreihe gibt. Das Thema war gestern: Toleranz und Gottes Eifer - ist der Glaube intolerant.
    Ich hätte mir mehr weltliche Auseinandersetzung dazu gewünscht, die Pastorin bezog sich hauptsächlich auf Luther und die Zeit der Reformation.
    Aber, ich war endlich mal im Berliner Dom. Eine Pracht sondergleichen - und so sehr untypisch für eine protestantische Kirche.
    Mir, als Katholikin war natürlich der ganze Ablauf fremder als sonst.
    Lorelei,
    makabrer weise war ja in meiner Partnerschaft das Fernsehen immer Dauerstreitthema. Und, nun schaffe ich es als Single auch nicht viel besser.....ist ja wohl ein Armutszeugnis.
    Weißt du, schon in dieser kurzen Zeit der Abstinenz fällt mir was auf. Natürlich mache ich nicht nüscht.
    Sondern gehe raus. So erschöpft ist man ja eigentlich nie als dass man es nur vor der Glotze aushält.
    Ich sag dir, es gibt soo viel woran man teilnehmen kann was nüscht kostet.
    Mein nächstes Projekt wäre - wollte ich schon lange mal - zu einem poetry-slam zu gehen. Das sind Dichter-Wettstreite. Ich habe aber leider die Befürchtung, es ist nur was für jüngere Leutchen.
    Am Dienstag wäre da wieder so ein Event... ich will mich aufraffen...

    Allen Schreibern und Lesern hier wünsche ich einen schönen Wochenstart

    PS: ach so, was ja das schlimmste am Fernsehen ist - finde ich - man konsumiert statt zu erleben.
    Ich glaube, unser Gehirn mag das auf lange Sicht nicht so...

  3. Inaktiver User

    AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Lorelei,
    makabrer weise war ja in meiner Partnerschaft das Fernsehen immer Dauerstreitthema.
    Echt ? Laß mich raten: Er zappte sich durch die Programme.
    Eindeutig eine Männerkrankheit.
    Bei uns aber verboten, zumindest in meiner Gegenwart, sonst gibt es

    Weißt du, schon in dieser kurzen Zeit der Abstinenz fällt mir was auf. Natürlich mache ich nicht nüscht.
    Sondern gehe raus. So erschöpft ist man ja eigentlich nie als dass man es nur vor der Glotze aushält.
    Ich sag dir, es gibt soo viel woran man teilnehmen kann was nüscht kostet.
    Mein nächstes Projekt wäre - wollte ich schon lange mal - zu einem poetry-slam zu gehen. Das sind Dichter-Wettstreite. Ich habe aber leider die Befürchtung, es ist nur was für jüngere Leutchen.
    Rausgehen sollte man eh, gerade als Single. Das hatte für mich schon immer Priorität vor der Glotze.
    Früher habe ich am Winterfeldmarkt gewohnt, da habe ich im Sommer schon oft auf dem Balkon gesessen, lecker Gläs'chen Vino, Musike an und dem Treiben unten zugeguckt. Da fühlt man sich auch nicht alleine.

    Und bei Veranstaltungen: Klar gibts da viele jüngere Leute. Ist aber auch mal lustig. Letztens in der Schlange stand hinter mir ein Jüngelchen, ich würde sagen Erstsemester/ gerade zuhause ausgezogen, der sich gewichtig darüber äußerte, wie man (er) mit Immobilienspekulationen MILLIONEN machen könnte. Niedlich. Da wird man ganz nostalgisch, wenn man an die eigene Jugendzeit denkt, wo man auch voll den Durchblick hatte .... (bzw. das zumindest meinte).

    Noch'n Tipp: Neben der bekannten Lesebühne am Sonntag gibt es übrigens noch zig andere, auch unter der Woche. Einfach mal Lesebühne + Berlin googeln. Da kann man auch gut (alleine) hingehen.
    Geändert von Inaktiver User (18.02.2013 um 09:22 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag

    Guten Morgen @ all,
    danke für die lieben Wünsche zu meinen 49 + 1 Geburtstag In diesen Jahr habe ich darauf verzichtet, eine spießige Kaffeetafel herzurichten, auch habe ich nicht die Schwiegermutter und Schwägerin zum Kaffee eingeladen. Sondern ich habe genüsslich in einen tollen Kaffee mit einer guten Freundin mich bedienen lassen. Am Abend zu hause, haben meine Kinder mit Partnern und ich Sekt getrunken und dazu Kuchen gegessen, den ich extra gebacken bekommen habe
    Es war herrlich und total entspannt, so ich es wollte. Am Sonnabend habe ich dann meine Familie und ein befreundetes Päärchen zum Brunch in ein Hotel geladen, auch der Vormittag war genauso wie ich es mir vorgestellt hatte. Kein Stress, wir sind alle bedient worden, kein auf- und abräumen - ach es war toll! Und ich habe so persönliche Geschenke bekommen! Einen Gutschein für eine Klangschalenmassage, einen Gutschein für einen Tag in einem Saunatempel mit Frühstück, eine Gesichtsbehandlung, ein Smartphon und soviele Blumen - herrlich! Jetzt ist die Feierei vorbei und ich werde sehr bewußt auf meine Ernährung achten. Kein Fleisch, keine Süßigkeiten und kein Alkohol! Das ist auch so eine Sache, wenn wir zu einer Feier eingeladen sind, denke ich oft schon vorher:"Ich werde nichts alkoholisches trinken, weil ich es nicht vertrage und mir am nächsten Tag, wieder schlecht ist" Auf der Feier dann, merke ich, dass ich mich oft nicht an mein Vorhaben halte und doch das ein oder andere Glas Sekt/Bierchen trinke und wenn ich konsequent nein sage, wollen mich oft andere überreden, oder ich soll mich rechtfertigen, weil ich nichts trinken will - das ist doch auch ziemlich blöd! Es stehen bald wieder 2 Feiern an, ich werd mir wieder vornehmen nichts alkoholisches zu trinken, mal sehen wie die Leute drauf reagieren - vor den meisten soll ich mich rechtfertigen! Alkohol hat in unserer Gesellschaft einen hohen STellenwert!

    Am kommenden Wochenende fahren mein Mann und ich nach Fehmarn und geniessen bewußt ein entspanntes Wochenende allein zu zweit an der Ostsee. Da freue ich mich schon drauf.

    Ihr lieben, eine schöne Woche wünsche ich euch.

    LG von der miss
    Geändert von Inaktiver User (18.02.2013 um 18:38 Uhr)

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    AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Warum muß man beim christlichen Fasten überhaupt auf Schoki verzichten ?
    Streng genommen muss man das gar nicht - Schokolade ist eigentlich erlaubt. Das geht aber auf Zeiten zurück, als Schokolade noch stark bitter geschmeckt hat, weil noch nicht so viel reingemixt wurde.

    Papst Pius V. hat festgelegt: Schokolade bricht das Fasten nicht!
    Quelle
    Ein Verstand, der einmal
    durch eine neue Idee über sich hinaus wuchs,
    kehrt niemals
    zu seiner ursprünglichen Form zurück.

    [Oliver Wendell Holmes]

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    AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag

    Hallo zusammen,

    Fernsehen ist ja für mich so gar kein Thema. Noch nie gewesen. Vielleicht auch weil ich von klein auf einen im Zimmer hatte. Erst den alten s/w-Fernseher meiner Eltern (noch mit ZImmerantenne), dann den geerbten von meinem Opa und dann einen selbst gekauften. Und geguckt hab ich nie sonderlich viel. Auch heute bleibt er oft wochenlang aus, außer bei sportlichen Großereignissen wie Olympia oder Fußball-WM. Fernsehfasten würde ich u.U. nicht mal bemerken.

    Aber ich finde es gut, sich statt fernzusehen dann ganz bewusst andere Aktivitäten vorzunehmen. Ich bin ja auch oft zu bequem, noch irgendwo hinzugehen, erst recht alleine. Das wäre auch mal ein gutes Vorhaben für die Fastenzeit, Dinge zu tun, die man immer schon mal tun wollte, aber aus allen möglichen Gründen nie getan hat.

    Ich bin ja immer sehr der Meinung, dass es beim Fasten nicht nur ums Weglassen geht, sondern auch darum, den entstandenen Raum mit Neuem zu füllen oder ihn zumindest offen zu halten, damit er sich vielleicht von selbst füllt.

    Ich hab gestern abend noch den Fastenhirtenbrief unseres Kardinals gelesen, der am Sonntag in der Messe verlesen wurde. Und ich muss sagen, während ich im letzten Jahr noch am liebsten türeknallend rausgerannt wäre, wenn der Kölner Dom denn Türen hätte, die man effektvoll knallen kann, war ich diesmal durchaus angetan. Da hab ich sogar was draus mitgenommen. Und - Trommelwirbel - er wünscht sich, dass in den Gemeinden in der Fastenzeit einmal wöchentlich Gelegenheit zur Anbetung geboten werden solle. Hach, ich mach mal was, was meinem Kardinal wohlgefällig ist - unglaublich. Am Ende wächst er mir noch kurz vor seinem Ruhestand richtig ans Herz.

    Abendlicher Gruß,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  7. Inaktiver User

    AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag

    @Malina, ich hatte auch schon immer, solange ich zurück denken kann einen Fernseher. Am anfang war es einer mit Drehknopf, womit man die 3 Programme einstellen konnte Mein Fernseher jetzt ist auch aus, ich geniesse immer ung ganz bewußt die Stille am späten Nachmittag -- ganz im Gegensatz zu meinem Mann, der gern TV sieht.

    LG von der miss

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    AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag

    Ihr Lieben,

    ein kurzes "Piep" von mir

    Ich war die letzten Tage irgendwie nur unterwegs, gleich geht es auch schon wieder weiter und bin gar nicht großartig zum Lesen/Schreiben gekommen. Das hole ich morgen, spätestens übermorgen nach!

    Die letzten Tage waren voll von Treffen mit Freunden, auch einer kleinen, klärenden Auseinandersetzung, einem sehr schönen und innigen Treffen mit Ex-Kolleginnen, und meinem Weltenbummler und seinen Freunden, dass ich mich gerade richtig wohl in meinem Leben fühle. Und eigentlich derzeit nur staunend da stehe und auf die Züge aufspringe, die so vorbeifahren und sich richtig anfühlen. Angst, was war eigentlich noch mal Angst??

    Bald mehr, auch zu Euch natürlich
    fly
    „Hoffnung ist die Fähigkeit, die Musik der Zukunft zu hören.
    Glaube ist der Mut, in der Gegenwart danach zu tanzen.“


    (Peter Kuznic, kroatischer Theologe)

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    AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag

    Lorelei, Kaffeewasser,

    mir geht es beim Süßigkeiten-Fasten wirklich um den Geschmack, Malina hat es gestern genauso erklärt, wie ich es auch erlebe: Der Geschmack von Jughurt oder Fruchtsaft mag ähnlich süß sein, ersetzt aber in keinerlei Weise den Geschmack von einem Riegel Schokolade oder ein paar Weingummis. Etwas anderes ist es beispielsweise beim Alkoholverzicht. Der fällt mir gar nicht auf. Dabei gab es schon Wochen, in denen das Glas Rotwein zum Abendessen selbstverständlich war.

    Malina, mir gefällt der Gedanke, den Verzicht beim Fasten durch etwas anderes zu ersetzen. Darüber mache ich mir noch Gedanken. Was hat Dir speziell beim Hirtenbrief gefallen? Und was ist Dir beim Thema Anbetung wichtig?

    Das Verhältnis zum Fernsehen hat sich bei mir stetig gewandelt. Ich kenne auch die Verbindung von Fernsehen gucken = Entspannung, finde aber, dass die meisten Programme abends keine gute Unterhaltung mehr anbieten. Ich gucke meist nur noch recht gezielt eine Sendung, und es kommt auch öfters mal vor, dass ich mir eine DVD, nach der mir der Sinn steht, anschaue. Ansonsten bleibt die Flimmerkiste aus. Mein Mann und ich haben gerade wieder das "Skipbo"-spielen entdeckt und können damit ganze Abende füllen.

    Miss, das klingt nach einem schönen Geburtstag, sehr erfüllend, nicht nur, was die Geschenke betrifft. Und Meer im Winter, das ist toll. Ich beneide Dich um das bevorstehende Wochenende!
    Mache das sichtbar, was ohne dich vielleicht nie gesehen werden würde.

    - Robert Bresson -

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    AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag

    Hallo LaRimbecca,

    es ging in dem Hirtenbrief um die Brotvermehrung und den Gedanken, aus unserem Mangel macht er Fülle. Es ging um den kleinen Jungen, der das wenige an Fischen und Brot, was er hat, hergibt, und es reicht für alle. Das finde ich gerade für die Fastenzeit einen schönen Gedanken, der mir sicher noch nachgehen wird.

    Was mir am Thema Anbetung wichtig ist? Die Stille, das Meditative und vor allem das Bezogensein auf ein Gegenüber, das in dem Moment gegenwärtig ist. MIr ist reine Meditiation zu selbstbezogen. Ich brauch das Du, an dem ich mich auch reiben kann, das mich herausfordert, mir aber auch Geborgenheit schenkt. Anbetung ist erst mal so furchtbar sperrig. Da knien die Leute vor einer Oblate in einem goldenen Gefäß und behaupten, darin Christus zu sehen. Das ist so schwer zugänglich. Und es braucht Zeit, sich darauf einzulassen, einfach mal still da zu sein, Raum zu schaffen, in die Stille zu hören, ins Innerste zu spüren. Und irgendwann bewegt sich was, es entsteht Resonanz, ich spüre mein Bezogensein. Und irgendwann macht es klick, und es ist mir völlig klar, dass Jesus dort in der Hostie präsent ist. Das ist das Kostbarste, was die katholische Kirche zu bieten hat, das Tiefste und vielleicht auch das Anspruchsvollste. Und es bedrückt mich ein wenig, dass wir es so wenig schaffen, Menschen den Zugang dazu zu öffnen. Es gibt schon ein paar niedrigschwellige Ansätze wie "Nightfever", die ich auch sehr gut finde. Aber die funktionieren nicht überall und haben auch ihre problematischen Seiten. Und ich denk da gerade so ein bisschen drauf rum, wie man den Zugang erleichtern kann, ohne die Bedeutung zu banalisieren. Das ist sicher eine Gratwanderung. Ich hoffe, dass wir mit unserer Fastenandacht da vielleicht einen ersten Schritt tun und würde das gerne über die Fastenzeit hinaus in regelmäßigen Abständen (einmal im Monat oder so) weiterführen. Und vielleicht auch überlegen, wie man Leute gezielter dazu einladen kann. Da sind wir uns gerade etwas uneins. Unser Diakon ist der Meinung, ihm ist egal, wie viele da kommen, er macht es auch für sich allein, und ich finde, man sollte Leute viel gezielter und direkter einladen. Mal sehen, ob ich da was bewirken kann. Im Moment hab ich so ein wenig Narrenfreiheit bei ihm wegen meiner Krankheit und meinem Umgang damit. Vielleicht kann ich das ja nutzen...

    Abendliche Grüße,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

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