liebe happy-fly,
tipps habe ich nicht, aber ein bisschen erfahrung mit diesem verein, bei dem du arbeitest.
deswegen möchte ich dich ermutigen, auf die vergütung deiner arbeitszeit nicht automatsich oder stillschweigend zu verzichten.
es wird meiner beobachtung nach dort oft davon ausgegangen, dass die halbtagsangestellten eigentlich doch mehr geben. das wird manchmal als selbstverständlich hingenommen. leichter haben es die kollegen, die halbtags arbeiten, aber eine feste zweite arbeitsstelle haben (statt selbständig zu sein). da weiß man, frau sowieso ist von 8-12 im haus.
vielleicht kannst du dir selber feste arbeitszeiten für die freien 50 prozent einrichten?
und die projekte, die du beim arbeitgeber betreust, auch in festen zeiten dort erledigen?
ich verstehe das, dass du was vorweisen willst, um die chancen auf die stelle zu erhöhen. trotzdem würde ich mich da nicht hineintreiben lassen!
im gegenteil: ich würde klar machen, dass ich gerne noch dieses und jenes übernehmen würde -im rahmen einer entsprechenden anstellung- und würde dafür auch entsprechende arbeitsproben zum appetit anregen vorlegen. aber nicht zum satt-essen!!
oder aber du bleibst bei der entscheidung, 70 prozent zu geben in der hoffnung, dass du übernommen wirst. in dem fall würde ich das unbedingt freundlich und begeistert, aber bestimmt ansprechen:" gut, das kann ich übernehmen! wie gehen wir mit meinen überstunden um?"
das würde ich mir wert sein und denen diesen wert dadurch auch zu erkennen helfen.
denn 1. vergütet die kirche nicht immer entsprechend (in den neuen bundesländern ist oft noch so eine erwartungshaltung drauf, dass man in der kirche nicht viel geld fordern darf als angestellter),
und 2. - stell dir mal vor, wenn du jetzt einfach 70 prozent gibst und dann verlängert wirst (auf der 50-prozent-stelle) und DANN wirklich nur 50 prozent arbeitest, heißt es schnell "aha, jetzt wo sie den job hat, lässt frau happyfly aber ganz schön nach in letzter zeit"
deswegen bleiben viele dann im sich-überarbeiten drinnen.
liebe grüße, kaffeewasser
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29.01.2013, 22:34Inaktiver User
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
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29.01.2013, 22:43
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
Hallo zusammen,
@fly:
Spannend z.B. am Fleischverzicht finde ich, dass man dann plötzlich kreativ wird und neue Alternativen auftut. In der Kantine probier ich dann auch mal Gerichte, die ich sonst nie nehme, ohne zu wissen, warum eigentlich nicht. Und manchmal sind sie erstaunlich lecker. Oder wenn mich gar nichts reizt, nehm ich halt nur verschiedene Beilagen, was auch mal spannend ist. Und ich mach mir selbst Brotaufstriche aus allen möglichen nichtfleischlichen Zutaten, weil ich nicht immer nur Käsebrote essen will. Dann merke ich erst, wie eingefahren ich in vieler Hinsicht doch bin.
Beim Konsumverzicht ist es ja so, dass man die meisten Dinge doch auch noch nach der Fastenzeit kaufen kann. Und man hinterfragt einfach mal stärker ob man etwas wirklich braucht.
Ich finde immer, es sollte etwas sein, was einem nicht wirklich leicht fällt, was aber auch nicht in Quälerei ausartet. Alkoholverzicht z.B. merk ich so gut wie gar nicht, weil ich eh recht wenig trinke. Süßigkeitenverzicht finde ich extrem schwer und entwickele leider danach auch schnell so einen Heißhunger, weshalb ich da mittlerweile vorsichtig bin.
Ich hatte gestern noch mal wieder Besuch von unserem Diakon, mit dem ich jetzt auch per Du bin, was uns beide gefreut hat. Und es war wieder sehr schön. Wir haben über alles mögliche geredet (Gemeinde, meine Krankheit und mein Umgang damit, Andacht in der Fastenzeit), und er hat mir noch mal die Kommunion mitgebracht. In den eigenen vier Wänden bekommt der Satz "Herr, ich bin nicht würdig, dass Du eingehst unter mein Dach, aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund" noch mal eine ganz eigene tiefe Bedeutung. Es war jedenfalls wieder sehr sehr schön, und ich bin froh, dass ich mich da so gut fallenlassen kann und es gar nicht krampfig finde oder mich unbehaglich fühle, was mir bei vielen Menschen so ginge. Wenn ich an den Krankenhauspfarrer mit seiner langsamen salbungsvollen Sprechweise denke, den hätte ich in so einer eins-zu-eins-Situation echt nicht gut ausgehalten.
Ich darf mir jetzt auch mal ein paar Gedanken machen, wie wir die Fastenzeitandacht gestalten wollen. Psalm 51 hab ich gleich mal gestrichen weil zu viel Schuld und Sünde. Psalm 130 darf bleiben, der ist etwas ausgewogener, gehört aber immer noch zu den Bußpsalmen. Die Sonntagsevangelien, die wir für die Lesung wieder nehmen wollen, haben als Schwerpunkt auch das Thema Schuld und Vergebung (Gleichnis vom Verlorenen Sohn, Steinigung der Ehebrecherin, etc.). Ich fände es schon mal spannend, das Thema Umgang mit der eigenen Schuld, mit Versagen, mit den eigenen Grenzen, mit Brüchen und MIsslingen mal in Impulsen aufzubereiten, ohne gleich die Sündenkeule zu schwingen. Da fang ich dann gleich wieder Feuer, weil ich finde, das ist so ein wichtiges, aber leider auch so furchtbar verbranntes Thema.
Ansonsten war ich heute mit meiner Mutter einkaufen (Wasserkästen, Saftvorräte, etc.) und hab mir als Belohnung für die Anstrengung zwei Pakete Sushi und eine Tüte Schaumzuckermäuse gegönnt. Ach ja, und eine Flasche Cola, wenn schon, denn schon.
Abendliche Grüße,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
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30.01.2013, 07:59Inaktiver User
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
Das würde ich aber jetzt nicht als fasten ansehen.
Ich habe das mit meinem Ex mal 3,5 Wochen durchgezogen: Erst ausleiten, d.h. Glaubersalz trinken, damit der Darm leer ist. Dann die ganze Zeit NULL Kalorien, nur Wasser und Tee.
Ich bin dabei arbeiten gegangen und auch zu meinem Kampfsport, ging 3 Wochen sehr gut.
Nur in der letzten wurde es schwierig, da habe ich beim Sport geschwächelt. Deshalb haben wir auch nicht die geplanten 4 Wochen geschafft.
Das stimmt allerdings.Du würdest Dich wundern
Klar hat man mal einen schlappen Tag oder schlappen Moment, aber das sind bei mir höchstens 2 von 15. An den anderen 13 Tagen fühlt man sich total voller Energie, weil die Verdauung wegfällt, die viel Energie benötigt.
Hunger hat man nur die ersten 2 Tage, dann nicht mehr. Stattdessen fühlt man sich voller Energie.
Mein Zwacken im Knie und meine allergische Rhinitis waren in der Zeit auch weg.
Der Sex war in der Zeit auch intensiver.
Geändert von Inaktiver User (30.01.2013 um 08:14 Uhr)
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30.01.2013, 08:12Inaktiver User
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
Über israelische Hotels gibt es nicht viel Gutes zu berichten (schlechte Leistung für teuer Geld) aber sie haben i.d.R., SUPER Frühstücksbuffets, da biegen sich die Tische.
Wegen der Trennung von fleischig und milchig in der jüdischen Küche sind sie allerdings rein milchig, also ohne Fleisch, nur Fisch (Lachs), der gilt nicht als Fleisch. Da sieht man aber wirklich mal, was sich ohne Fleisch so alles anfangen läßt: Salate, Eierspeisen, jede Menge pikante Kräuter-Schmierkäse (gibts hierzulande auch beim Türken
), Kuchen, Obst, Joghurt etc pp. Ich bin seitdem von Wurst komplett abgekommen - früher liebte ich Leberwurst - diese Käse vom Türken schmecken 1000 x besser. Ich hole mir jede Woche 2 verschiedene.
Ich lade manchmal Leute zum "israelischen Brunch" ein, die waren bisher auch immer alle begeistert.
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30.01.2013, 10:15
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
Es gibt unzählige Fastenformen. Das was du meinst, ist Wasser-Tee-Fasten oder populärer "Nulldiät".
Darüber hinaus gibt's u.a. Saft- , Suppen-, Schleim-, Brötchen-Milch (F.X. Mayr)-Fasten. Eine Kombi aus Wasser-Tee und Gemüsebrühe ist die recht gängige Methode nach Buchinger. Beim Fasten nach Hildegard von Bingen isst man z.B. ziemlich gut und ausreichend und auch nicht nur Flüssiges - in der Mitte gibt es ein paar Suppentage; weiter gibt es z.B. Früchtefasten, da isst man 1xtgl. etwas Obst.
Das Ganze kann man kombinieren mit Urlaub / Kloster und / oder viel Bewegung - Wandern, Yoga .... . Eine Auszeit und Bewegung bietet sich an um ein ganzheitliche Fastenerfahrung zu machen .... Körper-Geist-und Seele. Weg vom Alltag, hin zu innerer Besinnung. Was eigentlich immer dazu gehört, ist: Viel Flüssigkeit zu sich nehmen, viel Ruhen. Bei deinem Fastenverständnis würde mir wiederum eine Menge fehlen.
Die Kirchl. Fastenzeit ist auch eine Fastenform ... mit bestimmten Verzichten.
Jeder wie er kann und mag und was ihm gut tut.
Google-Stichwort: Fastenformen.
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30.01.2013, 10:43Inaktiver User
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
Schon. Aber ich persönlich würde fasten schon mit einer gewissen Askese verbinden.
Und nicht, das man normal ißt, nur etwas weniger. Morgens Saftschorle und irgendwann noch eine Suppe ist für mich ein ganz normaler Tag.
Wenn man beim Fasten nicht arbeiten muß, ist es natürlich schöner. Leider verdiene ich aber meine Brötchen damit.Geändert von Inaktiver User (30.01.2013 um 10:46 Uhr)
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30.01.2013, 14:10
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
Das hab ich vergessen, wahrscheinlich, weil es für mich so selbstverständlich ist. Aber klar - das ist wichtig.
hab ich ja geschrieben - gibt es unterschiedlich.Dann die ganze Zeit NULL Kalorien, nur Wasser und Tee.
Auch nur Tee/Wasser hab ich schon probiert, finde aber den Saft mittags recht gut.
Die 200ml Saft haben m.E. wenig Kalorien, die Suppe (klar) abends im Grunde glaub ich gar keine, weil klar und ohne Fett.
Ich bin auch schon während des Fastens arbeiten gegangen, und es geht natürlich einwandfrei, trotzdem ist es besser, frei zu haben. Mittags Leberwickel, damit die leber Unterstützung hat - kommt in der Kantine nicht so gut
Und wer ungeübt ist, tut gut daran, frei zu haben und macht am besten sogar ein geführtes Fasten.
Der Sex war in der Zeit auch intensiver.
Mist - ich fahr allein
.
Segne die Gegenwart
Vertraue Deinem Selbst
Erwarte das Beste

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30.01.2013, 14:12
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
Klare Suppe, nur aus ausgekochtem Gemüse (und Körner glaub ich) ohne Salz, ohne fett, basisch, Lorelei.
Und keine Saftschorle, sondern frisch gepresster Saft, ohne irgendwelche Zusatzstoffe wie Zucker oder Konservierungsmittel, den Du mit dem Teelöffelchen zu Dir nimmst - nicht runterschütten, wie ne Apfelsaftschorle
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Segne die Gegenwart
Vertraue Deinem Selbst
Erwarte das Beste

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30.01.2013, 22:03
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
Bis auf den Sex.

Ich habe mal vor Jahren eine Woche Fasten gemacht. Die von Dir beschriebenen Erfahrungen habe ich schon häufig gehört, kann sie aus eigener Erfahrung aber nicht bestätigen. Ich hatte Dauerhunger, fühlte mich schlapp und war genervt. Vielleicht würde es in einer Umgebung besser gehen, in der auch andere fasten. Um mich herum haben die Leute ganz normal gespachtelt und ich habe gelechzt... Naja, es war nichts für mich und aktuell habe ich kein Bedürfnis, die Erfahrung (neu) zu machen.
happy_fly, bei Kirchens oder auch in Diakonie und Caritas gibt es immer mal wieder Arbeitsbereiche, in denen "ehrenamtliche Mehrarbeit" als mehr oder weniger selbstverständlich angesehen werden. Dein Plan, Dich da abzugrenzen und mit Deiner Chefin Prioritäten und Zeitplan durchzusprechen, ist da sehr sinnvoll. Auch, was grundsätzlich das Thema Projekte angeht. Das kenne ich auch, dass die klar vorsortierte und nach Prioriäten gestaffelte To-Do-Liste gerne mal über den Haufen geworfen wird. Auch da kann man schauen, wie man gegenhält oder die To-Do-Liste umgestaltet. Es ist aber auch nicht verkehrt, sich eine gewisse Gelassenheit anzueignen und sich klar zu machen, dass nicht jede heiße Luft auch gleich ein Feuer entfacht.
Heute war Antwort vom Kloster da. Ich kann kommen. Der Oasentag ist zwar ausgebucht, ich kann mich aber auf die Reserveliste setzen lassen, weil es erfahrungsgemäß immer Absagen gibt. Und wenn ich sowieso vor Ort bin, können wir kurzfristig schauen, ob ich doch noch teilnehmen kann. Im Gegensatz zu den vorherigen Aufenthalten habe ich außerdem ein etwas "luxuriöseres" Zimmer mit eigenem Bad gebucht. In dem anderen Haus, wo ich sonst übernachtet habe, ist eine Jugendgruppe. Da habe ich dann doch ein wenig die Befürchtung, dass die Stille und Ruhe, die ich suche, darunter leidet. Ich freue mich, bald wieder rüberzufahren und ein wenig aufzutanken!Mache das sichtbar, was ohne dich vielleicht nie gesehen werden würde.
- Robert Bresson -
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31.01.2013, 09:54Inaktiver User
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
Och, wir haben das im Sommer gemacht, wo eine Grillfete nach der anderen angesagt war. Wo wir auch hingegangen sind und das tapfer durchgestanden haben, mit ganz viel Mineralwasser.
Und ich habe damals eine Mädchen-Selbstverteidigungsgruppe trainiert und mit den Kindern mal chinesisch gekocht in der Zeit - ohne mitzuessen.
Aber es war schon einfacher, das zu zweit zu machen. Und wir waren da erst ein halbes Jahr zusammen, das war irgendwie schön so als zusammen schmiedendes Event.
Ich hätte da aber heutzutage auch keinen Nerv mehr drauf, und werde es von daher auch nicht wiederholen.
Abnehmtechnisch bringt es sowieso nichts .... Ich habe am 1 Tag, als ich wieder aß, genau 1 Glas Rose getrunken und ein Schälchen Zaziki gegessen - und hatte am nächsten Tag wieder 1 kg drauf.



Chefin will mich ja unbedingt behalten, bin Schwangerschaftsvertretung bis Sommer, sie will im April meinen "Platz" durch die Instanzen bringen. D. h., dass ich derzeit sehr viel machen muss, weil sie ja etwas vorweisen will. Ich mache es gerne, keine Frage, aber ich brauche auch noch Energie für meine Selbstständigkeit, da geht es ab Februar wieder vermehrt los. Mein Halbtagsjob fordert von mir aber derzeit gute 70% Prozent meiner Schaffenskraft, wenn dann in der Selbstständigkeit noch mal 50% oder mehr dazukommen, sind's wieder 120%
Ich möchte nicht wieder so einen Zusammenbruch haben wie kurz vor Weihnachten
. Habt Ihr Tipps, Ideen??
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