Hallo neurosia,
ich bin Reiki-Behandlerin und freue mich immer besonders, wenn jemand skeptisches von einer guten Erfahrung berichtet. Es kann eine Unterstützung für innere Balance sein.
Liebe Grüße
Keela
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19.01.2013, 13:56Inaktiver User
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
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19.01.2013, 15:25
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
Hallo zusammen,
ich glaube, Sesam liegt nichts ferner als Eure Interpretationen. Und ich habe deshalb nochmal fett markiert, wie Sesam persönlich vorgehen würde.
Denn ich finde es bei Krankheiten auch nicht zielführend, eine Diskussion über Gründe oder gar Schuldzuweisungen zu beginnen. Nur: jeder geht anders mit Krankheit um und jeder geht den eigenen individuellen Weg!
@Keela: ich habe leider mit Reiki noch keine großen Berührungspunkte gehabt- ich weiß nur, dass es da doch diverse Entwicklungsstufen während der Ausbildung gibt oder vertue ich mich da? Machst Du das hauptberuflich?
@Neurosia: dass Dir die Behandlung Deine Gelassenheit wiedergebracht hat, finde ich toll! Danke, dass Du das hier erzählt hast!
@Jolanda/Neurosia/Sesam: Danke für Eure Ausführungen! Es wird ein Weg der kleinen Schritte sein und ich würde mich sehr freuen, wenn ich solch eine Erfahrung wie Eure machen könnte...
Hatten wir hier schon mal über Robert Betz geschrieben? Hat einer schon mal was von ihm gehört/ gelesen?
In den letzten Tage ist mir von zwei Personen eine Meditation von ihm bezüglich Eltern-Kind-Beziehung und deren Heilung ans Herz gelegt worden....CD ist bestellt- ich werde berichten!
Gehe jetzt mit Calu zu einem Kindmassage-Kurs- ich möchte ganz bewusst mal nur Zeit mit ihm verbringen!
Habt einen schönen Samstagabend und Sonntag!
----- Das Herz gleicht einem Garten. Es kann Mitgefühl oder Angst, Groll oder Liebe wachsen lassen. Was für Keimlinge willst Du darin anpflanzen? ------- (Jack Kornfield)
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19.01.2013, 17:34Inaktiver User
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
Nun ja .... Und ich habe zitiert, was mir an ihrem Posting aufgefallen ist. Und was mir extrem mißfällt, da man es häufig in diesem Forum liest, um es mal deutlich zu sagen.
Weil ich es sehr unsensibel und respektlos den Betroffenen gegenüber empfinde.
Ihr selbst steht es ja gerne frei, den "Krebs weg zu lieben", wenn sie denn mal betroffen sein sollte.
Ich wünsche ihr im gegebenen Fall viel Erfolg dabei.
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19.01.2013, 19:55
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
Nein, solche Aussagen kommen nicht nur bei Krebs auf. Ich habe eine neurologische Erkrankung und habe schon öfter solche Sätze gehört. Und sie machen mich extrem wütend. Man hört sie aber nur von gesunden Menschen, die der Meinung sind, dass sie gesund sind, weil sie was dafür getan haben. Ihnen scheint nicht bewusst zu sein, dass jeder von einer ernsthaften Krankheit betroffen sein kann und Gesundheit eine Glückssache ist. Schade weil sie dadurch anderen mit ihren Aussagen sehr verletzen und das ist nicht besonders optimal wenn man schon krank ist
Geändert von saleya (19.01.2013 um 22:09 Uhr)
"Wir haben gelernt, wie Vögel zu fliegen und wie Fische zu schwimmen, aber wir haben verlernt, wie Menschen zu leben". Martin Luther King
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19.01.2013, 20:00
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
Neurosia, ich finde Deine Einstellung sehr gut
"Wir haben gelernt, wie Vögel zu fliegen und wie Fische zu schwimmen, aber wir haben verlernt, wie Menschen zu leben". Martin Luther King
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19.01.2013, 21:59
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
Und das faellt mir auf: diese Deine Aussage ist auch nicht respektvoll. Denn wie Du schon schriebst, dass Dir das im Forum aufgefallen sei. Hier ist es gerade jetzt einmal zum Thema geworden. Und jmd. hat seine eigene Meinung dazu und wird angegangen (das ist meine Wahrnehmung) und kriegt Worte in den Mund gelegt, die sie so nicht mal geschrieben hat. Es gibt kein Schwarz oder Weiss. Schade. Denn mit viel Toleranz und Respekt kann sich durchaus eine fruchtbare Diskussion ueber Krankheit, Aengste, Tod etc. ergeben...
Gute Nacht!----- Das Herz gleicht einem Garten. Es kann Mitgefühl oder Angst, Groll oder Liebe wachsen lassen. Was für Keimlinge willst Du darin anpflanzen? ------- (Jack Kornfield)
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20.01.2013, 07:45
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
Das halte ich für eine gute Einstellung. Letztlich verlangt uns das Leben genau das ab - den Alltag bewältigen. Auch wenn er mit einer Krebserkrankung sehr viel anders werden kann. Bewusst und achtsam zu sein, ist nicht das Verkehrteste, um immer mal wieder zu reflektieren, ob die Richtung stimmt. Aber man kann auch die Analysiererei übertreiben, es zu einem Sezieren machen, das nichts bringt und das einem den Alltag (= Leben) eher entrückt. Weil man ständig auf der Meta-Ebene unterwegs ist.
Ich glaube, das sollte man auch schon vor einer Krankheitsdiagnose mal durchdenken. Neurosia, Dir ein Paket Kraft und alles Gute!
Was die aktuelle Diskussion über "Mit-Wirkung" bei Krankheitsursachen betrifft, so glaube ich zwar nicht, dass Sesam irgendetwas vorgeben wollte, was Allgemeincharakter hat. Aber auf der grundsätzlichen Ebene kann ich Deine Argumente unterschreiben, Lorelei, und Saleya beschreibt es ja auch noch mal gut. Ich bin da ebenfalls der Meinung, dass dies viel damit zu tun hat, dass Menschen die Dinge unter Kontrolle haben möchten, d.h. Erklärungen haben wollen. Das ist einerseits verständlich, weil sowieso schon so Vieles unsicher ist. Andererseits wird es weder kranken Menschen, noch einem selber gerecht. Man wäre ständig überfordert damit, exakt das Richtige zu tun, zumal man nie genau wissen kann, was das eigentlich gerade ist. Auch wissenschaftliche Erkenntnisse ändern sich ständig, hinzu kommt die unglaubliche Komplexität der Dinge. Seine Grenzen anzuerkennen kann viel Gelassenheit bringen, ebenso wie - jetzt auch mal weg vom Thema Krankheit - das Wissen, dass wir alle Fehler machen und machen werden. Ich finde einen humaneren Umgang damit viel bedeutsamer, als zu versuchen, auch noch das letzte Restrisiko einzuschätzen und zu umgehen.
Euch allen einen schönen Sonntag! Bei uns ist heute Extreme-Couching angesagt, weil es heute wieder Schnee geben soll und wir somit den ursprünglich angedachten Besuch einer Ausstellung verschieben werden. Ist auch ganz gut so, die letzte Nacht war kurz, weil mein Buch gerade so spannend war, und mich die Macht der Gewohnheit trotz kurzer Schlafzeit zur gewohnten Zeit geweckt hat. Jetzt freue ich mich auf ein wenig Dösen auf der Couch, Staffel 14 von "Emergency Room", malen und das neue Buch.
Mache das sichtbar, was ohne dich vielleicht nie gesehen werden würde.
- Robert Bresson -
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20.01.2013, 08:23Inaktiver User
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
Das tut mir leid, Saleya. Ich kann Deine Wut sehr gut verstehen.

Nimm' solche Leute einfach nicht ernst, wenn Du kannst.
Ich denke, es ist ein Zeichen von Schwäche und Verdrängung - sie wollen sich nicht mit dem Gedanken auseinander setzen, das ihnen das auch passieren könnte - also müssen die Erkrankten irgendwie selber "schuld" sein. Mit DIR hat das eigentlich nichts zu tun.
LaRimbecca hat das gut - und diplomatisch
- auf den Punkt gebracht.
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20.01.2013, 11:36
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
Hallo zusammen,
in die Diskussion mag ich mich jetzt auch noch mal als Betroffene einklinken, auch wenn LaRimbecca es schon sehr gut auf den Punkt gebracht hat.
Ich glaube ehrlich gesagt nicht an so ein klares Ursache-Wirkungs-Schema bei Krankkeiten. Dafür ist das alles viel zu komplex. Und es dient doch im Grunde nur der Beruhigung der Nichterkrankten, denn selbst wenn die Erkrankten die Uhr noch mal zurückdrehen könnten und ihre vermeintlichen Fehler beheben, funktioniert auch das ja nicht immer. Die Psychotherapeutin meiner Freundin meinte, als diese ihr von meinem Fall erzählte, Krebs trete oft in Verbindung mit einem Verlust auf. Heißt mit anderen Worten, ich habe Krebs bekommen, weil mein Vater gestorben ist. Gut, das Zusammentreffen von Trauerfall und Krankheitsausbruch mag kein reiner Zufall sein, aber selbst wenn es reines Ursache-Wirkungs-Schema wäre, was hätte ich dann anders machen sollen? Den Tod kann ich nicht verhindern, meine Trauer auch nicht. Also nutzt mir diese Erkenntnis letztlich gar nix...
Und ich habe mir geschworen, wenn ich diese Krankheit überlebe, dann werde ich niemalsnimmernicht sagen, dass es an meinem Glauben lag oder daran, dass ich jeden Morgen eine Banane gegessen habe oder an dem vielen Ingwertee oder an der regelmäßigen Bewegung. Wenn ich das wirklich schaffe, dann ist es in meinen Augen nichts als vollkommen unverdiente Gnade, für die ich den Rest meines Lebens in Demut dankbar sein werde. Ich bin kein besserer Mensch als all die, die an Krebs gestorben sind, ich bin nicht positver, gesünder, achtsamer, gläubiger was weiß ich.
Ich bin sicher, dass jeder Mensch seine Kraftquelle hat, aus denen er sich bedient. Und diese Kraftquellen mögen auch einen kleinen Beitrag leisten, dass man mit der Krankheit besser klar kommt (von Heilung zu sprechen fände ich vermessen). Aber alles darüber hinaus ist für mich Zweckoptimismus hauptsächlich der Nichterkrankten.
Ich glaube weder, dass man eine schwere Krankheit weglieben, noch wegvisualisieren noch wegbeten oder sonstwie mental wegbekommen kann. Man kann allenfalls bestimmte Selbstheilungskräfte ein klein wenig stärken, und vielleicht ist dieses kleine bisschen dann das entscheidene Körnchen im großen Sack der Therapieansätze. Aber dass es genau dieses Körnchen war, das die Heilung gebracht hat, das wird man niemals sagen können.
@saleya: Danke, dass Du hier auch mal als Betroffene einer anderen Erkrankung geschrieben hast. Ich glaube gern, dass man gerade mit einer neurologischen Erkrankung diesen Interpretationsversuchen noch heftiger ausgesetzt ist als bei Krebs.
@Neurosia: Mir gefällt Dein Ansatz auch total gut und ich wünsche Dir von Herzen alles alles Gute!!
Viele Grüße,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
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20.01.2013, 12:17


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