Es kann auch sein, daß es der kommende Herbst / Winter ist. Auch ich fühl mich zur Zeit oft sehr müde und antriebslos.... und ich hab ja diese depressive Krankheit, heißt, ich hab dann immer gleich ein wenig Angst, daß die Depression zurückkommen könnte und ich wieder Medikamente nehmen muss.Momentan komm ich noch ganz gut klar....
Ich hab auch die Erfahrung gemacht, daß ich mir meist nicht wirklich Zeit für mich nehmen kann, einfach mal faul sein ohne schlechtes Gewissen.... denn es gibt ja immer so viel zu tun
Und weil ich mich nicht traue, einfach mal faul zu sein und mir eine richtige Auszeit zu nehmen, fühle ich mich unter Druck und weiß gar nicht, was ich zuerst machen soll. Und durch diesen Druck kommt dann sowas wie ein Mini-Burn-out. Ich fühl mich leicht depri und schaffe gar nix mehr. Also, so kenn ich das von mir.
Und hab gelernt, mir ab und zu einfach bewusst eine Auszeit zu gönnen. 2 Stunden in der Sonne, obwohl noch haufenweise Kartons auszupacken sind, zB(auch wenn ich immer noch über und sowas nicht immer schaffe)
Könnte es bei Dir auch so sein ?
Und wenn Du das wieder versuchst ? Ich hab gelesen, es reicht meist, wenn man sich nur 5 stille Minuten oder ein paar Minuten für eine Meditation täglich nimmt. mehr muss es gar nicht sein. Das sollte eigentlich immer gehen. Ich weiß, wie schwierig das oft ist. Aber wenn man sich bewusst macht, wieviel Energie man daraus ziehen kann, und wieviel Ruhe... das ist es wirklich wertTrotzdem - mir fehlt ein wenig die Ruhe, die ich lange nach dem Klosteraufenthalt verspürt habe, weil es mir da eine ganze Weile gelungen ist, täglich ein paar Minuten Rückzug zu finden und mich etwas zu "sortieren".
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03.10.2012, 21:01
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
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Segne die Gegenwart
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03.10.2012, 21:02
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
hallo herbstblatt

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04.10.2012, 22:34
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
Ja, die beginnende dunkle Jahreszeit spielt bestimmt auch rein.
Der Lichtmangel, die Kälte... Dass Du Sorge hast, dass die Depression zurück kehrt, ist verständlich, es fühlt sich ähnlich an, oder? Wie bist Du die letzten Male in der dunklen Jahreszeit damit umgegangen?
Im Privaten kann ich das eigentlich ganz gut. Mal einen Sonntag gar nicht aus dem Pyjama rauskommen, vom Bett auf die Couch in die Badewanne - kein Problem. Unser Haus und der Garten wären eigentlich eine Dauerbaustelle, es gäbe immer was zu tun, da stehe ich zum Unvollständigen, zum Nicht-Perfekten. Aber im Moment bringt mir auch das wenig Entspannung, weil gerade dann in der Ruhe das Gefühl von Niedergeschlagenheit auftaucht. Na, und was ich auch nicht abstreiten kann, ist ein schlechtes Gefühl gegenüber Freunden und Bekannten, die eben auch mal gern ein Lebenszeichen haben wollen.
So erlebe ich mich im Job. Gerade im Moment wächst die To-Do-Liste schneller als die Liste der erledigten Dinge. Und das klappt nicht so ganz mit dem Zum-Unvollständigen-Stehen, zumal der Chef trotz des Wissens um die Situation wenig Verständnis hat...
Ich versuche dies morgens und abends. Im Moment spüre ich aber wenig Resonanz. Für den Augenblick ist es okay, aber spätestens beim Eintreffen im Büro oder wenn der erste Anruf kommt, ist die Gelassenheit und die innere Distanz weg. Und dann - siehe oben.
Sorry, hatte heute einen schwierigen Tag.
Mache das sichtbar, was ohne dich vielleicht nie gesehen werden würde.
- Robert Bresson -
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04.10.2012, 22:58
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
Im letzten Jahr hatte ich zum ersten mal "chemische Hilfe" und es war der beste Winter, den ich seit Jahren hatte

Ich habe das Medikament im Februar (in der Yoga-Fastenwoche) abgesetzt, weil es mir gut ging (und Medis ja eh nur "durchrauschen, also wohl kaum wirken können). Und über den Sommer ging es mir sehr gut... jetzt wird es wieder etwas schwieriger. Ich möchte es trotzdem ohne die Medis versuchen.
Hat die denn einen "Hintergrund" ? Oder ist es einfach nur Niedergeschlagenheit ?Aber im Moment bringt mir auch das wenig Entspannung, weil gerade dann in der Ruhe das Gefühl von Niedergeschlagenheit auftaucht.
Schreib eine kurze Mail, daß Du zwar ein schlechtes Gewissen hast, und auch an sie denkst, aber moentan wenig Kraft hast und es Dir nicht so gut geht. Wirkliche Freunde werden dafür Verständnis habenNa, und was ich auch nicht abstreiten kann, ist ein schlechtes Gefühl gegenüber Freunden und Bekannten, die eben auch mal gern ein Lebenszeichen haben wollen.

Im Job ist es natürlich schwierig... ich kenn das. Wie lange geht das schon ? Ewig kann man das nicht, wenn es immer und immer viel zu viel ist. Pass gut auf Dich auf, ja ?So erlebe ich mich im Job. Gerade im Moment wächst die To-Do-Liste schneller als die Liste der erledigten Dinge. Und das klappt nicht so ganz mit dem Zum-Unvollständigen-Stehen, zumal der Chef trotz des Wissens um die Situation wenig Verständnis hat...
mhm. kenn ich auch. Manchmal ist es einfach zu viel... wieviele Stunden arbeitest Du ?Ich versuche dies morgens und abends. Im Moment spüre ich aber wenig Resonanz. Für den Augenblick ist es okay, aber spätestens beim Eintreffen im Büro oder wenn der erste Anruf kommt, ist die Gelassenheit und die innere Distanz weg. Und dann - siehe oben.
Sorry
Wofür denn ?

hatte heute einen schwierigen Tag.

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04.10.2012, 23:00
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05.10.2012, 21:21
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
Hmmm, das Doofe ist nur, dass die ja einige Zeit brauchen, bis die ans Wirken kommen. Aber vielleicht klappt es ja auch wirklich ohne. Wenn man die Hintergründe kennt, kann man ein wenig gelassener bleiben. Bis zu einer bestimmten Grenze. Die Du hoffentlich nicht überschreitest.

Ich glaube, hier mischt sich einiges zusammen. Zu viel zu tun, die Pendelei nervt. Unsere ganze Institution ist gerade aufgewühlt, alle wissen, dass sich sehr viel verändern wird, die meisten arbeiten total viel und der Druck steigt trotzdem. Bei mir auch. Die neuen Aufgaben machen Spaß, sind aber in ihrem Umfang nicht ganz abzusehen, zur Zeit befürchte ich, dass das richtig viel werden könnte. Und auf der Chefetage gibt es wenig Verständnis für die Belastung. Na, und was auch mit reinspielt, das kennen bestimmt viele aus dem Dienstleistungsbereich: Man muss immer freundlich und verständnisvoll sein, selbst wenn die Halsschlagader kurz vor´m Platzen ist.
Danke für das In-den-Arm-nehmen und den guten Tip.
Viele wissen schon Bescheid, es nimmt mir auch keiner übel. Ist eben der Anspruch an sich.
Ich gebe mir Mühe.
Danke.
Im Grunde geht es seit anderthalb Jahren über weite Strecken so. Mein Aufgabenzuschnitt lässt halt viel Interpretationsraum, da passen dann die ein oder anderen Arbeitsaufträge. Und wenn diese auch noch Spaß machen, bin ich sehr schnell zu verführen. 
Überstunden hatte ich früher schon mal deutlich mehr. Ich versuche ein wenig darauf zu achten, sie zeitnah auszugleichen. Seit einigen Wochen geht die Zahl aber wieder gut bergauf.
Ja, auch. Und dass sich bestimmte Dinge nicht ändern. Der Chef ist weiterhin doof und nervt, die Unterstützung kann man vergessen. Das Pendeln nervt. Die Dunkelheit auch.
So. Mal wieder ausgekotzt. Eigentlich gibt es ja auch sehr viel Gutes. Vielleicht sollte ich ab und zu mal mehr darauf schauen.
Was ist gerade bei Dir und bei Euch wichtig, was beschäftigt Euch? Malina, Dich hoffentlich eine schöne Zeit bei Deinem Patenkind.Geändert von LaRimbecca (05.10.2012 um 21:26 Uhr)
Mache das sichtbar, was ohne dich vielleicht nie gesehen werden würde.
- Robert Bresson -
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05.10.2012, 22:21
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
Will nur kurz, bevor der Akku abschmiert
DANKE sagen!
Und
für alle, die es brauchen!
Denke viel an Euch und werde morgen mal was zu Dir @LaRimbecca schreiben...
@Jolanda: zum Kamin hat's leider nicht mehr gereicht- ein Traum! Den Du Dir erfuellt hast
@Herbstblatt: Willkommen!
@Malina: viel Spass!!!!!! Und Thich hat diese Woche so schoene Worte für Dich.... Vielleicht schaffe ich es doch noch...----- Das Herz gleicht einem Garten. Es kann Mitgefühl oder Angst, Groll oder Liebe wachsen lassen. Was für Keimlinge willst Du darin anpflanzen? ------- (Jack Kornfield)
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06.10.2012, 08:18
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
Die Genetik zeigt, dass unsere Eltern und ihr gesamtes Sein übertragen haben. Wir können unsere Eltern, unsere Vorfahren nicht aus uns herauslösen, denn jede unserer Zellen enthält die Gesamtheit all unserer Ahnen. Wir können unseren Vater, unsere Mutter nicht von uns trennen, denn wir sind unser Vater, wir sind unsere Mutter. Wenn wir ärgerlich auf unseren Vater oder unsere Mutter sind, sind wir ärgerlich auf uns selbst. Wenn wir aergerlich auf unsere Kinder sind, sind wir ärgerlich auf uns selbst.
Unsere Vorfahren und unsere Nachkommen leben in uns.
Für Malina und Jolanda und alle, die einen lieben Menschen verloren haben.
----- Das Herz gleicht einem Garten. Es kann Mitgefühl oder Angst, Groll oder Liebe wachsen lassen. Was für Keimlinge willst Du darin anpflanzen? ------- (Jack Kornfield)
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06.10.2012, 15:35Inaktiver User
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
Danke, du sprichst mir wirklich aus dem Herzen. Manchmal ist es schön und bestätigend für mich, dies von jemand anderem zu lesen und zu hören.
Ebenfalls für Malina und Jolanda
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06.10.2012, 20:42
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
Hallo zusammen,
@steffken: Danke
. Die Zeilen sind wirklich tröstlich und tun gut.
@LaRimbecca: Pass gut auf Dich auf!! Vielleicht hast Du ja auch Angst, in alte Muster zurückzufallen, bzw. von äußeren Umständen gedrängt zu werden. Versuch durchaus, Grenzen zu setzen und auch mal ein klares Nein zu platzieren bzw. Prioritäten einzufordern.
@Herbstblatt: Herzlich willkommen.
@Jolanda: Hoffentlich kommst Du ohne Tabletten durch den Winter.
Mir geht es mal so mal so, aber unterm Strich stabil. Und vor allem freu ich mich jetzt auf den ersten kurzen Urlaub. Nur noch einmal arbeiten, freu!
Ansonsten sag ich mir immer, Schritt für Schritt. Einen Tag nach dem anderen und schöne Dinge im Auge behalten. Das klappt auch ganz gut. Und wenn die Traurigkeit hochkommt, dann darf sie auch sein.
Einen schönen Abend,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)



(auch wenn ich immer noch über und sowas nicht immer schaffe)
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