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25.02.2013, 18:34Inaktiver User
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
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25.02.2013, 20:52
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
Seltsam, das habe ich so nie empfunden. Aus dem einfachen Grunde, weil Jesus alles andere als passiv war. Er hat Heuchlereien benannt, Regeln gebrochen, Streit vom Zaun gebrochen.
Aber vielleicht betone ich diesen Aspekt auch deshalb so sehr, weil er mir in den vergangenen Jahren so wichtig geworden ist. Weil ich nämlich den Teil, den ich beeinflussen kann, massiv überschätzt habe und mir dabei gründlich Beulen vom Gegen-die-Wand-laufen geholt habe. Für mich hatte es auch etwas Erleichterndes, anzunehmen, dass ich bestimmte Dinge nicht ändern kann. Vielleicht hat mich das auch seelisch reifen lassen.

Auch, wenn ich mich gerne an dem Aufruf, nicht nur über Religion zu diskutieren, beteiligen möchte, aber das interessiert mich: Wieso nennen sich die Juden dann das "auserwählte Volk"?Mache das sichtbar, was ohne dich vielleicht nie gesehen werden würde.
- Robert Bresson -
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25.02.2013, 20:55
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
Mache das sichtbar, was ohne dich vielleicht nie gesehen werden würde.
- Robert Bresson -
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25.02.2013, 21:54
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
*seufz*... Das habe ich heute Nachmittag an der Arbeit gelesen... Schoooeeeeen!
Weiter so liebe fly- ich goenne es Dir so!
Ich auch! Die Rezensionen lasen sich schon mal gut- danke Jolanda!
Puh, der erste Arbeitstag nach langer Abstinenz ist geschafft... Und ich bin es auch. Morgen geh ich zum Chinesen: Akupunktur und Schroepfen, um wieder hochzukommen. Denn ab Donnerstag ist Maenne in Bella italia und ich muss hier alles alleine wuppen.
Die Diskussion hier über Religion der vergangenen Tage klingt noch etwas nach in mir...und es klingt trotz mancher unterschiedlicher Auffassungen positiv nach. Ich lese sehr gerne über die diversen Religionen, um eben mehr darüber zu erfahren. Aber: wie wir auch gesehen haben, ist es ein sehr sensibles Thema... Keine Ahnung, was mich so duennhaeutig werden lassen während der Diskussion- ich werd's nochmal nachspüren. Von daher eine
fuer Johannaclara!
Jetzt werde ich mal ins Bett schleichen... Ach ja @LaRimbecca: schaff es leider nicht so oft in den Fastenstrang. Ich hoffe, dass ich mehr beitrage, wenn ich wieder voll aufm Damm bin...----- Das Herz gleicht einem Garten. Es kann Mitgefühl oder Angst, Groll oder Liebe wachsen lassen. Was für Keimlinge willst Du darin anpflanzen? ------- (Jack Kornfield)
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26.02.2013, 06:51Inaktiver User
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
Auch auf die Gefahr hin, von Malina
zu kriegen: Mir erscheint die von der Amtskirche verkündete Kirchenlehre recht divergent von dem, was Jesus gelehrt hat ....
Aber das ist nur meine unmaßgebliche Meinung.
Ja, das verstehe ich - so geht es mir auch. Ich nenne das Altersweisheit.Weil ich nämlich den Teil, den ich beeinflussen kann, massiv überschätzt habe und mir dabei gründlich Beulen vom Gegen-die-Wand-laufen geholt habe. Für mich hatte es auch etwas Erleichterndes, anzunehmen, dass ich bestimmte Dinge nicht ändern kann. Vielleicht hat mich das auch seelisch reifen lassen.
Ich nehme viele Dinge auch schlichtweg nicht mehr so ernst wie früher.
Auch gerade z.B. im Job, wo man doch soooo unentbehrlich ist .... Aber die Lücke doch easy gefüllt würde, wenn man morgen tot umfiele. Deshalb finde ich den Spruch so gut ... Diese Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, hat sich bei mir in vielen Bereichen eingestellt.
Das ist schwierig zu erklären, gerade, weil es so oft mißverstanden wird ..... Es ist schon so, das Juden sich als Volk sehen, das in besonderer Kommunikation mit Gott steht, dem er aber auch besondere Bürden - nämlich die Einhaltung der 613 Mitzwot (Gebote) - auferlegt hat. Aber mehr so im Sinne des "Musterschülers", nicht in dem, das man den jüdischen Glauben haben-, dem jüdischen Volk angehören muß. Gott hat viele verschiedene Völker und Lebensweisen (Religionen) geschaffen, also ist es so für ihn ok und keine Notwendigkeit, daran was zu ändern. Jüdischsein ist nicht der einzige Weg zu Gott, und jeder moralisch gute Mensch wird erlöst.Auch, wenn ich mich gerne an dem Aufruf, nicht nur über Religion zu diskutieren, beteiligen möchte, aber das interessiert mich: Wieso nennen sich die Juden dann das "auserwählte Volk"?
Deshalb wird auch nicht missioniert, obwohl das vor 1500-2000 Jahren durchaus anders war und sich so erst durch das Leben als Minderheit in einer feindseligen Umwelt entwickelt hat, wo ein Übertritt zum Judentum mit dem Tod bestraft wurde - für den Übertretenden, den Rabbiner und ggf. die ganze Gemeinde. Man darf zum Judentum übertreten, aber es besteht kein Grund dazu - im Gegenteil, man macht sich das Leben schwerer, weil man dann 613 Gebote statt 8 einhalten muß. - Deshalb ist ein Übertritt zum Judentum ziemlich schwer, zumindest in Europa. - In den USA ist das dominierende Judentum säkular, dort sieht es anders aus. Ich bin mal auf die webpage einer amerikanischen, lesbischen Rabbinerin gestoßen, die am Schabbat zum Sport geht .... Das sind aus traditioneller Sicht gleich 3 NOGO's.
Wobei sich das mit den Mitzwot heute auch ein bißschen relativiert .... Das meiste sind nämlich Ernteregeln etc, damit hat der moderne Großstadtjude jetzt nicht soviel zu tun.
Es gibt übrigens eine Lesart im Judentum, die besagt, das der Mashiach (Messias) dann kommt, wenn alle Juden der Welt einen Tag lang wirklich alle Mitzwot einhalten. Also nie.
Geändert von Inaktiver User (26.02.2013 um 09:10 Uhr) Grund: Die Grammatik ....
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26.02.2013, 14:14
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
Nö, kein
von mir. Aber das Problem ist ja, schon die Paulusbriefe sind zumindest nach heutigem Verständnis divergent zu dem was Jesus lehrte (ob er wollte, dass das Weib in der Kirche schweige, halte ich zumindest für äußerst zweifelhaft). Paulus hat also auch schon interpretiert. Und die Kirche begründet ihre Lehre ja durchaus biblisch. Z.B. was der Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen angeht. Scheidung wird von Jesus verworfen, Ehebruch ebenso. Wenn ich mich aber nicht scheiden lassen darf, dann ist eine neue Ehe ein Zustand fortgesetzten Ehebruchs, mithin schwere Sünde, die mich vom Kommunionempfang ausschließt. So weit, so schlüssig. Eine ganz andere Frage ist, ob diese Haltung den Problemen der heutigen Menschen gerecht wird, ob Jesus das so gemeint hat, ob das barmherzig ist, ob Barmherzigkeit nicht über strikter Gesetzeseinhaltung stehen sollte. Die evangelische Kirche kommt den Menschen da sehr viel bereitwilliger entgegen, was aber nichts daran ändert, dass sie genauso mit Kirchenaustritten zu kämpfen hat, wie die katholische Kirche. Zu viel Entgegenkommen wird auch schnell als Beliebigkeit, als Konturlosigkeit empfunden, was dann auch nicht mehr als attraktiv wahrgenommen wird.
Die katholische Kirche hat neben der Bibel als zweites Standbein die Tradition, also die ununterbrochene Nachfolge von Petrus bis heute. Daher tut sie sich gemeinhin auch schwerer, Dinge zu ändern als z.B. die evangelische Kirche mit ihrem ecclesia semper reformanda. Auf der anderen Seite hat z.B. das 2. Vatikanische Konzil schon viel Aufbruch gebracht. Nur ist uns das heute schon alles zu selbstverständlich, und wir hätten gern alle zehn Jahre so ein Konzil. Aber das führt natürlich auch schnell weg von der Tradition und in die Zeitgeistabhängigkeit. Vermutlich wäre ein Mittelweg der weiseste, aber der ist nicht immer leicht zu finden.
So, das noch dazu.
@fly: Du liest Dich wirklich wie eine happy fly!! Möge Dir die happiness erhalten bleiben!! Wie oft, bzw. wie lange bummelt denn der Weltenbummler? Und besteht die Chance, dass er das Bummeln auch mal aufgeben könnte? Wobei man das besser nicht erhoffen sollte...
@steffken: Gratulation zum überstandenen Arbeitstag und ruh Dich gut aus. Das war sicher sehr anstrengend.
Ich hab ausnahmsweise mal Vernunft walten lassen und nun morgen einen Termin beim Hausarzt. Verdacht auf Harnwegsinfekt. Es wird einfach nicht besser, auch wenn die Erschöpfung sich gegeben hat. Und ich lass das nun doch mal checken und hoffe, dass ein Antibiotikum dann fix hilft. Der Blasen-Nieren-Tee tut es jedenfalls nicht. Und am WE wäre ich gerne fit, denn da kommen meine beste Freundin und mein Patenkind zu Besuch. Sie übernachten zwar bei ihrer Mutter, aber die Tage wollen wir schon zusammen verbringen und was Schönes unternehmen. Drückt mal die Daumen, dass das klappt. Mag nicht noch länger kränkeln, war diesmal schon hart genug.
Viele Grüße,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
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26.02.2013, 14:24Inaktiver User
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
@Malina
Alles Gute für die Geneseung von dem Infekt.
*Daumen gedrückt*
Was Du über die Kirchen schreibst ist wirklich spannend, Du scheinst da ja ein sehr fundiertes Wissen zu haben.
Deine Einschätzung scheint es gut zu treffen.
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26.02.2013, 14:38Inaktiver User
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
Das meinte ich damit, das sich eine Religion der Zeit anpassen und sich verändern muß, will sie bestehen. Wobei ich Deine Bedenken, das es nicht zu beliebig sein darf, damit es nicht verwässert, verstehe und teile. Es ist sicher eine Gradwanderung.
Bei Deinem Beispiel ist z.B. die Frage - warum hat Jesus die Scheidung verworfen ?
Ggf. um die Frau zu schützen, die wirtschaftlich vom Mann abhängig war ? - Das ist heute geregelt.
Auch hieß eine Ehe zu der Zeit, das man 10 oder 20 Jahre miteinander verbrachte, dann war einer sicher verwitwet .... Kindbettfieber, Unfälle, Krankheiten, Krieg ....
Ein Beispiel aus dem jüdischen Bereich ist der arbeitsfreie Schabbat, wo jegliche Arbeit, auch Sport, verboten ist. Übrigens nicht nur für den Juden, sondern auch für seine Sklaven (damals) und Arbeitstiere. Das war zu dieser Zeit eine bahnbrechende Erfindung - einfach mal einen Tag nicht arbeiten und entspannen.
Dem heutigen Büro-Rumhocker tut es an seinem freien Tag aber sicher besser, Sport zu treiben - es kann ja ggf. was Kontemplatives wie Yoga oder Tai Chi sein. Damit kommt man dem Göttlichen sicher besser nah, als wenn man auf der Coach rumgammelt. Von daher in der Form auch nicht mehr zeitgemäß, finde ich.
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26.02.2013, 14:50Inaktiver User
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
@Lorelei
Du bist Pragmatikerin durch und durch, oder?
Zumindest erinnere ich mich, das einmal von Dir über Dich gelesen zu haben.
Dieses Post klingt auf jeden Fall sehr pragmatisch.
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26.02.2013, 15:28Inaktiver User
AW: Bewusst und achtsam durch den Alltag
@ Malina - Gute Besserung! Mir half immer zusätzlich Cranberry Saft zu trinken. Den aus dem Reformhaus.
Habe mich wohl virtuell bei Steffken angesteckt
Ich hatte vor Weihnachten bereits das zweifelhafte Vergnügen einer Erkältung und seit dem Wochenende wieder dieselben Symptome aber bis jetzt noch nicht ganz so arg wie seinerzeit. Die passenden Globuli habe ich zum Glück noch da.



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