hallo,
ich hab mir jetzt alle beiträge so durchgelesen und wollte hier mal etwas dazu schreiben.
du fühlst dich also vom leben "vergessen"? ICH hab mich auch lange zeit vom leben "vergessen" gefühlt. und zwar schon als kind.
Warum? nun ja...auf jeden fall war oder ist das ergebnis eine komplexe posttraumatischen belastungsstörung. falls dich oder euch interessiert was das bedeutet, könnt ihr das ja mal googeln.
ich will auf gar keinen fall deine probleme nichtig erscheinen lassen. aber ein tipp von mir wäre soziale vergleichsprozesse zu ziehen. um einfach zu sehen was du alles trotzdem in deinem leben hast.
kennst du deine bedürfnisse? in deinem leben geht es um deine bedürfnisse. du musst mit deinem leben glücklich sein und sonst niemand.
wahrscheinlich hast du mehr in deinem leben als andere menschen. es gibt welche die haben NICHTS. und wenn jetzt stimmen auf kommen die schreien "das ist doch nicht unser/ihr problem. dann kann ich auch nicht helfen.
vielleicht nimmst du alles zu ernst? das leben ist ein spiel. und irgendwann ist es aus.
man muss im übrigen auch bestimmt dinge nehmen wie sie sind. einfach akzeptieren. nicht immer gegen alles und jeden versuchen anzukämpfen.
vielleicht hilft dir meine antwort...vielleicht auch nicht...
gruß
cc
Antworten
Ergebnis 11 bis 16 von 16
Thema: Vom Leben vergessen
-
17.04.2012, 17:54
AW: Vom Leben vergessen
-
18.04.2012, 08:59
AW: Vom Leben vergessen
Sehr schön ausgedrückt.

Ich habe mir mal eine Vorstellung im Planetarium angesehen ("Der Urknall"). Dabei wurde mir bewusst, wie klein - nein winzig - und vergänglich wir sind. Wir sind nur Sternenstaub.
Wichtig sind wir alle nicht wirklich, auch wenn viele das von sich glauben.
Liebe Grüße
animosaNur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.
-
18.04.2012, 09:10
AW: Vom Leben vergessen
Ich finde das schon ziemlich beeindruckend, dass du der Krankenpflege erste Priorität einräumst in deinem Arbeitsalltag. Du gehst nun wirklich nicht den Weg des geringsten Widerstandes.
Dein Chef müsste froh sein, so eine Mitarbeiterin haben zu dürfen und die Patienten erst!
Ich bewundere übrigens Krankenschwestern (u.-pfleger) sehr. Was man in diesem Beruf leisten muss ist schon fast übermenschlich. Es gehört wohl auch Idealismus dazu.
Natürlich löst das nun deine Probleme nicht. Tipps kann ich dazu von hier aus auch nicht geben. Ich selber verlange nach Verstärkung, wenn es mir zu viel wird. Ich spreche das ganz direkt an und es hat eigentlich bisher immer Erfolg gehabt. Vielleicht solltest du dir ein Konzept vorbereiten, wie du mit deinem Chef und ggf. dessen Vorgesetzten in die Gesprächsverhandlungen gehst.
Liebe Grüße
animosaNur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.
-
18.04.2012, 10:18Inaktiver User
AW: Vom Leben vergessen
hallo Lindenmausi!
allein der titel deines stranges hat mich die ganze zeit davon abgehalten, reinzulesen.
Vom Leben vergessen
ich sehe/lese garkeine probleme.
du lebst ein leben, wie millionen anderer menschen auch. nix vom leben vergessen.
willkommen in der realität.
lebst eine fernbeziehung und hoffst, dass dein mann sich entscheidet.
wie viele frauen warten darauf, dass ER entscheidet und sie verharren in lauerstellung....ich möchte es garnicht so genau wissen.
beruflich wirst du ausgenutzt.
hab ich selbst mitgemacht.
ich war gut und es hiess, ja dann mach doch noch das und das...andere waren ständig krank oder sonstwie verhindert das und das zu leisten und wurden befördert.
irgendwann hab ich kapiert, ich muss nicht überall "hier" schreien, um dann festzustellen, ich werde doch nur ausgenutzt.
das mit deinem sohn ist nicht ohne und laugt dich wahrscheinlich aus, aber ich kenne frauen mit gesunden kindern die nicht mal das auf die reihe kriegen. trotz hilfe von rechts und links.
freunde.
dein beruf nimmt dich so in beschlag, dass dafür kaum zeit bleibt.
DU setzt hier die prioritäten.
du hast wahrscheinlich freunde um dich rum und bemerkst sie nicht - ich denke da an deinen beruf - ausser der kollegin die dich ausnutzt.
jeder mensch hat sozialkontakte - jeder - und manchmal kennen einen die kollegen besser als jede freundin.
fazit: für mich bist du stark, denn du hälst all dies schon jahrelang aus.
vielleicht solltest du NUR deine sichtweise zu all dem mal ändern.
mal das positive aus allem sehen.
mann ist weit weg, du kannst tun und lassen was du willst....etc.
es gibt frauen, die würden da aufatmen.
ich hoffe, du verstehst was ich dir damit sagen will.
-
18.04.2012, 10:40
AW: Vom Leben vergessen
Vielleicht solltest du wirklich einmal die positiven Aspekte an deinem Leben in den Vordergrund stellen: Du hast einen Job und offenbar traut man dir dort sehr viel zu. Das liegt wahrscheinlich daran, dass du alle Aufgaben bisher (nach außen hin) ohne zu murren übernommen und gut ausgeführt hast. Ein Jobwechsel ist in meinen Augen da nicht die richtige Lösung, da du in einem neuen Job wahrscheinlich schnell wieder in eine ähnliche Situation kommen würdest. Du solltest ganz klar Grenzen ziehen und deinem Chef und der Kollegin sagen, was geht und was nicht. Das ist sicher nicht leicht, da du dich durch dein bisheriges Verhalten schon sehr in eine Schublade hast pressen lassen.
Wenn du eine Scheidung/Trennung nicht wirklich willst, dann ist das vielleicht der Grund, weshalb du auch keine "Affäre" findest, denn innerlich bist du noch zu sehr mit deinem Ehemann verbunden, um offen für andere zu sein. Ohne einen wirklichen Abschluss wird es doch schwierig werden, sich auf eine neue Beziehung einzulassen.
Ein Umzug scheint mir jedenfalls auch nicht die richtige Lösung, denn deine Probleme resultieren doch eher aus deiner Gefühlswelt. An einem anderen Ort würde sich nach kurzer Zeit wieder eine ähnliche Situation ergeben, fürchte ich. Und: die räumliche Trennung von deinem Mann scheint ja bereits jetzt nichts zu bewirken. Auch verstehe ich, dass du deinen Sohn nicht alleine lassen willst.
Vielleicht solltest du dir doch überlegen, professionelle Hilfe zu holen. Vielleicht hast du dich wegen der ganzen Sache mit dem Asperger Syndrom deines Sohnes bisher zu sehr auf dessen Probleme konzentriert und im Verhältnis dazu kommt dir dein Zustand vielleicht "nicht so schlimm" vor. Hinzu kommt deine Arbeit auf der Intensivstation! Im Vergleich zu den Schicksalen, mit denen du täglich konfrontiert wirst, kommt es dir wahrscheinlich absurd vor, sich wirklich zu beschweren. Doch viele Menschen, die in Pflegeberufen arbeiten und jahrelang funktionieren, schaffen dies nur, weil das Privatleben sehr stabil ist. Ohne diese Stabilität kommt es doch nicht selten zu dem was man heute so schön als "Burn out" bezeichnet. Das habe ich jedenfalls von einer Bekannten gehört, die selbst Krankenschwester ist.
Sicher hat jeder einmal schlechte Phasen, die man durch positives Denken oder kleine Änderungen der Gewohnheiten überwinden kann. Wenn die Situation aber wie bei dir solange andauert und sich auf Job und Privatleben auswirkt, kann eine Therapie aber unter Umständen viel mehr bewirken.
-
19.04.2012, 03:27
AW: Vom Leben vergessen
Ich finde es toll, mit welcher Offenheit man sich hier begegnet. Ganz im Gegensatz zu der Kultur, in der ich derzeit lebe. Ihr habt mir viel Stoff zum Nachdenken mit auf den Weg gegeben. Im Grunde genommen bin ich nicht so ein Weichei, wie es meine Beitraege reflektieren. Ich beiss' mich immer durch, was bleibt einem auch anderes uebrig. Nur komm' ich gerade da an, wo ich mich frage: und was ist mit mir?? Das Ich ist mir wohl in meiner Auseinandersetzung mit dem Asperger Syndrom abhanden gekommen. Ich weiss nicht, ob ich Freunde habe. Ich weiss nur, dass Prioritaeten anderen zugestanden werden, und ich keine Seele kenne, ausser meinem Sohn, die mich interessant genug findet, um mich in deren Dunstkreis aufzunehmen. Das klingt uebel, aber ich pass halt nicht dazu. Ich offenbare hier mal so mein Innerstes, denn nach aussen merkt das kein Mensch. Ich wirke meistens sehr selbstbewusst, habe eine "starke Persoenlichkeit", und weiss, was ich will. Wissen darf ich es, nur mit dem Umsetzen klappt's halt nicht so recht.
Anfangs genoss ich meinen Freiraum, aber ist ist, wie mit allem im Leben, nur eine Frage der Dosis. Um mit alldem besser klar zu kommen, fange ich eine Therapie an.
Herzlichen Dank an alle, die sich die Muehe machten, zu antworten, und mir Denkanstoesse lieferten!!!
Lindenmausi


Zitieren


