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  1. Moderation

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    AW: HÖFLICH! die unterscheidung zwischen zu- und abträglicher unaufrichtigkeit.

    Hallo Nebenschauplatz,

    bekanntermaßen ist die Entscheidung, wen was angeht, eine Ermessensfrage. Und nicht linear, das heißt, jemand kann dich mit Dingen vollschwallen, die dir unangenehm persönlich erscheinen und dahinter nur verbergen, daß er dir Dinge vorenthält, dir du wirklich wissen solltest.

    Ebenso, nur weil dich jemand verletzt und sich damit verteidigt, er sei nur ehrlich gewesen und dich noch dazu bringt, dich für dein Verletztsein zu entschuldigen heißt nicht, daß er dich nicht belügt. (Meiner Erfahrung nach: Eher das Gegenteil. Er manipuliert dich. Zur Lüge ist es da nicht mehr weit.)

    Was am ehesten etwas bringt m.E. ist zu beobachten, wie die Person mit Dritten umgeht. Mit Exen, Verwandten, Kollegen, Freunden, mit Unbeteiligten, die keine Macht über ihn haben. Und auch, welche Gründe er anführt, wenn du ihn darauf ansprichst. Wer seiner Oma nicht sagt, daß sie eine entsetzliche Köchin ist, kann das ja aus Konfliktscheue, Gewinnsucht, falsch verstandener Rücksichtnahme oder Gleichgültigkeit tun. Versetz dich in die Situation der Leute und überleg dir, wie du sein Verhalten empfinden würdest. Denn in der Situation diesr Leute wirst du sein.

    Außerdem: Die meisten Leute sind hoffnungslos darin, einfach die Klappe zu halten. Deswegen hilft es, sich zu einer Person zu machen, der Leute die Wahrheit sagen, also mitfühlend, gefestigt, gelassen, sachlich und konstruktiv. Denn dann erfährst du die meisten Sachen eben doch, und sei es hintenrum. (Für Gelassenheit und Sachlichkeit bekannt zu sein, hilft auch, Manipulationsversuchen zu entgehen.)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  2. Inaktiver User

    AW: HÖFLICH! die unterscheidung zwischen zu- und abträglicher unaufrichtigkeit.

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    Geändert von Inaktiver User (06.04.2012 um 02:20 Uhr)

  3. Moderation

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    AW: HÖFLICH! die unterscheidung zwischen zu- und abträglicher unaufrichtigkeit.

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Ich erinnere mich an eine Freundin, die in der ganzen Länge und Breite ihre bisherigen sexuellen Erlebnisse vor mir ausbreitete - und ich war von Stund an eifersüchtig auf ihr Vorleben. Ich konnte damit eindeutig nicht umgehen und es brach auseinander.
    Da hätte ich glaube ich auch Probleme, das nicht als Angeberei oder als Lästern zu empfinden, wenn wir nicht gerade nach Hippie-Regeln leben...


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da kauft sich eine Freundin ein schreckliches Kleid - FArbe gefällt mir nicht, Schnitt auch nicht.
    Ob ich es schön finde - will sie wissen und sieht so glücklich und zufrieden aus, dass ich ihr den Spaß nicht verderben möchte.
    Wenn ich mich als Modeberaterin und beste Freundin gefragt fühle, würde ich sagen, welche Probleme ich mit den Kleid sehe. Wenn ich mich als Publikum gefragt fühle, würde ich etwas Gutes zu sagen finden. Auch wenn's nicht viel ist. ("apart" pflegte meine Großmutter zu sagen.)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  4. Inaktiver User

    AW: HÖFLICH! die unterscheidung zwischen zu- und abträglicher unaufrichtigkeit.

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    Geändert von Inaktiver User (06.04.2012 um 02:19 Uhr)

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    AW: HÖFLICH! die unterscheidung zwischen zu- und abträglicher unaufrichtigkeit.

    @Wintergold
    Wenn Du das noch mal hoch holst, gibst Du ihm mehr Bedeutung, als es wert ist.
    Ich würde es lassen und unter "Jugendsünden" ablegen.
    Was vor unserer Hochzeit genau war, habe ich nicht ausführlich "gebeichtet" und mein Mann hat auch nicht gestochert. Umgekehrt auch nicht. Er wusste, genau wie ich bei ihm auch, dass da kein Vakuum war.
    Ich habe ihn und er mich geheiratet und keinen anderen. Das sagt doch eigentlich alles, oder?

  6. Inaktiver User

    AW: HÖFLICH! die unterscheidung zwischen zu- und abträglicher unaufrichtigkeit.

    Zitat Zitat von nebenschauplatz Beitrag anzeigen
    ...mich interessiert hier, wie ich eine solche geisteshaltung im ernstfall (= kennenlernen) schnellstmöglich identifizieren kann.....
    Nüja, Beziehung funktioniert numal nicht nach dem Prinzip "Liste zücken, Fragen stellen und abhaken, bei weniger als 80% Übereinstimmung Kontakt einstellen". Eine gewisse Offenheit, auch der Mut zum Risiko, gehören dazu.
    Wenn es dir beim Kennenlernen "schnellstmöglich" (!) gehen soll, dann lass es besser bleiben..... Sorry, aber Menschen mit so einer Einstellung kämen für mich für eine Beziehung so oder so nicht in Frage....

    Zitat Zitat von nebenschauplatz Beitrag anzeigen
    ...der direkte weg scheint mir nicht zielführend zu sein, da aufrichtigkeit für die betreffenden offensichtlich keine überragende wertigkeit hat.
    Nur weil ich keine "Generalbeichte" bei meinem Partner über mein jahrzehntelanges Vorleben abgelegt habe (hat er auch nie verlangt, nichtmal ansatzweise), bin ich noch lange nicht generell "unaufrichtig". Leute, die das so sehen, sind bei mir eh fehl am Platz.

    Von demher denke ich mal, brauchst du dir keine Sorgen machen: das regelt sich von alleine... Es finden sich meist die Richtigen.

    Gruß, Elli
    Geändert von Inaktiver User (05.04.2012 um 17:04 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: HÖFLICH! die unterscheidung zwischen zu- und abträglicher unaufrichtigkeit.

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    Geändert von Inaktiver User (06.04.2012 um 02:19 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: HÖFLICH! die unterscheidung zwischen zu- und abträglicher unaufrichtigkeit.

    Zitat Zitat von nebenschauplatz Beitrag anzeigen
    nach meinem ermessen wird ein konflikt durch aufrichtigkeit nicht erzeugt, sondern bloß offensichtlich, mithin bearbeitbar. mir scheint, dass es den befürwortern des schweigens im walde bloß um bequemlichkeit geht, sie ihre beziehung oberflächlich halten möchten. dem anderen ungefragt mangelnde belastbarkeit zuzuschreiben, kommt außerdem einer entmündigung gleich.
    kurz: mich gruselt's, wenn ich sowas höre.
    Das kann ich unterschreiben. Ich distanziere mich nach einer Weile von solchen Menschen. Ich will wissen woran ich bin. Und halte das auch aus...

    Ich denke vieles geschieht nur unter dem Deckmantel "ich möchte dem anderen nicht weh tun". Im Grunde steht derjenige selber nicht dazu und umschifft eine unangenehme Lage zugunsten der eigenen Ruhe, gar nicht der des anderen.

  9. gesperrt

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    AW: HÖFLICH! die unterscheidung zwischen zu- und abträglicher unaufrichtigkeit.

    ich bin für Offenheit, gemischt mit Diplomatie. Ganz besonders wenn es um Menschen geht, die mir nahe stehen.

    Direkte Fragen kriegen eine direkte Antwort. Eventuell noch mit dem Vorlauf "bist du sicher, dass du das so genau wissen willst?" Wenn jemand nicht mit dem umgehen kann, was ich alles bin und schon getan habe, so ist es wohl kaum die richtige Person für mich.

    Das heisst nicht, dass ich mit Listen rumrenne oder meine Biografie in allen Details erzähle, aber dort, wo mir ein Mensch wichtig ist, und ich mitkriege, dass es ihm wichtig ist, etwas Bestimmtes zu wissen, erzähle ich es, so gut ich kann.

    Zum Herausfinden: früher oder später kommt der erste Krach - und dann sieht man ja, wie jemand reagiert.

    grüsse, barbara

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    AW: HÖFLICH! die unterscheidung zwischen zu- und abträglicher unaufrichtigkeit.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was das schon genannte Bsp. "Seitensprung" anbelangt: Wenn ich jemanden betrüge und wüsste, er würde sich trennen, wenn ich es beichte, dann könnte ich es erst Recht nicht für mich behalten. Ich hätte dann das Gefühl, ich halte ihm eine Information vor, die für ihn lebensverändernd wäre. Das finde ich nicht fair. Der andere muss doch seine Entscheidungen selbst treffen dürfen. Ich finde das schon fast übergriffig. Aber da gehen die Meinungen auseinander.
    100 % Zustimmung!!

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