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Thema: "Gut" und "schlecht"
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04.04.2012, 10:48Inaktiver User
AW: "Gut" und "schlecht"
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04.04.2012, 11:13
AW: "Gut" und "schlecht"
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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04.04.2012, 11:31
AW: "Gut" und "schlecht"
Scheinbar setzt sich alle Welt seit Menschengedenken mit der Frage auseinander, was gut oder das Gegenteil ist. Eine allseits verbindliche Definition gibt es immer noch nicht.
Da meinen Bekannten Richard David Precht (Philosoph und Publizist) seit einiger Zeit etwas sagt, habe ich mir auch mal eines seiner Bücher besorgt: "Die Kunst, kein Egoist zu sein", Untertitel:
"Warum wir gerne gut sein wollen und was uns davon abhält".
Weit bin ich damit noch nicht, aber er erzählt sehr anschaulich von Plato, der eigens eine Akademie gegründet hat: Das Gute zu erkennen und zu leben, aber auch nie zu einer kurzen und bündigen Definition gekommen ist.
Was moralisch gut ist, soll aber überall gleich umschrieben sein. "Es sind die Werte der Ehrlichkeit und Wahrheitsliebe, der Freundschaft, der Treue und der Loyalität, der Fürsorge und Hilfsbereitschaft, des Mitgefühls und der Barmherzigkeit, der Freundlichkeit, der Höflichkeit und des Respekts, des Muts und der Zivilcourage."
Die Zweischneidigkeit einiger dieser Werte führt er auch an: "Mutig zu sein ist eine gute Eigenschaft - aber nicht in jedem Fall. Loyalität ehrt den Loyalen, aber nicht immer. Und konsequente Ehrlichkeit führt nicht ins Paradies, sondern stiftet vermutlich vielfachen Unfrieden."*
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05.04.2012, 09:35
AW: "Gut" und "schlecht"
Linedance,
es wie immer eine Kombination aus beiden. Für Untreue gibt es sicher kein Gen (soooo einfach ist die menschliche Natur nicht), aber es gibt Charaktereigenschaften (angeboren), die Untreue begünstigen. Demgegenüber steht die Sozialisierung eines jeden Menschen, die vorhandene Charaktertendenzen verstärken oder abschwächen kann.
Ich denke auch, allgemeines Suchtverhalten ist Disposition, Umfeld und Gelegenheit. Häufig findet man ja Kombinationen von Süchten. ES ist also nicht die Sexsucht an sich, sondern eine Disposition zu selbstzerstörerischem Handeln in Verbindung mit hoher Libido und einer entsprechenden Erziehung.
Außerdem ist Sexsucht recht selten, die meisten Fremdgänger werden nur eine mittlere Libido haben. Da ist es, wie gesagt, eher Einsamkeit, Langeweile, Frust, Agression, fehlende Selbstbestätigung, die zu Untreue führt. Das sieht man ja auch daran, daß Frauen bei weitem keine so expressive Libido haben, aber in etwa gleichem Maße untreu sind wie Männer.
Hans----------------------------------------------------------------
"Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.
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05.04.2012, 14:29Inaktiver User
AW: "Gut" und "schlecht"
woher weisst du das?
warum ist das thema so präsent in den medien?
warum kenne sogar ich in meinem umfeld "weiberhelden".
was unterscheidet denn diese männer von anderen männern?
da muss doch einfach ein grösserer bedarf an sexuellen kontakten sein.
die männer leiden ja meist selbst an ihrer sexsucht, also wird das doch von irgendeinem trieb gesteuert.
nochmals, sobald es für mich eine sucht ist, entspricht es nicht der normalität und der oder die jeweilige leidet darunter = krank.
dafür kann er doch nichts.
jeder von uns weiss doch, WAS hormone alles schön machen können oder auch zerstören können.
sogar mancher brustkrebs ist hormonabhängig, er entartet.
männer haben zu viel testosteron und sind evtl. deshalb dauergeil.
da läuft doch im körper was falsch ab. ich kann das nicht verurteilen.
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05.04.2012, 14:31Inaktiver User
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05.04.2012, 14:55
AW: "Gut" und "schlecht"
Nicht jeder "Weiberheld" ist sexsüchtig. Ich denke, viele haben eine eher mittlere Libido, ihr "Eroberungsdrang" (der sich in vielen sexuellen Kontakten ausdrückt) hat andere Ursachen als die Sucht nach Sex.
Ich will es doch auch nicht verurteilen. Eine sehr starke Libido ist eher ein Fluch als ein Segen.
Ich würde aber Untreue an sich und Sexsucht nicht gleichsetzen.
Hans----------------------------------------------------------------
"Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.
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05.04.2012, 14:58
AW: "Gut" und "schlecht"
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"Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.
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06.04.2012, 19:10Inaktiver User
AW: "Gut" und "schlecht"
klar sind das egoisten, das bestreite ich nicht, aber ich glaube z.b. nicht dass es bei tiger woods noch im normalen bereich war. das war ja schon fast wie ein zwang und dann auch wahllos was die frauen anbelangt hat.
die männer z.b. in meinem umfeld, da glaube ich einfach, es sind notorische fremdgänger, die nur das wort ich, ich und nochmals ich kennen.
trotzdem braucht es dazu doch aber auch die permanente lust auf sex.
und diese lust wird hormonell gesteuert. darum geht es mir, das kannst du selbst nicht steuern.
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08.04.2012, 06:50
AW: "Gut" und "schlecht"
Dazu fällt mir folgendes Gespräch zwischen mir und einem Freund, der ein Stadtbekannter Aufreisser war. Er:" Also, die Wahrheit ist - mich interessiert die Jagd. Das Gefühl, eine Frau rumgekriegt zu haben. Vielleicht wollten viele andere sie, aber ich habe es geschafft und sie bekommen. Auf den darauf folgenden Sex könnte ich eigentlich verzichten, der ist meistens gar nicht so doll, aber ohne Sex habe ich nicht richtig gewonnen."
Das hat mich seitdem immer wieder sehr fasziniert. Im Grunde ging es diesem jungen Mann vor allem um die Anerkennung seiner peer group...
Viele Grüsse
annapaulemaxThe aim of life is to live, and to live means to be aware, joyously, drunkenly, serenely, divinely aware (Henry Miller)
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