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    AW: "Gut" und "schlecht"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Klar, wenn sie eine geringe Libido haben, fällt es nicht schwer sexuell treu zu sein.

    Manche tun allerdings nur so als wären sie treu, ehrlich und nett, sind es aber nicht. Fassade ist alles!

    Nachvollziehen kann man oft einige Verhaltensweisen.
    Ich glaube nicht, daß es einen kausalen Zusammenhang zwischen Libidostärke und Treue gibt. Das wird dem Menschen als komplexes moralisches Wesen nicht gerecht. Denn dann wäre Untreue ja nur der fehlende Widerstand gegen einen Trieb. Die Ursachen für Untreue sind aber (auch bei Männern) komplizierter.

    Wiederholte sexuelle Untreue ist ein Zeichen von Ich-Bezogenheit (ich setze meine Bedürfnisse über die eventuellen Bedürfnisse anderer) und mangeldem Einfühlungsvermögen (mir bedeuten die Schmerzen, die ich damit anderen zufüge, nicht viel). Hinzu kommt ein Wunsch nach Selbstbestätigung (ich werde gewollt), nach Zuwendung (ich werde wahrgenommen), nach Macht (ich habe sie/ihn rumgekriegt). Also eine Mischung aus Charakter und Lebenssituation. Das kann bei starker Libido ebenso wirken wie bei schwacher. Fremdgänger sind nicht automatisch leidenschaftliche und ausdauernde Liebhaber, sicher meist eher durchschnittlich.

    Hans
    ----------------------------------------------------------------
    "Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.

  2. Inaktiver User

    AW: "Gut" und "schlecht"

    Zitat Zitat von HansDampf Beitrag anzeigen
    Ich glaube nicht, daß es einen kausalen Zusammenhang zwischen Libidostärke und Treue gibt. Das wird dem Menschen als komplexes moralisches Wesen nicht gerecht. Denn dann wäre Untreue ja nur der fehlende Widerstand gegen einen Trieb. Die Ursachen für Untreue sind aber (auch bei Männern) komplizierter.


    Hans

    ich glaube schon.

    es gibt nämlich a-sexuelle menschen und denen liegt es fern, ständig neue partnerschaften anzustreben, also fremd zu gehen.

    Wiederholte sexuelle Untreue ist ein Zeichen von Ich-Bezogenheit (ich setze meine Bedürfnisse über die eventuellen Bedürfnisse anderer) und mangeldem Einfühlungsvermögen (mir bedeuten die Schmerzen, die ich damit anderen zufüge, nicht viel). Hinzu kommt ein Wunsch nach Selbstbestätigung (ich werde gewollt), nach Zuwendung (ich werde wahrgenommen), nach Macht (ich habe sie/ihn rumgekriegt). Also eine Mischung aus Charakter und Lebenssituation. Das kann bei starker Libido ebenso wirken wie bei schwacher. Fremdgänger sind nicht automatisch leidenschaftliche und ausdauernde Liebhaber, sicher meist eher durchschnittlich.

    das stimmt, trotzdem glaube ich, wenn eine starke libido vorhanden ist, dass man(n) diesen trieb befriedigen will, oder gar muss.
    oder wie erklärst du dir "notorische fremdgeher" die zuhause eine treue frau sitzen haben und für die eine welt zusammen brechen würde, wenn diese frau sie verlassen würde?

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    AW: "Gut" und "schlecht"

    Zitat Zitat von billabilla Beitrag anzeigen
    @lara
    ich denke da werden sich nicht so viele outen
    Vielleicht wissen das die Fremdgeher oft selber nicht? Also die Gründe?
    Ich oute mich. Ich bin nie fremd gegangen, weil ich einfach Glück hatte, nicht weil ich ein guter Mensch bin. (das passiert ja meistens beim Ausgehen)
    Wenn ich gerade Ärger mit meinem Mann hatte und einen über den Durst trank, war da kein anderer Mann in der Nähe, der attraktiv war.
    Wenn ich Ärger mit meinem Mann hatte und da war ein attraktiver Mann, war ich gerade nüchtern.
    Wenn ich einen attraktiven Mann sah und zuviel getrunken hatte, hatte ich gerade keinen Ärger mit meinem Mann.

  4. gesperrt

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    AW: "Gut" und "schlecht"

    Zitat Zitat von bertrande Beitrag anzeigen
    Ich oute mich. Ich bin nie fremd gegangen, weil ich einfach Glück hatte, nicht weil ich ein guter Mensch bin. (das passiert ja meistens beim Ausgehen)
    Wenn ich gerade Ärger mit meinem Mann hatte und einen über den Durst trank, war da kein anderer Mann in der Nähe, der attraktiv war.
    Wenn ich Ärger mit meinem Mann hatte und da war ein attraktiver Mann, war ich gerade nüchtern.
    Wenn ich einen attraktiven Mann sah und zuviel getrunken hatte, hatte ich gerade keinen Ärger mit meinem Mann.
    Super Beitrag - musste echt gerade sehr schmunzeln
    Betrande, was wäre gewesen, wenn Du getrunken hättest, Ärger mit deinem Mann hättest und ein attraktiver Mann dagewesen wäre? ;-)

    Ich weiß nicht, ob jemand zufällig die Zeitschrift "Welt der Wunder" die Tage gelesen oder gesehen hat. Da war ein großer Bericht über die Persönlichkeit drin und wie es halt dazukommt, dass es Menschen gibt, die verschiedene Identitäten haben, was bei Psychopaten falsch ist usw... Schon bevor der Mensch den ersten Herzschlag hat, ist schon ein guter Teil seiner Persönlichkeit vorprogrammiert, einiges kommt dann noch durch Umfeld etc. dazu, aber es ist möglich Teile der Persönlichkeit auch zu ändern, also umzuprogrammieren. Und ein Persönlichkeitstest war auch dabei. War wirklich sehr interessant.

  5. Inaktiver User

    AW: "Gut" und "schlecht"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich glaube schon.

    es gibt nämlich a-sexuelle menschen und denen liegt es fern, ständig neue partnerschaften anzustreben, also fremd zu gehen.




    das stimmt, trotzdem glaube ich, wenn eine starke libido vorhanden ist, dass man(n) diesen trieb befriedigen will, oder gar muss.
    oder wie erklärst du dir "notorische fremdgeher" die zuhause eine treue frau sitzen haben und für die eine welt zusammen brechen würde, wenn diese frau sie verlassen würde?
    Ach weißt du, wenn ein Mann so eine Karnickel-Sexualität auslebt muss man nicht unbedingt auf eine starke Libido schließen oder wie Hans-Dampf beschrieb auf einen besonders leidenschaftlichen Mann.

    Sex als Sport ist das manchmal übersetzt.
    An dieser treuen Frau zuhause scheint der Mann eben einfach was zu schätzen.
    Auch ein noch so untreuer und rumstreunender Mann braucht mehr als nur Sex.
    Deine Rückschlüsse verstehe ich überhaupt nicht.

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    AW: "Gut" und "schlecht"

    Ich schliesse mich dem post von hansdampf an
    "Die Hoffnung ist das Übelste aller Übel, weil sie die Qual der Menschen verlängert"

    Friedrich Nietzsche

    "Wer nach allen Seiten hin offen ist, kann nicht ganz dicht sein"!

    "Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt"!

  7. Inaktiver User

    AW: "Gut" und "schlecht"

    .
    Geändert von Inaktiver User (06.04.2012 um 02:28 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: "Gut" und "schlecht"

    Zitat Zitat von lara1803 Beitrag anzeigen
    Ich schliesse mich dem post von hansdampf an
    Ja, besser kann mans nicht ausdrücken.

    Sex mit Gefühl wäre für fremdgehende Männer viel zu anstrengend.

  9. Inaktiver User

    AW: "Gut" und "schlecht"

    .
    Geändert von Inaktiver User (06.04.2012 um 02:28 Uhr)

  10. User Info Menu

    AW: "Gut" und "schlecht"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich glaube schon.

    es gibt nämlich a-sexuelle menschen und denen liegt es fern, ständig neue partnerschaften anzustreben, also fremd zu gehen.
    Ich denke, es gibt auch eine Menge Menschen mit starker Libido, die diese entweder in ihrer Partnerschaft ausleben oder, wenn dies nicht vollständig möglich ist, verzichten. Also nicht fremd gehen, obwohl sie sexuell nicht ausgelastet sind. Ob aus Angst, aus Liebe, aus Anständigkeit, aus Scham.



    das stimmt, trotzdem glaube ich, wenn eine starke libido vorhanden ist, dass man(n) diesen trieb befriedigen will, oder gar muss.
    oder wie erklärst du dir "notorische fremdgeher" die zuhause eine treue frau sitzen haben und für die eine welt zusammen brechen würde, wenn diese frau sie verlassen würde?
    Notorische Fremdgeher kompensieren damit meist Lebensprobleme. Kleine Männer ihr "little man syndrom", erfolglose Männer ihren Mißerfolg, ruhelose Männer ihre Ruhelosigkeit.

    Wie gesagt, am naheliegendsten bei starker Libido ist ein regelmäßiges Sexualleben in der Partnerschaft. Das soll es geben! Auch eines, welches Spaß macht. Und wenn das nicht geht, gibt es neben der Selbstbefriedigung als Trieblösung noch den partiellen Verzicht.

    Niemand muß fremdgehen. Wer es tut, der will es.

    Hans
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    "Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.

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