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  1. Inaktiver User

    AW: Warum haben manche Menschen alles?

    Zitat Zitat von _Zitronenmond_ Beitrag anzeigen
    Das macht deutlich, dass die Bewertung (besser/ schlechter; alles/nichts) in uns selbst liegt.
    Und die Maßstäbe, nach denen wir bewerten, sollte man ruhig mal einer kritischen Überprüfung unterziehen.
    Genauso sehe ich das auch.

    Ich kann von mir ehrlich sagen, das ich nicht neidisch bin. Weil ich eine innere Gelassenheit habe und gönnen kann.

    Vielleicht auch, weil ich keine guten Startbedingungen hatte und es trotzdem weit geschafft habe.
    Und beneidet werde.

    Jeder ist seines Glückes Schmied ist auch mein Wahlspruch.

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    AW: Warum haben manche Menschen alles?

    Zitat Zitat von _Zitronenmond_ Beitrag anzeigen
    Das macht deutlich, dass die Bewertung (besser/ schlechter; alles/nichts) in uns selbst liegt.
    Und die Maßstäbe, nach denen wir bewerten, sollte man ruhig mal einer kritischen Überprüfung unterziehen.

    Es gibt niemanden, der "alles" hat.
    Das sehe ich auch so. Die Frage ist auch, was in der Eingangsfrage unter "alles" verstanden wird und ob das für jeden "alles" wäre...

    Mir scheint, als definierten sich viele Menschen nur durch den Vergleich. Das fängt ja schon bei Kleinigkeiten an. Aussehen, Gehalt, Besitz ist erst das i-Tüpfelchen. Nur lässt sich Zufriedenheit eben bekanntlich nicht so einfach messen.

    Und ich denke auch, wenn man mit sich selbst einigermaßen im Reinen ist und gelassen sein kann, kann man gönnen.

  3. Inaktiver User

    AW: Warum haben manche Menschen alles?

    Zitat Zitat von TellMeWhy Beitrag anzeigen

    Und ich denke auch, wenn man mit sich selbst einigermaßen im Reinen ist und gelassen sein kann, kann man gönnen.

    definitiv!

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    AW: Warum haben manche Menschen alles?

    Zitat Zitat von Antje73 Beitrag anzeigen
    Ich finde das ziemlich ungerecht.
    Ich nicht.

    Dass mir die Sonne aus dem Arsch scheint, habe ich mir hart erarbeitet*.
    Jede/r andere könnte das auch.



    * Bis auf das "gute Aussehen", das ich nicht habe, aber ich finde auch Fitness-Clubs demselben nicht förderlich.
    Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
    Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
    Und andere Dinge, die man erraten muss.

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    AW: Warum haben manche Menschen alles?

    Also, ich unterscheide zwischen Neid und Missgunst.

    Und ich gebe zu, ab und an bin ich ein bisschen neidisch.
    Weil es immer wieder Situationen gibt, wo jemand etwas hat, was ich mir auch wünsche.
    Das finde ich auch nicht schlimm, dass das so ist.

    Das bedeutet nicht, dass ich dem anderen nicht gönne was er hat (das wäre dann für mich Missgunst), das bedeutet, dass ich es auch gerne hätte. Nicht mehr und nicht weniger bedeutet das für mich.

    Und diese Form des Neides kann sogar positiv sein.
    Denn das kann mir klar machen, in welche Richtung ich will. Das kann ein Anreiz und ein Ansporn sein, selbst aktiv zu werden, um das auch zu erreichen. Sei das Geld sparen für eine Anschaffung, eine zusätzliche Ausbildung, neue Freunde dazu gewinnen, eine Sportart zu erlernen, abzunehmen, weiß der Geier...

    Für mich ist Neid ein menschliches Gefühl wie Freude, Ärger, Traurigkeit, Wut usw.

    Und wie bei allem: Die Dosis macht das Gift!

    Die Frage, warum manche Menschen alles haben, kann ich nicht beantworten.
    Fängt schon damit an, dass ich nicht sagen kann, was das ist, dieses "alles".

    Es kommt wohl immer darauf an, mit wem man sich vergleicht.
    Es ist ein "Vergleichsproblem". Eine Frage der Verhältnisse der Dinge zueinander.

    Die Welt ist nicht gerecht, das Leben ist nicht einfach, man hat kein Recht auf Glück. Das hat nie irgendwer irgendwo behauptet oder versprochen.

    Sicherlich haben manche tolle Ausgangsbedingungen und das Leben fällt ihnen in bestimmten Punkten leichter und gewisse Wege sind geebnet.
    Das ist oft einfach Glück.
    Und dann, dann hat einer alles, alles ist super, und dann kommt eine Depression oder so und man kann sich nicht mehr daran erfreuen.

    Ab einem gewissen Punkt ist man aber auch selbst verantwortlich für den Weg, den man beschreitet, man kann sich nicht ewig auf den guten oder schlechten Ausgangs- und Rahmenbedingungen ausruhen.

    Mir hat man nichts in den A... geblasen und vieles war weder gut noch schön. Da ist man eben weder mit Geld noch mit einem tollen Elternhaus noch mit einer Wahnsinnsschönheit aussgestattet. Kann man eben nicht ändern.
    War halt so. Wäre sicherlich schöner gewesen, wenn es anders gewesen wäre, aber es war halt so. Muss man eben das beste draus machen.
    Wenn das dann halt noch mit einem Mangel an Disziplin und Ehrgeiz kombiniert wird, dann wirds halt schwierig mit dem Erreichen der Dinge, die man gerne erreichen würde.

    Natürlich hat man es dann schwerer aber es ist letztlich müßig darüber nachzudenken, warum das so ist. Es ist halt so.

    Und wenn man sich dann mit so manchen vergleicht, ja, da kommt schon auch Neid auf und ich denke dann auch "Menno, das ist doch nicht gerecht". Ändert aber nix.

    Und dann sehe ich andere bzw. Berichte über andere und dann denke ich:
    Was hab ich doch für ein Glück.
    Es könnte alles viel besser sein aber eben auch viel schlechter.

    Was ein Glück, dass ich zufällig in die westliche Welt geboren wurde.
    Nach Deutschland rein.
    Und nicht sonstwohin.
    Denn hier sind selbst ziemlich widrige Umstände und Ausgangssituationen noch ziemlich moderat. Global gesehen.

    Das System ist nicht völlig durchlässig aber wer den A... zusammenkneift und was tut, der hat eine Chance. Der hat keine Garantie, aber eine Chance.
    Und woanders kannst du eigentlich sofort wieder einpacken, sobald du ausgepackt hast. Da geht einfach nix und da hast du keine Chance.

    Das ist nicht gerecht. Natürlich nicht.

    Und man kann sich auch nicht darauf ausruhen, dass das schon immer so war.
    Viele Ungerechtigkeiten sind menschengemacht und müssen nicht sein und sind veränderbar. Keine Frage.

    Und der Rest, der ist eben das Leben.
    Das macht eben was es will und lässt sich nicht kontrollieren.
    Das verteilt eben schöne Nasen, volles Haar und Krankheiten usw. wie ihm der Sinn steht.

    LG
    Hexl
    Geändert von Hexl (20.03.2012 um 11:20 Uhr)
    The difference between try and triumph is just a little "umph"

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    AW: Warum haben manche Menschen alles?

    Zitat Zitat von Fender Beitrag anzeigen
    Ich nicht.

    Dass mir die Sonne aus dem Arsch scheint, habe ich mir hart erarbeitet*.
    Jede/r andere könnte das auch.



    * Bis auf das "gute Aussehen", das ich nicht habe, aber ich finde auch Fitness-Clubs demselben nicht förderlich.
    Nein, nicht jeder andere könnte das auch. Es gibt so ungünstige Ausgangsbedingungen, die es einfach verhindern, einen bestimmten Standard zu erreichen. Das umfasst viel mehr, als den formellen Zugang zur Bildung, wenn es beispielsweise um den zukünftigen Berufserfolg geht.

    Aber gerade diese informellen Vorbedingungen, wie es etwa ein sozial schwaches Elternhaus mit allem was dazu gehört, mit sich bringt, sind schwer zu ändern.

    Dennoch sollte dir niemand deinen Erfolg missgönnen, das ist auch klar. Du solltest dir aber auch dessen bewusst sein, dass du ihn eben nicht allein dir zu verdanken hast.

    Ich finde im Übrigen, dass das Glück - welches ja ein Gefühl ist - nicht davon abhängen muss, was man hat oder was man erreicht hat. Verglichen mit anderen habe ich wohl wenig erreicht - bin aber auch einfach nicht ehrgeizig genug, und Geld taugt für mich als Motivation wenig -, lebe in sehr unsicheren beruflichen und derzeit auch wohnlichen Verhätnissen, bin Single, verdiene wenig und kann dennoch sagen, so glücklich zu sein wie niemals zuvor. Ich glaube nicht, dass ein Mehr an Materiellem auch ein "Mehr" an Zufriedenheit bringen würde.

    Ich glaube tatsächlich, Vergleiche sind die Wurzel allen Übels, aber wie bei allem kommt es auch hier auf das Maß an. Manchmal können Vergleiche ja auch durchaus als Antrieb dienen.

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    AW: Warum haben manche Menschen alles?

    Zitat Zitat von farrah79 Beitrag anzeigen
    Nein, nicht jeder andere könnte das auch. Es gibt so ungünstige Ausgangsbedingungen, die es einfach verhindern, einen bestimmten Standard zu erreichen.
    Jetzt kommt's ja darauf an, was man als "bestimmten Standard" definiert. Ich bin ja nun auch nicht Millionär... Aber im Vergleich zu meinem Elternhaus aus dem Arbeitermilieu habe ich einen anderen Standard erreicht.

    Und daran kann man sich ja messen, und das schafft man auch aus "ungünstigen Anfangsbedingungen" heraus.
    Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
    Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
    Und andere Dinge, die man erraten muss.

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    AW: Warum haben manche Menschen alles?

    Ich glaube nicht, dass ein Mehr an Materiellem auch ein "Mehr" an Zufriedenheit bringen würde.
    Nein, das denke ich auch nicht.

    Für den Moment oder eine gewisse Zeitspanne mag es ein "Mehr" an Zufriedenheit bringen, aber dann nivelliert es sich wieder.

    Materiell oder karrieremäßig hab ich es auch nicht weit gebracht.
    Optisch fühle ich mich wohler als vor 20 Jahren, da hab ich was erreicht. So für mich. War aber auch nicht schwer. Harharhar

    Dafür habe ich ein tolles soziales Umfeld, meine Freund sind meine Familie.

    Und ich bin auch glücklich.
    Ich liebe das Leben.
    Auch, wenn ich das nicht in jedem einzelnen Moment so empfinde, auch, wenn ich auch schon verzweifelt bin an allem und nicht wusste, wie es weitergehen soll.

    Glück, das sind für mich Momente. Glücksmomente. Glück kann ich nicht über einen längeren Zeitraum empfinden. Es ist der Augenblick.
    Ein perfekter Moment zum Beispiel.

    Dann liege ich auf dem Sofa und schau mich so um und denke, dass es einfach grandios ist, Farben sehen zu können.
    Klingt bescheuert, ist aber so.
    Wer nimmt das schon mal bewusst wahr?

    LG
    Hexl
    The difference between try and triumph is just a little "umph"

  9. Moderation

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    AW: Warum haben manche Menschen alles?

    Zitat Zitat von Feenzauber100 Beitrag anzeigen
    Ich persönlich habe ein Problem damit, dass man meint, die Welt verbessern zu können.
    Alles was wir, als Individuen, als Zivilisation, als Menschheit haben, haben wir, weil Leute glaubten, daß die Welt verbesserbar ist und es getan haben.


    Zitat Zitat von Feenzauber100 Beitrag anzeigen
    Dazu kommt in unserer Gesellschaft auch Neid.
    Ich habe den Eindruck, daß es bei uns derzeit Mode ist, Empfindungen von Ungerechtigkeit, die so elementar sind, daß Ratten sie haben, als "Neid" abzutun, und ebenso der Zorn und die Trauer, wenn soziale Kontakte aufgrund von inkompatiblem Lebensstandard abbrechen.

    Leute nennen ihre Empfingen in diesen Fällen vielleicht "Neid", frei nach Wilhelm Busch, "Gesetzt den Fall, ich tadle mich" oder weil sie gelernt haben, Zorn oder Trauer als "Neid" zu betiteln (ist ja auch cooler, und schmeichelt dem Beneideten, ohne ihm Angst zu machen).

    Ich würde das nicht überbewerten.

  10. User Info Menu

    AW: Warum haben manche Menschen alles?

    Ich denke auch, dass man anderen das, was sie scheinbar mehr haben, leichter gönnen kann, wenn man mal schaut, was man selbst alles hat. Und wenn man es unter nicht so günstigen Bedingungen erworben hat, ist es natürlich nochmal wertvoller.

    Es würde Antje nichts nützen, wenn ihr Bruder weniger gut aussehend, erfolgreich und ehrgeizig wäre, denn das gäbe ihr persönlich auch nicht mehr. Außerdem wird er dafür auch einen gewissen Preis bezahlen müssen, den Antje so vielleicht gar nicht sieht. Gerade ehrgeizige Menschen stehen oft unter einem enormen selbstgemachten Druck, der die Lebensqualität ganz schön beeinträchtigen kann. Es gibt sogar Menschen, die deswegen so ehrgeizig sind, weil ja niemand glauben soll, ihr Erfolg würde ihnen nur in den Hintern geblasen.

    Wichtig für Antje wäre es, das zu schätzen zu wissen, was sie selbst alles hat - unabhängig davon, was ihr Bruder hat. Und wenn sie nicht genug von dem hat, was sie haben möchte, dann kann sie versuchen, mehr zu bekommen. Dazu muss sie aber ihrem Bruder nichts wegnehmen.

    An Lebensglück ist für alle genügend da. Es kommt darauf an, was man aus dem Vorhandenen macht! Wer sich stattdessen lieber selbst für sein Unglück bemitleiden will, macht mit Sicherheit nicht das Beste daraus.

    Die Welt ist mit Sicherheit nicht gerecht, was die Verteilung von Vorteilen und Nachteilen angeht. Man kann versuchen, sich für eine gerechtere Verteilung einzusetzen. Aber dafür, aus dem eigenen Leben das größtmögliche Lebensglück rauszuziehen, das kann einem niemand abnehmen.
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

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