Vielleicht weil wir einfach Menschen sind und nur selten so gut, wie wir gerne wären. Ich wünschte sehr, ich könnte restlos jedem sein Glück gönnen ohne wenn und aber. Aber wenn ich ganz ehrlich zu mir selbst bin, dann kann ich mich auch nicht vollkommen von solchen Erklärungsbestrebungen machen. Oder ich krittel eben doch am vermeintlichen Glück rum, suche das Haar in der Suppe, um mir bewusst zu machen, dass ich ganz sicher nicht tauschen möchte. Und wenn ich nur finde, dass der Glückspilz halt doch ein wenig oberflächlich ist... Irgendwas lässt sich schon finden, was nicht perfekt ist.
Ich bin da lieber ehrlich zu mir selbst, als mir einen Heiligenschein zu verpassen, der mir doch eine Nummer zu groß ist. Ich kann mir ja immer noch vornehmen, ein besserer Mensch zu werden. Ist ja hoffentlich noch ein bisschen Zeit.
Gruß,
Malina
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19.03.2012, 18:06
AW: Warum haben manche Menschen alles?
Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
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19.03.2012, 19:00
AW: Warum haben manche Menschen alles?
oh ja - bei mir gibts da echt noch viel Verbesserungswürdiges
Das Haar in der Suppe muss man doch gar nicht suchen, malina. Das gibt es doch bei jedem. Wer ist schon permanent glücklichIch wünschte sehr, ich könnte restlos jedem sein Glück gönnen ohne wenn und aber.
Aber wenn ich ganz ehrlich zu mir selbst bin, dann kann ich mich auch nicht vollkommen von solchen Erklärungsbestrebungen machen. Oder ich krittel eben doch am vermeintlichen Glück rum, suche das Haar in der Suppe, um mir bewusst zu machen, dass ich ganz sicher nicht tauschen möchte.
Ehrlich gesagt, ich hab viele Fehler und dunkle Seiten - aber ich hab mir im Grunde noch nie überlegt, ob ich mit jemand anderem tauschen wollen würde, weil der vielleicht irgendwas hat, was ich nicht hab. *achselzuck*
Ich würd es mal so einschätzen, dass den allermeisten Menschen jedweder Heiligenschein zu groß wärIch bin da lieber ehrlich zu mir selbst, als mir einen Heiligenschein zu verpassen, der mir doch eine Nummer zu groß ist. Ich kann mir ja immer noch vornehmen, ein besserer Mensch zu werden. Ist ja hoffentlich noch ein bisschen Zeit.
Es verteilt sich nur unterschiedlich. Der eine ist bei einem Thema besser, ein anderer bei einem anderen. Ich kann mit Neid nicht viel anfangen - weil man meist viel zu wenig über den anderen weiß.... ,man kann nie beurteilen, ob ein anderer wirklich glücklich ist oder es besser hat, als man selber.
Und mir gehts prima - ich hab immer zu essen, feste Arbeit, ein Auto, ein Fahrrad, einen lieben Schatz, ein warmes, hübsches Zuhause und ein warmes, weiches Bett. Was will man mehr ? Muss es ein riesiges, nagelneues Auto sein, ein Mega-Job, die Model-Figur, die 17-Zimmer-Villa ?

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19.03.2012, 21:14
AW: Warum haben manche Menschen alles?
Ich behaupte von mir, dass ich auch keinen Hang zum Neid habe. Aber manchmal frage ich mich schon, ob mit einem Mangel an Neid nicht auch ein latenter Hang zur Abwertung einher geht. Man ist nicht neidisch, weil man anderen Leuten eh unterstellt, dass auch bei ihnen nicht alles Gold ist was glänzt. Ob das so viel besser ist als Neid??
Und wer kennt nicht die klammheimliche Freude, wenn man erfährt, dass bei X auch nicht alles Gold ist was glänzt? Da kann man dann leicht behaupten, nicht neidisch zu sein...
Ich würde gerne gönnen können, ohne diesen leisen inneren Vorbehalt, dass das Glück sicher auch seine von außen unsichtbaren Trübungen hat. Manchmal gelingt mir das, aber beileibe nicht immer.
Gruß,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
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19.03.2012, 21:32
AW: Warum haben manche Menschen alles?
Nein - ich seh es eher so, daß jeder irgendwie sein Päckchen zu tragen hat - in welcher Form auch immer. Das hat doch nix mit Abwertung zu tun... ?
hm... bei Leuten, die Du vielleicht nicht magst ? Oder auch bei Menschen, die Du gern hast ?Und wer kennt nicht die klammheimliche Freude, wenn man erfährt, dass bei X auch nicht alles Gold ist was glänzt? Da kann man dann leicht behaupten, nicht neidisch zu sein...
Ich weiß nicht - ich trau Dir das irgendwie gar nicht zu ... bist Du sicher, daß Du da nicht irgendwie zu streng mit Dir bist ?Ich würde gerne gönnen können, ohne diesen leisen inneren Vorbehalt, dass das Glück sicher auch seine von außen unsichtbaren Trübungen hat. Manchmal gelingt mir das, aber beileibe nicht immer.

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19.03.2012, 23:45
AW: Warum haben manche Menschen alles?
huch...
Wieso letztes Jahrhundert? Dazu gab es ganz aktuell Bilder aus Lybien...
Eine tolle Idee, aber leider ein bisschen unausgereift. Wer kontrolliert denn, was mit der Erstaustattung für die Kinder passiert? Und Kriege und Umwelteinflüsse würden davon auch nicht beseitigt. Wenn es nicht genügend Schulen und Lehrkräfte gibt und die Eltern Analphabeten sind, nützt eine Erstausstattung wenig. Auch wenn Mädchen nicht zur Schule gehen dürfen, weil es sich nicht schickt, alleine den Schulweg zu beschreiten oder die Gefahr eines Verbrechens zu groß ist, nützt das nichts. Oder wenn die Kinder auf den Plantagen helfen sollen usw. Desweiteren hängt zwar viel von Geld und Bildung ab, aber nicht alles.
Den Herrn und Damen Politikern würde es in der Tat Denkanstöße geben, und zwar, wie sie die Dinge schön reden, wie sie ihre Macht behalten, wie sie die Menschen weiter anlügen können. Ich will nicht jedem Politiker was schlechtes unterstellen, aber der Einfluss eines Politikers hält sich in Grenzen.
Erzähl doch mal einem Herrn Putin deine Vorstellungen einer gerechteren Welt... der wischt sich damit den A**** ab.
Was ist mit der Mafia, dem Öl, den Geheimdiensten, den kriminellen Kartellen?! Die regieren doch auch.
Es wären unzählige Ecken wo man ansetzen könnte, müsste, wo schon Jahrzehnte lang versucht wird, dagegen anzugehen.
Und dann gäbe es immernoch Ungerechtigkeiten.

Für aktiven und regelmäßigen Sport braucht man übrigens keine Mitgliedschaft im Fitnessstudio. Siehe hier
Geändert von TellMeWhy (20.03.2012 um 00:04 Uhr)
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19.03.2012, 23:52
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20.03.2012, 07:32
AW: Warum haben manche Menschen alles?
Ich habe jetzt den Thread zu 2/3 durchgelesen....
Es sind viele interessante Sichtweisen dabei!
Ich persönlich habe ein Problem damit, dass man meint, die Welt verbessern zu können. Ich selbst hatte das Glück und konnte sehr viel reisen. Hab auf diesen Reisen viel gesehen, mit Einheimischen gesprochen.
Ich persönlich empfand die "armen Afrikaner" teilweise reicher als uns. Nicht vom materiellen Standpunkt her gesehen. Aber sie hatten viel, was uns fehlt: Genügsamkeit, Zufriedenheit, Freiheit... Zivilisationskrankheiten sind ihnen fremd, auch Stress und Hektik.
Denke, wir wären schon weit, wenn wir in Deutschland eine Art soziale Gerechtigkeit hätten und wir sind doch davon entfernt. Was mich beunruhigt, dass in einer Gesellschaft wie unserer die Schwächeren immer weniger Chancen haben, dass "Hilfsarbeiter-Jobs" (schreckliches Wort) immer weniger werden, bzw. oft abgeschafft wurden.
Ich persönlich denke, es kommt sehr viel auf die eigene, innere Zufriedenheit an. Muss ich unbedingt einen Dr Titel haben um richtig zufrieden sein zu können, glücklich? Oder Top-Aussehen?
Dazu kommt in unserer Gesellschaft auch Neid.
Eine Freundin von mir hat die Freundschaft zu mir aus Neid beendet. Ob sie einen Grund hatte? Nein! Sie hat nur das gesehen, was sie sehen wollte, obwohl sie mich gut kannte. Sie hat das Studium, die Wohnung, reisen gesehen. Was sie nicht gesehen hat war der Weg zum abgeschlossenen Studium (ich habe Prüfungsangst ohne Ende), wie oft meine Eltern im Krankenhaus/Reha waren (auch die Belastungen die das mit sich zieht), dass meine Jugend (familär bedingt) nicht immer glücklich war, ich mir die Reisen selbst erarbeitet/finanziert habe (auch auf einiges andere dafür verzichtet habe).....
Liebe Grüße
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20.03.2012, 08:56
AW: Warum haben manche Menschen alles?
In diesem Zusammenhang stelle ich die Gegenfrage: warum wollen manche Menschen alles haben?
Mir fällt verstärkt auf, dass viele Menschen in Deutschland viel Wert auf Materielles legen und sich über Titel und Besitz definieren. Und auch wenn die "ärmeren" Bewohner dieses Landes sehr viel mehr besitzen als in vielen ärmeren Ländern, sind doch sehr viele Leute sehr unzufrieden. Vielleicht sollte "man" einfach aufhören, sich nach oben zu vergleichen und die Welt als ungerecht empfinden. Vielleicht sollte "man" auch einfach mal den Blick auf das wirklich Wesentliche richten... Nicht der materielle Besitz macht doch wirklich glücklich!
Interessanterweise sind Menschen in vielen ärmeren Ländern glücklicher als wir hier... guckst du
PS. Leider ist dieses Thema schwierig nur schriftlich zu erörtern, ich hoffe, dass man trotzdem versteht, was ich ausdrücken wollte
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20.03.2012, 09:05
AW: Warum haben manche Menschen alles?
Das macht deutlich, dass die Bewertung (besser/ schlechter; alles/nichts) in uns selbst liegt.
Und die Maßstäbe, nach denen wir bewerten, sollte man ruhig mal einer kritischen Überprüfung unterziehen.
Es gibt niemanden, der "alles" hat.
Wo Licht ist, ist auch Schatten.
Wo Schatten ist, ist Licht.
Auch wenn wir jeweils nur das erste erkennen können.Das Leben ist wie ein Duschvorhang. Kann schimmeln, muss aber nicht.
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20.03.2012, 09:23Inaktiver User
AW: Warum haben manche Menschen alles?
Diese Gedanken müssen nicht so bösartig und mißgünstig sein.
Sie können auch eine Beobachtung und Lebenserfahrung darstellen.
Und ja: Wenn man genauer hinguckt, gibt es KEINEN, der das Glück gepachtet hat. Irgend etwas ist immer, früher oder später.
Umso mieser ist es, wenn man anderen ihr Glück neidet.
Bei diesem Bruder sehe ich jetzt z.B. nicht, warum man oihn beneiden muß: Er hat hart gearbeitet, um da zu stehen, wo er steht; er treibt Sport und ernährt sich vernünftig, was zu seinem guten Aussehen beiträgt.
Das kann jeder Neider ja nun auch umsetzen.
Merkwürdig finde ich auch die Denke, ein Professor muß automatisch glücklicher sein, als ein Maurer. Warum, bitte ?
Vielleicht baut der Maurer für sein Leben gern Häuser ?
Und der Professor ist in seinem Job unglücklich.



. Ich wünschte sehr, ich könnte restlos jedem sein Glück gönnen ohne wenn und aber. Aber wenn ich ganz ehrlich zu mir selbst bin, dann kann ich mich auch nicht vollkommen von solchen Erklärungsbestrebungen machen. Oder ich krittel eben doch am vermeintlichen Glück rum, suche das Haar in der Suppe, um mir bewusst zu machen, dass ich ganz sicher nicht tauschen möchte. Und wenn ich nur finde, dass der Glückspilz halt doch ein wenig oberflächlich ist... Irgendwas lässt sich schon finden, was nicht perfekt ist.
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