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    "Zum Scheitern verurteilt" - wie macht man damit seinen Frieden?

    Ich habe im Beziehungs-Forum schon geschrieben, dass ich derzeit über die Trennung von meinem depressiven Partner nachdenke.
    Nun, ich denke, das war es in Sachen Beziehung für mich. Was ich erkannt habe, ist ein erschreckendes Muster meiner Partnersuche, und ich sehe keinen realistischeren Weg als den, in Zukunft auf eine Partnerschaft zu verzichten.

    Es klappt nicht, weil ich blockiert/ traumatisiert bin und mir zielsicher immer Partner wähle, die mich nicht "triggern". Unpassende Partner in Bezug auf Optik, Ausstrahlung, Wesen und dem, was sie zu geben haben (wenig bis nichts).

    Ich leide aufgrund mehrfacher schwerer Traumatisierungen in Kindheit und Jugend unter einer massiven Verlustangst, die sich im Alltag aber nicht zeigt. Ich genieße mein Leben, meine Arbeit, meine Freundschaften sehr und intensiv.
    Bei der Partnerwahl jedoch greift das Prinzip der eigenen Wertlosigkeit (und nur da) - also suche ich immer und immer wieder Männer aus, die sich selbst für wertlos halten/ aufgrund einer Erkrankung so geben.
    Bis ich dann den Salat habe.... ich werde gespiegelt mit "du bist nichts wert".

    Ich versuche das nun zu akzeptieren, also u.U. nie zu einer erfüllenden Partnerschaft zu gelangen.
    Ich suche einen Weg, es einfach irgendwann ohne Trauer anzunehmen...

  2. gesperrt

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    AW: "Zum Scheitern verurteilt" - wie macht man damit seinen Frieden?

    Versuche es doch mit einer Verhaltenstherapie. (oder auch Selbsthilfegruppe)

    Ich finde es immer sehr überdramatisierend, wenn man schreibt, dass es "das war".
    Ich glaube, man sollte sich selbst lieben lernen und mit sich auch alleine glücklich sein können, bevor man eine Beziehung eingeht, denn nur so kommt man nicht so leicht in diesen Abhängigkeitsmodus.

    Wieso denkst du denn von dir selber so schlecht?

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    AW: "Zum Scheitern verurteilt" - wie macht man damit seinen Frieden?

    Smilla, ich beginne in Kürze eine Traumatherapie. Die anderen Formen habe ich ausprobiert, aber sie greifen nicht so, wie es sein muß.

    Es ist einfach meine Erfahrung, die mich zu dieser Denke verleitet. Ein "normaler" Mann merkt schnell, dass mit mir irgendwas faul ist (und ich kann es über das Bewusstsein nicht durchbrechen, da Traumata nun mal abgespalten sind und einem immer wieder ganz hervorragend einen Strich durch die Rechnung machen)

    Einen kranken Mann will ich nicht mehr, ein normaler will mich nicht. Das ist einfach nur die Realität.

    ... nein, ich bin nicht theatralisch ;-)

  4. gesperrt

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    AW: "Zum Scheitern verurteilt" - wie macht man damit seinen Frieden?

    Woher willst du wissen, daß dich ein normaler Mann nicht will?
    Nur weil es öfter mal nicht geklappt hat?

    Das passiert allen von uns. Thats life!
    Dann war es halt nicht der Richtige. So banal das klingt, so einfach ist es auch.

    Wie alt bist du denn, wenn ich fragen darf?

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    AW: "Zum Scheitern verurteilt" - wie macht man damit seinen Frieden?

    Ich bin 32.
    Der Witz ist ja, dass es mir gut geht, wenn ich Single bin. Dann spüre ich die "Wertlosigkeit" nicht. Nur IN Beziehungen.

  6. gesperrt

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    AW: "Zum Scheitern verurteilt" - wie macht man damit seinen Frieden?

    Also, 32, ne, da hast du recht, der Zug ist in DEM hohen Alter abgefahren

    Ich glaube einfach wirklich, daß dir DER Mann, der wirklich zu dir passt, der dich so liebt wie du bist, eben noch nicht begegnet ist.
    Warum denkst du denn dann, daß du wertlos seiest?

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    AW: "Zum Scheitern verurteilt" - wie macht man damit seinen Frieden?

    >Der Witz ist ja, dass es mir gut geht, wenn ich Single bin.

    da gratulier ich, dass du das bereits mit 32 erkennst. ich musste das nach 2 langzeitbeziehungen muehsamst erkennen im zarten alter von inzwischen 51.

    geniesse dein leben!

    wenn man die statistik so anschaut ersparst du dir als single einiges . . alleinerziehend . . geschieden . . scheidungskrieg . . betrogenwerden etc. pp

    alles liebe
    luciernago
    (inzwischen begeisterter single)
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

  8. Inaktiver User

    AW: "Zum Scheitern verurteilt" - wie macht man damit seinen Frieden?

    Zitat Zitat von ofenkatze Beitrag anzeigen
    Ein "normaler" Mann merkt schnell, dass mit mir irgendwas faul ist (und ich kann es über das Bewusstsein nicht durchbrechen, da Traumata nun mal abgespalten sind und einem immer wieder ganz hervorragend einen Strich durch die Rechnung machen)

    Einen kranken Mann will ich nicht mehr, ein normaler will mich nicht. Das ist einfach nur die Realität.
    Naja, wenn du ganz mit diesem Gedankengang im Reinen wärest (so wie luciernago), dann hättest du hier nicht geschrieben, oder?
    Du wünscht es dir schon anders, oder?
    Und das ist auch gut so, denn du hast das Bedürfnis nach Zärtlichkeit und Nähe etc.

    Nehmen wir deine Erkenntnis ernst! Ja, es ist prima, dass du den Mechanismus erkannt hast und bereit bist, daraus Konsequenzen zu ziehen, um dich zu schützen!
    Was spricht dagegen, sich eine Zeit lang daran zu halten? So lange bis du gute Gründe hast, daran zu glauben, dass sich etwas zum Besseren verändert hat.
    Gib dir ruhig ein bisschen Zeit und mach erst einmal die Therapie.
    Ich drücke dir beide Daumen, dass du dort die Hilfe bekommst, die du brauchst!

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    AW: "Zum Scheitern verurteilt" - wie macht man damit seinen Frieden?

    @Fenimi

    eine wunderbar einfühlsame Antwort!!
    Geduld ist das Vertrauen, dass alles kommt, wenn die Zeit dafür reif ist.

    Gut sein ist edel. Andere lehren, gut zu sein, ist noch edler.
    Und leichter.
    (Mark Twain)

    In der Liebe und beim Singen kann man nichts erzwingen.

    Das Gedächtnis ist ein sonderbares Sieb. Es behält alles Gute von uns und alles Üble von den anderen.

  10. User Info Menu

    AW: "Zum Scheitern verurteilt" - wie macht man damit seinen Frieden?

    Hallo Ofenkatze,

    erstmal: meinen Glückwunsch, daß Du Dein Muster erkannt hast!
    Und Du bist da mit 32 sogar verdammt früh dran.

    Andere brauchen für diese Erkenntnis ein Leben lang, und Du hast noch sooo viel Zeit...
    Drum würd ich das auch einfach erstmal sacken lassen.

    Sei Single, genieße das, was Dir Spaß macht, freu Dich über das Gefühl,
    eben NICHT wertlos zu sein, und geh mit Volldampf in Deine Traumatherapie,
    denn das ist erstmal das wichtigste: daß es DIR gutgeht und Du gut für DICH sorgst.

    In der Regel werden dann die "falschen" Männer mit der Zeit eh total uninteressant,
    weil Du nicht zulassen wirst, daß irgendein Kerl Deinen Seelenfrieden stört.
    Und somit ist für die "Richtigen" die Bahn frei.

    Aber bitte erstmal: eins nach dem anderen.
    Es gibt keinen Grund, jetzt eine Entscheidung für immer zu treffen.

    Ich wünsch Dir alles Liebe und viel Erfolg in Deiner Therapie!

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