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  1. Inaktiver User

    AW: "Zum Scheitern verurteilt" - wie macht man damit seinen Frieden?

    Zitat Zitat von ofenkatze Beitrag anzeigen

    Es klappt nicht, weil ich blockiert/ traumatisiert bin und mir zielsicher immer Partner wähle, die mich nicht "triggern". Unpassende Partner in Bezug auf Optik, Ausstrahlung, Wesen und dem, was sie zu geben haben (wenig bis nichts).

    Ich leide aufgrund mehrfacher schwerer Traumatisierungen in Kindheit und Jugend unter einer massiven Verlustangst, die sich im Alltag aber nicht zeigt.
    Bei der Partnerwahl jedoch greift das Prinzip der eigenen Wertlosigkeit (und nur da) - also suche ich immer und immer wieder Männer aus, die sich selbst für wertlos halten/ aufgrund einer Erkrankung so geben.

    Ich suche einen Weg, es einfach irgendwann ohne Trauer anzunehmen...
    Vielleicht wirst Du das jetzt weder hören noch wirklich annehmen können, aber Du bist eine sehr starke Frau, schon allein weil Du die Traumen Deiner Kindheit überlebt hast. Wie viele haben das nicht?

    Du hast Freunde und hoffentlich wirklich gute, denen Du authentisch erzählen kannst, was mit Dir los ist und war. Du hast einen Job und hast Dein Leben am Laufen und siehst einiges was schön ist, außerhalb der nahen Beziehung.

    Wenn Du das auflösen willst, wirst Du mitten durch müssen durch die Traumen und bearbeiten, was damit zusammenhängt. Es gibt mittlerweile Techniken, die das abschwächen und da hilfreich sind. Traumatherapeuten kennen sie. Das heißt nicht, dass sowas einfach ist und man allein da durch kann. Das musste man ggf. schon als Kind, wenn kein Erwachsener einen aufgefangen hat, das Leid erkannt hat und geholfen hat.

    Und doch, auch Du kannst in einer Partnerschaft glücklich werden, wenn Du das dann überhaupt willst und sich die Gelegenheit ergibt, aber zumindest in Deinem Leben, aber da wird einiges bearbeitet werden müssen.

    Kinder, starke Kinder, wie Du es, warst, auch wenn Dir ggf. andere aus schlechtem Gewissen heraus was anderes erzählt haben, entwicklen ganz allein Strategien um zu Überleben und damit klar zu kommen, um nicht hilflos aus der Familie ausgegrenzt zu werden und gar keinen Halt mehr zu haben. Diese behalten sie meist noch als Erwachsene, wie alle anderen übrigens auch oft.

  2. Inaktiver User

    AW: "Zum Scheitern verurteilt" - wie macht man damit seinen Frieden?

    Zitat Zitat von ofenkatze Beitrag anzeigen
    Ich bin 32.
    Der Witz ist ja, dass es mir gut geht, wenn ich Single bin. Dann spüre ich die "Wertlosigkeit" nicht. Nur IN Beziehungen.
    Hast du schon mal daran gedacht länger Single zu bleiben und erst einmal
    deine "Baustellen" zu bearbeiten ?
    Ich selber hatte zwar andere Probleme, es ging mir nach Scheidung und
    großer, aber nicht realisierbarer Liebesbeziehung zu einem anderen Mann
    länger sehr mies, ich hatte dann Affären usw, die mir nicht gut taten....

    Es kam eine ca. 3jährige, bewußte "Männer-Auszeit", in der ich beruflich viel
    machte,viel reiste und wo einiges vorher "nicht mehr Realisierbares" plötzlich
    einfach klappte - es wurden enorme Energien frei!

    Eine Beziehung ist doch kein MUSS sondern ein KANN -und manchmal ist es
    nicht die Zeit dafür, da gibt es anderes zu erledigen.
    Alles, was seit dieser "Pause" kam an Beziehungen ( jetzt die 2.), war viel
    besser und entspannter als zuvor. DU bist du, auch ohne einen Mann an
    deiner Seite oder vor-oder hinter dir... !
    Viel Glück !

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    AW: "Zum Scheitern verurteilt" - wie macht man damit seinen Frieden?

    Zitat Zitat von ofenkatze Beitrag anzeigen
    en)
    Einen kranken Mann will ich nicht mehr, ein normaler will mich nicht. Das ist einfach nur die Realität.
    Zum Glück gibt es mehrere Schattierungen als "krank" und "normal". wie wäre es denn mit einem halbwegs normalem Mann oder einem geringfügig krankem Mann?
    Nein im Ernst, ich persönlich finde, dass man nicht so sehr auf das gucken sollte, was schief gelaufen ist, sondern vielmehr sich darum bemühen sollte, dass es in Zukunft klappt. Bearbeite doch erstmal deine Baustellen in der Therapie und guck erst mal danach, was du wirklich willst und womit es dir gut geht. Wenn es sich dann herausstellen sollte, dass du vielleicht für immer Single bleibst, dann kannst du immer noch trauern. Jetzt ist es dafür zu früh.

  4. Inaktiver User

    AW: "Zum Scheitern verurteilt" - wie macht man damit seinen Frieden?

    Zitat Zitat von ofenkatze Beitrag anzeigen
    Nun, ich denke, das war es in Sachen Beziehung für mich. .
    Liebe Ofenkatze

    Hoppla, das sehe ich als alte über 50ig jährige Schachtel also schon etwas anders. Welches Naturgesetz besagt, dass alle Beziehungen mit zarten 20ig Jahren gefunden werden sollen? Eine Freundin von mir war bis 38jährig VollblutSingel - überaus glücklich und zufrieden mit sich und der Welt. Wir "überholten" sie alle mit links mit Mann und Kindern. Mit 38 Jahren traf sie auf ihren Traummann - eine echte Perle. Nun sind sie seit über 15 Jahren glücklich liiert - sie hat uns nun mit links überholt - wir stehen nun geschieden da, ohne Mann, mit Kindern...wir nun Singel, mehr oder weniger glücklich damit...

    Dass durch schwierige Kindheitsgeschichten nur schwierige Männergeschichten angezogen werden - finde ich auch etwas zu logisch...das Leben ist jedoch nicht logisch, meiner Erfahrung nach. Gerade da Du sehr bewusst wirkst hast Du alle Chancen, gut zu prüfen, ehe Du Dich bindest - dass Du da etwas länger suchen musst, ist hingegen logisch - dafür findest Du dann auch eine Perle?? Ich finde, Du bist auf einem sehr guten Weg, weiter so.
    wedernoch

  5. Moderation

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    AW: "Zum Scheitern verurteilt" - wie macht man damit seinen Frieden?

    Zitat Zitat von ofenkatze Beitrag anzeigen
    Ich versuche das nun zu akzeptieren, also u.U. nie zu einer erfüllenden Partnerschaft zu gelangen.
    Ich suche einen Weg, es einfach irgendwann ohne Trauer anzunehmen...
    Du sagst ja, daß du kognitive Verhaltenstherapie (also die eigenen Denk- und Handlungsmuster zu erkennen und bei Bedarf "abzubiegen") schon versucht hast, sonst wäre das auch meine erste Idee gewesen.

    Vielleicht hilft es dir, das aus "Auszeit" zu betrachten? Es ist ja nicht vorbei, bis die dicke Dame singt. Du arbeitst an deinen Problemen, du machst ein Therapie, vielleicht geht's jetzt nicht und vielleicht nicht nächstes Jahr oder das danach, aber was soll's, man lebt und lernt und ändert sich.

    Wenn dir das gerade nicht hilft, dann erlaube dir die Trauer. Das man etwas, daß so normal scheint und das alle anderen anscheinend kriegen können, nicht haben kann, das ist ein Abschied von einem Selbst, das man hätte sein können. Und zu hadern ehe man seinen Frieden macht und nach vorne sieht, ist nur natürlich.

    Du könntest vielleicht auch zu etwas Eigen-Gutzureden greifen. Highlighte in deinem Kopf die Sachen, die jetzt viel besser sind, wo du dir sagen kannst, "Was habe ich für ein Glück". Es gibt bestimmt irgendwas. Auch wenn's klein ist. Das wächst sich dann aus. Während, wenn du immer über das nachdenkst, was du nicht hast oder nicht haben kannst, wird das immer größer und wichtiger. Der Fuchs, dem die Trauben zu sauer waren, war ein kluges Tier! Und du hast dem Fuchs gegenüber noch den Vorteil, daß du weißt, wie sauer die Trauben sind.

    Ich habe mich selber aus Sachen, die ich nicht haben konnte, meist irgendwie neu erfunden. Also ein neues Selbstbild, ein neues so-sein-wollen erschaffen, und es an mich gewöhnt, bis es hängen blieb.

  6. Inaktiver User

    AW: "Zum Scheitern verurteilt" - wie macht man damit seinen Frieden?

    Zitat Zitat von ofenkatze Beitrag anzeigen
    Smilla, ich beginne in Kürze eine Traumatherapie. Die anderen Formen habe ich ausprobiert, aber sie greifen nicht so, wie es sein muß.
    Warte doch erstmal ab wie es Dir nach der Traumatherapie geht. Wer weiß welche neuen Perspektiven sich dann für Dich eröffnen. Vorher bereits den Kopf in den Sand stecken giltet nicht!

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