Hallo Ihr Lieben!
DANKE, DANKE, DANKE! Macht weiter so, durch eure Beiträge werde ich zumindest mal innerlich immer mutiger
Das mit dem "beste-Freundin-Trick" finde ich auch sehr gut und passend und ICH persönlich handhabe das ehrlich gesagt genauso. Aber vielleicht erzähle ich euch mal ein paar Beispiele aus meinem Leben...
Nur mal vorweg, ich hatte eine beste Freundin, sie war wie eine Schwester für mich, aber sie kam vor 3 Jahren unverschuldet bei einem Autounfall ums LebenUnd dass einem so jemand abgeht ist verständlich.
Es ist nicht so, dass ich alleine auf der Welt bin und ich habe auch andere tolle Freundinnen - keine Frage, aber an die EINE wird wohl leider keine mehr rankommen... Ok, ich schweife ab.
1. Beispiel: (Beziehung)
Ich war mit meinem Jugendfreund sehr lange zusammen, fast 10 Jahre. Irgendwann hat es einfach für mich nicht mehr gepasst (alles zu schreiben wäre jetzt zu ausführlich). Dann kamen dann teilweise so Sprüche wie: Ach der XX ist doch so ein Netter, da kommt kein besserer mehr nach oder hast Dir das gut überlegt und ach ihr gehört doch zusammen usw... Im Grunde war ich die "Böse"
Seit 2 Jahren habe ich einen anderen Partner, nur merke ich, wie mein Herz mehr nein wie ja sagt. Aber ich traue mich fast nicht, das jemand zu äußern, weil die dann denken, war ja klar, dass der Manuela schon wieder irgendwas nicht passt
2. Beispiel:
Jobwechsel (wie im Jobforum geschrieben) bin ich jetzt 7 Jahre in dem Unternehmen und ich fühle mich nicht mehr wohl, gefordert usw... und ich möchte gern wechseln, hab natürlich auch ziemlich Panik davor, aber ok... Dann kommen von ein paar (nicht von allen) auch wieder so Sprüche: Ja, wenns dem Esel zu gut geht, geht er aufs Eis oder sei doch froh, dass so nen "easy" Job hast, wo viel verdienst usw...
Wenn ich jetzt was neues ausprobiere und ich scheitere, also entweder a) der AG ist mit mir unzufrieden oder b) ich bin nicht zufrieden, dann weiß ich genau, was ich mir anhören darf, wir haben es doch gleich gesagt, selber schuld, der passt doch nie was...
Ich hoffe ihr könnt meine Gedankengänge nachvollziehen oder besser verstehen. Vielleicht denkt ihr das gleiche wie einige in meinem Umfeld - ich weiß es nicht
Eure Manuela
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Thema: Von Anderen abhängig?
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08.03.2012, 15:08
AW: Von Anderen abhängig?
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08.03.2012, 15:16
AW: Von Anderen abhängig?
Manuela, das passiert aber alles nur in deinem Kopf!
zu 1:
Dass du die "Böse" warst ist lediglich deine ureigenste Interpretation.Dann kamen dann teilweise so Sprüche wie: Ach der XX ist doch so ein Netter, da kommt kein besserer mehr nach oder hast Dir das gut überlegt und ach ihr gehört doch zusammen usw... Im Grunde war ich die "Böse"
Ich kenne diese Sprüche auch.
Es ist eine Art Bedauern bei den meisten. Nicht mehr und auch nicht weniger.
Außerdem ist es in letzter Konsequenz wurscht.
Wenn der so toll ist, dann können die ja selbst mit dem zusammen sein.
Wenns für dich nicht mehr stimmig ist, ist es für dich nicht mehr stimmig.
Was wissen denn die, die von außen draufschauen?
Die sehen nur die Hülle. Die mag auch wirklich schön und stimmig gewesen sein.
Du musst dir nicht jeden Schuh anziehen und schon gar nicht welche, die man dir eventuell gar nicht hingestellt hat...
Zu 2.
Kenne ich auch, ist aber auch wieder nur eine hausgemachte Kopfsache.
Sicherlich ist ein Jobwechsel immer mit einem Risiko verbunden.
Aber ist es sicher, das niemals irgendwas passiert, wenn du da bleibst, wo du bist?
Es geht doch nicht drum, wild zu kündigen, es geht ja lediglich drum, wohlüberlegt nach was besserem zu schauen.
Kann gut gehen, kann schief gehen.
So oder so. Ob du bleibst oder gehst.
Da fällt mir schon wieder ein Spruch ein:
Keiner weiß wie es wird, wenn es anders wird.
Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.
LG
HexlGeändert von Hexl (08.03.2012 um 15:19 Uhr)
The difference between try and triumph is just a little "umph"
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08.03.2012, 15:22
AW: Von Anderen abhängig?
Ja Hexl mit der Kopfsache könntest Du Recht haben. Ich habe glaub ich schon das "Reinsteiger-Gen".
Aber ich hab das auch ehrlich gesagt schon gemerkt, dass nicht alle so verständnisvoll waren. Ich habe mir z. B. nach der Trennung (zuerst war es mal eine räumliche Trennung) eine kleine Wohnung genommen. Und da habe ich erwartet, dass halt meine Engsten, es auch interessiert wie ich lebe oder mich da auch mal besuchen kommen... mmh war dann nicht so und da fühlte ich mich dann in meiner "Schlechtigkeit" und "Falschhandeln" bestätigt.
Es gibt bei mir auch einige Menschen im Bekannten/Freundeskreis, die immer noch mit dem 1. Partner zusammen sind und immer am gleichen Arbeitsplatz waren oder sind. Und dann denke ich mir, stimmt irgendwas mit mir nicht?! Ach alles so verfahren - ich komme aus der Gedankenspirale kaum heraus und habe so Angst abgelehnt zu werden, weil ich so bin wie ich bin oder handle
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08.03.2012, 15:33
AW: Von Anderen abhängig?
Müssen immer alle für alles Verständnis haben?Aber ich hab das auch ehrlich gesagt schon gemerkt, dass nicht alle so verständnisvoll waren.
Hast du immer für alles Verständnis?
Nö, oder?
Aha. Und du bist sicher, dass deine engsten Freund nicht gekommen sind, weil sie dich für falsch und schlecht halten?Und da habe ich erwartet, dass halt meine Engsten, es auch interessiert wie ich lebe oder mich da auch mal besuchen kommen... mmh war dann nicht so und da fühlte ich mich dann in meiner "Schlechtigkeit" und "Falschhandeln" bestätigt.
Oder ist das wieder nur deine Interpretation der Sache?
Könnten es auch Dinge sein wie:
Sie wurden nicht eingeladen. Sie waren verunsichert, wie sie mit dir umgehen sollen. Sie wussten nicht, ob du eventuell deine Ruhe willst erstmal. Nur mal so Beispiele...
Bist du sicher, dass die dich boykottiert haben?
Ah ja....Es gibt bei mir auch einige Menschen im Bekannten/Freundeskreis, die immer noch mit dem 1. Partner zusammen sind und immer am gleichen Arbeitsplatz waren oder sind
Und es besteht nicht die Möglichkeit, dass der ein oder andere von denen in einer Beziehung verharrt, die gar nicht mehr richtig lebt? Aus Gewohnheit, aus Bequemlichkeit?
Oder dass der ein oder andere aus Bequemlichkeit immer auf seinem Arbeitsplatz hockenbleibt, völlig eingeschliffen und betriebsblind?
Es ist also immer und ausschließlich nur gut, wenn man so ist, ja?

LG
HexlThe difference between try and triumph is just a little "umph"
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08.03.2012, 16:18
AW: Von Anderen abhängig?
Ich hab jetzt einen so passenden Spruch gefunden, der ist echt wie für mich gemacht:
"Der bequeme Weg ist nur am Anfang asphaltiert"
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08.03.2012, 17:38Inaktiver User
AW: Von Anderen abhängig?
Liebe Manuela,
ich glaube, wie dir geht es ganz vielen Menschen!
Ein Mensch möchte nun mal mit anderen Menschen zusammensein...!
Ich glaube aber, dass viele im Laufe des Zusammenseins mit anderen sich die Fragen stellt "Warum mache ich das?" "Warum lasse ich mir dies das gefallen?" - so war es jedenfalls bei mir.
Ich habe früher ganz viel gemacht oder in Kauf genommen, um es anderen recht zu machen und anderen zu gefallen. Ich bin jedenfalls auch so erzogen worden.
Im Laufe des Lebens kommt man dann (hoffentlich) sich selbst ein wenig auf die Spur und ich habe immer wieder die Erfahrung gemacht, dass ich Dinge tue, die ich eigentlich nicht will.
Daran arbeite ich seit Jahren. Ich gebe zu, dass es immer wieder Situationen gibt, in denen ich "rückfällig" werde, aber im Großen und Ganzen stehe ich zu mir. Birke, nicht zu groß und nicht zu klein, nicht zu dick und nicht zu dünn, nicht zu ...usw.
Ich stelle mir vor, was im schlimmsten Fall passiert, wenn ich mich abgrenze. Im Zweifel passiert irgendwie gar nichts. Oder man trifft die Person halt eine Zeitlang nicht mehr.
Oftmals reagieren die anderen ganz anders als gedacht. Und so ergibt sich häufig ein neuer Weg, wo man zunächst befürchtet hat, in der Leere zu stehen.
Liebe Grüße Birke
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08.03.2012, 23:37
AW: Von Anderen abhängig?
Oft reagieren Menschen, die etwas vorwerfen, sehr im Rahmen ihrer eigenen Problematik. Meint:
Du tust etwas, was sie sich selbst nicht zugestehen, aus yxz Gründen. Diese werden sie dir gründlich präsentieren, denn:
Sie reagieren quasi ihr ureigenes Problem an dir ab.
Motto: Was ich nicht können darf, soll auch kein andrer tun.
Lieben Gruß
bblume
flying is the art of falling to the ground without touching
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09.03.2012, 07:59Inaktiver User
AW: Von Anderen abhängig?
Menschen mögen das Sichere.
Sicher fühlt sich an was bekannt ist- was sich wiederholt- was man kennt und damit auch einordnen /einschätzen kann.
Gerade bei langen Beziehungen spielt das soziale Umfeld durchaus eine grosse Rolle, denn wer wollte schon daß sich ein Paar trennt was man lange kennt?
Somit ist es durchaus verständlich, daß Aussenstehende keinesfalls begeistert zu einer Trennung raten.
Dazu kommt, daß ja gerne von aussen beurteilt wird und wenn das dann "ein netter Kerl" ist- man ihn vielleicht wirklich auch von Herzen mag- ist der Spruch "nen besseren gibts nie wieder" ruckzuck ausgesprochen obwohl dabei komplett ausser acht gelassen wird, daß ein "netter Kerl" noch lange nicht als "Partner" genommen werden will
Nicht zuletzt- selber schon erlebt- lebt man den Menschen einen Schritt vor, den sie vielleicht selber in sich durchspielen aber zuviel Angst vor der Umsetzung haben.
Somit reden sie dann gegen eine Trennung, weil sie sich selber mit zig Argumenten gegen die Eigene wehren.
Bei all diesem Verhalten- geht es nur um Egoismus.
Nichts dagegen zu sagen, daß man über Trennung spricht und Gedankenanstösse geben kann von aussen. Aber ein Urteil kann und darf man einfach nicht geben.
Im übrigen- ist der der geht ja immer "der Böse"!
Warum er geht- interessiert oft nicht und es ist doch soo einfach das Augenscheinliche zu verurteilen als hinter die Dinge zu sehen.
Das alles bedeutet-- lass die Leute reden!!!
Wer es wirklich gut mit Dir meint- der wird Dir zuhören und sich auf Deine Seite stellen.
Er wird Dich anhören und Mitgefühl haben- und damit wird er auch Deine Gründe verstehen warum Du eine Beziehung beendest.
Alle anderen-- kannst Du eh in die Tonne werfen!
Es hört sich für mich so an als ob Du einen sehr grossen Bekanntenkreis hättest.
Wenn das so ist-- dann wirst Du schon merken, daß man seinen Weg nur alleine gehen kann und einfach nicht jeder einem folgen.
MAg Dir jetzt Angst machen- aber was nützen Dir 1000Menschen, die im Notfall nur sich selber retten??
Dann doch lieber ausgewählte Freunde, denen es WIRKLICH um Dich geht.
Weisst Du- immer wenn mehrere Menschen zusammen sind werden Regeln aufgestellt.
Im Grossen gibt es dann Gesetzgebungen und so zieht es sich immer weiter nach unten in die Gesellschaft.
Kernpunkt ist-- man muss eine Gemeinschaft darstellen und je mehr Menschen zusammen sind- desto gröber werden diese Regeln da es immer unmöglicher wird auf den Einzelnen noch einzugehen.
Die Individualität wird damit immer geringer....jeder schillernde Farbe eines einzelnen wird nachher zu einem Einheitsgrau.
Eine Gruppe trägt sich so ganz gut- der Einzelne wird sich auf Dauer so nie gut fühlen weil er selber dabei verschwimmt und gar nicht er selber sein kann.
Wer zB in einen Verein geht- der wird sich den Regeln dort anpassen- das auch gerne, aber er besucht diesen ja nur für einige Stunden und passt sich dort ein-- danach kann er wieder ganz er selber sein.
Der Mensch ist jeder für sich individuell und das ist auch gut so.
Man darf seinen WEg gehen und wenn man Menschen trifft, die ähnlich sind-- dann sind das sehr tiefe Freundschaften, die einem auch wirklich das Gefühl von Halt geben können.
kenzia
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09.03.2012, 08:37
AW: Von Anderen abhängig?
Guten Morgen Ihr Lieben,
ich bin wirklich sehr dankbar für den mutmachenden Austausch zu meinem Problem. Er gibt mir sehr viel Kraft und ich ertappe mich die letzten Tage wie ich bei bestimmten Situationen zumindest schon mal anders denke und versuche auch zu handeln. 2 positive "Rückmeldungen" habe ich schon erhalten, wo ich das so nicht gedacht hätte und bin ehrlich überrascht. Aber natürlich im positiven Sinne
@Kenzia
Mit dem was Du schreibst, dass die Menschen, für die man wirklich wichtig ist, auch zu einem halten wenn es unangenehm wird oder Veränderungen anstehen ist für mich eigentlich das Wichtigste. Aber das dann auch aushalten zu können, wenn dem nicht so ist oder wenn man sich gettäuscht hat, davor habe ich Angst, an dieser Einstellung muss ich gewaltig arbeiten.
@Brausepaul
Danke für deine Antwort - ich finde ja selbst Menschen auch langweilig, die nur so Mitläufer sind und sich nur anpassen, umso erschreckender finde ich es dann, dass ich auch öfters so bin und aus Angst meine Gefühle, Handlungen und Meinungen unterdrücke...
Auch für die anderen Antworten bedanke ich mich ganz herzlich! Ich bin echt froh und finde es schön, dass sich wildfremde Menschen sich die Zeit für mich nehmen und sich mit meinem Problem auseinandersetzen und mir äußerst wertvolle Tipps und Anregungen mit auf den Weg geben!
Was mir noch aufgefallen ist, als ich hier auch andere Stränge und Themen gelesen habe, dass einem oft dazu geraten wird dieses oder jenes auszuhalten usw... und da bin ich dann auch ehrlich gesagt anderer Meinung. Klar, sollte man sich auch selbstkritisch betrachten und auch mal über den eigenen Tellerrand hinausschauen, aber ich denke für jeden Menschen gibt es bestimmte "Schmerzgrenzen" oder Dinge bei denen der Leidensdruck einfach zu groß ist, warum rät man dann da, halt durch, übe mehr Gelassenheit, aber wenn das nicht funktioniert warum sollen dann die TE´s nicht Konsequenzen ziehen? Das meinte ich damit, als ich weiter oben im Strang mal geschrieben habe, dass ich öfters anderer Meinung bin...
Ups, ist jetzt mal wieder lang geworden - daber Danke fürs Lesen
Eure
Manuela
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09.03.2012, 13:15Inaktiver User



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