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05.03.2012, 17:04
AW: Ich bin zu viel im Internet - wie einschränken?
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05.03.2012, 17:12Inaktiver User
AW: Ich bin zu viel im Internet - wie einschränken?
Eine Eigenschaft von Süchtigen ist es, dass sie ihre Sucht vehement leugnen und sehr kreativ sind in Ausreden, warum sie gerade das tun, was sie tun.
Jeder Süchtige weiß um seine Situation und kann sich dennoch seiner Sucht nicht entziehen. Typisch ist auch die Katerstimmung danach, nicht nur bei Alkoholikern und anderen Stoffsüchtigen.
Die Threaderöffnerin fällt nach 4 Stunden Internet in eine solche Katerstimmung. Sie nimmt ihre Gefühle ernst. Es hilft nicht, ihre Gefühle klein zu reden.
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05.03.2012, 18:37
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05.03.2012, 19:19
AW: Ich bin zu viel im Internet - wie einschränken?
Hallo zusammen,
aber ich finde, es ist eine Sache, konstruktive Vorschläge zu machen, wie der als unbefriedigend empfundene Internet-Konsum eingeschränkt werden kann, und eine andere Sache, von einem Suchtverhalten zu sprechen.
Sucht fängt für mich da an, wo alles dem Suchtverhalten untergeordnet wird. Die TE hat aber nach eigenen Angaben durchaus ein reiches Sozialleben und versackt halt nur vor dem Internet, wenn sie nix anderes zu tun hat. Andere versacken dann vorm Fernseher. Und wer den ganzen Abend liest, wäre demnach büchersüchtig. Den Ausdruck habe ich aber noch nie gehört.
Ich würde auch versuchen, den Konsum einzuschränken, wenn er mir nichts mehr gibt. Und dafür braucht es m.E. einfach einen größeren Reiz oder eben Selbstdisziplin.
Ich sitze jetzt auch seit zwei Stunden vor dem Rechner. Habe ein paar Dinge recherchiert, Mails geschrieben, hier ein paar Beiträge. Nun wird die Kiste ausgemacht. Das empfinde ich nicht als unbefriedigend. Aber ich kenn halt auch Daddelabende, die mir nix bringen. Und die versuche ich tatsächlich einzuschränken. Von Sucht bin ich aber trotzdem weit entfernt, denn ich komm problemlos auch wochenlang ganz ohne Netz aus.
Gruß,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
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05.03.2012, 20:12Inaktiver User
AW: Ich bin zu viel im Internet - wie einschränken?
ich bin gerne vormittags und abends im internet.
da auch ich mich gerne von a nach b zappe setze ich mir ein zeitlimit.
das halte ich konsequent ein und schliesse dann mein notebook.
ich kenne jemanden, der stellt sich die uhr - es klingelt dann, wenn es zeit ist aufzuhören.
das hilft.
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05.03.2012, 21:37Inaktiver User
AW: Ich bin zu viel im Internet - wie einschränken?
Den Effekt habe ich mit meinem Smartphone. Früher bin ich oft zu Hause erstmal an den Rechner gegangen, um meine Mails zu checken. Jetzt mache ich das tagsüber öfter, aber bei dem Minidisplay von meinem Telefon macht ausgiebiges Surfen absolut keinen Spaß und ich schalte es schnell wieder aus.
Und um mich zu Hause von Rechner fernzuhalten hilft es mir ganz gut, gleich wenn ich ankomme aktiv zu werden: Aufräumen, Spülen, Yoga machen...um etwas runterzukommen.
Außerdem finde ich es auch wichtig, für die Abendgestaltung ein Alternativprogramm zu haben, was einem wirklich Spaß macht, vielleicht eine schöne DVD oder halt ein richtig gutes Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen kann.
Mir geht es oft so, dass ich irgendwelche "Projekte" rumliegen habe (Bücher, Bastelaktionen, Vokabellisten), dir mich zwar prinzipiell interessieren, aber zu denen ich mich dann nach einem langem Arbeitstag doch nicht so aufraffen kann. Da erlaube ich mir dann lieber etwas leichtere Unterhaltung, die mich aber tatsächlich mitreisst.
Ein anderer Aspekt ist, dass exzessives Surfen bei mir manchmal auch ein Verdrängungsmechanismus ist. Wenn ich über etwas Unangenehmes nicht nachdenken will (wie z.B. jetzt
) bietet das Internet immer ausreichend Ablenkung. Auf Dauer ist es aber natürlich keine Lösung.
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05.03.2012, 23:54Inaktiver User
AW: Ich bin zu viel im Internet - wie einschränken?
Oder mit Kaffee

Ich möchte nicht darüber spekulieren, was Ethel_Thayer für ein Problem hat, aber ich finde die Formulierung absolut zutreffend und gestehe: Ja, ich habe mich schon in der BriCom zugeballert.
Genau!niemand hat gesagt, dass stundenlanges Fernsehen gut ist!!!
Komisch welchen Verlauf die Debatte genommen hat und wie wenige Vorschläge gemacht wurden, wie man den Internetkonsum runter fahren kann.
Vielleicht ist das so, als wollte man in einer Raucherkneipe über die gesundheitlichen Spätfolgen des Rauchens reden?
Ich habe meinen Fernseher abgeschafft, weil ich zu viel geguckt habe, sprich: mehr als einen Spielfilm am Abend.
Kurz drauf bekam ich Internetanschluss
, den ich schon aus beruflichen Gründen nicht ganz umgehen kann.
Surfen schmeckt immer etwas nach Arbeit und sinnvoller Tätigkeit, weil es am gleichen Gerät stattfindet. Ausgiebiges Surfen ist vielleicht ein Zeichen dafür, dass man nicht abschalten kann.
Im Internet aggiert und reagiert man beständig. Viele kleine, unwichtige Entscheidungen sind gefragt.
Beim Lesen eines Romanes kann man in die Geschichte eintauchen und entwickelt selbst Bilder zu der Handlung. Das ist entspannender.
Nur weil etwas dem Zeitgeist entspricht und gesellschaftlich toleriert wird, ist es lang noch nicht gut.
Es geht hier ja nicht darum, die private Nutzung des Internet pauschal zu verteufeln!
Für mich hat die BriCom zum Beispiel den Vorteil, dass ich mich über die Themen austauschen kann, die mich gerade interessieren und meist sehr schnell eine Reaktion bekomme.
Hauptsache ich ziehe mich dann nicht von den Menschen in meiner Umgebung zurück, weil ich bei ihnen nicht so exakt auswählen kann, worüber sie sprechen. Da kommt doch auch mal jemand mit ganz andern und sogar eigenen Themen
und ich kann dann nicht einfach die nächste Seite ausrufen.
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06.03.2012, 08:43
AW: Ich bin zu viel im Internet - wie einschränken?
Ein sinnvolles Alternativprogramm für Internet ist für dich eine DVD oder ein Buch?
Ich habe schon immer gerne gelesen, wenn es das Wort lesesüchtig gibt, dann darf man das getrost auf mich anwenden. In meiner Schulzeit habe ich Leseverbot bekommen wie andere Kinder Fernsehverbot. Warum um alles in der Welt ist ein Roman wertvoller als wenn ich mich dieselbe Zeit in der Bricom rumtreibe? Das erschließt sich selbst mir als passioniertem Allesleser nicht.
Ich mache mir über die Beiträge in der Bricom Gedanken, manche amüsieren mich, manche bewegen mich, viele regen mich zum mitschreiben an. Wo ist das schlechter als ein Buch schmökern? Ich schalte doch mein Hirn nicht aus, wenn ich ins Web gehe."Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
(John D. Rockefeller)
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06.03.2012, 09:03Inaktiver User
AW: Ich bin zu viel im Internet - wie einschränken?
Diesen Satz liest man ja immer wieder, und ich frage mich: Sitzt ihr außerhalb des Lebens vor dem Bildschirm und unterhaltet euch mit Personen, die nicht leben?
Also, ich bin total lebendig, wenn ich mich in Foren mit anderen austausche, und auch sonst sind das alles durchaus reale Inhalte, also "das Leben".
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06.03.2012, 09:44



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Danke. Ich hab mich gerade auch gewundert.

