Köstlich! Ich liebe Spazierengehen!
Ich finde surfen und in Foren schreiben genauso sinnvoll und kreativ, es ist halt nur anders. Es ist interaktiver als wenn man ein Buch liest, das hat Nachteile (weil man nicht so konzentriert einen komplexen Gedankengegang verfolgt wie beim Buch), aber auch Vorteile. Die Vorteile sehe ich in dem unerschöpflichen Reichtum an unterschiedlichen Meinungen und Erfahrungen, der durch die Masse der User zustandekommt. Die Wahrscheinlichkeit, dass da ein für mich interessanter, neuer und bereichernder Gedanke dabei ist, ist viel größer als im Gespräch mit langjährigen Freunden. Wenn ich auf so einen Gedanken stoße, dann freue ich mich immer als ob ich eine Perle im riesigen Netz gefunden hätte. Ich sauge ihn auf und nehme ihn mit in den Tag. Dann kann ich auch wieder was anderes machen.
Wobei ich zugeben muss, meine Bereitschaft, ein Buch zu Ende zu lesen, hat nachgelassen. Früher hat es das gar nicht gegeben, wenn ich ein Buch zur Hälfte durch hatte, dann habe ich es auch zügig zu Ende gelesen, jetzt liegen hier mehrere halbgelesene Bücher rum. Das finde ich auch etwas bedenklich. Kann aber auch mit dem zunehmendem Alter zu tun haben, Zeit wird kostbarer und wenn ein Buch mich nicht 100%ig fesselt, muss ich es auch nicht zu Ende lesen.
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05.03.2012, 10:37
AW: Ich bin zu viel im Internet - wie einschränken?
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05.03.2012, 10:44
AW: Ich bin zu viel im Internet - wie einschränken?
Das verstehe ich nicht ganz. Man klickt immer wieder eine bestimmte Seite an in der Hoffnung, dass inzwischen jemand was Neues geschrieben hat?
Malina, ich wollte dir immer schon mal sagen, dass du für meinen Geschmack in der ganzen Bri das schönste Deutsch schreibst, v.a. in deinen längeren Beiträgen. Allein das ist für mich jedesmal ein Genuss.
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05.03.2012, 10:52
AW: Ich bin zu viel im Internet - wie einschränken?
Dankeschön
Ja, ich schaff es tatsächlich, z.B. ständig in der bricom zu gucken, ob in bestimmten Foren was Neues geschrieben wurde, in absurd kurzen Abständen. Und in anderen Foren auch. Ich dachte, das wäre nur meine Macke, aber Ethel erwähnte es ja auch. Oder ich guck irgendwelche Seiten zum dreimillionsten Mal an, obwohl ich sie schon lange kenne oder sie gar nicht wirklich interessant sind. Das ist für mich absolut sinnloses Surfen, und das ist mir zeitweise recht häufig passiert. An einer spannenden Diskussion teilzunehmen finde ich hingegen völlig okay. Aber meist passiert die ja nicht in Echtzeit. Sprich, man kann seinen Beitrag schreiben, sich ausloggen und am nächsten Tag nach den Antworten schauen. Außer vielleicht im Fassungslosforum, da hat man u.U. dann 30 Seiten Diskussion verpasst
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Ich seh dieses sinnlose Surfen jetzt auch nicht als behandlungsbedürftige Sucht, eher als Marotte, die man sich auch wieder abgewöhnen kann, wenn man es wirklich will. Aber man braucht halt einen ausreichend großen Schlüsselreiz, um sich davon zu lösen. Das ist zumindest meine Erfahrung.
Gruß,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
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05.03.2012, 11:23
AW: Ich bin zu viel im Internet - wie einschränken?
Ich kann es ein bisschen nachvollziehen, weil ich auch mindestens dreimal am Tag Spiegel Online und andere Zeitungen anklicke, obwohl einmal reichen würde. Oder ich schaue x mal bei Zalando rein, ob ein bestimmtes Teil reduziert wurde, usw.
Wenn ich mich ertappe, dass ich sinnlos auf irgendwelchen blöden Seiten surfe, dann steckt meistens ein tiefes Bedürfnis dahinter. Zum Beispiel habe ich Sehnsucht nach jemandem, den ich aber nicht kontaktieren kann. Dann versuche ich, in seine Welt einzutauchen, indem ich nach Sachen goggle, die ihn irgendwie betreffen, seinen Beruf, sein Hobby, seine Stadt usw., um ihm auf diese Weise näher zu sein und ihn besser kennenzulernen. Das ist sicher auch nicht ganz unbedenklich.
In der Bricom ist es eher so, dass ich mit Lesen nicht nachkomme, für Echtzeitdiskussionen bin ich sowieso viel zu langsam. Ich habe Einewiekeine immer bewundert, weil sie so punktgenau und zackig auf andere Beiträge antworten konnte. Ich empfinde das als eine hohe Kunst und gar nicht als Zeitverschwendung.
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05.03.2012, 12:34
AW: Ich bin zu viel im Internet - wie einschränken?
Grins.
Ich verbringe überdurchschnittlich viel Zeit im Internet und es ist mir schlicht und einfach egal. Kennt jemand von euch einen Bekannten, der nach jahrelangem Fernsehkonsum von 20 – 23 Uhr sagt, er müsse dringend den Fernseher abschalten oder ganz verzichten, bevor er süchtig wird? Fernsehkonsum ist ok, Internetkonsum nicht?
Internet ist mein Medium. Ich habe die Anfänge des PCs mitgemacht und war schon vom Internet fasziniert, als es in Deutschland noch völlig unbekannt war und es keinerlei deutschen Webinhalt gab. Ich habe alle Entwicklungen mitgemacht, hab die Banken schon nach Onlinebanking gefragt, als die das noch gar nicht auf dem Radar hatten, dank MMORPGS habe ich multinational mit Amerikanern, Japanern und anderen Europäern gespielt, als es noch keine deutsche Spielgemeinschaft gab usw. Man kann mir vieles nehmen, aber nicht mein Internet!
Bevor es das Internet gab, habe ich massenhaft Bücher gelesen. Ich hatte es nie so mit außerhäusigen Unternehmungen und großen Freundeskreis. Ich wüsste auch nicht, warum ein Fantasyroman wertvoller sein soll als in einem Forum schreiben oder sich im Web über Gott und die Welt zu informieren.
Klar, es darf nicht überhand nehmen. Man sollte seinen Job machen, Freunde/Familienkreis haben, sich hin und wieder sportlich betätigen und nicht ungepflegt hinterm Rechner Pizzaschachteln leeren. Aber sonst?"Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
(John D. Rockefeller)
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05.03.2012, 12:39
AW: Ich bin zu viel im Internet - wie einschränken?
Ich kenne sowas auch. Vor allem in youtube könnte ich tagelang drinhängen!

Und auch in Foren habe ich schon viel Zeit verbracht. Aber ich habe in der Regel nur ein Forum, in dem ich mich intensiv betätige. Das Feedback der Leute dort reicht mir.
Planlos rumsurfen tu ich kaum. In der Regel suche ich etwas: Artikel, Bilder oder Musik. Von daher hat dann der Streifzug durchs Internet ein klares Ergebnis, nämlich die Anzahl der brauchbaren gesuchten Sachen, die ich gefunden habe. Natürlich kann das sehr zeitaufwendig werden, aber es ist eben nicht planlos. Wenn ich ein, zwei gute Alternativen gefunden habe, dann such ich an der Stelle nicht mehr weiter.
Bei mir ist es schon so, dass ich in meiner Freizeit einiges zu tun habe, was mir Spaß macht. Einiges an Zeit kostet mich die Vorbereitung meiner Veranstaltungen, für die ich auch im Netz recherchiere. Aber ich habe dann immer wieder Anreize, aus dem Netz rauszugehen und an den Sachen weiterzuarbeiten oder mich mit Leuten zu treffen.
Du solltest vielleicht versuchen, Deiner Ziellosigkeit im Netz entgegen zu wirken. Gib Dir jedesmal Rechenschaft darüber ab, was Du jetzt genau im Netz willst und was Du dann tatsächlich dort machst.
Ziellos im Netz rumzusurfen hat tatsächlich nur wenig Nutzen für Dich, es ist totgeschlagene Zeit, wie passiv das angebotene Fernsehprogramm zu konsumieren.
Kontakte im und übers Netz sind okay, so lange sie nicht auf Kosten der Kontakte im real life gehen. Kontakte im Internet sind zwar rund um die Uhr verfügbar, aber man sollte sie nicht so ausufern lassen, dass man seine Freunde nicht mehr sieht. Und mit Freunden meine ich Menschen, bei denen man sich fallen lassen kann, keine Bekannten, denen man eine heile Fassade vorspielen muss, weil die ja sonst schlecht über einen denken könnten.Geändert von Latona (05.03.2012 um 13:06 Uhr)
Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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05.03.2012, 12:43
AW: Ich bin zu viel im Internet - wie einschränken?
Ich finde Internet per se auch nicht verwerflich, wenn man damit denn was "Sinnvolles" macht, wobei ich Spiele z.B. auch als sinnvoll einstufen würde. Also jetzt nicht 24 Stunden durchspielen, aber in einem gewissen Umfang sehe ich das als Hobby wie jedes andere. Auch Zeitunglesen, shoppen, Infos zu einem Thema sammeln, in Foren diskutieren finde ich in Ordnung. Aber ich bin davon überzeugt, dass es viele Leute gibt, die mehr oder weniger sinnlos in der Gegend rumklicken, genau wie es Leute gibt, die den Fernseher einfach nur einschalten, um sich berieseln zu lassen und nicht um bestimmte Sendungen zu gucken. Ich finde auch da ist es okay zu gucken, wenn man seine Lieblingssendungen hat, egal wie trashig sie auch sein mögen. Bedenklich finde ich nur den sinnlosen Konsum, um Zeit totzuschlagen.
Gruß,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
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05.03.2012, 12:57
AW: Ich bin zu viel im Internet - wie einschränken?
4 Stunden Internet pro Tag sind definitiv zuviel!!!
Behandle Dich selbst wie Du Dein Kind behandeln würdest - sagen wir mal, eine Stunde am Tag ist erlaubt, mehr nicht. Setz Dir ein Limit und halte Dich dran!
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05.03.2012, 13:39
AW: Ich bin zu viel im Internet - wie einschränken?
Naja, ich habe oft das Problem - wie jetzt gerade - ich sollte eigentlich arbeiten und schreibe stattdessen in der Bri, was für mich als Selbständige heißt, ich muss meine Arbeit ein anderes Mal machen als zB heute abend oder heute nacht.
Und das surfen zur Arbeitszeit darf einfach nicht überhand nehmen.
Zum anderen gibt es (zum Glück selten) Tage wie gestern, draußen ist schönstes Wetter, aber ich hocke vor dem PC und surfe in der Bri, schaue hier was, schaue da was. Nichts von dem, was ich gestern gesurft habe hat mir irgendwie weitergebracht und das hätte ich auch abends in einem Schwupp in einer Stunde machen können ..... das ist nicht schlimmer, als wenn ich den ganzen Tag vor dem Fernseher verbracht hätte .... aber ich hätte auch Freunde treffen können, spazierengehen oder sonst was machen - gerne auch an der frischen Luft.
Mir geht es dabei darum, dass es gut für mich wäre - nachdem ich schon den ganzen Tag beruflich vor dem PC hocke - in meiner Freizeit zumindest gelegentlich etwas anderes zu machen udn mich vor allem mal zu bewegen.
Surfen ist nicht perse schlechter als Lesen, STricken, TV oder Kino, aber trotzdem aus meiner Sicht macht es die Mischung und wenn ich nach vier Stunden surfen wieder auftauche und merke wieviel Zeit vergangen ist bin ich gelegentlich erschrocken.
Ich kenne eine Kollegin, die sich - zumindest tagsüber den Kurzzeitwecker stellt, damit sie nicht im Internet versumpft .... finde ich schwierig, weil manchmal nicht klar zu trennen ist, was ist noch berufliche Recherche und was rein privat und außedem werde ich ja hier im Forum gaaaaanz dringen gebraucht.
Also, mein Fazit, solange man noch ein aktives reales Sozialleben hat und sich gelegentlich vom Bildschirm wegbewegt, und seinen Job nicht spürbar vernachlässig hat man (noch) kein Problem.
Aber sich gewisse Zeiten setzen und danach bereits eine andere Aktivität einplanen kann helfen. Wobei ich gelegentliches versumpfen im Internet absolut unproblematisch finde. Nur wenn man anfängt Verabredungen nicht merh zu treffen oder Freunde auf die mailbox wegdrückt, weil man jetzt lieber surft, das fände ich bedenklich.Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
Profilbild © edwardbgordon
Moderation: "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"
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05.03.2012, 14:17



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