Ich denke, dass ist nicht immer nur Desinteresse von den Leuten!
Zumindest in meinem Freundeskreis sind die Frauen mit Familie und Beruf einfach wirklich so in der Tretmühle, dass sie keine Freiräume sehen. Wenn ich mich melde, freuen sie sich sehr. Würde ich das nicht machen, wäre mancher Kontakt auch schon eingeschlafen.
Ich melde mich halt nur, wenn ich wirklich Lust habe. So ist es für mich okay. Und natürlich kommt auch etwas von der anderen Seite.
Und man sollte sich schon die ganze Sache angucken: Ich melde mich öfter, aber sie machen sich eher auf den Weg, um mich zu besuchen.
Und die Männer …, die melden sich ohnehin von sich aus weniger, um Freundschaften zu pflegen, seufz. Da sind nur ganz wenige Freundschaften geblieben, wo beide mal zum Telefonhörer greifen.
Was passiert, wenn du von den Themen erzählst, die dich beschäftigen? Kann er darauf eingehen oder wechselt er das Thema?Naja und ich denk mir dann "Super 2 Stunden rumgesessen und irgendwie ein Thema totgeredet" (z. B. gestern war dann echt nur "Hm also die Bayern, ich glaub ja die Meisterschaft ist gelaufen" und das halt ewigst durchgekaut und wenn ich dann was anderes angeschnitten hab, kamen wir irgendwie wieder auf die Bayern). ich glaub für Gespräche ist er einfach nicht so geeignet. Aber ist an sich auch nicht schlimm, gibt sicher schlimmeres.
Wenn du vor Kurzem umgezogen bist, hast du natürlich ein viel intensiveres Bedürfnis nach tiefergehenden Kontakten, weil dir ein größerer Freundeskreis fehlt.
Vielleicht wird es wieder eine Phase in deinem Leben geben, in der du froh bist, wenn du nicht über tief schürfende Dinge reden musst.
Wie war das früher bei euch? Wie lange seit ihr schon befreundet?
Kennst du new-in-town > Home ?
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Thema: Soziale Abkapselung
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04.03.2012, 13:58Inaktiver User
AW: Soziale Abkapselung
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05.03.2012, 14:15
AW: Soziale Abkapselung
King of Rap,
ich weiss genau was du meinst. Nur dass ich solche Entwicklungen nicht als "Weiterentwicklung", "Vorwärts" oder "positiv" sehe (wie die meisten), sondern im Gegenteil als zwischenmenschliche Rückschritte. Da gabs mal was, man hatte ein gewisses Maß an Intenstität erreicht bzw. an den Dingen, die Freundschaften ausmachen. Und umso mehr Jahre verstreichen, desto mehr Menschen verfolgen offenbar den Weg, der ein Stück weiter an der Oberfläche verbleibt.
Werte, die "früher" selbstverständlich waren, werden einfach luschiger behandelt. Kommt man heut nicht, kommt man morgen. Die Familie ersetzt tiefe Kontakte zu anderen, statt dass diese als Bereicherung empfunden werden, es gibt Eifersüchteleien von Ehefrauen, Freundschaften werden an den Nagel gehängt, wenn sie nicht Partner oder Familie "zuliebe" an die Oberfläche bugsiert werden können. Spricht man das an, passt man nicht in den Fluss. In jungen Jahren gab es mehr und breiter gefächerten echten gedanklichen Austausch, heute fällt das deutlich reduzierter aus. Es ist manchmal, als wenn der Großteil für sich allein rumprökelt und mit den sogenannten Freunden halt über das Wetter, den Job und das was Dritte so tun austauscht, bevor es zu schwierig wird.
Ich weiss nicht, was daran "positive Entwicklung" sein soll. Dass man innerlich resigniert und die offenbar steigende Unwichtigkeit von zwischenmenschlichen Kontakten so hinnimmt, wie sie von der Mehrheit gelebt wird, statt sich damit schlecht zu fühlen, wenn einem suggeriert wird, dass die jeweils anderen einen halt nicht so eng sehen? Ist das was Tolles? Ich finds traurig. Es verhindert echte Kommunikation. Abgesehen von Nebensächlichkeiten.
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05.03.2012, 20:57Inaktiver User
AW: Soziale Abkapselung
Positiv ist, wenn man die Grenzen eines anderen Menschen erkennt und sie akzeptieren kann. Und ihn als Freund behält, ohne ihn ändern zu wollen.
Es ist leider so, dass kein Mensch all unsere Wünsche abdecken kann. Irgendwann stößt man immer an den Punkt, an dem man erkennt: "Das geht ja mit der/ mit dem gar nicht!" Dann ist einem erst einmal zum
Wir selbst sind vermutlich auch nicht immer die Art von Freund/in, die sich der andere wünscht …
Ich habe es schon weiter oben geschrieben: Was ist, wenn das Maß an Intensität und Verbundenheit, dass man braucht, um sich lebendig zu fühlen, gerade nicht verfügbar ist?
Dann einfach zu sagen "Was soll's, ich bin erwachsen, ich mach mich selber glücklich!", das ist eben nicht immer die angemessene Lösung. Es gibt eine Grenze an Lebendigkeit, unter die man nicht kommen möchte.
WAS DANN?
Zumindest die Literatur ist voll von solchen idealistischen, lebenshungrigen Figuren, die deshalb ein "böses" Ende nehmen.
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05.03.2012, 22:29
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05.03.2012, 22:31Inaktiver User
AW: Soziale Abkapselung
Scheint so …
Andere schmeißen vielleicht schneller Ballast über Bord.
Oder stürzen sich in eine Aktion, in der Zuversicht, dass sie schon auf den Füßen landen werden.
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06.03.2012, 08:01



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