Jeder hat ja wahrscheinlich schon die ein oder andere Entschiedung treffen müssen, die jetzt richtig entscheidend für den weiteren Lebensverlauf war. Zum Beispiel ein Umzug, neuer Job, Berufwahl etc.
Wie geht ihr in einem solchen Fall vor? Hört ihr viel auf euer Umfeld, oder eher aufs Bauchgefühl? Was hat euch geholfen, wenn ihr so richtig unentschieden wart?
Ich habe ja den Verdacht, dass es umso schwieriger wird, desto mehr man drüber nachdenkt, was für eine Tragweite eine solche Entscheidung hat.
Antworten
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20.02.2012, 12:58
Die "ganz großen" Entscheidungen treffen
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20.02.2012, 13:02
AW: Die "ganz großen" Entscheidungen treffen
Ich entscheide aus dem Bauch heraus.
Das erste Gefühl ist meist das richtige.
Allerdings lasse ich da durchaus auch den Verstand mit einfließen.
Etwas zu zerhirnen und zu viel abzuwägen hilft ab einem gewissen Punkt nicht mehr, finde ich.
Meine Erfahrung ist: Wenn man so richtig unentschieden ist, dann ist der Bauch im Grunde nicht dafür, etwas neues zu machen. Also lasse ich es. Bis es sich richtig anfühlt.
Ob es dann richtig war, das stellt sich eh immer erst hinterher raus.
Egal, ob ich spontan aus dem Bauch heraus entscheide oder lange und ausgiebig über meine Entscheidung nachgedacht habe.
Kann gut gehen, kann schief gehen.
Selbst, wenn ich alles so lasse wie es ist.
"Keiner weiß, wie es wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll"
LG
HexlThe difference between try and triumph is just a little "umph"
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20.02.2012, 13:15Inaktiver User
AW: Die "ganz großen" Entscheidungen treffen
Wenn man sich unentschieden fühlt, hilft es nur, weitere Informationen zu sammeln. Das hilft sowohl dem Bauch als auch dem Kopf. Wirklich wichtige Entscheidungen treffe ich nur, wenn Kopf und Bauch übereinstimmen. Ansonsten stimmt irgendwas nicht.
Vom Umfeld kann man sich Infosund Meinungen holen, aber ganz sicher keine Entscheidungen.
Grüße, Cariad
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20.02.2012, 14:37
AW: Die "ganz großen" Entscheidungen treffen
Der Bauch und viel Zeit sind meine wichtigsten Entscheidungshilfen. Wenn ich unentschieden bin, dann warte ich ab, und mache in der Zwischenzeit etwas, was auf alle Fälle schon mal nicht falsch ist.
und irgendwann machts "pling!" und die Entscheidung ist gefallen ins bewusste Bewusstsein getreten, wenn die Zeit reif dafür ist. Dann kann's dann auch sehr schnell gehen, und ob der Kopf damit einverstanden ist oder nicht, ist dann auch nicht mehr wesentlich. Der Kopf kann höchstens noch etwas bremsen im Sinne, dass er auf zeitliche und finanzielle Grenzen hinweist, die respektiert werden müssen. Aber bei den wirklich wichtigen Dingen spielt dann auch das keine Rolle mehr.
grüsse, barbara
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20.02.2012, 14:48
AW: Die "ganz großen" Entscheidungen treffen
Ich lasse vieles im "Hintergrund" laufen. Mir kommt eine Idee und ich fange an, darüber nachzudenken. Wenn ich keine Lösung finde und auch keine sofort erforderlich ist, überstürze ich nichts und wende mich anderen Dingen zu. Manchmal wache ich morgens auf und weiß "Genau so machst Du das jetzt!" und setze es dann auch recht zügig um.
Wichtig ist mir dabei immer, dass ich die Entscheidungen ganz bewusst und von mir so gewollt treffe. Ich diskutiere gerne auch mit anderen darüber, um Input und Meinungen zu hören, letztendlich habe ich aber nicht das geringste Problem damit, genau das Gegenteil von der Meinung der anderen zu tun. Selbst wenn es sich als Fehler erweist, ist es mein eigener Fehler."Neid ist die Religion der Mittelmäßigen..... Selig der, den die Idioten anbellen, denn seine Seele wird ihnen nie gehören. (C.R. Zafón)
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20.02.2012, 16:05
AW: Die "ganz großen" Entscheidungen treffen
Interssante Frage... (ich stecke gerade mitten in einer solchen "ganz großen" Entscheidung).
Ich durchlaufe meist ein paar Phasen. In der ersten Phase schwankt es ständig hin und her (und ich haue mir auch die Nächte mit hin-und-her-Grübelei um die Ohren) und ich sammle Argumente, die für und gegen beide Alternativen sprechen. Manchmal schreibe ich pro und contra - Listen.
Dann schiebe ich das ganze für eine Weile (je nachdem, wie schnell das mit der Entscheidung gehen muss) ganz weg und versuche, gar nicht mehr aktiv dran zu denken. "Sacken lassen", oder so.
Dann spreche ich mit 2-3 Leuten, denen ich zutraue, mich halbwegs neutral beraten zu können.
Und irgendwann weiß ich, was ich machen soll, der Gedanke ist dann auf einmal ganz klar in meinem Kopf. Danach entscheide mich auch nicht mehr um.
Bisher hat das immer geklappt.
Bei meiner aktuellen Entscheidung bin ich gerade in der "ich spreche mit neutralen Personen"-Phase. Und ich finde es jetzt schon schade - egal wie ich mich entscheide - dass man das Leben nicht zurückspulen kann um zu sehen, ob man mit der Alternative genauso glücklich / glücklicher / unglücklicher geworden wäre.
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20.02.2012, 16:11
AW: Die "ganz großen" Entscheidungen treffen
ich höre auf mein bauchgefühl, dann auf den verstand und das setze ich zusammen und wäge ab. ich habe no-gos, sei es im job oder in beziehungen, werden die öfters überschritten und ich komme mit reden nicht weiter, dann ziehe ich konsequenzen. zudem habe ich gelernt meiner menschenkenntnis zu vertrauen, also lasse ich von anfang an die finger von dingen/menschen die mir ein komischen bauchgefühl bereiten.
mein umfeld wird nicht zu rate gezogen ausser es betrifft sie persönlich dann muss ich natürlich reden und ev. änderungen herbeiführen.
lara"Die Hoffnung ist das Übelste aller Übel, weil sie die Qual der Menschen verlängert"
Friedrich Nietzsche
"Wer nach allen Seiten hin offen ist, kann nicht ganz dicht sein"!
"Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt"!
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20.02.2012, 16:12"Die Hoffnung ist das Übelste aller Übel, weil sie die Qual der Menschen verlängert"
Friedrich Nietzsche
"Wer nach allen Seiten hin offen ist, kann nicht ganz dicht sein"!
"Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt"!
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20.02.2012, 16:26
AW: Die "ganz großen" Entscheidungen treffen
Bei vielen Sachen weiß ich und wußte ich schon immer, was ich wollte. Die Frage war immer nur, welcher Weg innerhalb meiner Reichweite führt in die richtige Richtung und ist für mich zu belwältigen. Ersteres konnte ich recherchieren, letzteres mußte ich durch Erfahrung lernen.
Ich frage mich vor jeder Richtungsentscheidung, "wo will ich hin, was will ich sein, kann ich mich da sehen, welche Kompromisse mache ich dafür", spiele im Kopf Szenarien durch, rede mit Leuten um mir Input und Ideen zu holen, und frage mich, wie ich mich mit verschiedenen Ideen fühle, bis ich etwas finde, was "paßt".
Der Gedanke, "es ist nichts endgültig" hilft mir immer sehr!
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20.02.2012, 19:23
AW: Die "ganz großen" Entscheidungen treffen
Argh, von dieser Zielstrebigkeit würde ich mir gerne eine Scheibe abschneiden :)!
Ich bin gerade auch noch in der Phase Informationen sammeln, aber das Bauchgefühl ist mir immer etwas unheimlich. Vielleicht sagt der Bauch "Nimm Job X" (als Beispiel), weils beim Vorstellungsgespräch von Job Y geregnet hat und die Bahn Verspätung hatte. Und das wären ja ganz blöde Entscheidungsgründe :)


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