>Tatsächlich gibt es wirklich nur wenige Menschen, die Krisen mit
>ansehen oder mit aushalten können.
wenn denn der freundeskreis nicht gleich mit weg ist in eienr krise wie bei mir geschehen . .
ich hatte aber das unverschaemte glueck, dass ich bekannte hatte, die zu freunden wurden. fuer dei bin ich dann auch gerne in krisenzeiten da.
luciernago![]()
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16.02.2012, 08:45
AW: Bringt einen jede Krise weiter?
LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH
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16.02.2012, 10:32
AW: Bringt einen jede Krise weiter?
@ HorusDas ist jedoch ein bisschen wenig. Schließlich will die Krise ja auch bewältigt werden. Das braucht Kraft und Zeit. Und wenn man es geschafft hat, weiß man, wie stark man ist - und man hat evtl. sein eigenes Instrumentarium zur Krisenbewältigung verbessert oder erweitert. Das ist damit gemeint, wenn Menschen an Krisen reifen.
Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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16.02.2012, 10:39Inaktiver User
AW: Bringt einen jede Krise weiter?
Seh ich an einem Beispiel in meiner Umgebung anders.
Man kann sagen, dass das Leben meines Bruders eine einzige Krisensituation ist (nicht-korrigierbarer Herzfehler). Innerhalb dieses Ausnahmezustandes hat er regelmässig Krisen, teilweise in Form eines Herzstillstandes, teilweise in Form von Problemen anderer Art. Er sagt, dass er auf jede einzelne davon verzichten könnte. Und nicht mal das Gefühl, es - wieder mal - geschafft zu haben, ist für ihn ein positives.
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16.02.2012, 10:55
AW: Bringt einen jede Krise weiter?
@ Horus
Na, ich finde, dass er jedesmal überlebt, ist durchaus etwas Positives!
Er hat jedesmal eine neue Lebenschance bekommen!
Oder wäre es ihm lieber, wenn er daran stürbe?Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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16.02.2012, 11:01Inaktiver User
AW: Bringt einen jede Krise weiter?
Natürlich: wer das Leben realistisch einschätzt, der weiß, dass einem nicht nur gute Dinge passieren.
Ein paar Krisen hat wohl jedes Leben zu bieten.
Der Mensch ist so konzipiert, dass er das aushält, irgendwie.
Darin einen GEwinn für den Menschen zu sehen (unter dem Motto: was mich nicht umbringt, macht mich nur härter) halte ich für leicht zynisch - es wird dem Leid nicht gerecht, was ein einzelner durchleben muss.
Leider hält das Leben für einige mehr negative Überraschungen bereit, als für andere. Ob die nun wollen oder nicht, sie müssen sich damit arrangieren. DAs nennen dann optimistische Gemüter daran wachsen (sie haben das Leid meistens nicht erlebt und urteilen von außen).
Ich glaube, dass sich manche Leute über Kleinigkeiten freuen können, weil sie so gestrickt sind.
Andere bleiben, egal, wie ds Leben sie schüttelt, miesmuffelig - hat nicht unbedingt mit Krise zu tun.
Ich weiß, dass es Krisen gibt, die einen existentiell bedrohen.
Auch wenn bei uns kein Kind an Hunger sterben müsste, wir nicht auf der Flucht sind (unsere Großeltern waren es zum Teil), so haben auch wir hier Krisen zu bewältigen, die uns unter die Haut gehen. Ich wundere mich manchmal, wie die Generation vor uns das alles ausgestanden hat, aber es ist leider nicht so, dass wir im Paradies leben.
Ob nun jemand aus einer Krise lernt oder nicht, das kann ein Aussenstehender nicht oder kaum beurteilen.
Daher finde ich auch Sätze wie "wers nicht gleich kapiert, kriegt das problem in Variation wieder vorgesetzt"
ein wenig unbarmherzig - es geraten auch Leute in Krisen, die dies absolut nicht "verdient" haben. Ich denke da an Unfälle, schwere Krankheiten...
Es gibt Krisen, die wir nicht überleben: Depressionen, die so stark werden, dass man sich das Leben nimmt.
Oder Krisen, die das ganze Leben verändern und verschlechtern: der Tod eines Kindes, eine schwere, unheilbare Krankheit.
Schon aus dem Grund dient nicht jede Krise einem Wachstum. Es liegt uns nahe, einer Krise einen Sinn zu geben, dem Leiden einen Grund - damit wird es erklärbarer, ein wenig greifbarer.
Aber manche negativen Dinge sind völlig sinnlos!
Wir freuen uns, wenn wir eine Krise hinter uns lassen und atmen auf - haben es wieder mal geschafft und fühlen uns bestätigt. Ich glaube aber, dass wir ohne Krise besser dran gewesen wären.
Eine Krise ist eine Krise - nicht mehr und nicht weniger. Sie kommt nicht als Strafgericht über uns - es kann jeden täglich treffen. Eine Sicherheit gibt es nicht - auch nicht, wenn wir "brav" sind, weise und reflektiert leben und uns als "fortgeschritten" empfinden mögen.
Bleibt uns Aussenstehenden, vorsichtig mit Urteilen zu sein.
Lorelei hat Recht: man kann die Situation anderer nur beurteilen, wenn man eine Zeit lang in ihren Mokassins gegangen ist.
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16.02.2012, 11:02Inaktiver User
AW: Bringt einen jede Krise weiter?
Unter bestimmten Bedingungen - ja. Hat er schon so gesagt.Oder wäre es ihm lieber, wenn er daran stürbe?
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16.02.2012, 11:04Inaktiver User
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16.02.2012, 11:14
AW: Bringt einen jede Krise weiter?
Kennt jemand von euch das Buch "Vier minus drei" von Barbara Pachl-Eberhard?
Ich war mal auf einer Lesung und anschließender Diskussionsrunde.
Das war so traurig. Schön. Mutmachend. Und ja -auch mit Lachern.
Ein lebensbejahender Umgang mit einer Krise, die wirklich eine Vollkatastrophe ist.
Bewundernswert.
Ich weiß nicht, wie mein Umgang mit meiner persönlichen Vollkatastrophe wäre, wenn sie denn eintritt. Was ich nicht hoffe.
Aber ich hoffe und wünsche, dass ich wenigstens ein bisschen was von diesem Ja zum Leben und dieser Art der Krisenbewältigung schaffen kann. Wenigstens ein bisschen.
LG
HexlThe difference between try and triumph is just a little "umph"
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16.02.2012, 11:32Inaktiver User
AW: Bringt einem jede Krise weiter?
Idealerweise lernt man in Krisen, wie man Krisen bewältigen kann. So dass die nächste Krise eben leichter und schneller überstanden werden kann. Und eben nicht mehr soviel Krisenpotenzial hat.
Nach meiner letzten echten Krise hab ich mich sehr viel mit Resilienzstärkung befasst. Das ist die Fähigkeit, mit schwierigen Situation konstruktiv und sinnvoll umzugehen, und zwar unabhängig davon, ob wir über Verlassenwerden, Krankheit, Jobverlust oder Tod sprechen. Das empfinde ich als sehr, sehr hilfreich.
Trotzdem hätte ich meine Krise natürlich lieber nicht erlebt, auch auf Kosten dieses neu erworbenen Wissens.
Grüße, Cariad
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16.02.2012, 11:35
AW: Bringt einen jede Krise weiter?
@ HorusNun ja, die Frage, unter welchen Bedingungen das eigene Leben noch Lebensqualität hat, muss jede/r für sich beantworten. Man kann es schon nachvollziehen, dass ein Mensch sagt: "Bevor ich diese Einschränkungen meiner Lebensqualität hinnehme, trete ich lieber ganz ab."
Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!


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