Was ein "guter Mensch" ist, darüber kann man sich natürlich streiten. Wer allerdings ein gutes Krisenmanagement hat, hat mit ziemlicher Sicherheit mehr Gelassenheit, mehr Energiereserven, weniger akute Probleme und somit auch weniger Neigung, andere Menschen als emotionalen Mülleimer benutzen zu wollen.
das find ich durchaus positiv.
grüsse, barbara
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19.02.2012, 18:40
AW: Bringt einen jede Krise weiter?
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19.02.2012, 19:11Inaktiver User
AW: Bringt einen jede Krise weiter?
Das ist wirklich ungewöhnlich... aber jedem seins.
Meins wäre es nicht, denn mir wäre recht egal, was die Trauergäste speisen.
Und - was auf der Todesanzeige steht würde ich auch denen überlassen, die dann eben trauern sollten.
Und wer meinen Tod als "Umstände" betrachtet, der solle eh besser fern bleiben...
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19.02.2012, 19:13Inaktiver User
AW: Bringt einen jede Krise weiter?
@Nasstja: So ungewöhnlich ist das nicht, meine Großmutter hatte auch alles vorbereitet, bis hin zur Verfügung, in welchem Nachthemd sie beerdigt werden möchte. Selbstbestimmt bis zum Schluss, sozusagen.

Grüße, Cariad
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19.02.2012, 19:24Inaktiver User
AW: Bringt einen jede Krise weiter?
Kann ja jeder so haben.

Bestimmte Eckdaten weiß ich auch wie die sein sollen - aber ich bin da ganz einfach traditionsgebunden - genau wie bei allen meinen Vorfahren soll es bei mir auch sein.
Aber über Nachthemden und Speisefolgen möchte ich mir zu Lebzeiten einfach keine Gedanken machen, das ist mir einfach nicht wichtig...da plane ich wie die Oma von Lorelei lieber meine nächste USA-Reise...
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20.02.2012, 06:54
AW: Bringt einen jede Krise weiter?
ich plane auch lieber im diesseits . .
und ich bedaure nur jetzt schon eins: dass ich bei meiner beerdigung zwar dabei bin, aber nicht an den gespraechen teilnehmen kann.
vielleicht sollte ich sozusagen praemortal mal eine cd aufnehmen fuer die trauergemeinde? (da kommt mir als vertriebs-experte doch glatt eine geschaeftsidee *gruebel*)
luciernago
LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH
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20.02.2012, 09:49Inaktiver User
AW: Bringt einen jede Krise weiter?
Ja, das ist wirklich zu ärgerlich. 
Frage mich gerade ob es damit zu tun hat, dass ich - gerne - einer Religion angehöre und es da sowieso vorgegebene Riten gibt, die ich schätze, so dass ich mir keine Gedanken machen muss, dass irgendwas verkehrt läuft.
Außerdem bin ich da ein bisschen wie die Indianer - so wie die Ahnen halt, will ich es auch...
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23.02.2012, 17:45Inaktiver User
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23.02.2012, 18:18
AW: Bringt einen jede Krise weiter?
Hallo zusammen,
ich denke nicht, ob man Krisen braucht, um zu wachsen. Was man m.E. aber tatsächlich dazu braucht, sind Herausforderungen. Und was sind Krisen anderes als Herausforderungen, die man sich nur nicht selbst ausgesucht hat? Und selbstgewählte Herausforderungen sind ja auch oft genug mit Zweifeln, Ängsten und auch Phasen des Leidens verbunden. Nur weiß man da halt, dass man das so wollte und nimmt die unangenehmen Begleiterscheinungen in Kauf, weil man sich einen Gewinn davon erhofft. Vielleicht sollte man sich das in echten Krisen auch manchmal versuchen bewusst zu machen: Ja, ich leide jetzt und es ist schrecklich. Aber ich lerne auch etwas über mich, wachse daran, auch ohne dass ich das jetzt gerade merke.
Wenn ich Krisen schon nicht ganz vermeiden kann, kann ich zumindest versuchen, etwas Positivesr darin zu sehen oder mir davon zu erhoffen. Das tröstet vielleicht in der akuten Phase nicht unbedingt, aber es hilft möglicherweise schneller wieder Boden unter die Füße zu bekommen.
Gruß,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
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26.02.2012, 20:54
AW: Bringt einen jede Krise weiter?
Hallo,
wie man`s nimmt.
Sicher kann man immer neue Einsichten erhalten (usw., usw.) - zumindest wenn man nicht vollkommen ignorant ist.
Der springende Punkt ist meiner Ansicht nach die Möglichkeit der Umsetzung: Was nützen die tollsten Erkenntnisse, wenn du in Situationen kommst, in denen sie dir nicht weiterhelfen?
Das Leben nimmt nicht speziell Rücksicht auf die Erfahrungen, die du schon gemacht hast, Einblicke, die du schon gewonnen hast. Es passiert, was passiert (mit deinem Zutun im Positiven wie im Negativen, sicherlich), vielleicht hilft`s dir weiter, schon diese oder jene Krise gehabt, gemeistert, zu haben - vielleicht aber auch nicht.
Gruß MakroLocker bleiben
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27.02.2012, 14:01
AW: Bringt einen jede Krise weiter?
Was mich Krisen gelehrt haben, sind nicht nur Erkenntnisse, sondern vor allem Fähigkeiten - durchaus auch solche, die in jeder Situation nützlich sind. Zum Beispiel: durchatmen udn einen Schritt zurücktreten und sachlich nachdenken, egal wie übel mir gerade zumute ist. Oder die Fähigkeit, den nächsten Schritt zu tun. Und zu wissen, es bringt auch was, wenn der nächste Schritt lediglich so etwas Simples ist wie das Geschirr zu spülen: das bringt eine positive Dynamik in Gang, überhaupt irgend etwas zu tun. Oder die mentale Disziplin, Katatstrophenfantasien zu erkennen und nicht diesen Abhang hinunter zu rutschen... oder auch: mein Leben wie einen (meist schlechten) Film vor mir zu sehen und darüber lachen zu können, wie doof ich mich wieder mal anstelle. Die tragischsten Geschichten meines Lebens hatten alle eine ganze Menge Komik in sich... zumindest für Beobachter von aussen. so à la, jetzt bin ich schon auf der Bananenschale ausgerutscht, jetzt muss es natürlich noch soweit kommen, dass ein Blumentopf runterfällt und ich mit der Nase voraus in einem Stück Hundekot lande.
das hilft mir durchaus, und immer wieder.



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