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  1. Inaktiver User

    AW: Bringt einen jede Krise weiter?

    Hallo LaRimbecca,

    als Antwort auf Dein Eingangspost- ich hab mir jetzt nicht den ganzen Strang
    durchgelesen...

    ich finde es schwierig, sowas zu pauschalisieren-
    ich kenne Menschen, die von
    einer Krise in die nächste taumeln, und daran nicht wachsen, sondern im
    Gegenteil härter, verschlossener und misstrauischer werden...und dann habe ich
    aber auch schon das Gegenteil erlebtdas Menschen weicher werden, offener,
    und bewusster.

    Wenn ich nur von mir spreche, kann ich sagen:
    ja, viele meiner Stärken haben
    sich in Krisenzeiten entwickelt (und da hatte ich einige: Verlust eines Elternteils
    als Kind, Verlust des zweiten Elternteils mit 20, finanzielle Probleme, lebens
    bedrohliche Erkrankungen, Trennungen...).

    Ich denke allerdings auch, dass man über die Freude und den Erfolg genauso lernen kann!
    Und wachsen!
    Und wenn Krisen sich als Traumata erweisen, dann kann es schon Jahre dauern, bis der Betroffene sich erholt- und dann finde ich es auch gefährlich, als Aussenstehender
    zu sagen: das hat alles einen Sinn. Denn wenn man ums Überleben kämpft, dann nützt
    einem ein solcher Spruch nix!

    Dann wiederum kenne ich auch Leute, die Krisen "geniessen". Denen würde man was
    nehmen, wenn man Umstände erschafft, mit denen es ihnen gut geht...

    Also wie gesagt, ich finds schwierig das zu pauschalisieren...

    Viele Grüsse, Merretich

  2. Inaktiver User

    AW: Bringt einen jede Krise weiter?

    Cariad, wenn ein alter Mensch stirbt, sehe ich das ähnlich. Mein Großvater ist mit knapp 90 relativ gesund und ohne längeres Leiden praktisch im Schlaf gestorben. So wünsche ich mir das auch für mich.
    In meinem oben erwähnten Fall waren zwei der Verstorbenen Mitte 50, das hat mich doch sehr erschüttert.
    LG,
    Lakritze

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    AW: Bringt einen jede Krise weiter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich merke, dass ich sehr verbittert und misstrauisch geworden bin, vor allem, was die Arbeitswelt betrifft.
    Das geht mir allerdings auch so. Zudem ich gleichzeitig noch an meinen Fähigkeiten zweifle und auch überhaupt nicht weiß, ob ich das mit der Abgrenzung schaffe. Mich hat diese letzte Krise bis jetzt jedenfalls auch ängstlicher gemacht.
    Time is an ocean but it ends at the shore - Bob Dylan

    Und wenn der Wind mal von vorne kommt - leicht nach vorne beugen und einfach weitergehen - S.B.

  4. Inaktiver User

    AW: Bringt einen jede Krise weiter?

    Zitat Zitat von marilyn-74 Beitrag anzeigen
    Das geht mir allerdings auch so. Zudem ich gleichzeitig noch an meinen Fähigkeiten zweifle und auch überhaupt nicht weiß, ob ich das mit der Abgrenzung schaffe. Mich hat diese letzte Krise bis jetzt jedenfalls auch ängstlicher gemacht.
    Die Abgrenzung muss man sich auch erst mal leisten können.
    Ich habe schon mal geschrieben, in der letzten Firma hieß es direkt: entweder, ich leiste wieder 150% oder ich kann gehen. Ob es anderswo anders ist?
    Und wie verhalte ich mich im Vorstellungsgespräch? Direkt darauf hinweisen, dass ich auch ein Privatleben habe? Ist wohl ungeschickt. Und in der Probezeit?
    Ich finde es interessant, dass ich sonst keine Probleme habe, mich abzugrenzen und nein zu sagen. Nur als Angestellte (wobei ich die Probleme wohl eher habe, _weil_ ich nein sage)

    LG,
    Lakritze

  5. Inaktiver User

    AW: Bringt einem jede Krise weiter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Grundsätzlich gibt es offenbar schon zwei unterschiedliche Herangehensweisen. Es gibt die Menschen, die sich auch in der Krise bewusst sind: Irgendwann geht es mir wieder gut. Und die Menschen, die sich auch in guter Zeit bewusst sind: Irgendwann geht es mir wieder schlecht. Beide haben mit Sicherheit recht.
    Das kann man auch als Optimismus und Pessimismus beschreiben.
    Der eine hat die Zuversicht, der andere nicht.

    Ob man das immer steuern kann?

    Es hat schon auch damit zu tun, welches Rüstzeug man hat (Familie, Freunde, Selbstbewusstein durch eine liebevolle Erziehung, finanzielles Polster etc.) wie man da heraus kommt.

    Und auch ob es traumatische Krisen sind, die Existensängste auslösen und die man nicht wirklich verarbeitet hat.

    Das hat nicht jeder in der Hand und mittlerweile rate ich jedem, in solchen Fällen auch professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

    Darum - ich glaube man kann es so schlecht vergleichen.

    Alleinstehende beispielsweise kann der Verlust des letzten Elternteils sehr allein zurück lassen, wenn jemand hingegen in eine weitgehend intakte Großfamilie eingebettet ist, dann wird das eher aufgefangen.
    Auch wer ein gewisses Vermögen hat, wird mit Arbeitslosigkeit besser umgehen können als jemand, der diese Ressource nicht hat.

    @Lakritze und marylin
    Das mit dem ängstlicher werden kann ich nachvollziehen, geht mir auch so, auch wenn ich es nicht gerne wahrhaben will (Passt nicht in mein Selbstbild).

  6. Inaktiver User

    AW: Bringt einen jede Krise weiter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hihi, das hab ich auch erlebt: Dass einem mitten im persönlichen Weltuntergang (Trauer, Krankheit, Verzweiflung) dann auch noch der Außenspiegel abgefahren wird und man Zahnschmerzen bekommt oder so. Und man denkt: Boah, die Welt hat sich gegen mich verschworen.
    Muß ich noch erwähnen, das ich just heute - morgen steht eine zweitägige Dienstreise an, wo äußerste Konzentration gefordert ist - von einer fiebrigen Erkältung befallen wurde ?

    Nun, ich sehe das auch so wie Du, das hat nix miteinander zu tun.

    Als gaaannzzz tolle Gelegenheit, mal wieder meine eigene Stärke zu erleben - werde das trotzdem wuppen - sehe ich das nicht. Es nervt schlichtweg.

    @Bae,
    Deine Großeltern haben aus bester Gesundheit heraus ihre Wohnung gekündigt und ihre in 3 Wochen bevorstehende Beerdigung organisiert ? Ich bin beeindruckt. Seid ihr ein Geschlecht von Hellsehern ?

    Meine Schwiegermama nicht.... Sie war gerade dabei, ihre USA-Reise zu organisieren.

  7. Inaktiver User

    AW: Bringt einen jede Krise weiter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Abgrenzung muss man sich auch erst mal leisten können.
    Ich habe schon mal geschrieben, in der letzten Firma hieß es direkt: entweder, ich leiste wieder 150% oder ich kann gehen. Ob es anderswo anders ist?
    Also, das ist sicher nicht in jeder Firma und in jedem Bereich so.

    Und sogar bei Hochleistungsfirmen gibt es immer Leute, die so durchkommen.

  8. Inaktiver User

    AW: Bringt einen jede Krise weiter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    PS: Beim Lesen denke ich: Das klingt ein bisschen so, als würde man ein besserer Mensch dadurch, dass man lernt, mit Krisen umzugehen. Das ist natürlich Quatsch! .
    Mir scheinmt der ganze Strang ein wenig von christlicher Glaubenslehre geprägt, Läuterung durch Leid etc pp
    Damit habe ich eh nix am Hut.

  9. gesperrt

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    AW: Bringt einen jede Krise weiter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Deine Großeltern haben aus bester Gesundheit heraus ihre Wohnung gekündigt und ihre in 3 Wochen bevorstehende Beerdigung organisiert ? Ich bin beeindruckt. Seid ihr ein Geschlecht von Hellsehern ?
    Man muss nicht Hellseher zu sein, um zu wissen, dass der Tod früher oder später kommt. Als sie in Rente kamen, hatten sie das alles nach und nach organisiert, vielleicht sogar schon früher. Bis hin zu Detail wie dem Menu des Leichenmahls, den Todesanzeigen etc. Es gab für die Kinder, die sich kümmerten, nichts weiter zu tun als die vorbereitete Liste in die Hand zu nehmen und das Telefon und allen zu sagen "es ist soweit".

    Im angenehmen Wissen, das ihr Tod keine grossen Umstände machen würde und alles geordnet ist, danach noch etwa zwanzig Jahre lang gut und dem Alter entsprechend gesund gelebt.

    ich hoffe, ich werde meinen Tod dann auch so gut und gründlich vorbereiten. Vielleicht sollte ich mich mal an einem verregneten Sonntag daran machen, mein Testament zu schreiben.

    grüsse, barbara

  10. gesperrt

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    AW: Bringt einen jede Krise weiter?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Abgrenzung muss man sich auch erst mal leisten können.
    Ich habe schon mal geschrieben, in der letzten Firma hieß es direkt: entweder, ich leiste wieder 150% oder ich kann gehen. Ob es anderswo anders ist?
    Das Problem ist, keine Abgrenzung kann man sich langfristig sowieso nicht leisten. Weil man dann irgendwann zusammenklappt und einfach nicht mehr kann, und DANN hat man garantiert einen ganzen Problemstau wo dann alles miteinander schief geht, plus noch Auseinandersetzungen mit Ärzten, das Suchen nach einem neuen beruflichen Weg und neuen Finanzierungsquellen. Das ist ja alles einzeln schon anspruchsvoll, aber wenn all das aufs Mal jemanden auf den Kopf fällt, das haut die stärkste Person um.

    Generell misstraue ich allen, die "150%" sagen. Mein Bestes, das sind meine 100%, und vernünftigerweise kann ich 100% Einsatz und Kompetenz und 100% von meinem Besten geben, aber mehr hab ich einfach nicht, Punkt. Wo keine Zitrone ist, hilft alles Drücken nichts, es kommt kein Saft raus.

    und ja, es gibt durchaus Firmen, die verstehen, dass 80% über lange Zeit leistbar ist, mit Spielraum nach oben für eventuelle Krisen. Jene Firmen und Leute, die schon im Alltag am Anschlag laufen und immer am Rand zur Krise stehen, die bekommen dann auch ein heftiges Problem, wenn eine grössere Krise auf einmal zusätzlich dasteht, weil es sind dann keine Ressourcen da, die den Schaden begrenzen könnten.

    grüsse, barbara

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