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  1. Inaktiver User

    Immer wieder "benutzt" werden...

    Ich weiß nicht recht, wie ich es in Worte fassen kann...

    Ich bin eine freundliche aufgeschlossene Person und gelte so im allgemeinen als "stark und mutig" und "ich kriege es schon hin"... das stimmt irgendwie auch, ich habe mir das auch hart erarbeitet.
    Ich bin positiv eingestellt und gehe gern mit Menschen in Kontakt. Trotzdem möchte ich nur Kontakte pflegen, die irgendwie "auf Gegenseitigkeit" beruhen. Und da geht es los...
    die Frau, die ich im Urlaub kennengelernt habe und die bei mir relativ in der Nähe wohnt,
    erwartet wie selbstverständlich, dass ich bei ihrem Umzug die Kartons mitschleppe... dass ich abgelehnt habe, hat ihr nicht gefallen
    meine Schwester meldet sich bei mir nur, wenn es ihr richtig schlecht geht, um mir dann mitzuteilen, dass ich es ja so gut hätte
    mein Chef wälzt gern Aufgaben auf mich ab und beschäftigt sich mit interessanten Dingen
    eine Freundin von mir, die ich zu mir zum Essen eingeladen habe, rief mich hinterher an, um mir mitzuteilen, dass es ihr nicht gefallen habe... sie war dann beleidigt, als ich pikíert reagiert habe. Jetzt ist Funkstille, keine von uns meldet sich.
    usw.

    Ich kenne nun die Reaktion, wenn ich abwehre, das gelingt mir auch erfolgreich, aber es ist für mich auch nicht zufriedenstellend, weil verschiedene Kontakte dann eben auch nicht weitergehen oder mein Harmoniewunsch gestört wird.
    Ich arbeite dauerhaft an meiner "Abgrenzung", aber muss das so sein?

    Über Ideen hierzu freue ich mich.

    Birke99

  2. User Info Menu

    AW: Immer wieder "benutzt" werden...

    Hallo Birke,

    ich kenne das schon so ähnlich, würde das nur nicht unbedingt "benutzt" werden nennen, aber so eine gewisse Hauptsicht auf die eigenen Bedürfnisse schon. Weiß auch nicht, ob das ein Phänomen unserer Zeit ist oder schon immer so war und man es nur im Laufe des Lebens immer schlechter ertragen kann.

    Aber manchmal bin ich selbst auch ein bisschen so, glaube ich. Deshalb kann ich das bei Anderen eher annehmen, weil ich immer das Gefühl habe, dass es sich am Ende doch irgendwie ausgleicht. Nur eben nicht so unmittelbar 1:1 und auch nicht immer bei der selben Person. Aber so, dass es Freunde oder Bekannte gibt, bei denen ich mehr investieren muss, während ich von Anderen eher mehr erhalte.

    Hast Du auch Kontakte, bei denen die Bilanz für Dich günstiger ist?
    Man muss nur immer einmal öfter aufstehen als man umgefallen ist.
    "Ihr sollt immer denken: Ich werde es schaffen" Dalai Lama


  3. Inaktiver User

    AW: Immer wieder "benutzt" werden...

    Liebe Birke,

    also -ehrlich gesagt -wirkst Du hier auf mich nicht freundlich und aufgeschlossen, sondern eher unfreundlich und zickig.

    Was ist daran so schlimm, einer Bekannten beim Umzug zu helfen? Ich gehe mal davon aus, dass Ihr Euch im Urlaub gut verstanden und auf dem Weg ward, Freundinnen zu werden...... Und wer weiß, sie würde Dir doch vielleicht auch helfen.

    Das Dein Chef unangenehme Arbeit auf Dich abwälzt, ist unschön, aber nunmal Privileg eines Chefs. Wäre ich Chef, würde ich ja auch lieber die interessanteren Sachen bearbeiten.

    Und wenn ich eine Freundin zum Essen einlade, kann ich ja nicht automatisch davon ausgehen, dass es ihr gefällt. Gerade unter Freundinnen sollte man doch offen miteinander umgehen können und ehrlich sagen können, wenn einem etwas nicht gefällt.

  4. Inaktiver User

    AW: Immer wieder "benutzt" werden...

    Birke,

    es ist schwierig, deine Situation konkret einzuschätzen.

    Jeder muss selbst die Balance finden zwischen "dem anderen helfen und ihn annehmen" und "selbst angenommen werden".

    "Everybodies darling is everybodies Depp", diesen Spruch finde ich sehr passend.

    Wenn man nicht immer so spurt, wie es die anderen erwarten, muss man mit rechnen, dass sie not amused sind. Das muss man halt aushalten.

    Wenn du das Gefühl hast, nur gemocht zu werden, wenn du nach den Wünschen anderer funktionierst, dann würde ich mir mal andere Freunde suchen....

    Gruß, Elli

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    AW: Immer wieder "benutzt" werden...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Liebe Birke,
    also -ehrlich gesagt -wirkst Du hier auf mich nicht freundlich und aufgeschlossen, sondern eher unfreundlich und zickig.
    Kann ich jetzt so nicht bestaetigen. Ich kenne die aufgefuehrten Beispiele auch aus meinem Alltag. Mich wuerde auch die schon gestellte Frage interessieren, ob es noch andere Kontakte gibt, bei denen es sich mehr ausgleicht und wenn ja, auf die anderen "verzichten".

    Oft werden die Weichen einer Freundschaft oder eines Arbeitsverhaeltnisses am Anfang gestellt: Wenn man einmal keinen Zaun gezogen hat, ist es schwieriger, die Tiere wieder von der Weide zu kriegen, als wenn der Zaun gleich zu Anfang da steht (bildlich gesprochen)

    Kitty
    Coat check girl: Goodness! What lovely diamonds!
    Mae West: Goodness had nothing to do with it...

  6. Inaktiver User

    AW: Immer wieder "benutzt" werden...

    Ja, das ist sicherlich ein gutes Bild "gleich zu Anfang einen Zaun" zu ziehen - da hapert es vermutlich bei mir...
    Leider sehe ich es den Menschen ja nicht an, was von dortiger Seite kommen wird... und es könnte auch was dran sein, dass es heutzutage dazu gehört, alles "mitzunehmen" was man kriegen kann...
    Ich habe auch Freundschaften und Kontakte, bei denen es nicht so ist, dass ich mich immer in der Geberin-Rolle sehe. Nun bin ich aktuell auf der Suche nach neuen Kontakten, da muss man wahrscheinlich verschiedene Erfahrungen machen....

    Und, Schützin, ich glaube dir gern, dass ich in meinem Posting zickig wirke, das ist nur in der Realität irgendwie anders...

    Grüße Birke

  7. User Info Menu

    AW: Immer wieder "benutzt" werden...

    Hallo Birke,

    wie reagierst Du denn in solchen Situationen? Die von Dir geschilderten finde ich sehr unterschiedlich und es entsteht nicht automatisch daraus ein Bild von jemanden, der sich benutzen lässt. Die Umzugshilfe hast Du ja abgelehnt. Dass der Chef bestimmt, welche Aufgaben Du erledigst, ist Teil seines Jobs und normal - wenn Du etwas anderes machen möchtest, solltest Du das in einem Gespräch ansprechen. Die Reaktion Deiner Freundin auf Dein Essen ist nicht schön, aber ehrlich. Je nachdem, in welchem "Ton die Musik gespielt" wurde, kann man auch einfach darüber lachen. Wenn Deine Schwester ständig jammert und kein Ohr für Deine Probleme hat, dann ist es sicherlich nicht einfach, sich abzugrenzen, aber auch das ist möglich: Ihr ihr Verhalten zu spiegeln (ebenfalls im richtigen "Ton"), kann ihr möglicherweise sogar mehr helfen als das 53. verständnisvolle Gespräch.

    Ich erlebe Dich nicht als ein typisches Opfer. An der ein oder anderen Stelle kannst Du Dich abgrenzen, an anderen ist vielleicht mal gefragt, dass Du Deine Kritikfähigkeit reflektierst, an wiederum anderen, dass Du Dich aktiv für Deine Belange einsetzt.

    Grundsätzlich sollte man bei Freunden das Gefühl haben, dass Geben und Nehmen ausgeglichen ist oder ausgeglichen wird. Deswegen ist das genaue Hinschauen, mit welchen Menschen man sich umgibt, sicherlich hilfreich. Aber wenn die Kritik an Deiner Mahlzeit das Einzige ist, was Dich an einer Deiner Freundinnen "angepikst" hat, dann überlege vielleicht auch mal, wie wertvoll auch Kritik unter Freunden sein kann. Auch wenn das Kochen nicht gerade lebenswichtig ist.
    Mache das sichtbar, was ohne dich vielleicht nie gesehen werden würde.

    - Robert Bresson -

  8. User Info Menu

    AW: Immer wieder "benutzt" werden...

    Hallo Birke!

    Deine Schilderungen klingen auf Anhieb nicht unbedingt so, als würdest Du jedermanns Fußabtreter abgeben.

    Mal konkret:

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    eine Freundin von mir, die ich zu mir zum Essen eingeladen habe, rief mich hinterher an, um mir mitzuteilen, dass es ihr nicht gefallen habe... sie war dann beleidigt,
    Erstmal: Deine Freundin geht erstmal davon aus, dass Du es aushälst, wenn sie Dich kritisiert. Das ist doch schon mal nicht schlecht. Dass sie ein Problem angesprochen hat, zeigt nämlich auch ihr Vertrauen in Dich und darauf, dass es Dir wichtig ist, was sie fühlt. - Übrigens hat dieser Fall m.E. nichts mit "Benutzen" zu tun. -
    Jetzt stellt sich die Frage: Was genau hat sie kritisiert?
    Außerdem möchte ich Dich mal drauf hinweisen, dass es eine Abwertung darstellt, wenn Du sie als "beleidigt" bezeichnest. Das weist nicht unbedingt auf eine freundschaftliche Perspektive Deinerseits hin.

    Massashi

  9. User Info Menu

    AW: Immer wieder "benutzt" werden...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, das ist sicherlich ein gutes Bild "gleich zu Anfang einen Zaun" zu ziehen - da hapert es vermutlich bei mir...
    Leider sehe ich es den Menschen ja nicht an, was von dortiger Seite kommen wird...
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man gewisse Dinge von Anfang an merken kann, leider nur blendet man sie aus oder entschuldigt sie oder hofft, dass es besser wird, will die Freundschaft nicht verlieren, etc.

    Vielleicht hat die Bekannte schon im Urlaub Züge gezeigt, die darauf hinwiesen, dass sie Dinge selbstverständlich nimmt? Lässt die Freundin ihre schlechte Laune schon von vorne herein an dir aus?

    Gut ist, dass du auch andere Leute kennst. Ich würde die anderen einfach aus meinem Leben verabschieden.

    Ich muss allerdings manch anderem Post zustimmen, dass deine Beispiele etwas vage beschrieben sind und wir hier nur deine Seite kennen...

    Kitty
    Coat check girl: Goodness! What lovely diamonds!
    Mae West: Goodness had nothing to do with it...

  10. User Info Menu

    AW: Immer wieder "benutzt" werden...

    Kann es sein, dass deine Beispiele nur die Spitze des Eisbergs sind? Dass dir eigentlich noch mehr auf der Seele liegt, dass es noch viel mehr Beispiele gäbe, wo "Sand im Getriebe" ist?
    Oder ist einiges quasi gleichzeitig quergelaufen?

    Eine Bekannte, die beleidigt ist, weil ich nicht helfe - tja nun, damit muss sie leben. Du wirst deine Gründe gehabt haben. Hast du sie ihr nicht genannt? Nicht, dass man Rechenschaft schuldig wäre - aber Absagen verkraften sich leichter, wenn man versteht, warum der andere so entscheidet.

    Der Chef ist ein ganz typischer. Das haben dir die anderen ja auch schon gesagt.

    Ich habe nicht verstanden, warum die Freundin, der es bei dir nicht gefallen hat (oder das Essen nicht?), eingeschnappt ist. Habt ihr euch am Telefon gestritten darüber? Hat sie den Eindruck, du hättest dir keine Mühe gegeben, oder worum geht es überhaupt? Ich meine, wenn mir ein Essen nicht mundet, das ist ja keine Katastrophe, deshalb fang ich doch keinen Streit an oder bin beleidigt.

    OT *gacker* Mir fällt eine Story ein, da hat mich mal eine Bekannte zu sich eingeladen. Es gäbe Schampus, Austern und überhaupt, der Tisch werde sich biegen, das sei ihr Geschenk zu meiner Hochzeit für mich. Wow. Als ich dann dawar, gab es in etwa eine halbe Tomate auf Toast und Malventee. *kicher* Mein dummes Gesicht hätte ich gern gesehen.

    Wäre klasse, wenn du die Sache noch ein wenig erhellen könntest.
    LG Karla
    The original Karla
    est. 2006


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