Antworten
Seite 2 von 3 ErsteErste 123 LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 24
  1. Inaktiver User

    AW: Immer wieder "benutzt" werden...

    ... halbe Tomate auf Toast und Malventee???
    Ja, ihr habt sicherlich recht, die Beispiele sind sehr unterschiedlich und z. T. steckt auch mehr dahinter... ich tue mich ja selbst schwer, die Thematik "einzukreisen".
    Bei besagter Freundin z. B. ist es so, dass wir uns vor 1,5 Jahren über die Schnittmenge "wir sind beide getrennt und wünschen uns neue Kontakte" kennengelernt haben und einen prima Draht zueinander hatten, so dass sich eine Vertrautheit entwickelt hat und wir gegenseitig von "Freundschaft" gesprochen haben. Nun sind aber zwischenzeitlich einige Sachen geschehen, man lernt sich besser kennen, es eckt hier und da, und die Sache an Weihnachten war schon sozusagen das Finale...
    Zur näheren Erläuterung: man merkt dann eben im Laufe der Zeit, dass Singlefrauen unterschiedlich mit dem Wunsch umgehen, wieder einen Mann im Leben zu finden, das kann einen dann ganz schnell in "unterschiedliche Lager" einteilen...

    Ich denke viel darüber nach, was ihr mir hier gespiegelt habt, und vermutlich resultiert einiges aus meinem Wunsch, mich nach meiner Trennung auch mit "neuen" Menschen zusammenzutun. Das geht ja irgendwie auch ganz leicht, aber wahrscheinlich muss ich rechtzeitig "meinen Zaun" zeigen!
    Das muss ich vielleicht erst lernen, wie gehe ich mit mir und meinen Bedürfnissen um und ja, es ist erlaubt, einer flüchtigen Bekannten nicht beim Umzug zu helfen...

    Bei dem Essen war übrigens nicht das Essen der Grund für das Gemecker, sondern die anderen Gäste... und das hat mich irgendwie gestört.

    Gruß Birke

  2. User Info Menu

    AW: Immer wieder "benutzt" werden...

    Argh...das kann ich auch nicht leiden, wenn meine Gäste an anderen Gästen herummäkeln.
    "Ach, der kommt auch? Den kann ich überhaupt nicht leiden!", sagte eine Bekannte. "Dann musst du dir überlegen, ob der Abend das richtige für dich ist", habe ich ihr gesagt. Vorträge über "Benimm" haben bei ihr eh keinen Zweck.
    Ich würde jetzt nicht sofort den Stab über deine Freundin brechen. Jeder ist mal "daneben". Warte einfach ab, was dein Bauch dir sagt.

    Ich glaube, man muss ziemlich schnell deutlich machen, dass man seine Meinung vertritt und selbstbewußt rüberkommen. Sonst halten alle einen für deppert. Auch Höflichkeit und Freundlichkeit können für Doofheit gehalten werden. Heutzutage.

    Ja, an die "Männersuche" gehen Frauen sehr unterschiedlich heran. Wenn es da nicht passt, also die eine jede Woche auf Disco-und Clubtour will, die andere eher nicht, dann macht man das eben unabhängig voneinander. Ich habe beim Thema "Männersuche" auch schon die dollsten Erkenntnisse über Bekannte gehabt.

    Vielleicht sollte man das alles nicht so schwer nehmen.
    Manchmal läuft alles etwas schräg.
    Und bei minus 20 Grad und einem anstrengenden Alltag die gute Laune zu behalten, ist manchmal nicht so leicht.
    Vielleicht hast du nur grade eine kleine "Phase", hm?
    Dann gilt Paragraf 2: Morgen wird ein schöner Tag!
    The original Karla
    est. 2006


  3. Inaktiver User

    AW: Immer wieder "benutzt" werden...

    Liebe Karla48,

    ich wollte es dir schon lange einmal sagen, ich habe "dich" schon oft gelesen: ich liiiebe deine Beiträge!

    Beste Grüße
    Birke99

  4. User Info Menu

    AW: Immer wieder "benutzt" werden...

    Oh, das ist aber nett, vielen lieben Dank!
    *flüster* man tut was man kann...
    The original Karla
    est. 2006


  5. User Info Menu

    AW: Immer wieder "benutzt" werden...

    Mir ist weder das Problem mit deiner Freundin noch das mit deinem Chef klar.

    Dass der Chef langweile Arbeiten delegiert und lieber die interessanten selbst macht, ist doch irgendwie logisch. Was hat das damit zu tun, dass du "benutzt" wirst?

    Deine Freundin hat gesagt, dass ihr das Essen nicht gefallen hat. Das ist zunächst mal ehrlich. Hättest du das nicht wissen wollen? Darauf hast du pikiert reagiert. Jetzt ist sie beleidigt.

    Da hast also erstmal auch du beleidigt reagiert und nicht deine Freundin. Ich weiß ja nicht, was "pikiert reagieren" genau bedeutet, aber jedenfalls hast du offenbar deiner Freundin bedeutet, dass du an ihrer ehrlichen Meinung nicht interessiert bist. Kein Wunder, dass das nicht besonders gut bei ihr angekommen ist. Ich würde auch an einer Freundschaft zweifeln, in der man nicht mal sagen kann, wenn einem etwas nicht gefallen hat.

    Ehrlich gesagt, auf mich wirkst du - oder jedenfalls dein Posting - auch eher zickig, als wie jemand, der ausgenutzt wird.

  6. User Info Menu

    AW: Immer wieder "benutzt" werden...

    Hallo, liebe Birke99,

    Dein Problem ist nicht ganz so ungewöhnlich: Hilfsbereite, freundliche Leute reizen dazu, sie aus zu nutzen. Um da raus zu kommen braucht es Selbstbewusstsein, eine feste Hand, selbst gestrickte Regeln und etwa so viele Emotionen, wie sie ein Krokodil beim Fressen empfinden mag.

    Zum Einstieg empfehle ich Dir folgenden (externen) Thread, wo etliches gesagt wird. Der/die PosterIn #5 gibt meine Meinung so ziemlich wieder, aber auch sonst hat es Einiges.

    Wie lernen sich nicht mehr selbst aufzuopfern?

    Das zitierte Buch habe ich auch gelesen und die Einsichten als sehr ermunternd empfunden.

    Du wirst lange an Deiner Haltung und Deinem Verhalten arbeiten müssen. Dazu ein Beispiel: In einem grösseren Ensemble, wo ich mit singe, nehme ich zum Auftritt im Sakko auch den Blaumann mit, und schleppe am Ende Bühnenteile. Ich musste aber den Ablenker rein schieben und weigere mich - bei allem Mitleid für die Anderen - gewisse zu schwere oder zu unhandliche Teile zu tragen, da dies meinem Rücken schadet. Es ist wirklich nicht mein Problem, daran Korrekturen anzubringen oder den Idioten der sie konstruiert hat, zu ohrfeigen.

    Das mit dem Spenden-Budget von (extern!) #5 mache ich auch so. Es ist eine sehr gute und sehr lehrreiche Übung. Vor Jahren habe ich fest gestellt, dass ich mich beim Geben von Almosen immer mies fühle. Entweder ich dachte, ich würde von Gaunern über den Tisch gezogen, oder ich hatte ein schlechtes Gewissen, weil es eventuell zu wenig war. Ich habe mir gezielt jede Emotion beim Spenden ab trainiert. Eine Rolle spielen nur noch der Wirkungsgrad der Institution und ob ich es eine gute Sache finde. Ein Budget hilft.

    Ich erwarte nichts und von mir darf man ausser anständiger Behandlung auch nichts erwarten. Aber man darf mich alles fragen und mit mir über alles verhandeln. Das haben meine Kinder und sogar die Ratten gemerkt. Aber man muss mit der Antwort leben können.

    Zum Chef: Könnte es nicht sein, das er Dir die Aufgaben zuteilt, im Gegensatz zu abwälzt. Schliesslich ist er der Chef. Mit einem Lächeln im Knopfloch: Mein Abteilungsleiter hat eine kleine Geschichte zirkulieren lassen, die darlegte, warum man kein Gehirn sein muss, um Chef zu sein, sondern nur ein ... . Er war definitiv KEINS und wir haben uns krumm gelacht.

    Zum Schluss noch dies: Als junge Erwachsene haben wir in unserer Gang, wo es viel um DIE WAHRHEIT und die EINSICHT ging, ein psychologisches Gesetz gefunden: „Das Gesetz von der minimalen Anstrengung“ . Es besagt, dass jemand, dem/der geholfen wird, selbst eine minimale Anstrengung erbringen muss. Sonst ist er/sie nicht dankbar, sondern fühlt sich insgeheim dem/der HelferIn ausgeliefert und hasst ihn/sie für die Hilfe. Skurril, nicht wahr? Wir haben es aber über lange Zeit, ich über Jahrzehnte beobachtet. Jedes verdammte Mal, wo ich mich dagegen vergangen habe, tat es mir nachher leid.

    Grüsse, und halt die Ohren steif! Isambard

  7. Inaktiver User

    AW: Immer wieder "benutzt" werden...

    Hallo Isambard,

    danke für den Link und die einfühlsamen Worte!
    Das trifft es schon ganz gut... ich bin bei weitem kein "Opfertyp", sondern wirke/bin eher selbstbewusst und dynamisch, dennoch habe ich wohl in meinem inneren Programm den "Helfermodus" auf "ON". Das Buch werde ich mir mal besorgen. Den Weg habe ich ja für mich eingeschlagen, ich erlaube mir "Nein" zu sagen, es bedeutet aber auch immer wieder, dass ich es aushalten muss, dass dann eben keine Harmonie angesagt ist.
    Zum Verhalten meines Chefs: es ist mir klar, dass er Aufträge verteilt, dennoch passiert es immer wieder, dass er Sachen "anreißt" durch Entscheidungen, Vorgaben o. ä. Es kommt dann immer wieder zu Situationen, in denen dann andere Leute sich beschweren, nachbessern wollen usw.... und dann kann er plötzlich nicht und ich soll den Termin wahrnehmen
    Anders wäre es ja, wenn er mir die Aufgabe X von Anfang an übertragen würde, dann wäre es ja meine Entscheidung und meine Sache, mit den Leuten die Konsequenzen auszuhandeln. So sitze ich dann immer mal wieder in irgendwelchen unangenehmen Situationen, die ich eben nicht selbst verursacht habe...

    @Lisa: es ging mir überhaupt nicht um die Frage "bin ich nett oder nicht nett", da hast du mich falsch verstanden. Ich bin halt immer wieder die gefragte Frau, wenn es irgendwelche Löcher zu stopfen gibt oder Lösungen zu finden sind. Und wenn ich mal ein Loch zu stopfen habe, sind die Leute grad verhindert...
    Wobei ich ja jetzt sagen muss: WAR, denn ich will das ja nicht mehr...

    Viele Grüße
    Birke99
    Geändert von Inaktiver User (11.02.2012 um 10:54 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Immer wieder "benutzt" werden...

    @Birke99

    Wenn ich recht verstehe hättest Du früher bei allem ja gesagt, oder?
    Also der flüchtigen Bekannten, die Dich für den Umzug einspannen will, obwohl Du eigentlich selbst viel zu tun hast?
    Bei dem Chef, der Dir die ganzen unliebsamen Sachen hinknallt?
    Dich vielleicht bei der Freundin entschuldigt, die sich über die anderen Gäste beschwert?

    Und jetzt versuchst Du es mal anders und bist irgendwie enttäuscht, dass die anderen das eher als Selbstverständlichkeit gewertet hätten, dass Du das machst?

    Ich finde absolut, dass man auch mal Nein sagen können muss.
    Bei einem Umzug helfe ich gerne, aber auch nur bei guten Freunden, die mir auch bei sowas helfen und/oder die kein Geld für einen Umzugsservice haben.
    Und auch seinem Chef gegenüber finde ich es toootal wichtig auch mal "Nein" sagen zu können - vor allem wenn es sich um Dinge handelt, die nichts mit Deinen Aufgaben zu tun haben oder Du eh schon überlastet bist.


    Dass jetzt alle so scheinbar "pikiert" reagieren, liegt entweder daran dass es neu ist, und sie Dich anders kennen, dass es wirklich Egoisten sind, die Dir durch ihr pampiges Verhalten signalisieren, dass sie diese Hilfe "erwarten" oder auch einfach an Deinem Ton - weil es für Dich vielleicht neu ist und Du Dich ungeschickt ausdrückst oder Ihnen auf eine einfache Frage "Kannst Du mir helfen?" unterschwellig unterstellst, sie wollten Dich ausnutzen.

    Vielleicht ist es die Mischung aus alledem?

    Jemandem um Hilfe fragen ist erstmal nix Ehrenrühriges, sondern sollte selbstverständlich sein. Genau wie zu akzeptieren, dass der andere die Hilfe gerade nicht leisten kann.

    Soweit die Theorie...

  9. User Info Menu

    AW: Immer wieder "benutzt" werden...

    Hallo, Liebe Birke99,
    Deine Antwort in #17 hat mir sehr wohl getan. Danke herzlich dafür. Nach Zoff mit einem Moderator in einem anderen, sehr viel strenger zensierten Forum war ich verärgert und wohl auch etwas traumatisiert. Der ohnmächtige Zorn, wenn einem jemand Unerreichbares in der Cyberwelt schadet, ohne Verantwortung übernehmen zu müssen, ist wirklich unangenehm. Deine Worte waren Balsam auf meine Wunden, die nun schon fast wieder vernarbt sind.

    Grüsse und Isambard

  10. User Info Menu

    AW: Immer wieder "benutzt" werden...

    @Schuetzin1965: ich find nicht man kann aufgrund des Posts der TE sagen daß sie unfreundlich und zickig ist.


    @Birke: es sieht schon so aus, als würdest Du ganz klar abgrenzen. Ich seh an den Beispielen nicht etwas, das auf "benutzen" hinweist. Zumindest lese ich es nicht raus und so erscheint es mir nicht.

    Ich find es absolut okay und legal wenn man nicht bei einem Umzug helfen möchte. Sei es bei einer Urlaubsbekannten oder auch bei Freunden. Wenn ich befreundet bin, geht da nicht im Umkehrschluß jegliche Verpflichtung zur Hilfe mit ein. Ich find schon eigene Umzüge nervig und bezahl dafür lieber Helfer als das ich Freunden noch ihre Freizeit "dafür nehme".

    Das ein Chef arbeit abwälzt die er nicht gern macht find ich normal. Ist in jeglicher Arbeitshierarchie wohl so und zieht sich ja wie ein roter Faden durch bis hin zu den Auszubildenden.

    Bei der Verwandtschaft ist es leider schon mal so, daß sie sich nur meldet wenn sie rum"jammern" muß oder wenn irgendwelche Dinge geregelt werden müssen. So kenn ich es von meiner Familie leider auch

    Was ich nicht verstehe Birke ist Deine Aussage, Du möchtest nur Kontakte auf Gegenseitigkeit pflegen. Wie muß ich mir das an einem Beispiel vorstellen? Das wäre hilfreich da mal Details zu bekommen.

Antworten
Seite 2 von 3 ErsteErste 123 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •