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    AW: Was sind euere "Big Five"

    @clementine: Wie entscheidest Du denn, welcher Traum geht und welcher realisiert wird?


    Ich denke ja auch immer wieder an mein "noch nicht vorhandenes" Lebensziel. Das Entscheiden ist einfach schwer, vielleicht auch das "sich-selbst-kennenlernen".

    Mir ist aufgefallen, dass manche eher nach Eigenschaften (offen sein, neugierig bleiben, ...) suchen und andere nach Dingen (Wohnung, ...) und Wissen (Sprachen, Reisen, ...).

    Ein rundes Leben beinhaltet sicher alles - Eigenschaften, Dingen, Wissen/intellektuelle Weiterentwicklung - und vielleicht sollte ich gezielt dieses anstreben.

    Ich finde aber, dass materielle Dinge auch ihre Berechtigung haben. Sie sind auch ein Ziel, auf das es sich hinzuarbeiten lohnt, gerade wenn es sich um Dinge wie ein Haus oder so handelt.

    Aber nur materielle Dinge anzustreben ist auch sehr einseitig.

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    AW: Was sind euere "Big Five"

    Hi little_miss_sun (schöner Nick)
    Hmm, wie entscheidet sich es ob ich etwas realisiere oder es ein Traum bleibt. Ich glaube ich versuche so langsam meine Fähigkeiten realistischer einzuschätzen. Ich finde es bsw. super wenn man toll nähen kann - schönes Hobby. Von so einem Handwerkszimmer mit selbstgenähten Taschen udn selbstgestrickten Kleidern hab ich ne Weile geträumt. Aber ich war schon seit der Schule richtig grobmotorisch. Ich konnte das nie gut (dabei hatte ich sogar noch nach der Grundschule "Werken" als Fach) und immer wenn ich mich dran setze und es versuche zu lernen, bekomme ich absolut keine Lust mehr drauf (es kommt also nicht nur meine Unbegabtheit sondern auch meine Unlust zum Lernen dazu). Trotzdem ist dieser "Traum" immer in meinem Kopf gewesen und es hat mich frustriert wenn das die anderen können und ich nicht. Mittlerweile denke ich mir, was solls, dafür kann ich andere Dinge und ich kann mir auch schöne Sachen kaufen (und abändern lassen - von Menschen die das wirklich können).

    Ich bin auch über wildwusels Worte gestolpert:

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Der Spaß daran, etwas getan oder erworben zu haben, verfliegt m.E. und meiner Beobachtung nach schnell. Besitz wird Teil des Lebensstandards, Fertigkeiten werden Teil der Erwartung an das Selbst. Und mit der Kunst und Wissenschaft ist es ganz schlimm, jede Stufe, die man erreicht, zeigt einem nur deutlicher wie viel man doch nicht weiß und kann. Wenn man erwartet, den Sinn im Leben im (getan) Haben statt im Tun zu finden, stellt man sich m.E. selbst ein Bein.
    Das stimmt auch wieder - wenn ich z.B. Englisch kann, kann ich das in der Regel immer weiter verbessern und ab einem gewissen Lebel wird man es vielleicht nie können - und außerdem was ist schon eine Fremdsprache heutzutage, braucht man nicht mindestens 2und dann 3...? Und alle auf Topniveau! Und für was eigentlich? Wenn man die Sprachen nicht beruflich braucht - reicht da nicht auch ein Kurs für den Urlaub? Muss man Tolstoi wirklich im Original lesen können um anschließend auf ungarisch darüber disktieren zu können? Und wenn man das kann - ärgert man sich nicht, dass man nicht noch xy sprechen und lesen kann? Naja, und so weiter (das Gedankenkarussel )
    Die Bricom bildet mich immer noch - formerly known as marimekko


    _clementine_
    fruchtig süß & kernarm

  3. Inaktiver User

    AW: Was sind euere "Big Five"

    Hallo _clementine_,

    ich hadere noch etwas mit dieser Veränderung in der Freundschafteinstellung. Die Frage stellt sich mir, wieviel Idealismus ich denn überhaupt ziehen lassen will. Denn es ist ja auch belebend, optimistisch in diesen Dingen in die Welt zu schauen. Kann ich mir den Optimismus doch irgendwie bewahren? Will ich das? Und bin ich bereit, möglicherweise erneut zu scheitern? Oder ist es nur immer wieder die gleiche "Falle" der Neuzeit, in die ich tappe?

    Tut mir aus der Jugend herübergeretteter Idealismus im Alter gut? Ich bin in dieser Sache noch nicht ganz klar, wie ich leben will. Nur eines weiß ich, ich will auch in diesen Dingen lebendig und beweglich bleiben. Vielleicht kann und soll man das auch gar nicht planen??!?

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    AW: Was sind euere "Big Five"

    hallo ihr lieben,

    zuerst nochmal kurz zur richtigstellung: die oben von mir hier eingebrachten punkte waren nicht von mir, sondern aus einem kurzen artikel aus der sz/deren blog. ich fand sie nur sehr passend...

    zur freundschaftsfrage: was ich, @uli, nicht ganz verstehe - geht es dir darum (ging - in idealistischen zeiten), freundschaften dein ganzes leben lang zu erhalten?

    ich gehöre nämlich zu denen, die freundschaft total hoch halten. aber immer mit dem wissen "understand that friends come and go (but with a precious few, you will hold on)" (baz luhrmann). sprich: ich kämpfe eine gewisse zeit um freundschaften, wenn es schwierig wird, aber dann lasse ich auch irgendwann los. weil ich weiß: entweder finden wir wieder zusammen - oder auch nicht.

    ein leben ohne enge freundschaften kann ich mir nicht vorstellen. aber enge freundschaften sind für mich etwas, was ständig neu entstehen kann, und was auch überlebt, wenn man sich ein halbes jahr nicht sieht. aber da gehen die meinungen sicher auseinander...

    und @clementine: über dein "was habe ich denn davon, wenn ich tolstoi im original lesen kann, muss das überhaupt sein?" habe ich sehr gegrinst. denn eigentlich bist du bei so 'ner denke doch schon ganz doll im außen, oder? vielleicht geht's eher darum zu sagen "ich will aber tolstoi im original lesen, weil ich das total toll finde. mir egal, ob "man das so macht" oder was wer auch immer davon hält..." *mitdemfußaufstampf*.

    eine meiner leidenschaften ist zum beispiel das reiten. leider bin ich im moment abstinent (zeit, geld, gesundheit) - aber ich kenne unglaublich viele leute, die mich für bekloppt halten, wenn ich bei temperaturen um den gefrierpunkt im graupel mit dem pferd im gelände war. und ich? ich fand's toll. pferd auch.

    und im moment versuche ich, pferd durch fahrrad zu ersetzen (geht nicht ganz, aber die sache mit dem "draußen" und "bewegung" ist dabei... und da ist auch schon klar, was daran das "eigentliche" ist...). und auch da gibt es jetzt leute, die sagen: bist du eigentlich doof? wieso willst du dir denn zu deinem (noch vergleichsweise neuen) fahrrad noch ein anderes zusammenbauen? hä? und trotzdem ist es für mich total wichtig. :-) und egal, was die anderen dazu sagen. ist nämlich mein leben.

    ich finde diesen strang sehr schön - wäre schön, wenn wir ihn ein weilchen am leben erhalten, es ist spannend, zu sehen, was wann wichtig ist... und ich denke noch ein bisschen über die big five nach, zwei habe ich ja schon: freunde, und "draußeninbewegungsein"...

    liebe grüße von
    der ratte
    ich bin schrecklich inkonsequent - aber nicht immer

    tippfehler gibts von mobile devices gratis. wer sie findet, darf sie behalten.

  5. Moderation

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    AW: Was sind euere "Big Five"

    Zitat Zitat von Bisamratte Beitrag anzeigen
    ich gehöre nämlich zu denen, die freundschaft total hoch halten. aber immer mit dem wissen "understand that friends come and go (but with a precious few, you will hold on)" (baz luhrmann). sprich: ich kämpfe eine gewisse zeit um freundschaften, wenn es schwierig wird, aber dann lasse ich auch irgendwann los. weil ich weiß: entweder finden wir wieder zusammen - oder auch nicht.
    Das ist ein sehr schönes Zitat.

    Mir sind Freundschaften auch sehr wichtig, deswegen sehe ich zu, sie zu gewinnen und zu pflegen, und jemand zu sein, mit dem man gut Freund sein kann. Und über die Jahre sind eben ein paar Leute einfach geblieben.

    Ich sehe da überhaupt keine Idealismus von meiner Seite, nur Pragmatismus. Ich will etwas, also arbeite ich daraufhin.

  6. Inaktiver User

    AW: Was sind euere "Big Five"

    @ Bisamratte

    Ein Leben lang... das klingt so absolut.

    Ich lasse mich sehr auf Menschen ein (was ja schon schwer in dieser Zeit in Einklang zu bringen ist) und ich stelle mir vor, daß man sich durch's Leben begleitet, wenn es die Äußeren Umstände erlauben. Nicht weniger, nicht mehr. Und ja, das kann sehr lange sein.

    Es geht jetzt nicht darum, mir zu beweisen, daß meine Ansprüche zu hoch gegriffen sind, weil sie am real Machbaren vorbei gingen. Ich bin ja nicht blöd.

    Aber ich würde mich nicht schon von vorneherein in meinen Wunschvorstellungen begrenzen wollen, nur weil es Zeitgeist ist. Ich wage lieber zu scheitern, als es gar nicht erst versucht zu haben.
    Geändert von Inaktiver User (25.01.2012 um 10:29 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Was sind euere "Big Five"

    Hier kommen meine Fünf:

    1. Mehr als alles andere wünsche ich mir, dass meine Tochter (9 Monate) einfach gerne lebt! Natürlich kann ich mich nicht davon freimachen, dass ich auch noch andere Vorstellungen davon habe, wie sie sich als Mensch so entwickeln sollte. Aber am wichtigsten wäre mir tatsächlich, dass sie Freude am Leben hat und sich - im übertragenen Sinne - auch selbst geboren hätte, wenn sie die Entscheidung alleine hätte treffen können...

    2. Ich möchte mich mit meiner Mutter, meiner Familie und allen damit zusammenhängenden negativen Erfahrungen aussöhnen. Tief im Herzen. Den Groll durch Liebe und Verständnis ersetzen.

    3. Ich möchte meine Sensibilität, die ich bisher oft zu unterdrücken versuche, als Geschenk sehen und sie nutzen, um mir selbst und anderen Lebewesen Gutes zu tun.

    4. Ich möchte mir meinen Körper und meinen Geist zum Freund machen und beide gut pflegen.

    5. Ich möchte zum richtigen Zeitpunkt loslassen lernen, insbesondere ganz zum Schluss...


    Danke für diesen Gedankenanstoß, Clementine!
    Tulipali

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    AW: Was sind euere "Big Five"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Danke für diesen Gedankenanstoß, Clementine!
    Tulipali
    Nein, nein, ich danke euch - ich hab hier schon so viele tolle Denkanstöße bekommen.

    Deinen Punkt 4 finde ich ganz toll: meinen Körper und meinen Geist annehmen wie er ist und gut zu ihm zu sein und zu pflegen - das würde ich mir auch gerne aneignen. Eigentlich bin ich alt genug meinen Körper anzunehmen wie er ist (aus dem Teeniefrust bin ich ja raus ) das klappt zwar schon besser als früher aber eben immernoch nicht gut genug.

    @Bisamratte: Jaja meine Sprachen ich glaube ich bin auch zu verbissen. Ich will Sprachen dann auch immer ganz gut können (wo immer dieses Sprachlevel dann liegt) und gebe mich mit weniger nicht zufrieden. Weil ich in Spanisch nicht das Subjuntivo anwenden konnte (ich hab dass außer bei wenigen Fällen nie richtig kapiert wann anwenden) und ich das "r" nicht immer so rollen kann war ich frustiert und hab damit ganz aufgehört... jetzt kann ich natürlich kaum noch etwas
    Ich orientierte mich da vielleicht auch an den Falschen. Ich hab zum überwiegenden Teil einen Freundes- u. Bekanntenkreis die zweisprachig aufwuchsen - die lernen das natürlich leichter als ich - die ihre zweite Fremdsprache mit 16/17 anfing zu lernen....

    Übrigens ist Reiten auch noch so ein Thema - nie richtig gelernt als Teenie, deshalb möchte ich mich dem nochmal widmen. Und sehen ob ich immer noch so viel Angst habe, wenn ich auf dem "unberechenbaren Pulverfass" unter mir sitze

    PS. Tulipali: Alles GUte noch für deine Tochter - ist ja auch noch ein ganz frischer Erdenbürger
    Die Bricom bildet mich immer noch - formerly known as marimekko


    _clementine_
    fruchtig süß & kernarm

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    AW: Was sind euere "Big Five"

    Ich denke, dass die Big Five sich im Leben auch immer mal wieder ändern. Mit 20 hatte ich andere Prioritäten als heute. Von daher kann die Liste gar nicht auf Dauer angelegt sein.
    Männer sind auch Menschen

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