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    AW: Wie bekomme ich den Filter weg?

    Zitat Zitat von Lizabeth Beitrag anzeigen
    wenn Du das Gefühl hast, Du passt Dich zu sehr an und bist nicht Du selbst - weißt Du dann, was Du eigentlich willst, wagst es aber nicht zu zeigen, weil Du Uneinigkeit fürchtest? Oder ist es eher so, dass Du gar nicht richtig erkennen kannst, was Du willst oder was Deine Meinung zu irgendetwas ist, weil Du ganz damit beschäftigt bist, die Erwartungen zu erraten oder zu erforschen, die Dein Gegenüber an Dich haben könnte?
    Ausgesprochen gute Frage... Eine Mischung aus beidem vermutlich, wobei ich gar nicht so klar sagen kann, ob ich die Dinge, die ich gern tun würde, nicht so richtig erspüre oder gleich als "doch nicht so wichtig" abstempele, weil ich meine, beim anderen andere Bedürfnisse wahrzunehmen... Ganz schwierig auseinanderzuhalten. Aber ich werde mal versuchen, der Antwort auf die Spur zu kommen, wenn ich grad meine inneren Diskussionen führe...

    Sorry, dass ich hier jetzt alles so zerpflückt habe, aber ich fand es einfacher, einzeln auf die Posts zu antworten :-) Danke nochmal an alle und liebe Grüße!

  2. Inaktiver User

    AW: Wie bekomme ich den Filter weg?

    Hallo Quietschente,

    da ich auch dazu neige, viel zu analysieren (es kann ja auch manchmal ein Vorteil sein, wenn
    man rational agiert und "Köpfchen" hat) hab ich mir bestimmte Dinge gesucht, die mich
    "entkopfen", dh Tätigkeiten, bei denen man eher auf den Bauch oder Körper hört, als auf
    den Kopf..

    Eine Auswahl davon (jeder hat ja seine Vorlieben..):
    Tanzen (Salsa, modern...), Yoga, in die Natur gehen, Theater spielen, lachen....

    Vielleicht hilft es ja, auf diese Weise auch andere Anteile von Dir
    (dein Bauchgefühl, deine Gefühle, dein Körper...) zu spüren, und Dich
    so von Grübelschleifen zu lösen...

    Alles Gute Merretich

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    AW: Wie bekomme ich den Filter weg?

    Liebe Quietscheente,

    das finde ich ja interessant, dass wir zwar anscheinend ganz ähnlich ticken, aber das bei Dir das Beziehungsleben betrifft und bei mir andere Freundschaften und Sozialkontakte im weitesten Sinn. Vielleicht kann man es aber so sehen, dass ja dann für uns beide Hoffnung besteht, weil wir in dem jeweils anderen Bereich ja erleben, dass es auch ohne den Filter klappt

    Ich seh das auch so, das Grundthema ist, dass man gemocht werden will, und das führt dann dazu, dass man als allererstes mal die möglichen Erwartungen der Umgebung "scannt" und sich dann danach richtet. Denn was hilft es mir, wenn ich mich leiden kann, aber alle anderen mich doof finden - ja, ich weiß schon, dass das genau falsch herum ist, aber um dieses Denkmuster komm ich einfach nicht rum. Da hilft wahrscheinlich nur, immer und immer wieder bewusst stoppen und erforschen, was man wirklich fühlt und will. Oft hab ich aber den Eindruck, dass ich gar keine so ausgeprägte Meinung habe - heißt das dann, dass ich gelassen über den Dingen stehe, oder dass es in mir leer ist, wo andere ihre Persönlichkeit haben?

    Und zu Deinem "missglückten" Versuch der Abendgestaltung - glaubst Du denn, dass Dein Partner das überhaupt auch so wahrgenommen hat? Das ist nämlich glaub ich auch so eine Spezialität von uns "Filtermenschen", dass wir uns gern mal verantwortlich fühlen für Dinge, die schiefgehen, und uns Vorwürfe machen, während alle drumherum das gar nicht so problematisch sehen.

    Liebe Grüße
    Lizabeth

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    AW: Wie bekomme ich den Filter weg?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Eine Auswahl davon (jeder hat ja seine Vorlieben..):
    Tanzen (Salsa, modern...), Yoga, in die Natur gehen, Theater spielen, lachen....

    Vielleicht hilft es ja, auf diese Weise auch andere Anteile von Dir
    (dein Bauchgefühl, deine Gefühle, dein Körper...) zu spüren, und Dich
    so von Grübelschleifen zu lösen...
    Liebe Merretich,

    so möchte ich es versuchen. Strecke meine Fühler gerade in Richtung Meditation aus, überwinde meinen inneren Schweinehund in Sachen Sport (auch Yoga) und werde mich da auch versuchen, noch in weitere Richtungen auszuprobieren. Singen, dachte ich, kann bestimmt auch helfen - vielleicht finde ich einen Chor, der zu mir passt. Mehr in die Natur ist auch ein wichtiger Hinweis, das habe ich eine Weile gemacht und es hat mir sehr gut getan. Jetzt wohne ich leider sehr städtisch und hab das Grüne nicht mehr direkt vor der Hausstür - da habe ich das die letzten Monate sehr schleifen lassen.

    Liebe Grüße
    die Ente.

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    AW: Wie bekomme ich den Filter weg?

    Zitat Zitat von Lizabeth Beitrag anzeigen
    Liebe Quietscheente,

    das finde ich ja interessant, dass wir zwar anscheinend ganz ähnlich ticken, aber das bei Dir das Beziehungsleben betrifft und bei mir andere Freundschaften und Sozialkontakte im weitesten Sinn. Vielleicht kann man es aber so sehen, dass ja dann für uns beide Hoffnung besteht, weil wir in dem jeweils anderen Bereich ja erleben, dass es auch ohne den Filter klappt
    Ja, wirklich interessant, dass wir da genau andersherum ticken - wobei beides ja nicht so schön ist. Sehe es aber wie du - solange es noch Bereiche gibt, in denen es klappt, kann man noch optimistisch sein ;-)

    Oft hab ich aber den Eindruck, dass ich gar keine so ausgeprägte Meinung habe - heißt das dann, dass ich gelassen über den Dingen stehe, oder dass es in mir leer ist, wo andere ihre Persönlichkeit haben?
    Gute Frage. Frage ich mich auch manchmal. Da fühle ich mich gleich noch uninteressanter und konturloser. Ich beneide auch Leute, die so richtig vielseitig interessiert sind - das geht ja in ne ähnliche Richtung.


    Und zu Deinem "missglückten" Versuch der Abendgestaltung - glaubst Du denn, dass Dein Partner das überhaupt auch so wahrgenommen hat?
    Ja, er hat selbst gesagt, dass er eigentlich viel lieber gemütlich zu Hause wäre. Er ist sehr offen und direkt auch in den Dingen, die ihn stören - was für mich eigentlich eine riesen Erleichterung ist, weil ich dann weiß was er gut und schlecht findet und nicht ruminterpretieren muss. Ich weiß aber auch, dass es an verschiedenen äußeren Umständen lag und er die Idee an sich super fand - hat er gerade vor ein paar Tagen noch betont. Von daher ist nicht alles schlecht. Nur das Timing war nicht besonders.

    Liebe Grüße!
    die Ente.

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    AW: Wie bekomme ich den Filter weg?

    Zitat Zitat von quietscheente Beitrag anzeigen
    Ich beneide auch Leute, die so richtig vielseitig interessiert sind - das geht ja in ne ähnliche Richtung.
    Genau - ich glaube, das ist dazu noch eine Frage der Energie, meinst Du nicht auch? Davon hab ich leider nicht so viel, fühle mich oft eher antriebslos. Aktivitäten wie die, die Merretich beschreibt, können da sicher nicht nur als "Kopfbefreier", sondern auch als Energiespender dienen. Auch da ist es aber wieder nicht so leicht, etwas zu finden, das einem wirklich entspricht, finde ich. Sport ist es bei mir eher nicht, das ist für mich eher ein Energiefresser, ich muss mich zum kleinsten bisschen Sport furchtbar überwinden, wobei ich mir Yoga allerdings schon gut vorstelle. Musik, Tanzen, vielleicht Theater, könnte ich mir schön vorstellen. Aber irgendwie beißt sich die Katze da in den Schwanz - es fehlt mir die Energie, mich zu einer neuen Aktivität aufzuraffen, von der ich mir einen Energiezufluss erhoffe. Hm, so wird das nichts, wo hake ich denn da am besten ein, um diesen Kreis zu unterbrechen?

    Und noch mal zu Abendgestaltung: Das klingt doch gar nicht so schlecht, Du hast für Deinen Vorschlag an sich eine positive Rückmeldung bekommen, also nichts "falsch gemacht", Du bist nicht "schuld", dass es nicht ideal war. Insofern finde ich die Bilanz für Deinen Versuch eher positiv als negativ

    Gerade fällt mir noch was auf - als ich "Du bist nicht schuld" schrieb, hatte ich das eher scherzhaft gemeint, beim Durchlesen spüre ich aber, dass das doch tiefer geht. Der Filter soll uns auch davor schützen, verantwortlich zu sein, wenn etwas nicht gut ausgeht, weil wir es nicht gut aushalten können, an etwas "schuld" zu sein - siehst Du das auch so?

    Liebe Grüße
    Lizabeth

  7. Inaktiver User

    AW: Wie bekomme ich den Filter weg?

    [QUOTE=quietscheente;15167121]so möchte ich es versuchen. Strecke meine Fühler gerade in Richtung Meditation aus,

    Hallo Quietschente,

    ein Onkel von mir praktiziert als Zen Meister...d.h. er leitet u.a. "Sessions":
    Man verbringt einige Tage oder
    eine Woche miteinander...redet aber nicht, "macht" nichts, und meditiert nur.

    Mein Onkel hat das mal so beschrieben: nach einigen Tagen kommt "der ganze Dreck" hoch, d.h.
    da man keine Ablenkung, keinen Spiegel im Aussen hat, kommen alle Grübelmuster, Selbstzweifel...
    geballt hoch- durch die Meditation oder auch durch Supervision hat man aber dann die Möglichkeit,
    diese Denkschleifen aufzulösen...
    und durch häufiges Praktizieren das dann auch im Alltag zu können.

    Für den Anfang könntest Du ja vielleicht einfach mal versuchen, eine bestimmte Zeit am Tag
    (zB morgens beim Kaffee...) für 10 oder 20 Minuten "nichts" zu machen- keine Musik, kein
    Gespräch, keine Ablenkung....und sehen, ob Dir das guttut.
    Das kannst Du dann auch steigern.
    Es gibt auch viele gute Bücher über Meditation (zu empfehlen zB "das Meditative Leben" von
    Chögyam Trungpa.

    Viele Grüsse, Merretich

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