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  1. Inaktiver User

    AW: Hilfe - ich hab kein eigenes Leben

    Liebe Aufbruch,

    ich lese Dich jetzt schon eine ganze Weile und vieles wiederholt sich bei Dir. Bist Du noch in Therapie und hilft Dir das denn überhaupt? Vielleicht wäre es einfach mal gut, wenn Du Dich über Therapiemethoden informierst, ich weiß ja nicht was Dich so alles quält und Dich ggf. an einen anderen Therapeuten wendest. Es gibt darüber hinaus Selbsthilfegruppe, Videos bei Youtube von A-Z, also von sehr qualifiziert bis hin zu absolutem Blödsinn, es gibt die Sendung 37°, es gibt Bücher über Traumatherapie uswusf.. Informier Dich mal und entscheide neu, was Dir gut tut. Mir kommst Du teilweise vor wie ein kleines Kind, was nach Hilfe schreit und nie die richtige Hilfe findet, klar hier in dem Rahmen wird vorausgesetzt, dass Du eine erwachsene Frau und Mutter bist.
    Schau doch einfach mal, was Dir gut tut und Deiner Tochter, was Dir ggf. als Kind gefehlt hat und Dir damals gut getan hätte. Werde ggf. auch mal wesentlich unbequemer, übe das, wie z.B. mal 1 Woche lang zu allem konsequent nein sagen, was von außen an Dich rangetragen wird und das nicht mal begründen. Hätte sicher auch bei Deinem Ex geholfen an Weihnachten oder wars Silvester und hätte Dich nicht runtergezogen und wieder in diesen alten Gedanken gefangen.
    Geändert von Inaktiver User (21.01.2012 um 11:37 Uhr)

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    AW: Hilfe - ich hab kein eigenes Leben

    Menno, wenn ich lese, welche Ansprüche Du an Dich stellst, wird mir übel.

    Klar bist Du nicht normal. Das einzige, was an Dir normal ist, ist die Figur.

    "Normalfigur" hieß das früher, wenn die kg ähnlich der Länge waren, wenn man einen m wegrechnete.

    Entspricht im Wesentlichen BMI 25. Und mit BMI 25-30 lebt man am längsten.

    Gerade um die 30 + gibt es viele Männer, die so eine Figur schätzen.

    Normal ist es nicht, jung ein Kind zu bekommen, einen anspruchsvollen Haushalt zu führen, den fast altersgleichen Bonuskindern Nachhilfeunterricht zu erteilen und dabei sich über verschiedene Nebenbei-Ausbildungen zum Studium hoch zu arbeiten.

    Und sich den Lebensunterhalt bis auf ein paar Extras selbst zu verdienen.

    Jede/r wäre auf sich zu recht stolz - stolz - stolz.

    Nur Du überlegst Tag und Nacht, was Du alles falsch gemacht haben könntest.

    Achtung: wenn Du Deinem Umfeld dauernd vorjammerst, was Du alles falsch machst, glauben die es irgendwann.

    Normalerweise machen die Leute viel mehr falsch als Du. Reden aber nur darüber, was sie richtig machen. Und fühlen sich dann viel besser.

    Ja klar, eine schlechte Note zieht schon mal runter.

    Beim nächsten Mal besser machen.... basta.

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    AW: Hilfe - ich hab kein eigenes Leben

    Hallo Angie,
    Das hat mir meine Therapeutin auch mal geraten, einmal ein bisschen mehr zu sagen, was ICH denn nicht alles richtig mache, toll mache etc.
    Ich glaube auch, dass es eine krasse Fehlfunktion in meiner Denkweiße gibt, weiß es praktisch dann auch aber kann den Schalter nicht umlegen.
    Wisst ihr, in meinem Umfeld, reden alle von ihren tollen Kindern, was die tun, wo die hinfahren zum Studieren zum was auch immer. Ich glaube auch für meine Eltern war es schwer, das nie von ihrem Kind tun zu können. Jaaa, meine Tochter wurde mit 17 schwanger, hat einen katastrophalen Vater für ihr Kind gewählt, hat vor lauter Frust und Depression erstmal ihr Konto bis zum Anschlag überzogen (weil das das einzige war, was "Freude" machte - war ja nicht viel da, aber Klamotten kaufen war doch "schön") und sich dann das, was sie kaputt gemacht hatte, wieder aufrichten müssen...wie toll....
    Dann hab ich in der Firma von Bekannten gearbeitet, mehr schlecht wie recht, mit Panikattacken usw....machte nicht grade beliebt das Ganze....
    Dann wurde ich auch noch wegen meines Ex dort immer wieder aufgezogen, weil er älter war als auch, eben das Übliche, jaaaa, du bist nur wegen des Geldes, ...bla bla...
    Dabei war es doch nicht so. Es war überhaupt nicht wegen des Geldes. Mein Ex hatte sich damals die Firma erst aufgebaut, da war kein Geld. Im Gegenteil, er war nie zu Hause, wegen Arbeit, im Sommer nie da, wegen Firma, aber das sieht niemand - ich hatte ja diesen immensen Vorteile.
    Er wollte nicht zusammenziehen, keine Kinder, wollte es "nach seinen Regeln oder gar nicht" damals, aber alle sahen nur die immensen Vorteile die ich hatte, weil er mit mir dorthin essen ging, wo seinesgleichen hinging und die bessere Gesellschaft eben. Also nicht solche "Fälle" wie ich.
    Und das setzt mir immer noch dermaßen zu, rein innerlich. Ich kriege das nicht los.
    Aufbruch

  4. Inaktiver User

    AW: Hilfe - ich hab kein eigenes Leben

    Zitat Zitat von Aufbruch28 Beitrag anzeigen
    Hallo Angie,
    Das hat mir meine Therapeutin auch mal geraten, einmal ein bisschen mehr zu sagen, was ICH denn nicht alles richtig mache, toll mache etc.
    Ich glaube auch, dass es eine krasse Fehlfunktion in meiner Denkweiße gibt, weiß es praktisch dann auch aber kann den Schalter nicht umlegen.
    Wisst ihr, in meinem Umfeld, reden alle von ihren tollen Kindern, was die tun, wo die hinfahren zum Studieren zum was auch immer. Ich glaube auch für meine Eltern war es schwer, das nie von ihrem Kind tun zu können. Jaaa, meine Tochter wurde mit 17 schwanger, hat einen katastrophalen Vater für ihr Kind gewählt, hat vor lauter Frust und Depression erstmal ihr Konto bis zum Anschlag überzogen (weil das das einzige war, was "Freude" machte - war ja nicht viel da, aber Klamotten kaufen war doch "schön") und sich dann das, was sie kaputt gemacht hatte, wieder aufrichten müssen...wie toll....
    Dann hab ich in der Firma von Bekannten gearbeitet, mehr schlecht wie recht, mit Panikattacken usw....machte nicht grade beliebt das Ganze....
    Dann wurde ich auch noch wegen meines Ex dort immer wieder aufgezogen, weil er älter war als auch, eben das Übliche, jaaaa, du bist nur wegen des Geldes, ...bla bla...
    Dabei war es doch nicht so. Es war überhaupt nicht wegen des Geldes. Mein Ex hatte sich damals die Firma erst aufgebaut, da war kein Geld. Im Gegenteil, er war nie zu Hause, wegen Arbeit, im Sommer nie da, wegen Firma, aber das sieht niemand - ich hatte ja diesen immensen Vorteile.
    Er wollte nicht zusammenziehen, keine Kinder, wollte es "nach seinen Regeln oder gar nicht" damals, aber alle sahen nur die immensen Vorteile die ich hatte, weil er mit mir dorthin essen ging, wo seinesgleichen hinging und die bessere Gesellschaft eben. Also nicht solche "Fälle" wie ich.
    Und das setzt mir immer noch dermaßen zu, rein innerlich. Ich kriege das nicht los.
    Aufbruch
    Mensch, Aufbruch, sowas kommt doch nicht aus dem Nichts. Da haben von jeher meiner Meinung nach Liebe und Anerkennung gefehlt und Unterstützung für Dich in Deiner Entwicklung. Stell bitte Deinen Therapeuten zur Rede am Besten mit einem Fragenkatalog, wie die Vorgehensweise ist, was fachlich dahinter steckt an Methoden und wie das weitergehen kann für Dich, dass Du endlich aus Deiner Sackgasse rauskommst und warum das so lange dauert und Du nie das Gefühl hast, dass sich etwas bewegt. Ich hätte da schon lange was gesagt und nachgehakt. Und informier Dich einfach über erfolgreiche Behandlungsmethoden und was Du so für Dich tun kannst.
    Dein eigenes Leben lebst Du allerdings schon von Anfang an. Könnte es alllerdings sein, dass Du es nicht alles solches wertest, weil Deine Werte dagegen sprechen und Du Dich nicht wertvoll, weil nicht erfolgreich fühlst?
    Auch wenn ich das so lese, Du schaust nur darauf wie andere Dein Leben und Dich beurteilen und passt Dich an.
    Geändert von Inaktiver User (21.01.2012 um 14:42 Uhr)

  5. User Info Menu

    AW: Hilfe - ich hab kein eigenes Leben

    liebe aufbruch,

    ich kann dich sehr, sehr gut verstehen!

    - du fühlst du "nicht normal" - gemessen an deiner (bisherigen) umwelt. hast ein ziemlich löchriges selbstbewusstsein. noch dazu dir selbst gegenüber ein schlechtes gewissen, im sinn von "ich sollte... aber schaffe es nicht, weil ich nichts auf die reihe kriege". und fühlst dich deswegen schlecht und noch dazu selber schuld an dem momentanen tiefpunkt.

    - nur: wie solltest du auch ein gesundes selbstbewusstsein entwickelt haben, wenn keiner der wichtigsten menschen in deinem leben (bisher) - weder familie noch partner - dir das gefühl gegeben hat, toll und "richtig" zu sein. ok, manche menschen sind von natur aus selbstbewusster, bekommen in folge auch mehr bestätigung. andere reagieren sensibler auf kritik, bekommen dadurch ein selbstbild von sich als "mängelexemplar". ich z.b. bin für meine familie - aus verschiedenen gründen - das "sorgenkind" (meine mutter) oder "der loser" (mein vater). trotzdem möchte ich mit niemandem tauschen, denn auf einige bereiche meines lebens bin ich sehr stolz, auch wenn ich darin selten bestätigung finde - das aber gott sei dank von den menschen, die mir JETZT wichtig sind... ich habe mir ein eigenes, neues leben aufgebaut.

    es ist also ganz wichtig, liebe menschen zu haben, die dir sagen, "ich bin stolz auf dich". viele hier haben dir ja auch bestätigt: du kannst stolz auf dich sein. und das finde ich auch.

    vergiss das "ich sollte", schau auf das, was du hast und was du draus machen kannst. du hast die schwierigkeiten in deinem leben doch gut gemeistert? und das wirst du auch weiterhin. und sei ruhig "unnormal"! ok, die meisten menschen fühlen sich in 08/15-gesellschaft am wohlsten, aber einige werden dich zu schätzen wissen, wie du bist... wenn du selber einmal die ersten schritte in diese richtung gemacht hast.

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    AW: Hilfe - ich hab kein eigenes Leben

    Hallo,
    Ja, ich werde echt mit meiner Therapeutin darüber reden. Sie ist ja auch ähnlicher Meinung wie ihr. Aber ich sehe in meiner Umgebung nur die tollen Leute. Die braven. Ich war nie brav. Ich hab einen Fehler nach dem anderen gemacht und daher oft genug für Gelächter und Hohn in meiner Umgebung gesorgt. Ich war damals jung, dumm und peinlich.
    Und ich hab eben das Gefühl, ich werde dieses Image nicht mehr los. Alles, hab ich das Gefühl, wenn ich in meiner Heimatstadt bin, sieht auf mich herab.
    Jeder Fehltritt wird aufdedröselt, mit "ich habs doch gleich gesagt...die.."...usw.
    Ich habe ja spät zu studieren begonnen. Und alle habens mir nicht zugetraut. Weil das tut man doch nicht, spät zu studieren beginnen, noch dazu mit Kind, welche Rabenmutter, etc....
    Ich weiß echt nicht....vielleicht sollte ich mir dieses Image einfach anziehen..so nach dem Motto..ist der Ruf erst ruiniert....
    Aufbruch

  7. Inaktiver User

    AW: Hilfe - ich hab kein eigenes Leben

    Zitat Zitat von Aufbruch28 Beitrag anzeigen
    Hallo,
    Ja, ich werde echt mit meiner Therapeutin darüber reden. Sie ist ja auch ähnlicher Meinung wie ihr. Aber ich sehe in meiner Umgebung nur die tollen Leute. Die braven. Ich war nie brav. Ich hab einen Fehler nach dem anderen gemacht und daher oft genug für Gelächter und Hohn in meiner Umgebung gesorgt. Ich war damals jung, dumm und peinlich.
    Und ich hab eben das Gefühl, ich werde dieses Image nicht mehr los. Alles, hab ich das Gefühl, wenn ich in meiner Heimatstadt bin, sieht auf mich herab.
    Jeder Fehltritt wird aufdedröselt, mit "ich habs doch gleich gesagt...die.."...usw.
    Ich habe ja spät zu studieren begonnen. Und alle habens mir nicht zugetraut. Weil das tut man doch nicht, spät zu studieren beginnen, noch dazu mit Kind, welche Rabenmutter, etc....
    Ich weiß echt nicht....vielleicht sollte ich mir dieses Image einfach anziehen..so nach dem Motto..ist der Ruf erst ruiniert....
    Aufbruch
    Okokok, kennst Du von Paul Watzlawick, die Anleitung zum Unglücklichsein? Wahrscheinlich könnten hier schon alle das für Dich zutreffende Kapitel schreiben, denn Deine Masche Dir Dein Leben zu vermiesen ist immer wieder gleich. Du gefällst Dir in dieser Rolle und sie bringt Dir jede Menge Aufmerksamkeit hier. Und was weiß ich was da noch reinspielt. Deine Therapeutin kann Dir ggf. helfen, wenn Sie mit Dir Sachen erarbeitet anders zu handeln und Du das umsetzt Stück für Stück.

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    AW: Hilfe - ich hab kein eigenes Leben

    @nature
    Ich bin auch neugrig, was meine Therapeutin nächste Woche dazu sagt. Aber für mich ist es keine "Masche". Das Buch hab ich übrigens zu Hause und mich des öfteren darin wiedergefunden, stimmt!!! Das Umfeld meines ersten Freudes war extrem auf "außen" bedacht, ich hatte vorher von dem Gerede usw. keine Ahnung und dadurch dass seine Familie eine "gut bürgerliche" war, war das auf einmal wichtig. Seine Mutter war in Kreisen, da wurde wirklich nur getratscht und ich war gut und gerne dort die Zielscheibe. Das hat mich wirklich sehr sehr verunsichert und die Meinung, die mir von damals dort mitgegeben wurde, die werde ich nicht mehr los. Alles was nachher kam, passte noch dazu. Es hieß permanent, du bist nichts wert, du hast meinen Sohn (den KV) ins Unglück gestürzt, weil der damals mit 22 Vater wurde, sie gibt mir die Schuld für das Versagen ihres Sohnes in ganz vielen Bereichen. Ich bin schuld. Sie haben uns damals, als ich das Kind bekam, sehr viel gekauft, Möbel usw. die ich nie wollte. Ich hätte es mit einfacheren Möbeln gleich schön gehabt, aber man wurde nicht gefragt und dann musste man dankbar sein. Und als er auszog, sollte ich die Möbel abbezahlen. Ging natürlich nicht. Als ich in eine andere Wohnung zog, welche teils möbliiert war, hab ich ihm alle Möbel wieder zurückgegeben. Ich hatte ein kleines Gehalt und war dann mit 20 alleinerziehend, mehr oder weniger.
    Ich bring das nicht raus, ich bin schuld, ich reiße die anderen ins Unglück, andere müssen für mich bezahlen ....und ich finde es ist keine Masche. Aufbruch

  9. gesperrt

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    AW: Hilfe - ich hab kein eigenes Leben

    Gibt es eigentlich auch was Positives in deinem Leben, etwas Schönes?

    Vielleicht hilft es dir auch mal, dich auf die guten Dinge in deinem Leben zu konzentrieren udn nicht immer nur auf die "böse" Vergangenheit zu schauen und was die "anderen" gemacht/gesagt/getan haben.

  10. User Info Menu

    AW: Hilfe - ich hab kein eigenes Leben

    Hallo smilla, ja natürlich gibt es das Gute auch! Vor allem in letzter Zeit, der Anfang war halt total schwierig, natürlich nehm ich mich da nicht raus, ich bin genauso verantwortlich dafür.
    Aber ich kanns mir nicht verzeihen. Das ist das Dumme! Ich kann nicht sagen, ich hatte eben eine schwierige Kindheit, kam dann in die nächste schwierige Familie, von der ich glaubte, sie gibt mir Halt, stattdessen wurde es noch schlimmer, etc.
    Vor allem, dass ich am Unglück anderer schuld sein soll, das macht mir echt zu schaffen...ich habe mir schon überlegt, der Familie meines Ex Geld zurückzugeben, um einen Teil zu tilgen....
    Aber ich weiß nicht ....Aufbruch
    Geändert von Aufbruch28 (23.01.2012 um 13:26 Uhr) Grund: tippfehler

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