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  1. User Info Menu

    AW: Meinung zu einer männlichen "Jungfrau" (35 Jahre alt)

    hallo!

    laß dich nicht von nörglern runterziehen. wenn deine situation dich nicht belasten würde, würdest du ja nicht um rat fragen und fragen ist besser, als unglücklich zu verharren.

    singlebörsen find ich nicht gut, da man zunächst übers rein schriftliche den gegenüber nicht kennenlernt und dann beim ersten treffen plötzlich jemand ganz anderes gegenüberstehen kann. discos sind auch nicht gut, zu laut zum unterhalten und halt ein jahrmarkt der eitelkeit.

    wie wäre es mit zwanglosem kennenlernen in einem verein? sport/musizieren/randgruppentreffs (grufties, vegetarier, grosse, kleine etc.), tierschutz, freiwillige feuerwehr, amnesty international, rollenspieler... dort kann man das andere geschlecht beschnuppern, ohne sich direkt als suchender zu outen und hat schonmal gemeinsame interessen.

    es gibt hier auch mehrere beiträge von mädels, die um die 40 sind und noch keine beziehung hatten, so selten ist das nicht und hat verschiedenste gründe. und nicht alle, mit denen man/frau mal kontakt hatte, waren eine wertvolle bereicherung fürs leben ....

    vielleicht wäre auch mal ein flirtkurs sinnvoll? das machen auch beziehungserprobte damen und herren. auch da mußt du dich nicht als AB outen. viele wollen einfach ihre schüchternheit überwinden.

    nur mut!

  2. Inaktiver User

    AW: Meinung zu einer männlichen "Jungfrau" (35 Jahre alt)

    Zitat Zitat von Shelley78 Beitrag anzeigen
    Was mir bei den Fällen die ich beurteilen kann auffällt ist, dass sie oft auf der falschen Fährte sind bei der Untersuchung der Frage woran es bei ihnen liegt. Manchmal dramatisieren sie ein eher kleines Problem und manchmal liegen sie auch völlig daneben. Oft haben Sie keine Einsicht in ihr wirkliches Problem und manchmal verlagern sie es auf einen Nebenkriegsschauplatz weil sie sich unfähig fühlen am Hauptgrund etwas zu ändern.
    Da kann ich mich anschließen.
    Geändert von Inaktiver User (07.01.2012 um 16:34 Uhr)

  3. User Info Menu

    AW: Meinung zu einer männlichen "Jungfrau" (35 Jahre alt)

    Hallo Oli, erstmal möchte ich dich beglückwünschen, dass du dieses Forum gewählt hast. mitunter geht es hier auch sehr kritisch zu, aber lass dich nicht dazu verleiten, dich angegriffen zu fühlen, denn oft sind die kritischen Meinungen die Hilfreichsten.
    Ich kenne keinen AB persönlich (zumindest nicht dass ich wüsste), bin aber vor ein paar Jahren hier in der Bricom auf dieses Phänomen gestoßen und habe mich auch mal in so einem AB-Forum belesen. Sowas würde ich meiden wie die Pest. Dort wurde sich nur gegenseitig bemitleidet und die Frauen waren natürlich an allem schuld. Ich glaube daher, dass das Selbstmitleid tatsächlich der Hauptgrund ist.

    Auch bei dir sehe ich da durchaus einen Ansatz, aber auch eine gute Portion Willen, dich zu verändern.
    Daher würde ich schon sagen: schau nicht so sehr in die Vergangenheit, die du ja letztlich doch trotz Widrigkeiten gut gemeistert hast, sondern darauf, wie es in Zukunft weiter gehen soll.

    Außerdem: suche nach dem was du zur Situation beigetragen hast. Du bist bestimmt kein Freak (abgesehen davon: auch Freaks haben Partner, das ist meist gar kein Hinderungsgrund), aber irgendetwas strahlst du möglicherweise aus, was - ich sag mal - etwas unerotisch wirkt. Ich schätze nach deinem Text: Schwermut, etwas Selbstmitleid, Langatmigkeit (?). Ein wenig Lockerheit, Selbstironie, Humor wären angebrachter.

    Natürlich kann sich niemand von jetzt auf gleich verändern und verbiegen soll sich schon gar niemand, das wäre absolut kontraproduktiv. Es ist natürlich auch schwierig, dich aus der Ferne einzuschätzen.

    Meine konkreten Ratschläge wären:
    - es gibt an der VHS von größeren Städten meist so Kurse für Schlüsselkompetenzen (Rhetorik, Selbstbehauptung, "Die Kunst der Beredsamkeit" aber auch "wie wirke ich auf andere"); mit so etwas würde ich persönlich anfangen
    - wenn dir das nichts mehr gibt könntest du auch einen Coach in dieser Richtung suchen
    - die vorgeschlagenen anderen Kurse (Salsa oder Kochen etc.) finde ich auch sinnvoll, du solltest allerdings einfach zunächst mit dem Ziel hingehen, deine sozialen Kompetenzen zu "trainieren", also Kontakte zu Männlein wie Weiblein knüpfen, Gespräche führen etc., keine zu hohen Erwartungen an dich stellen, führt sonst nur zu Frustration

    Ich glaube überhaupt nicht, dass der Zug abgefahren ist, es kommen immer wieder neue !
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

  4. Inaktiver User

    AW: Meinung zu einer männlichen "Jungfrau" (35 Jahre alt)

    Hallo Olli,

    in meinem Bekannten-und Freundeskreis kenne ich 4! Menschen die Anfang bzw Mitte 30 sind und
    noch keine Beziehung oder sexuelle Kontakte hatten...Du bist keine Ausnahme!

    Ich habe mich da auch gewundert, weil diese Leute nicht schlecht aussehen, nett, und
    intelligent sind...also will damit sagen, das muss nichts mit dem Äusseren zu tun haben!

    Was mir allerdings beim Verhalten aufgefallen ist (ich kann natürlich nicht sagen, ob
    das auf Dich zutrifft, es ist nur ein Denkanstoß!):
    ich hatte-gerade bei zwei dieser Bekannten-
    sehr den Eindruck, dass sie SEHR passiv sind.
    Im Umgang mit ihnen hatte ich immer das
    Gefühl, sie "ziehen" zu müssen.
    Also es kam-jetzt auf rein freundschaftlicher Ebene-sehr
    wenig Engagement, und auch Unoffenheit.
    Als Ausgleich waren sie dann-trotz ihres Alters-
    sehr oft bei ihrer Ursprungsfamilie...was natürlich wieder verhindert hat,dass sie
    Erfahrungen machen und fremde Leute kennenlernen konnten.
    Aus einer Freundschaft
    habe ich mich auch zurückgezogen, weil ich mich nicht mehr dauernd engagieren wollte für
    jemanden, der sich nicht einbringt in eine Freundschaft, und immer nur wartet, dass
    der Andere macht.

    Das sind wohlgemerkt MEINE Erfahrungen!-das ist mir halt zu Deinem Post eingefallen.

    Als Mann-da muss ich mich meinen Vorrednern anschliessen- ist es wichtig, dass DU
    ZEIGST!, wenn Du Interesse an einer Frau hast.

    Und Treffen initiierst.

    Und nicht gleich aufgibst, wenn es nicht klappen sollte!
    Je mehr Versuche Du
    startest, desto leichter wird es Dir fallen, auf jemanden zuzugehen und Dich zu öffnen.

    Dann klappt es mit sicherheit auf irgendwann- zu spät gibts nicht!

    Bloss warten, bis SIE Dich findet :-)...das wird wohl eher nicht klappen.

    Viel Glück, und auch Frustrationstoleranz beim "üben"! Merretich

  5. User Info Menu

    AW: Meinung zu einer männlichen "Jungfrau" (35 Jahre alt)

    Hallo Olli,

    ich bin bei deinem Text hin- und hergerissen.

    Einerseits kann ich deine Leidensgeschichte gut nachvollziehen. Ich habe selbst schon die Erfahrung machen müssen, wie sehr die Gesundheit das komplette Leben beeinflussen und verändern kann. Ich hatte (und habe) Menschen im Umkreis gehabt, die null Verständnis haben, andererseits war ich es aber auch irgendwann leid, von allen nur Verständnis zu bekommen - ich war nicht mehr Olivia, sondern "die mit der Krankheit". Ich glaube mittlerweile, dass mich das mehr runter gezogen hat als die Krankheit selbst.

    Trotzdem und das musste ich selbst auch erst lernen, sollte man sich nicht durch die eigene definieren lassen. Alleine schon deine Bezeichnung "so eine Lebensgeschichte" wirkt auf mich sehr abwertend. Natürlich gehört deine Krankheitsgeschichte auch zu dir, aber schauen wir doch mal weiter: du hast ein abgeschlossenes Studium, einen guten Job, bist offensichtlich in der Lage ein selbstständiges und "normales" Leben zu führen und sicherlich gibt es noch eine Menge mehr positives über dich zu sagen. Aber deine Selbstbeschreibung besteht zu fast 3/4 aus deiner Krankheitsgeschichte.

    Andere haben ja schon viel zu Möglichkeiten geschrieben, eine Frau kennenzulernen. Ich würde dir auf jeden Fall empfehlen auch deine Probleme mal professionell anzugehen. Damit will ich nicht sagen, dass du "nicht normal" bist, aber ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass schon wenige Gespräche mit einem Therapeuten helfen können, die Selbstwahrnehmung und damit auch die Wirkung auf andere nachhaltig zu verändern.
    Denk mal darüber nach.

  6. User Info Menu

    AW: Meinung zu einer männlichen "Jungfrau" (35 Jahre alt)

    Du schreibst, es klappe mit den Frauen nicht.

    Was tust Du denn, um mit Frauen in Kontakt zu kommen?
    Oder bist Du zu gehemmt, um überhaupt mit einer Frau ein Gespräch anzufangen?

    Dass Du 35 und ein AB bist, der wegen einer schweren Knieverletzung lange Zeit schwer beeinträchtigt war, sieht man Dir ja wohl kaum an der Nasenspitze an. Du solltest Deine Lebensgeschichte daher auch nicht wie eine Entschuldigung oder Rechtfertigung vor Dir hertragen. Es ist zwar so gelaufen, und sicher hat Dich das in Deinen Möglichkeiten, Erfahrungen mit Frauen zu sammeln, beeinträchtigt, aber jetzt ist das vorbei. Die Entschuldigung galt eine Zeit lang, aber für ewig gilt sie nicht.

    Du hast einiges aufzuholen, und am besten fängst Du gleich damit an.
    Überlege Dir, was an Dir Dich attraktiv macht, und wie Du das noch besser betonen kannst.

    Überlege Dir, was Du gerne in Deiner Freizeit machen würdest, und zwar außerhalb von Baggerpisten. Ich bin der Meinung, ein Mann wie Du ist in Hobby- und Interessenszusammenhängen besser aufgehoben als auf dem Parkett von Bars und Discos, wo es um die möglichst schnelle und effektive Eroberung geht. Da hast Du viel zuviel routinierte Konkurrenz. In gemischtgeschlechtlichen Gruppen im real life oder in entsprechenden Internetforen kannst Du Frauen kennenlernen, ohne dass die Absicht des Baggern im Vordergrund steht. Das entlastet Dich und entspannt die Situation für Dich.

    Bitte erzähle Frauen nicht gleich Deine Lebensgeschichte. Erst wenn es zu Zärtlichkeiten kommt und Du Dich unsicher fühlst, kannst Du ja sagen, dass Du noch nicht so viel Erfahrung in diesem Bereich hast. Es wäre auch besser, wenn es vielleicht nicht gleich zu Zärtlichkeiten kommen würde. Denn eine Frau schießt einen Mann, der sich bei ihr schon als guter Freund eingeführt hat, weniger schnell ab, wenn er sich als sexuell unerfahren erweist, als einen Kerl, der möglichst schnell zur Sache kommen will, sich dabei jedoch ungeschickt verhält.

    Hier wurden Dir One Night Stands empfohlen. Ich glaube, das ist nur was für routiniertere Gemüter. Für Dich wäre es wichtig, zu lernen, sich auch auf eine Frau einlassen zu können, und das funktioniert nicht, wenn Du Dich von vorne herein auf One Night Stands beschränkst. Und die Rückmeldung über Deine sexuelle Performance wird da auch nicht unbedingt eingeschlossen sein, wenn die Frau sich nicht gleich eindeutig äussert.

    Auf der anderen Seite solltest Du jedoch nicht den Fehler machen und auf die große Liebe warten. Denn es kann sein, dass die niemals kommt, weil Deine Erwartungen daran zu überzogen sind.

    Es reicht, wenn Du Flirts mit Frauen anfängst, die Du ein bisschen kennst und die Dir wohlgesonnen sind. Daraus kann sich dann durchaus schnell was ergeben.

    Frage auch eventuell mal weibliche Bekannte oder Verwandte, wie Du für sie so rüberkommst. Manchmal hat man in der Selbstwahrnehmung blinde Flecken, und andere können Dir eine wichtige Rückmeldung dafür geben.

    Du solltest auf jeden Fall aufhören, Deinen Lebensumständen die Verantwortung dafür zuzuschieben, dass Du AB bist. Du kannst das jederzeit ändern!

    Weiterhin Deine Lebensumstände dafür verantwortlich zu machen, wirkt in der Tat schnell wie unreflektiertes Selbstmitleid bei gleichzeitiger passiver Duldungsstarre, und das macht Männer für Frauen sehr unattraktiv.
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

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    AW: Meinung zu einer männlichen "Jungfrau" (35 Jahre alt)

    sHallo Oli,

    dies ist mir in deinem Posting aufgefallen:

    Zitat Zitat von oli576 Beitrag anzeigen
    ... und ich trauere dem bis heute nach, da ich bis heute immer noch sehr viel für sie empfinde und ich mich seitdem nie wieder verliebt habe.

    Zum einen: Du trauerst einer Frau zwanzig Jahre hinterher? Das würde mich, wenn ich dies als Frau höre, wohl eher beunruhigen als dein AB-Status ... Da steckt soviel Nur-zurück-Schauen und Projektion drin.

    Zum anderen: Du hast dich nie wieder verliebt ... mmh. Ist nicht Verlieben der Auslöser für den Wunsch nach Berührung, nach Küssen, nach Sex? Du wünscht dir eine Beziehung, aber du verliebst dich nicht ... verstehe ich nicht so richtig. Kannst du das näher erklären?

    Außerdem habe ich die Vermutung, dass das Problem, sich Frauen zu nähern, auf einem allgemeinen Kontaktproblem basiert - Schüchternheit, eventuell in Richtung soziale Phobie. Vielleicht irre ich mich ja, du kannst mich gerne korrigieren.
    Falls es so sein sollte, wäre sicher der erfolgversprechendste Weg, erst mal zu lernen, mit MENSCHEN besser in Kontakt zu kommen - denn Frauen kennenzulernen ist ja sozusagen "erhöhter Schwierigkeitsgrad". Eine Verhaltenstherapie kann da z. B. ein Stückchen helfen.

    LG samtweich

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    AW: Meinung zu einer männlichen "Jungfrau" (35 Jahre alt)

    Zitat Zitat von samtweich Beitrag anzeigen
    sHallo Oli,

    dies ist mir in deinem Posting aufgefallen:




    Zum einen: Du trauerst einer Frau zwanzig Jahre hinterher? Das würde mich, wenn ich dies als Frau höre, wohl eher beunruhigen als dein AB-Status ... Da steckt soviel Nur-zurück-Schauen und Projektion drin.

    Zum anderen: Du hast dich nie wieder verliebt ... mmh. Ist nicht Verlieben der Auslöser für den Wunsch nach Berührung, nach Küssen, nach Sex? Du wünscht dir eine Beziehung, aber du verliebst dich nicht ... verstehe ich nicht so richtig. Kannst du das näher erklären?

    Außerdem habe ich die Vermutung, dass das Problem, sich Frauen zu nähern, auf einem allgemeinen Kontaktproblem basiert - Schüchternheit, eventuell in Richtung soziale Phobie. Vielleicht irre ich mich ja, du kannst mich gerne korrigieren.
    Falls es so sein sollte, wäre sicher der erfolgversprechendste Weg, erst mal zu lernen, mit MENSCHEN besser in Kontakt zu kommen - denn Frauen kennenzulernen ist ja sozusagen "erhöhter Schwierigkeitsgrad". Eine Verhaltenstherapie kann da z. B. ein Stückchen helfen.

    LG samtweich
    Yep. So sehe ich das auch. Bei allen die mir jemals als "ewige" Jungfrauen begegnet sind liegt weit mehr im Argen als man mit einem lapidaren "mach doch einfach mal dies oder jenes" beheben könnte bzw. ihr diesbezügliches Scheitern liegt nicht an ihrem Unwillen etwas zu ändern.

    Ich gehe, obwohl Laie, mittlerweile von ziemlich komplexen psychischen Störungen aus. Und zwar so komplex und schwer therapierbar dass sich die Betroffenen früher oder später in einfache Erklärungen à la "ich bin krank", "ich bin hässlich", "die Frauen/Männer sind alle so böse" oder "irgendwann in meinem Leben ist was passiert dass mich für immer aus der Bahn geworfen hat" flüchten.

    Menschlich ist es sicherlich verständlich dass man versucht sich wenigstens zu erklären woran man leidet, aber es ist völlig unproduktiv zu versuchen den Betroffenen zu helfen indem man auf diese selbstgestrickten Erklärungsmodelle eingeht. Wenn es so einfach für sie wäre rauszugehen und das anders zu machen was sie mitunter seit Jahrzehnten falsch oder gar nicht gemacht haben, dann wären sie schon selber irgendwann darauf gekommen.

    Und es ist auch gar nicht so einfach die psychischen Probleme hinter manchen Verhaltensweisen zu erkennen. Ein Arbeitskollege (lieb, aber leider unter allen Gesichtspunkten kein Mann der Frauen ins schwärmen bringt) klagte mir mal sein Leid, dass sich keine Frau für ihn interessiert. Als ich dann etwas nachgebohrt habe wurde deutlich, dass die Frauen für die ER sich interessiert häufiger auf Titelseiten am Zeitungsstand als im alltäglichen Leben zu finden sind. Kein Wunder dass er abblitzt wenn er sich nur an solche heranmacht.

    Bei einem Date machte ein Typ zu Anfang einen sehr guten Eindruck. Fast dachte ich vorsichtig sein zu müssen, weil da ein Casanova seine Netze auswerfen könnte und daher glaubte ich ihm nicht als er behauptete seit Jahren single zu sein. Bis er anfing mich nach knapp einer Stunde über Details meiner Intimhygiene auszufragen und selbst die banalsten Allerweltsthemen innerhalb von drei Sätzen auf die sexuelle Schiene zu bringen. Seine weltgewandte Bildung tauschte er bei der zweiten Tasse Kaffee gegen anzügliche Altherrenwitze aus und kam sich wunders wir unterhaltsam dabei vor.

    Mit einer langjährigen Freundin habe ich vor einer Weile - als praktisch letzte von einem ehemals großen Bekanntenkreis - den Kontakt abgebrochen weil sie einfach zu unerträglich und anstrengend wurde. Sie ist der Typ Mensch der einem die Lebenskraft wie mit einem Strohhalm aus dem Körper saugen kann und alles und jeden zu 100% mit ihrem persönlichen Leid in Beschlag nimmt. Einem Leid dass aus nicht viel mehr besteht als den Problemen die sie sich mit ihrer Art selber schafft.

    In einem anderen Forum las ich mal wie sich jemand über seine Einsamkeit beklagte aber gleichzeitig einräumte den Umgang mit anderen Menschen als sehr anstrengend zu empfinden und Freunde immer wieder zu verprellen, weil er sich ihnen häufig entzieht und sie deshalb meinen er habe kein Interesse mehr an ihnen.

    Alle diese Menschen haben auch Schwierigkeiten eine Partnerschaft zu finden, aber sie alle verleugnen das Problem oder fühlen sich unfähig etwas daran zu ändern. Und wahrscheinlich können sie das aus eigener Kraft auch wirklich nicht.

    Was macht man wenn man selber wenig zu bieten hat und nur Gefallen an unerreichbaren Objekten der Begierde findet?
    Was macht man wenn einem das natürliche Gefühl für Takt und einzuhaltende Grenzen fehlt und man nicht merkt wenn das eigene Verhalten gegen Normen verstößt?
    Was macht man wenn das Problem nicht in erster Linie darin liegt dass man nicht genug unter Menschen geht, sondern dass dieses "nicht-unter-Menschen-gehen" nur Ausdruck des Unvermögens ist auf Menschen zuzugehen, mit diesen Kontakt aufzubauen und am Laufen zu halten?

    Es ist mehr als schwierig zu helfen, sogar wenn man genau sieht wo der Hase im Pfeffer liegt, aber in diesem Strang haben wir nur die subjektive Darstellung des Initiators und keinen blassen Schimmer wie aussagekräftig diese ist.

  9. Inaktiver User

    AW: Meinung zu einer männlichen "Jungfrau" (35 Jahre alt)

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    Geändert von Inaktiver User (07.01.2012 um 16:34 Uhr)

  10. User Info Menu

    AW: Meinung zu einer männlichen "Jungfrau" (35 Jahre alt)

    ... und ich trauere dem bis heute nach, da ich bis heute immer noch sehr viel für sie empfinde und ich mich seitdem nie wieder verliebt habe.
    Das finde ich in der Tat auch problematisch. Nach 20 Jahren sollte man mit einer nicht erfüllten Jugendliebe abgeschlossen haben. Und wenn dann keine an sie rankommt, wundert es mich nicht, dass Du nur wenig Motivation hast, auf andere Frauen zuzugehen.

    Du blockierst Dich für Deine restliches Leben, wenn Du Dich nicht endlich dazu durchringen kannst, diese Frau hinter Dir zu lassen.

    Andere Frauen sind auch reizvoll, so dass Du Dich in sie verlieben kannst.

    Ich verliebe mich auch sehr selten in einen Mann, und das wird auch nicht immer erwidert, aber meine unerfüllten Jugendlieben habe ich wirklich hinter mir gelassen.

    Auf der anderen Seite kann das Pflegen einer solchen unerreichten Liebe natürlich prima als Ausrede dafür dienen, warum man keinen Kontakt zu weiteren Frauen aufnimmt. Wirkt allerdings nach 20 Jahren wirklich etwas unreif.
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

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