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  1. Inaktiver User

    AW: Über das Nicht-Kennenlernen

    Zitat Zitat von Cassandra79 Beitrag anzeigen
    Hallo!

    Ich lese wiedermal seit Wochen im Forum "Über das Kennenlernen" still mit, habe vor Kurzem dort auch einen Strang eröffnet zum Thema Beziehungslosigkeit. Nun habe ich dort aber so gar nichts zu sagen, da ich nie jemadenden kennenlerne. Dies ist für mich momentan wieder sehr schwer, da ich ein paar Tage frei habe und mich ziemlich einsam fühle. Gibt es hier im Forum vielleicht Frauen, denen es ähnlich geht? Was macht man gegen dieses Gefühl der Einsamkeit? Ich habe Hobbys, Haustiere, normalerweise einen anstrengenden Job, ein paar Freunde.

    Was das Partnerfinden angeht, so habe ich bereits alles durch - Singlebörsen, Ausgehen, Sport, Single-Reisen. Ich bin nun fast 33 und hatte noch nie einen richtigen Partner. Es gibt auch keine Affären, die meinen Alltag etwas schmücken könnten. Daher eröffne ich den Thread auch hier, denn ich sehe die Beziehungslosigkeit als Teil meiner Persönlichkeit, und ich denke nicht, dass sich da noch mal was ändern wird. Genauso, wie an meinem Pessimismus

    Ich würde mich über einen Austausch freuen, auch wenn ich glaube, dass es hier nicht so viele wie mich gibt. Was macht Ihr denn gegen die Alltagseinsamkeit? Gegen dieses Gefühl, dass alle Tage irgendwie gleichtönig dahinfließen?

    LG
    Hallo,

    vorneweg, einen Rat habe ich nicht für dich. Auch keine Lösung. Aber so allein wie du denkst, bist du vielleicht gar nicht mit dem Problem, vielleicht hilft das ein wenig.

    Hier im Forum hat neulich jemand einen gutes Zitat gebracht, ich weiß es nicht mehr wörtlich, aber es ging darum, dass das Alleineleben und Alleinesein die schwierigste aller Lebensformen ist (zumindest dann, wenn es unfreiwillig ist). Irgendwie hat mir das geholfen und ich glaube es sofort. Vielleicht schafft man da ja unfreiwillig etwas, was viele andere gar nicht schaffen würden (auch nicht müssen).


  2. Inaktiver User

    AW: Über das Nicht-Kennenlernen

    Hallo Cassandra,

    ich habe noch nicht ganz verstanden, warum du so sicher bist, dass du niemanden kennenlernst? Was passiert denn, wenn dir jemand begegnet? Wenden sich alle pikiert ab?
    Ich lese aus deinen Zeilen heraus, dass du dir schon wünscht, einen Mann kennenzulernen... kannst du das ein bisschen beschreiben?
    Ich würde auch gern jemanden kennenlernen und habe da kein Patentrezept zur Hand, aber so wie du es schilderst, klingt es so unumstößlich...

    Ich kenne eine Frau aus dem Verwandtenkreis meines Ex-Mannes, die wohl auch NIE eine Beziehung hatte und meines Wissens auch trotz nettem Äußeren stets sehr ruppig mit allen etwaigen Interessenten umging... mittlerweile trägt sie die Verbitterung im Gesicht... hier liegen die Gründe wohl tief in der Kindheit.
    Dann kenne ich eine Bekannte meiner Mutter, die lediglich vor 40 Jahren eine Kurzzeitehe hatte, "weil der Mann es auf ihr Geld abgesehen hatte"... danach hat sie wohl trotz aller Anstrengungen - aber nun mit einbetoniertem Misstrauen unterwegs - keine Erfolge mehr gehabt...

    Warum hast du keine Hoffnung mehr? Du bist doch noch jung!

    Liebe Grüße Birke

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    AW: Über das Nicht-Kennenlernen

    Seid mir nicht böse, wenn ich auf eure Beiträge nicht weiter eingehe, aber ich habe das, wonach hier gefragt wird, bereits in einem anderen Strang von mir beantwortet. Ich möchte in diesem Strang eigentlich keine Ursachenforschung betreiben - das hat mich bisher nicht weiter gebracht. Als ich dieses Thema hier eröffnet habe, war ich auf der Suche nach Leidensgenossinnen.

  4. Inaktiver User

    AW: Über das Nicht-Kennenlernen

    Zitat Zitat von Cassandra79 Beitrag anzeigen
    Seid mir nicht böse, wenn ich auf eure Beiträge nicht weiter eingehe, aber ich habe das, wonach hier gefragt wird, bereits in einem anderen Strang von mir beantwortet. Ich möchte in diesem Strang eigentlich keine Ursachenforschung betreiben - das hat mich bisher nicht weiter gebracht. Als ich dieses Thema hier eröffnet habe, war ich auf der Suche nach Leidensgenossinnen.
    Um deine Anfangsfragen noch konkret zu beantworten, was man tun kann (bin auch schon lange Single):

    Ich betreibe Zweckoptimismus. Will heißen ich tue möglichst viele Dinge, damit ich sagen kann, dass ich ein interessantes Leben führe, ich versuche also möglichst viel zu reisen, möglichst viel zu unternehmen, mir bald einen (besseren) Job in einer anderen Stadt zu suchen.
    Alles in allem nichts was die Einsamkeit kompensiert, trotzdem tue ich das immer mehr und konsequenter weil ich dann unterm Strich einfach besser gelaunt bin.

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    AW: Über das Nicht-Kennenlernen

    Hey Cassi,

    ich kann Dich sooo gut verstehen. Ich bin auch wieder Single, nachdem vor einigen Monaten eine Kurzzeit-Beziehung wieder in die Brüche ging. Davor war ich auch jahrelang allein.

    Ich verstehe, worum es Dir geht. Auch ich habe Hobbys, treibe viel Sport, gehe meinem Beruf nach und habe einen tollen Freundeskreis, aber trotzdem fühle ich mich oft allein und einsam. ... Da kommt man nach einem schönen Abend nach Hause, aber keiner wartet auf einen oder der Sonntagmorgen, wo man alleine aufwacht :-(

    Tja, was soll da helfen? Ich glaube nicht, das ich verzweifelt wirke oder als "Klette" rüberkomme... aber der "Richtige" hat sich immernoch nicht gefunden. Ich kann mich ja auch super allein beschäftigen, aber will ich das? wieviele Jahre noch?

    Ein Spaziergang mit der besten Freundin ersetzt auch keinen verliebten Sonntagsspaziergang mit dem Schatz - es ist einfach anders, kann auch sehr schön sein, aber es ist anders!

    Ich bin übrigens 33 und lebe auch in der Großstadt.

    Cassi, lass und dran glauben, das du draussen noch der "Mr. Big" auf uns wartet.

    LG

  6. Inaktiver User

    AW: Über das Nicht-Kennenlernen

    Hallo Cassandra,

    kann es sein, dass Du Dich in Deiner Einsamkeit schon abgekapselt hast- und irgendwie
    Deine Offenheit eingebüsst hast?
    Also ich kenn das so von meinen Single Phasen..

    Vielleicht hilft es da, wenn Du Dir bewusst Hobbys suchst, die ausserhalb Deines
    "einsamen Alltags Trott" bisschen Leben in die Bude bringen:
    also vielleicht Tanzen,
    Theater spielen... bei solchen Aktivitäten, wo man sich-körperlich oder
    mental-auf was Neues einlässt verändern sich auch oft die äusseren Umstände.

    Alles Gute Merretich

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    AW: Über das Nicht-Kennenlernen

    hallo cassandra,

    habe mich gerade auch durch deinen anderen strang gelesen.

    was ich tue: rausgehen, damit ich merke, dass ich nicht "der letzte mensch auf erden" bin. aber nicht in bars & co (auch manchmal, aber eben nur manchmal), sondern am wochenende auf's rad, raus aus der stadt (naja. in die außenbezirke halt), da sieht man andere radler, spaziergänger (gerne paare darunter, die derartig mürrisch aussehen, dass es mir in dieser hinsicht direkt wieder leicht ums herz wird, wenn ich gerade einen "ich bin ja soooo einsam"-anfall habe), tiere, natur...

    ich geh auch öfter allein in die sauna, vorher schwimmen - mit nem guten buch (nee, sauna, nicht schwimmen). da sind andere menschen um mich rum, die lassen mich aber (buch!) in ruhe. im sommer kann ich so ganze tage am see verbringen und vermisse nichts und niemanden. wenn ich dann über das reden will, was ich gerade (z.B. in der zeitung) gelesen habe, rufe ich jemanden aus meinem freundes- und bekanntenkreis an...

    über die radelei habe ich hier einen haufen leute kennengelernt, das ist alles lose und völlig unverbindlich, aber gerade dadurch sehr entspannt - und ein gutes mittel gegen jene einsamkeit. mittlerweile (wohne in einer millionenstadt) treff ich die auch mal so zufällig auf der straße, ein schönes gefühl.

    ins kino geh ich auch gern allein - hab ich schon immer gemacht. oft auch, wenn ich aus beruflichen gründen in einer fremden stadt allein war und mir die hotelzimmerdecke auf den kopf zu fallen drohte.

    eine möglichkeit wäre auch (würde ich gerne machen, kriege ich aber wegen meiner arbeitszeiten schlecht auf die reihe), ein vorlesepatenkind oder sowas "anzunehmen". manche arbeitgeber stellen einen auch für sowas frei, für ein paar stunden am nachmittag. für mich wäre das ne tolle sache, bin ein bücherfreak, und kinder mag ich auch...

    und ansonsten: manchmal muss man es auch einfach aushalten, das einsamkeitsgefühl. es klingt hart, aber "sterben tut jeder für sich allein" - und ich finde es ganz angenehm, mir jetzt schon bewusst zu sein, dass die wichtigen dinge of die sind, die passieren, wenn ich "einsam" bin. hatte hier schon mal was ähnliches gepostet, da ging es darum, dass ich der meinung bin, die wesentlichen entscheidungen im leben trifft jeder "einsam". zwar evtl. mit unterstützung von vertrauten, aber schlussendlich nimmt einem die entscheidung sowieso keiner ab.

    hm... dein anderer thread hat übrigens einiges bei mir wieder hervorkommen lassen, fand ich gut

    liebe grüße von
    der ratte

    ach und noch was: mir fällt auf, dass ich langsam schrägheiten entwickele. was ich in beziehungszeiten z. B. vermisst habe, war das sonntags-stundenlang-am-frühstückstisch-gammeln-und-dabei-zeit-lesen, OHNE dass jemand ständig meine ansprache benötigt. ist mittlerweile zum echten prüfstein geworden für potenzielle wg-mitbewohner und ebensolche partner
    Geändert von Bisamratte (06.01.2012 um 17:16 Uhr)
    ich bin schrecklich inkonsequent - aber nicht immer

    tippfehler gibts von mobile devices gratis. wer sie findet, darf sie behalten.

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    AW: Über das Nicht-Kennenlernen

    Bis auf das Radfahren sieht meine Single-Wochenendgestaltung genauso aus.

    Zitat Zitat von Bisamratte Beitrag anzeigen
    was ich in beziehungszeiten z. B. vermisst habe, war das sonntags-stundenlang-am-frühstückstisch-gammeln-und-dabei-zeit-lesen, OHNE dass jemand ständig meine ansprache benötigt.
    Auch da geht es mir ähnlich. Mein samstägliches Rumgammeln im Bett mit Kaffee und Büchern oder DVDs würde mir auch fehlen. (Das wäre aber auch alles, was mir fehlen würde.)

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    AW: Über das Nicht-Kennenlernen

    Zitat Zitat von Cassandra79 Beitrag anzeigen
    Bis auf das Radfahren sieht meine Single-Wochenendgestaltung genauso aus.
    muss am alter liegen ;-) wir sind nämlich in etwa gleich alt.

    Auch da geht es mir ähnlich. Mein samstägliches Rumgammeln im Bett mit Kaffee und Büchern oder DVDs würde mir auch fehlen. (Das wäre aber auch alles, was mir fehlen würde.)
    mir ist gerade noch was eingefallen: ich habe diverse männliche freunde, und den hang, in gruppen auch gern mal jemand neues kennenzulernen - egal ob männlein oder weiblein. nach so fahrradgeschichten gibt's manchmal after parties... und dort, oder auch mal allein mit einem kumpel, schlage ich mir gern philosphierenderweise die nacht um die ohren, komme erst früh am morgen nach hause... das würde ich sicherlich NICHT machen, wenn ich einen partner hätte. es sei denn, er ist dabei. aber dann... würde mir das "allein durch die nacht ziehen" wahrscheinlich fehlen... seufz. ist halt nicht einfach, wenn's so viele schattierungen grün (gras/andere seite vom zaun) gibt...
    ich bin schrecklich inkonsequent - aber nicht immer

    tippfehler gibts von mobile devices gratis. wer sie findet, darf sie behalten.

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    AW: Über das Nicht-Kennenlernen

    Ich bin 29, ich bin seit einem halben Jahr, nach einer, eigentlich könnte man sagen "Kurzzeitbeziehung", wieder Single und war vor dieser Beziehung auch fast 4 Jahre Single.

    Ganz ehrlich .. ich vermisse gar nichts! Nichts!
    Ich finde es viiiiiieeeel schöner alleine. So kann ich tun und lassen, was ich möchte. Egal was. Ich kann das alles mit mir selbst erleben und mich auch mit mir selbst darüber freuen. Ich verbringe gerne Zeit mit mir selbst.

    Natürlich, wenn jemand da ist, dann ist jemand da .. jemand der einem evtl. zuhört oder sich mit einem freut und von dem man Körperlichkeit bekommt, die man nicht von sich selbst bekommen kann.

    Aber braucht man das wirklich? Kann es nicht genau so schön sein - oder für meinen Begriff sogar schöner - allein zu sein?

    Es ist nicht immer alles toll, nur weil man einen Menschen an seiner Seite hat, der "irgendwie zu einem gehört" .. das muß ja auch nicht immer so bleiben. Und was ist dann .. dann bist du nicht nur wieder alleine, sondern verlassen und alleine ..

    Du selbst kannst dich nicht enttäuschen .. Menschen die dir so nahe stehen können es! Und tun es .. hin und wieder.

    Zeit mit sich allein zu haben ist also eigentlich nicht wirklich schlecht.
    Man muß sie nur zu nutzen und schätzen wissen.
    - Everything will be fine in the end .. If it's not fine, it's not the end -


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