Hallo!
Um gleich mal aktiv etwas gegen die Opfermentalität zu tun, habe ich diesen Thread eröffnet. Hier möchte ich alle guten Tipps sammeln, wie man sich abgrenzen kann. Anstatt dem auf den Grund zu gehen, warum, wieso, weshalb, bitte ich euch hier eure bewährten Tipps und Erfahrungen mitzuteilen, damit diejenigen, die es notwendig haben, gezielt daran arbeiten können.
Ein kleines Beispiel: Man möchte sich jemanden vom Hals halten und weiß nicht so recht wie. Wir hatten mit einer Bekannten nachmittags eine Aktivität geplant. Mein Mann hatte früher Feierabend als sonst, wollte aber ihr das nicht unbedingt auf die Nase binden. Ich hab's aber nicht für so wichtig gehalten und antwortete auf die Frage der Bekannten, ob mein Mann bis um die übliche Uhrzeit gearbeitet hat: nein, heute hat er früher Schluss gemacht. Mein Mann war nicht zugegen bei diesem Gespräch. Später hat sie das Thema nochmal bei ihm aufgegriffen, woraufhin mein Mann ihr natürlich was anderes sagte. Schöner Mist sowas. Das verunsichert einen natürlich auch im Umgang mit den anderen, weil man sich ungern unglaubwürdig machen möchte. Problem war sicher, dass mein Mann sich ihr gegenüber nicht gut behaupten kann (er hat auch eine Opfermentalität) und deshalb generell in solchen Situationen gerne nach Ausreden sucht, weil er scheinbar keine geeigneten Abwehrmethoden kennt. Man(n) hat auch oft auch noch schlechtes Gewissen, wenn man zu Hause einfach nur die Füße hochlegen möchte anstatt für jemand anderen wieder den Springbock zu mimen. Ich weiß bis heute nicht warum mein Mann sich da rausgeredet hat. Vielleicht wollte er einfach vermeiden, früher zum Termin losfahren zu müssen.
Sagt man den Leuten, dass man einfach nicht dies oder jenes tun möchte, ist man auch schlecht beraten. Dann können sie einen nicht mehr leiden und erzählen rum was für ein Kotzbrocken man doch wär'.
Habt ihr Beispiele zu berichten aus eurem Alltag? Wie grenzt ihr euch ab?
Wie hält man sich selbst einladende Gäste vom Leib? Oder schlägt Einladungen aus, ohne den anderen zu verstimmen aber so dass nicht noch zwanzig Mal nachgefragt wird ob man nicht doch kommen will?
Macht ihr (deutliche) Unterschiede gegenüber Familie, Kollegen, ganz fremden Menschen?
Habt ihr immer irgendwelche Zielvorstellungen, wenn ihr unter Menschen seid (auf der Arbeit, im Verein, bei Familienzusammenkünften etc.)? Habt ihr ein Lebensmotto oder -ziel?
Wann habt ihr angefangen, euch abzugrenzen? Gab es einen Auslöser dafür?
Welche Persönlichkeit habt ihr (also eher passiv oder sehr aktiv)? Seid ihr körperlich fit?
Und wie denkt ihr über Leute, die sich nicht gut abgrenzen können und eher schüchtern sind?
Könnt ihr euch gegenüber Menschen, die ihr mögt schlechter abgrenzen als denen gegenüber, die ihr nicht mögt?
Bin gespannt auf eure Beiträge...
LG
Kuschelchenreloaded
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Ergebnis 1 bis 10 von 42
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23.12.2011, 13:01Inaktiver User
Abgrenzmethoden - Eine Sammlung....
Geändert von Inaktiver User (23.12.2011 um 13:06 Uhr)
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24.12.2011, 00:01
AW: Abgrenzmethoden - Eine Sammlung....
Hallo,
ja gutes Thema!
Sich abgrenzen ist enorm wichtig.
Lügen wie in deinem Fall beschrieben sind peinlich wenn sie auffliegen.
Ich kann ganz extrem werden wenn meine Grenze überschritten wurde-das geht bis zum Kontaktabbruch.
Man muss damit leben können, dass einen nicht alle Menshen immer "mögen"-dafür haben die aber Respekt vor mir, und das ist wichtiger.
Denn dieses "immer lieb" sein heisst doch nicht, dass andere mich dafür mögen.
Im Gegenteil. Man lernt das wenn man mit Kindern arbeitet. Sei immer "lieb" zu den Kleinen,versuch es ALLEN Recht zu machen, und es gibt Chaos, sie nehmen dich nicht mehr ernst-und du kannst so eine Unterrichtsstunde in die Tonne treten.
Keiner hat was davon-und du bist sicher nicht die beliebteste Lehrerin.
Ist man hingegen authentisch und setzt Grenzen, dann geniesst du den Respekt, du zeigtst damit auch Verantwortung.
Genauso mache ich es mit Freunden. Ich bin höflich, aber wenn mir was nicht in den Kram passt sage ich es auch...
Wenn ich keine Zeit habe (oder haben will, das ist ja egal) dann habe ich keine Zeit.
Dann bin ich nicht unfreundlich sondern ehrlich.
Warum sollte ich mit jemandem Zeit verbringen, auf den ich keine Lust habe? Und warum sollte dieser dann beleidigt sein? Bin ich die Sozialstation?
Ich glaube du schiebst da die Verantwortung ab "die Leute reden dann schlecht über mich wenn ich ihnen einen Korb gebe".
Ich würde eher sagen: Du willst immer von allen gemocht werden-warum? Magst du dich selber so wenig und musst dir dieses Gefühl von gemocht-werden bei anderen holen?
Zum Preis deiner Selbstaufgabe?
Gefährliches Muster...Geändert von Joshuatree (24.12.2011 um 00:05 Uhr)
Die Dummen verwerfen, was sie sehen, nicht was sie denken.
Die Klugen verwerfen, was sie denken, nicht was sie sehen. (Huang-po)
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24.12.2011, 07:29Inaktiver User
AW: Abgrenzmethoden - Eine Sammlung....
Nun ja, das Wichtigste ist wohl erst mal: Seine Grenzen kennen. Den Respekt, den Joshuatree anspricht, sollte man auch sich selbst gegenüber aufbringen, in dem man sich so gut kennt, dass man weiß, wo die eigenen Grenzen liegen. Da diese sich auch mal verschieben und bei unterschiedlichen Menschen unterschiedlich verlaufen können, muss man sich auch von dem Wunsch verabschieden, von allen verstanden zu werden.
Dann ist das Grenzenziehen weniger schwierig, v.a. dann, wenn ich anderen Menschen dasselbe eingestehe und auch ihre Grenzen achte und respektiere.
Mir fällt Grenzen ziehen dann am schwersten, wenn ich merke, dass ich mich bei Freunden deutlicher/früher abgrenzen muss.
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24.12.2011, 09:21Inaktiver User
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24.12.2011, 10:38Inaktiver User
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24.12.2011, 11:23Inaktiver User
AW: Abgrenzmethoden - Eine Sammlung....
seltsame menschen kennst du. echt, die erzählen das?
oder empfindest du das lediglich so?
wenn die das wirklich erzählen, dann hast du mit armseligen menschen zu tun.
ganz ehrlich? mir ist das sooooo egal, was manche menschen über mich denken oder gar über mich erzählen. sollen sie doch. dann haben sie offensichtlich ein so leeres leben, dass sie sich mit dem leben anderer beschäftigen müssen.
kuschelchen, arbeite an deinem selbstwert und selbstbewusstsein.
du kannst noch hundert stränge eröffnen, die nutzen dir aber nichts, wenn DU nicht an DIR arbeitest.....
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24.12.2011, 11:33Inaktiver User
AW: Abgrenzmethoden - Eine Sammlung....
Mir ist völlig egal ob mich andere kotzbrockig finden *g* Echt. Wenn ich zu etwas keine Lust habe, dann mache ich das nicht.
Ob das nun Freunde oder Bekannte oder Familie oder Kollegen sind ist mir dabei völlig egal.
Ich lasse mich nicht ausnutzen, ich lasse mir kein schlechtes Gewissen einreden.
Und was andere von mir denken ist mir egal.
Solange du aber immer noch darüber nachdenkst, was jemand von dir halten könnte solltest du wirklich an dir arbeiten.
Bleib bei dir - das sollte dein Mann auch mal üben! Wenn er früher da war geht das niemanden was an und wenn diese Kollegin hilfte braucht und dein Mann keine Lust dazu, dann sagt er das.
Und glaub mir eins: es sind die Ja-Sager die nicht gemocht werden. Die Menschen die wissen was sie wollen werden respektiert!
Ich bin doch nicht everybody´s Darling - wozu auch. Zuerst komme ich, dann die anderen!
Ein bißchen gesunder Egoismus hat noch nie geschaden!!
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24.12.2011, 12:38
AW: Abgrenzmethoden - Eine Sammlung....
Wenn ich jemand anderen nicht mag - und ich auch nicht in irgend einer Form von ihm "abhängig" bin, also Chef, Vermieter... - dann kann ich ihm doch sagen, was ich von ihm denke ohne Rücksicht auf Verluste und die Konsequenz, dass er mich auch nicht mehr mag. Hat er alles Recht der Welt drauf.
Dann sind die Fronten klar gesteckt und man geht sich halt den Rest seines Lebens aus dem Weg. Vereinfacht vieles. Ist bei Nachbarn, Kollegen etc. natürlich so'n Ding...
Aber bei den meisten geht das doch. Und nix ist Nerviger als Leute, die ständig angedackelt kommen, weil sie einen so nett finden, die man selbst am liebsten auf den Mond schießen würde. Oder halt Verwandte, die man zum Geburtstag einlädt obwohl man sie nicht leiden kann (und sie einen womöglich auch nicht) und die einen dann (weil's sich so gehört) auch einladen und man hat keinen Bock, dahin zu gehen... Ein Teufelskreis über Jahrzehnte!
Da muss man dann mal einen klaren Schnitt machen und sich von Ballast befreien!
Lebt sich danach wesentlich entspannter.
Wer Unsinn hören und glauben will, der wird auch Unsinn zu hören bekommen.
Cave: Meine Beiträge könnten Spuren von Ironie enthalten!
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24.12.2011, 14:32Inaktiver User
AW: Abgrenzmethoden - Eine Sammlung....
Hallo!
Ja, guter Gedanke. Ich versuche mir diese Frage auch immer öfter zu stellen.Warum sollte ich mit jemandem Zeit verbringen, auf den ich keine Lust habe? Und warum sollte dieser dann beleidigt sein? Bin ich die Sozialstation?
Gut möglich. Ich denke, ich habe Angst davor gemobbt zu werden. Ich denke da an eine Kollegin, die ganz schön garstig sein kann, wenn sie das Gefühl hat, nicht gemocht zu werden. Weil ich mich nicht dem regelmäßigen Kaffeetrinken nach Feierabend angeschlossen habe, aus mehreren Gründen, dachte sie, man mag sie nicht oder was auch immer. Das ist schon eklig, wenn man dann solchen Dingen auf der Arbeit ausgesetzt ist. Kontra geben, klar warum nicht, aber dann hat sie ja noch mehr das Gefühl, dass sie nicht gemocht wird und es würde sich nichts bessern. In den letzten Jahren hat es sich trotzdem gebessert, weil sich mehrere Kolleginnen über sie beschwert hatten und sie von oben einen Dämpfer bekommen hat. Trotzdem gibt es diese Kaffeetanten, die wirklich an jedem was auszusetzen haben.Ich glaube du schiebst da die Verantwortung ab "die Leute reden dann schlecht über mich wenn ich ihnen einen Korb gebe".
Gestern war ich mit meinem Mann weggewesen. Wir haben uns ein Musikprogramm angeguckt und dabei was gegessen. War schön. Bis am Nebentisch zwei weniger gut gelaunte Personen ankamen, sie die Augen verdrehten und sich der Mann demonstrativ mit dem Rücken zur Sängerin gedreht hatte. Sowas springt dann schon auf mich über, leider. Vor allem, wenn man die beiden dauernd im Blickfeld hat. Gut, Geschmäcker sind verschieden. Ich neige dann oft dazu, für jeden Verständnis zu haben. Aber das vermiest mir dann irgendwie das eigene Vergnügen. Da muss man sich auch abgrenzen können, um zu sagen: MIR gefällt das und mir bringt es Freude. Warum habe ich jetzt ein schlechtes Gewissen deswegen? Schließlich haben die beiden sich einfach da an den Tisch gehockt, obwohl sie bereits mitbekommen haben, dass ein Musikprogramm läuft, was ihnen nicht so zusagt. Sie hätten ja auch woanders hingehen können. Haben zwar auf jemanden gewartet, aber man hat ja auch ein Handy, oder nicht? Ich neige in solchen Fällen tatsächlich dazu, das was mir vorher gefallen hat, gar nicht mehr so toll zu finden und mich in die Denke der Ablehnenden zu versetzen. Normal ist das auch nicht. Warum soll man eigentlich nicht weiter Spaß haben und eher schlecht über die denken, die da mit ihren demontstrativ gelangweilten Minen hocken?
Tja, weiß auch nicht. Vielleicht geht es um eine Zugehörigkeit, die ich nicht habe. Wenn ich mich klar zu einer Gruppe bekenne, dann hetze ich über die andere Gruppe. Aber das verursacht dann auch wiederum Streit unter den Gruppen, wenn's schlimm kommt. Außerdem kann ich ja auch irgendwann mal aus der einen Gruppe rausfliegen und dann steh' ich allein da. Vielleicht ist das so. Oder ich fühle mich einfach nirgendwo so zugehörig, dass ich mich in einer Gruppe auch wirklich wohlfühle. Die müsste glaube ich noch gefunden werden. Vielleicht mag ich es auch nicht, weil ich mich dann überall gleich wieder unterordne und dann wieder zuwenig von mir selbst darin ist.Ich würde eher sagen: Du willst immer von allen gemocht werden-warum? Magst du dich selber so wenig und musst dir dieses Gefühl von gemocht-werden bei anderen holen?
Zum Preis deiner Selbstaufgabe?
Ja, das ist wohl wahr.Seine Grenzen kennen.
Das fällt mir wohl schwer. Ich merke oft, dass ich Probleme habe, etwas durchzudrücken, ohne das Verständnis anderer dafür zu haben. Aber ich denke, ich werde mit der Zeit und der Erfahrung etwas sicherer darin, meine Bedürfnisse durchzudrücken. Es ist nur so schwer, da letztlich so gut wie keine Gemeinsamkeiten mehr möglich sind. Die Kluft zwischen anderen Menschen kommt mir dann unendlich groß vor und das schmerzt. Das muss ich noch näher ergründen....muss man sich auch von dem Wunsch verabschieden, von allen verstanden zu werden.
Also wenn man weniger symbiotisch denkt, mehr für sich selbst sorgt und letztlich mit sich selber glücklich sein kann. Sonst funktioniert das wohl nicht.Dann ist das Grenzenziehen weniger schwierig, v.a. dann, wenn ich anderen Menschen dasselbe eingestehe und auch ihre Grenzen achte und respektiere.
Das verstehe ich jetzt nicht ganz, wie du das meinst. Meinst du, dass du zu spät Grenzen ziehst, weil du deinen Freunden eine gute Freundin sein möchtest und viel für sie tust?Mir fällt Grenzen ziehen dann am schwersten, wenn ich merke, dass ich mich bei Freunden deutlicher/früher abgrenzen muss.
Aha, danke! Oft ist es leider so, dass man dann wirklich überall verschrieen wird. Aber das kommt wohl auch auf die andere Person an. Die, die ich grade im Kopf habe, lässt so oder so kein gutes Haar an anderen. Also meistens wechselt es ja. Aber dieser typische Klatsch und Tratsch - eieiei. Und andere immer abwerten zu müssen, weil sie selbst sich nicht leiden könnenSagt man den Leuten, dass man einfach nicht dies oder jenes tun möchte, ist man auch schlecht beraten. Dann können sie einen nicht mehr leiden und erzählen rum was für ein Kotzbrocken man doch wär'.
Der beste Tipp, den ich habe, wäre, genau hiervon nicht immer gleich auszugehen.
Mh, wieso eigentlich nicht. Heute habe ich eine Person von meiner Facebookliste einfach gelöscht. So nach dem Motto: Das alte ist vergangen, das neue angefangen. Ich mag die eigentlich nicht und finde auch ihr Verhalten ziemlich blöd und unfair. Von ihrem Charakter mag ich sie eigentlich nicht wirklich und umgekehrt sicherlich auch, da sie aufgrund gewisser Unwissenheiten denkt, wir hätten sie übers Ohr gehauen, was nicht stimmt. Naja, ich hab' sie einfach gelöscht, egal, was sie von mir denkt. Ich hab' keinen Streit mit ihr, aber ich möchte nicht ständig ihre aktuellen Kommentare lesen. Sogar denke ich darüber nach, weitere Leute von meiner Liste zu löschen. Die meisten haben so viele auf ihrer Freundesliste, die merken gar nicht, dass jemand fehlt. Und ich tue meinem positiven Energiehaushalt etwas GutesUnd sollte es tatsächlich mal so sein: sich von dieser Person schnellstens distanzieren.
Und bin etwas mutiger und ehrlicher zu mir.
Oft bekommt man es ja aber auch nicht mit, weil die Personen ja nur hinter deinem Rücken über dich fies reden. So ist das ja oft. Ich kriege ja auch meist nur mit, wie über die anderen getratscht wird.
Oft geht's aber auch nicht so gut, weil man auf der Arbeit nicht noch mehr Stress haben möchte. Aber auch da muss ich wohl dazulernen im Umgang mit solchen Fiesigkeiten. Wobei ich mir oft denke, die tratschen eben als Hobby und man muss ja nicht jede Kleinigkeit ahnden. Man verpasst dabei aber wohl den Punkt, wo's dann kritisch wird.
Naja, einer habe ich mal per Email die Meinung gegeigt und die fand's eine Frechheit. Dabei war ich im Ton nicht unverschämt, ich habe ganz normal und sachlich geschrieben, was ich denke. Aber für diese Frau bin ich ja nur Mittel zum Zweck, das muss einem wohl bewusst sein.seltsame menschen kennst du. echt, die erzählen das? oder empfindest du das lediglich so? wenn die das wirklich erzählen, dann hast du mit armseligen menschen zu tun.
Dann erzähl doch mal ein wenig über deine Abgrenzungmethoden...ganz ehrlich? mir ist das sooooo egal, was manche menschen über mich denken oder gar über mich erzählen. sollen sie doch. dann haben sie offensichtlich ein so leeres leben, dass sie sich mit dem leben anderer beschäftigen müssen.
Solange ich mich nicht abzugrenzen weiß, werde ich mich immer zu Hause einigeln. Ich schätze, das ist ein wichtiger Punkt. Ich habe Angst davor da draußen von den Ansprüchen anderer weggespült zu werden. Sozusagen...kuschelchen, arbeite an deinem selbstwert und selbstbewusstsein.
Wer sagt denn, dass ich das nicht tue?du kannst noch hundert stränge eröffnen, die nutzen dir aber nichts, wenn DU nicht an DIR arbeitest.....
Versuche es mir zu Herzen zu nehmen. Mit zunehmendem Alter steigt die Anzahl derer, die mir den Buckel runterrutschen könnenMir ist völlig egal ob mich andere kotzbrockig finden *g* Echt. Wenn ich zu etwas keine Lust habe, dann mache ich das nicht.
Ob das nun Freunde oder Bekannte oder Familie oder Kollegen sind ist mir dabei völlig egal.
Ich lasse mich nicht ausnutzen, ich lasse mir kein schlechtes Gewissen einreden.
Und was andere von mir denken ist mir egal.
Solange du aber immer noch darüber nachdenkst, was jemand von dir halten könnte solltest du wirklich an dir arbeiten.
Bleib bei dir - das sollte dein Mann auch mal üben! Wenn er früher da war geht das niemanden was an und wenn diese Kollegin hilfte braucht und dein Mann keine Lust dazu, dann sagt er das.
Und glaub mir eins: es sind die Ja-Sager die nicht gemocht werden. Die Menschen die wissen was sie wollen werden respektiert!
Ich bin doch nicht everybody´s Darling - wozu auch. Zuerst komme ich, dann die anderen!
Ein bißchen gesunder Egoismus hat noch nie geschaden!!
Ich finde es nur so schade, dass die Menschen sich so entwickelt haben. Irgendwo in mir ist wohl der Wunsch nach einem besseren Miteinander und dass die Menschen weniger egoistisch sein mögen. Das darf man natürlich auch nicht verwechseln mit Selbstaufopferung.
Ein Problem von mir liegt wohl auch darin, dass ich ja nur solche Abhängigkeitsbeziehungen habe. Da ist es halt nicht so einfach. Oft ist aber auch so, dass man irgendwann feststellt, dass xy doch nicht so übel ist, umgekehrt aber auch.Wenn ich jemand anderen nicht mag - und ich auch nicht in irgend einer Form von ihm "abhängig" bin, also Chef, Vermieter... - dann kann ich ihm doch sagen, was ich von ihm denke ohne Rücksicht auf Verluste und die Konsequenz, dass er mich auch nicht mehr mag. Hat er alles Recht der Welt drauf.
Mh, ja, das ist klasse. Ich weiß, die Facebookliste wird vielleicht hier eher belächelt werden, aber ich find's tatsächlich befreiend, nicht immer diese Kommentare zu lesen von Leuten, wo ich mir denke, ach du je. Ballast abwerfen tut wirklich gut. An der Frau "hing" ich auch nur, weil sie Kontakt zu meinem Schwarm hat. Schön doof. Sozusagen als noch einzige "Verbindung". Und ansonsten - nicht mein Fall. Also: Ciao. So lebt jetzt jeder sein eigenes Leben weiter. Auf zu neuen positiveren Gefilden.Aber bei den meisten geht das doch. Und nix ist Nerviger als Leute, die ständig angedackelt kommen, weil sie einen so nett finden, die man selbst am liebsten auf den Mond schießen würde. Oder halt Verwandte, die man zum Geburtstag einlädt obwohl man sie nicht leiden kann (und sie einen womöglich auch nicht) und die einen dann (weil's sich so gehört) auch einladen und man hat keinen Bock, dahin zu gehen... Ein Teufelskreis über Jahrzehnte!
Da muss man dann mal einen klaren Schnitt machen und sich von Ballast befreien!
Lebt sich danach wesentlich entspannter.
Ich habe halt nur so oft das Gefühl, dass es nirgendwo auf der Welt Menschen gibt, mit denen ich mich wirklich richtig wohl fühlen kann. Und daher möchte ich an meiner Abgrenzung arbeiten, da diese denke ich ein guter Ansatzpunkt für mich ist, weiterzukommen.
LG und frohe Weihnachten wünscht euch
Kuschelchenreloaded
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24.12.2011, 16:58Inaktiver User
AW: Abgrenzmethoden - Eine Sammlung....
Hallo zum Heiligabend!
Eins ist mir grad noch so in den Sinn gekommen und bevor ich's wieder vergess':
Eine Abgrenzungsmöglichkeit ist sicherlich auch, wenn man mit jemandem ein bestimmtes Thema hat, auch mal zu sagen - naja, das finde ich nicht so spannend oder das ist nicht so meins. Damit schafft man doch eine Abgrenzung, auch zum Gesprächspartner. Es heißt ja immer, man sollte eben nach Gemeinsamkeiten suchen. Und mein Verständnis und Einfühlungsvermögen lässt mich dann oft den Mund halten, anstatt "mich höflich abzugrenzen".
Diese Methode lässt andere wiederum vermuten, dass ich für sie kompatibel bin. Und dann suchen sie weiterhin den Kontakt zu mir, wollen mit mir Kaffee trinken gehen etc. Würde ich es hinkriegen, meine Persönlichkeit besser nach außen zu transportieren anstatt vor lauter Angst, andere könnten mir das wieder negativ auslegen oder irgendwann gegen mich verwenden, alles für mich zu behalten, dann würden die anderen auch die Möglichkeit haben zu merken - die passt nicht zu mir und sich woanders bemühen.
Ist es so? Klingt jedenfalls logisch.#
Wie ist das bei euch? Habt ihr die Erfahrung machen können, dass andere nicht mehr so sehr interessiert waren, weil ihr nicht zusammengepasst habt?
Einen schönen Heiligabend wünsche ich euch !!!
LG
Kuschelchenreloaded


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