Hallo!
Also wird es wohl eher eine Gedankenlosigkeit gewesen sein?! Aber die Steilvorlage war wohl schon ganz nett. Einen Spruch hätte sie kriegen müssen, sonst weiß sie ja nicht, dass ich das nicht so doll find'. Wenn dann immer noch ständig solche Dinger geflogen kämen, müsste man wohl davon ausgehen, dass es einen gewissen Spaßfaktor bringt für sie.
Da ich ziemlich oft zu spüren kriege, dass meine Haare nicht schön sind, hab' ich's halt hingenommen. "Sie hat ja recht. Ich kriege das oft zu hören - so oder so ähnlich." Da fragt man sich, woran liegt das denn? Wenn einem sowas öfter passiert, dann "weiß" man, es kann nicht nur an den anderen liegen, oder? Dann sind meine Haare wirklich hässlich. Und dann fällt es einem nicht leicht, sie auch noch zu verteidigen. Sie sagen dann zwar nicht, wie furchtbar das aussieht. Aber z. B.: "Willst du dir nicht wieder ein paar Strähnchen machen lassen? Das sah irgendwie besser aus." oder "Willst du dir die Haare nicht wieder blond färben?" oder eine hat sich mal total erschreckt als sie mir in die Haare fasste, weil sie so dünne sind und schüttelte dann ein paar Stunden später immer noch den Kopf darüber. Das ist nicht so aufbauend. Aber woran liegt das, dass mir das so oft gesagt wird? Liegt es eben nur an der Tatsache, dass meine Haare eben so doof sind. Wären sie nicht so doof, müsste niemand ein Wort darüber verlieren. Oder liegt es an meiner Person, die so unsicher ist, dass es die Leute regelrecht dazu einlädt, mir ihre Kritikpunkte zu unterbreiten?
Hat es was damit zu tun, dass man nicht wirklich gemocht wird? Oder ist das unabhängig davon?
Gedankenlos war von mir auch mal, dass ich mich über kleine Brüste mokiert hatte. Im Kreise saß eine, die nicht sehr viel oben rum hatte und das auch irgendwann mal erwähnt hatte, dass sie schon ein wenig darunter leidet, weil Männer ja auf größere Brüste stehen. Ich hatte aber bei Weitem gar nicht mehr daran gedacht, weil ich sie so wie sie ist hübsch finde und mir ist erst viel später aufgegangen, dass ich sie damit bestimmt verletzt habe...
LG
Kuschelchenreloaded
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19.01.2012, 15:15Inaktiver User
AW: Abgrenzmethoden - Eine Sammlung....
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19.01.2012, 16:34
AW: Abgrenzmethoden - Eine Sammlung....
@ Kuschelchenreloaded
Da hättest Du ganz cool kontern können: „Ja sowas! Glaubst du, du bist die erste, der das auffällt?“ Damit gibst Du ihr zu verstehen, dass ihr negativer Kommentar komplett überflüssig ist.Da ich ziemlich oft zu spüren kriege, dass meine Haare nicht schön sind, hab' ich's halt hingenommen.
Das sind sachliche Fragen, auf die man sachlich antworten könnte, wenn man wollte. Du wirst ja wohl Gründe gegen Strähnchen oder Blondierungen haben. Wenn Deine Haare sowieso schon dünn und angegriffen sind, dann ist beides nicht ratsam. Aber ein einfaches "Nein" genügt auch und zeigt, dass Du nicht bereit bist, weiter darüber zu reden.Aber z. B.: "Willst du dir nicht wieder ein paar Strähnchen machen lassen? Das sah irgendwie besser aus." oder "Willst du dir die Haare nicht wieder blond färben?"
Was hat die in Deinen Haaren zu suchen? Da hätte ich sofort den Kopf weggezogen und sie böse angeguckt! Du musst Dich doch nicht von anderen anfassen und begutachten lassen!oder eine hat sich mal total erschreckt als sie mir in die Haare fasste, weil sie so dünne sind und schüttelte dann ein paar Stunden später immer noch den Kopf darüber.
Die ganze Haar-Arie kannst Du auch einfach damit beenden, dass Du sagst: „Ich weiß, dass ich Probleme mit meinen Haaren habe. Ich werde demnächst eine Fachfrau bzw. einen Fachmann dazu um Hilfe bitten.“ Damit machst Du klar, dass Du nicht jede dahergelaufene Tussi für kompetent genug hältst, sich um Deine Haare zu kümmern. Thema beendet!
Deine Haare mögen doof sein, das ist jedoch kein Grund für Dich, Dir übergriffiges Verhalten dazu gefallen lassen zu müssen.
Und wenn Du wirklich unter dem Zustand Deiner Haare leidest, dann suche eine entsprechende Fachfrau bzw. einen Fachmann auf.Es gibt Leute, die merken es, wenn sich jemand leicht verunsichern lässt. Diese Menschen kriegen dann die ganzen dummen Sprüche ab. Man reagiert sich sozusagen an ihnen ab. Und man hat nicht viel Respekt vor ihnen, wenn es klar wird, dass sie dem nichts entgegensetzen können.Oder liegt es an meiner Person, die so unsicher ist, dass es die Leute regelrecht dazu einlädt, mir ihre Kritikpunkte zu unterbreiten?
Hat es was damit zu tun, dass man nicht wirklich gemocht wird? Oder ist das unabhängig davon?Das kann durchaus sein, dass diese Frau das übel genommen hat. Manchmal ist es einfach besser, vor Inbetriebnahme des Mundwerks das Gehirn einzuschalten.Gedankenlos war von mir auch mal, dass ich mich über kleine Brüste mokiert hatte. Im Kreise saß eine, die nicht sehr viel oben rum hatte und das auch irgendwann mal erwähnt hatte, dass sie schon ein wenig darunter leidet, weil Männer ja auf größere Brüste stehen. Ich hatte aber bei Weitem gar nicht mehr daran gedacht, weil ich sie so wie sie ist hübsch finde und mir ist erst viel später aufgegangen, dass ich sie damit bestimmt verletzt habe...
Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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19.01.2012, 21:36
AW: Abgrenzmethoden - Eine Sammlung....
Das unterschreibe ich. Deshalb sollte es dir nicht primär ums Kontern gehen, sondern darum, dein Selbstbewusstsein aufzubauen - wurde das nicht schon am Anfang dieses Stranges empfohlen
? Wie du daran gehst, kann ich dir auch nicht sagen: Bücher, Gruppen, Fachleute ... andere wissen da sicherlich mehr.
Wenn du mal ein gewisses Frequenzlevel an Selbstbewusstsein erreicht hast, werden dich solche Leute von alleine nicht mehr belästigen ...
KittyCoat check girl: Goodness! What lovely diamonds!
Mae West: Goodness had nothing to do with it...
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20.01.2012, 09:23
AW: Abgrenzmethoden - Eine Sammlung....
Das unterschreib ich auch, und dennoch grenze ich mich von so Oberflächlichkeiten konsequent ab, da sie nicht in mein Weltbild passen...
Zu meinem Freundeskreis gehören ne Menge Menschen, die ihr Äußeres nicht so wichtig nehmen. Rein äußerlich passen wir demnach nicht zusammen, ich mag witzige Klamotten, trage Makeup und meine Haare sind pflegeleicht. Aber die sehen MICH als Person, meinen Charakter und meine Werte und umgekehrt genau so.
Ich möchte auch nicht als Fashionista abgestempelt werden, nur weil ich Spaß dran habe...
Es ist doch total bescheuert, sich im Rahmen eines privaten Treffens über Haare zu echauffieren.
Die ganze Haar-Arie kannst Du auch einfach damit beenden, dass Du sagst: „Ich weiß, dass ich Probleme mit meinen Haaren habe. Ich werde demnächst eine Fachfrau bzw. einen Fachmann dazu um Hilfe bitten.“ Damit machst Du klar, dass Du nicht jede dahergelaufene Tussi für kompetent genug hältst, sich um Deine Haare zu kümmern. Thema beendet!
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20.01.2012, 11:17
AW: Abgrenzmethoden - Eine Sammlung....
Das geht aber oft Hand in Hand. - Wenn man es nämlich schafft, sich abzugrenzen - und es muss da keineswegs um Gegenattacken gehen - dann ist man zu recht auf sich stolz und auch die Umwelt spiegelt das wider.
Insofern möchte ich Dich ermutigen, Dich im Alltag abzugrenzen.
Massashi
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20.01.2012, 13:43Inaktiver User
AW: Abgrenzmethoden - Eine Sammlung....
Wer unsicher rüberkommt, muss leider oft dumme Bemerkungen ertragen - andere bauen manchmal so ihren Frust ab. Egal, wie deine Haare aussehen - es steht niemand an, dich deswegen dumm anzumachen.
Vielleicht merken andere deine Unsicherheit und du lädst sie regelrecht ein?? Du entscheidest, wer dich runterziehen darf...
SChau dir mal deine Körpersprache an:
wie ist deine Haltung?
Kannst du Blickkontakt halten?
Wie klingt deine Stimme?
Abgesehen davon: wie siehst du dich selbst? Wie redest du von dir? Machst du es anderen leicht, dich anzugreifen, indem du abfällig von dir (und deinen Haaren) sprichst? Dir scheint die Meinung anderer wichtig zu sein: oben zitierte Dame, dein Mann, dein Arbeitskollege...warum eigentlich?
Wie kann man auf so eine Aggression reagieren?
Betrachtet man Leute mit dummen Sprüchen als Sparringspartner, ist man der Lage nicht so ausgeliefert und kann sinnvolle Entgegnungen regelrecht trainieren:
Probier verschiedene Varianten - komm aus der Opferrolle raus.
Latona's Idee finde ich zB toll: "nenn mir doch bitte einen Profi..."
oder Bae( Barbara): "ich hab nicht nur Haare wie ein Straßenköter, ich hab auch so einen Charakter..."
(oder..."falsch! Meine Haare riechen besser"...)
oder lächelnd: "jaja - jeder hat so seine Problemchen..." und Thema wechseln
oder kleine Gegenaggression: "du hast ein bißchen zugenommen, gelle, jaja, die Weihnachtsplätzchen...ich hab da eine tolle Reklame von Weight Watchers gesehen..."
oder ein kühler Blick, gefolgt von einem Themenwechsel
oder gelangweilte Zweisilben-Antwort: "soso" - "Jaja..." - "emhm" - Thema wechseln...
Es kann sogar Spaß machen :-)) wenn man den Dreh erst mal raus halt...Geändert von Inaktiver User (20.01.2012 um 14:22 Uhr)
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20.01.2012, 15:06
AW: Abgrenzmethoden - Eine Sammlung....
Ich glaube, wenn man sich erst mal klar gemacht hat, dass die anderen kein Recht haben, dumme Kommentare über einen abzulassen, fallen einem auch angemessene Reaktionen ein.
Diese Reaktionen können in folgende Richtungen gehen:
• Nicht dein Problem / Überlass das mir
• Meinst Du, du erzählst mir was Neues?
• Danke für den Rat, aber wenn ich dazu Tipps/Hilfe brauche, dann frage ich einen Fachmann (und nicht dich).
- Wenn ich deine Meinung hören wollen würde, dann würde ich dich fragen (& dazu ruhig lächeln.)
• Bist du mit der Gestaltung deines eigenen Outfits nicht ausgelastet? (Ball zurückspielen)
• Welche Probleme hast du eigentlich mit meinen Haaren? (Ball zurückspielen)
• Interessant! Vielleicht solltest du Typberaterin werden. (Ohne weiter drauf einzugehen)
• Möchtest du vielleicht auch noch meinen Kleiderschrank, meine Wohnung, mein Auto und meine Website für Verbesserungsvorschläge besichtigen? (Übertreibung)
• Etwas völlig Unpassendes antworten: „Ja, meine Mutter sagt auch immer, dass man Milch nicht kochen lassen soll.“ Damit bringt man den anderen aus dem Gleichgewicht.Geändert von Latona (23.01.2012 um 14:38 Uhr)
Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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21.01.2012, 10:40
AW: Abgrenzmethoden - Eine Sammlung....
Mein Kommentar auf den Haarspruch wäre:
"Oh, ich sehe du hast heute deinen charmanten Tag."
Und dann lächeln und freundlichst anschauen.
Menschen, die einem ungefragt was Blödes sagen, braucht man nicht. Und deren Meinung über das eigene Aussehen schon gar nicht.Man wandelt nur das, was man annimmt.
C.G. Jung
Nein ist ein ganzer Satz.
Keine Ahnung von wem
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23.01.2012, 19:12Inaktiver User
AW: Abgrenzmethoden - Eine Sammlung....
Hallo!
Ja, die Ideen sind nicht übel. Das nennt man dann wohl gelassen sein. Auch wenn es einem vielleicht nicht wirklich gleichgültig ist, was die anderen so über einen ablassen.
Sich abgrenzen heißt wohl auch zu seinen Fehlern stehen, dafür aber nicht jahrelang zu Kreuze kriechen. Und wenn dadurch dann eine Beziehung zu einem Menschen wieder kaputt geht, dann ist es wohl eben so. Das muss man wohl jeden Tag in Kauf nehmen, wenn man sich selber nicht komplett verkaufen will. Ich sehe ein, mich zu entschuldigen, wenn ich was falsch gemacht habe. Aber ich möchte eigentlich nicht ständig jemandem folgen müssen und selber wie ein kleines Kind bleiben, nur weil ich vielleicht weniger Erfahrung habe oder eben anderer Meinung gewesen bin, andere Prioritäten setze.
Das wird aber nicht leichter je mehr Menschen sich von einem quasi verabschieden mit der Zeit. Es bleiben ja immer weniger übrig. Und das macht mir schon sehr zu schaffen. Und auch das irgendwann komplett Alleinsein, wenn ich nicht neue Menschen kennen lerne. Aber lockere Bekanntschaften sind doch wieder was anderes als Familie. Kann man sich wirklich wohl fühlen auf dieser Welt, wenn man gar keine Familie mehr hat? Davor kriege ich langsam richtig Angst.
LG
Kuschelchenreloaded
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25.01.2012, 13:56Inaktiver User
AW: Abgrenzmethoden - Eine Sammlung....
Kann es sein, dass Du Angst hast, Menschen zu verlieren, weil du dich abgrenzt?
Es gehört zum normales sozialen Miteinander, dass einem jemand klar macht,
"halt - hier habe ich eine Grenze, das ärgert mich oder verletzt mich."
Du sollst dich nicht auf ewig von dem Menschen abwenden, sondern ihm nur quasi eine Art "Gebrauchsanweisung" für dich mitgeben. Das macht es ihm leichter, mit dir umzugehen.
Umgekehrt gilt dasselbe: nur weil du mal einen Fehler gemacht hat, heißt das nicht, dass die Beziehung/Freundschaft beendet ist. Eine aufrichtige Entschuldigung reicht übrigens - nicht drauf rumreiten,
es heilen lassen.
Niemand kann von dir erwarten, dass du ständig folgst, ein kleines Kind bleibst.
Auch nicht deine Eltern. Es ist nicht leicht, diese Balance zu finden: du bleibt ja ihr Kind, aber nicht ein Kind allgemein. Habe auch Verständnis für sie: sie werden dich immer als schutzbedürftig sehen, als nicht so ganz erwachsen - auch wenn du es längst bist. Ich bin mir nicht sicher, ob man ihnen diese Illusion wirklich nehmen kann . Sie brauchen dieses Gefühl, gebraucht zu werden (ich hab da Erfahrung, mit einer netten, aber ständig betüttelnden Schwiegermama von 83. Bin halt auch erst 53...und ja - manchmal nervts).
Versuche, souverän mit dieser "Begluckung" umzugehen und lass dich nicht davon abhalten, dein Ding zu machen. Du darfst oder gar musst auch Fehler machen, eigene Erfahrung sammeln. Setz selbstbewusst deine Prioritäten - nabel dich ab. Das gehört dazu - dadurch verliert man seine FAmilie nicht. Sie werden vielleicht verunsichert sein - aber das ist ganz normal, wenn aus Kindern Erwachsene werden.
Man verliert als Erwachsener seine Familie eher auf andere Art.
Ich bin quasi die letzte meines Stammes. Das macht mich manchmal traurig und nachdenklich - damit muss ich leben.
Aber ich merke, dass ich mir eine Ersatzfamilie " suchen darf und sogar muss, denn ich bin im Grunde ein "Pinguin", bekennendes Herdentier: habe viele Freundinnen und Bekannte, das ist zwar anders als Familie, aber die einzige realistische Alternative.
Man kann sich wohl fühlen ohne Familie auf dieser Welt. Du wirst merken, dass das "Erbe", das sie dir gegeben haben, noch nach Jahren Kraft gibt und dich für dein Leben geformt und stark gemacht hat. Such dir deine eigene "Familie", Menschen, die dich mögen und verstehen und denen du nahe sein möchtest. Oft ist die leibliche Familie nicht die, mit der man am besten "kann"...
Zur Not musst du dich auch alleine aushalten können und dir selbst genug sein. Auch davor braucht man keine Angst zu haben. Man hat immer die Entscheidung, wieder auf andere zu zu gehen...


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