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    AW: Abgrenzmethoden - Eine Sammlung....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Eine Abgrenzungsmöglichkeit ist sicherlich auch, wenn man mit jemandem ein bestimmtes Thema hat, auch mal zu sagen - naja, das finde ich nicht so spannend oder das ist nicht so meins. Damit schafft man doch eine Abgrenzung, auch zum Gesprächspartner. Es heißt ja immer, man sollte eben nach Gemeinsamkeiten suchen. Und mein Verständnis und Einfühlungsvermögen lässt mich dann oft den Mund halten, anstatt "mich höflich abzugrenzen".

    Diese Methode lässt andere wiederum vermuten, dass ich für sie kompatibel bin. Und dann suchen sie weiterhin den Kontakt zu mir, wollen mit mir Kaffee trinken gehen etc.
    JA - DAS ist der Knackpunkt!

    Woher sollen sie's auch besser wissen!
    Gedankenlesen kann ja keiner.

    Wenn du's in Zukunft hinkriegst, deiner Umwelt mitzuteilen, wenn dich was nicht interessiert (muss ja nicht mit dem Holzhammer sein), dann ist schon viel gewonnen!
    Mach das mal!

    In diesem Sinne:
    Frohe Weihnachten!
    Wer Unsinn hören und glauben will, der wird auch Unsinn zu hören bekommen.

    Cave: Meine Beiträge könnten Spuren von Ironie enthalten!

  2. gesperrt

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    AW: Abgrenzmethoden - Eine Sammlung....

    Von Kuschelchen:
    Mit zunehmendem Alter steigt die Anzahl derer, die mir den Buckel runterrutschen können
    Das ich DAS nochmal von Dir lesen darf!

    Freut mich!
    Geändert von Contender2 (24.12.2011 um 18:39 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Abgrenzmethoden - Eine Sammlung....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Gestern war ich mit meinem Mann weggewesen. Wir haben uns ein Musikprogramm angeguckt und dabei was gegessen. War schön. Bis am Nebentisch zwei weniger gut gelaunte Personen ankamen, sie die Augen verdrehten und sich der Mann demonstrativ mit dem Rücken zur Sängerin gedreht hatte. Sowas springt dann schon auf mich über, leider. Vor allem, wenn man die beiden dauernd im Blickfeld hat. Gut, Geschmäcker sind verschieden. Ich neige dann oft dazu, für jeden Verständnis zu haben. Aber das vermiest mir dann irgendwie das eigene Vergnügen. Da muss man sich auch abgrenzen können, um zu sagen: MIR gefällt das und mir bringt es Freude. Warum habe ich jetzt ein schlechtes Gewissen deswegen? Schließlich haben die beiden sich einfach da an den Tisch gehockt, obwohl sie bereits mitbekommen haben, dass ein Musikprogramm läuft, was ihnen nicht so zusagt. Sie hätten ja auch woanders hingehen können. Haben zwar auf jemanden gewartet, aber man hat ja auch ein Handy, oder nicht? Ich neige in solchen Fällen tatsächlich dazu, das was mir vorher gefallen hat, gar nicht mehr so toll zu finden und mich in die Denke der Ablehnenden zu versetzen. Normal ist das auch nicht. Warum soll man eigentlich nicht weiter Spaß haben und eher schlecht über die denken, die da mit ihren demontstrativ gelangweilten Minen hocken?
    Das ist mir gerade ins Auge gesprungen. Du stellst zuletzt ja schon die richtigen Fragen. Aber noch mal die Frage: Hast Du Deine Grenzen klar?

    Ich finde es normal, Stimmungen und Schwingungen aufzugreifen, aber Du schwingst ja sofort mit. Eigentlich ist es ja völlig unerheblich, was andere, Dir völlig fremde Menschen denken. Du hattest Spaß an der Musik, das änderte sich, als die Miesgelaunten Platz nahmen.

    Gab es in Deinem Leben Situationen, in denen es für Dich sehr wichtig war, Stimmungen mitzunehmen und darauf einzugehen?

    Frohe Festtage noch!

  4. Inaktiver User

    AW: Abgrenzmethoden - Eine Sammlung....

    Gab es in Deinem Leben Situationen, in denen es für Dich sehr wichtig war, Stimmungen mitzunehmen und darauf einzugehen?
    Gewissermaßen schon. Es war für mich wichtig, meine Umwelt einzuschätzen, um drohende Angriffe oder ähnliches abzuwehren oder ausweichen zu können.

    Ich fürchte, dass ich nie ein normales Leben haben kann. Man kann das Beste aus der Situation machen, aber ein richtiges Leben wird für mich wohl nie drin sein. So mit Vollgas und so. Das muss ich wohl akzeptieren.

    LG


    Kuschelchenreloaded

  5. Inaktiver User

    AW: Abgrenzmethoden - Eine Sammlung....

    Hallo!

    JA - DAS ist der Knackpunkt!
    Mmh, wenn ich mich aber für vieles interessiere bzw. für die Menschen, ja eigentlich schon. Mir reicht aber ein kurzes Gespräch auf der Arbeit während die anderen dann gerne noch Kaffee trinken gehen oder zusammen öfter was unternehmen.

    Vielleicht wäre es aber auch eine Entlastung, sich nicht mehr für so viele Dinge zu interessieren. Letztlich weiß ich sowieso nix bzw. merke mir nix. Also nutzt es mir ja auch nix.

    Das ich DAS nochmal von Dir lesen darf!
    Ja, soweit bin ich also schon. Das muss aber noch gaaaaanz viel geübt werden.

    Hast Du Deine Grenzen klar?
    Immer noch nicht. Aber es wird besser, denk' ich, hoff' ich. Wenn ich jetzt mal verstanden habe, dass das der Schlüssel ist...
    Geändert von Inaktiver User (27.12.2011 um 17:54 Uhr)

  6. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Abgrenzmethoden - Eine Sammlung....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Ja, soweit bin ich also schon. Das muss aber noch gaaaaanz viel geübt werden.
    Ja. Übe, übe, übe!
    Es freut mich, dass sich bei Dir was tut. Deine früheren Beiträge waren ja dergestalt, dass man beim Lesen gemeint hat, man wird gleich depressiv.
    Und jetzt? Aus Deinen Beiträgen funkeln richtig positive Sachen heraus!

    Ich fürchte, dass ich nie ein normales Leben haben kann. Man kann das Beste aus der Situation machen, aber ein richtiges Leben wird für mich wohl nie drin sein. So mit Vollgas und so. Das muss ich wohl akzeptieren.
    Vollgas muss ja nicht sein! Aber das Leben so einrichten, dass man sich richtig wohlfühlt - so sollt es sein.

  7. Inaktiver User

    AW: Abgrenzmethoden - Eine Sammlung....

    Hallo!

    Ja. Übe, übe, übe!
    Dazu gibt es jedenfalls reichlich Gelegenheit

    Es freut mich, dass sich bei Dir was tut. Deine früheren Beiträge waren ja dergestalt, dass man beim Lesen gemeint hat, man wird gleich depressiv.
    Naja, warum soll ich nicht depressiv rüber kommen, wenn ich depressiv bin LOL

    Und jetzt? Aus Deinen Beiträgen funkeln richtig positive Sachen heraus!
    Mmh, wirklich? Schön....

    Und schon wieder eine Aufgabe:
    Unsere Vermieter haben uns vor ca. drei Jahren zu sich nach oben eingeladen gehabt für Silvester. War auch nett. Da hat man dann wieder so diesen Druck, sich revachieren zu "müssen". Ich hab's aber bis heute nicht gemacht, weil's mir einfach nix ist. Die sind lieb und nett und wir sind auch froh, dass sie so sind wie sie sind. Aber für mich ist das irgendwie so deprimierend. Die haben halt ihre Jobs und so und das war's - dann haben die "frei". Die Frau macht halt den Haushalt und liest ab und zu mal Bücher, aber sonst.... Die langweilt sich dann auch schon mal und fragt sich, was ich eigentlich den ganzen Tag so alleine mache. Das Angebot mal mit ein paar anderen noch zusammen schwimmen oder walken zu gehen habe ich abgelehnt. Ich bin gerne frei in meiner Zeiteinteilung. Und dann geht das schon wieder los. Dann treffen die sich womöglich noch bei dem und dann mal bei der und unternehmen wer weiß sonst noch was, rufen sich gegenseitig an oder so. Um Himmels Willen. Ich bin halt auch energielos und brauche z. B. für den Haushalt dreimal so lange als andere. Die Zeit fehlt mir ja auch wieder für andere Dinge. Und dann brauche ich viel mehr Zeit für mich. Andere wollen Kontakte, weil sie sich sonst langweilen.

    Naja, jedenfalls haben mein Mann und ich uns gefreut, Silvester nur wir beide zu Hause. Ist auch okay soweit. Jetzt haben wir heute eine Einladung gekriegt vom Vermieter, die wollen Sonntag mit ein paar Bekannten und so am Nachmittag das Neue Jahr einläuten. Wenn wir Lust hätten, könnten wir ja auch kommen. Mein Mann meinte, ob wir nicht zu meiner Mama fahren sollten, wir hätten ja dann Sonntags eh keine Ruhe und Lust hätte er nicht wirklich da hoch zu gehen. Ich möchte aber mit meinem Mann zusammen den Abend verbringen.

    Sowas meine ich. Brauchen die den Sonntag denn keine Zeit für sich selber? Ruhe? Okay, Neujahr ist ja auch Ausnahmezustand. Aber sonst haben die Sonntags auch oft Besuch und vor allem die Enkel sind oft da usw. Ich frage mich, wie die das alle schaffen?!!!!

    Ich überlege, was wir tun sollen. Wenn wir jetzt da hochgehen, hocken da sicher auch unsere Nachbarn. Sympathische Leute, aber wir haben keinerlei Kontakt. Ist mir zuviel. Dann kommt da möglicherweise auch wieder, man könnte doch mal zusammen dies oder jenes?! Und ich merke immer wieder, dass ich mich kein Stück weit öffnen möchte oder kann. Das ist so doof. Ich beneide meinen Mann irgendwo für seinen Kontakte, aber ich kann es selber überhaupt nicht. Ich brauche super extrem lange, bis ich mal jemanden ein wenig an mich heranlassen kann.

    Dann sollte ich das wohl erstmal so akzeptieren. Jemand anders sein zu wollen, obwohl es nicht geht, bringt sicher nur Frustration. Die meisten fühlen sich halt durch meine extreme Reserviertheit schnell abgelehnt und das kann ja auch dazu führen, dass sie mich dann mobben. Mein Joker ist mein Mann, der dann oft vermittelt, dass ich das nicht böse meine und dann geht's.

    Mich beunruhigen diese Kontaktangebote. Ich habe panische Angst davor, wenn ich jemanden neu kennen lerne und Smalltalk machen soll. Meins ist es eher, dabeizusitzen und sich nicht einzubringen und erst mal in Ruhe zu gucken, mit wem ich es da zu tun habe, die Person erstmal ausgiebig beschnuppern. Weiter komme ich in der Regel auch nicht. Die schreiben mich dann natürlich auch schnell wieder ab und einen Neuanfang machen ist in der Regel auch nicht drin.

    LG


    Kuschelchenreloaded

  8. Inaktiver User

    AW: Abgrenzmethoden - Eine Sammlung....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sowas meine ich. Brauchen die den Sonntag denn keine Zeit für sich selber? Ruhe? Okay, Neujahr ist ja auch Ausnahmezustand. Aber sonst haben die Sonntags auch oft Besuch und vor allem die Enkel sind oft da usw. Ich frage mich, wie die das alle schaffen?!!!!
    Das ist deren Sache, es ist verschwendete Zeit+Energie, sich darüber Gedanken zu machen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich überlege, was wir tun sollen.
    Wenn das die Frage nach der Methode ist, bist Du auf dem richtigen Weg. Du weißt doch, was Du willst und Dein Mann sieht es genauso. Sagt höflich "Danke", wünscht ein gutes neues Jahr und macht es Euch auf Eurer Couch gemütlich.

    Was meinst Du übrigens damit:

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mich beunruhigen diese Kontaktangebote. Ich habe panische Angst davor, wenn ich jemanden neu kennen lerne und Smalltalk machen soll. Meins ist es eher, dabeizusitzen und sich nicht einzubringen und erst mal in Ruhe zu gucken, mit wem ich es da zu tun habe, die Person erstmal ausgiebig beschnuppern. Weiter komme ich in der Regel auch nicht. Die schreiben mich dann natürlich auch schnell wieder ab und einen Neuanfang machen ist in der Regel auch nicht drin.
    Möchtest Du denn überhaupt neue Kontakte?

  9. User Info Menu

    AW: Abgrenzmethoden - Eine Sammlung....

    Wenn Du fürchtest, dass die anderen Dir eine Abgrenzung übel nehmen, dann ist es wichtig, ihnen dabei zu vermitteln, dass sich das nicht gegen sie richtet, sondern dass Du für Dich selbst eben diese Prioritäten setzen musst.

    Man kann ruhig sagen: "Es tut mir leid für dich, aber das geht nicht. Denn ich habe diese Zeit schon anderweitig verplant/Ich brauche auch mal wieder Zeit für mich."

    Dafür ist es wichtig, dass Du Dir selbst die Erlaubnis gibst, anderen auch mal etwas abzuschlagen oder nicht ihrer Meinung zu sein, wenn es für Dich wichtig ist. Du musst nicht alles tun, was andere von Dir verlangen oder erwarten! Dann müssen sie sich ggfs. nach einer anderen Alternative umsehen, aber das werden sie überleben. Du bist dafür nicht verantwortlich, nur weil andere sich deswegen an Dich wenden.

    Du wirst sehen, man wird Dir mit viel mehr Respekt begegnen, wenn Du Deine eigenen Interessen angemessen vertrittst. Menschen, die man ausnutzen kann oder die anderen nach dem Mund reden, werden nicht unbedingt gemocht, sondern eher wegen dieser Rückgratlosigkeit verachtet. Du tust Dir also keinen Gefallen damit, wenn Du Dir die Zugehörigkeit zu einer Gruppe mit ständiger Anpassung an deren Wünsche und Maßstäbe erkaufen willst.

    Zur Abgrenzung gehört auch, dass Du Dir nicht jeden Schuh gleich anziehst, den andere Dir auf die Fußmatte stellen. Gerade, wenn man gewohnt ist, dass Du anderen gefällig bist, wird man vielleicht versuchen, Dich bei einer Weigerung mit der Knute "Du bist egoistisch" unter Druck zu setzen. Du bist jedoch nicht egoistisch, nur weil Du Deine eigenen Interessen vertrittst, und andere deshalb gezwungen sind, andere Alternativen zu suchen. Schließlich haben sie kein Recht drauf, immer und ewig Gefälligkeiten von Dir zu erhalten!
    Geändert von Latona (30.12.2011 um 22:46 Uhr)
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

  10. gesperrt

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    AW: Abgrenzmethoden - Eine Sammlung....

    boah Latona, tolles Post

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