Uii, das wäre ein schönes Fazit - gefällt mir viiiel besser als meine Theorie mit der nur eingebildeten Liebe. Vielleicht sollte ich es wirklich einfach so sehen...
Und es stimmt schon: ich weiß nach wie vor, dass er mich geliebt hat (und auch bis zuletzt nie schlecht behandelt hat) und ich muss mir auch keine Vorwürfe machen, dass ich ihm meine Liebe nicht gezeigt hätte - im Gegenteil... Insofern gibt's halt einfach wenig zu bedauern rückblickend und die Trauer ist vielleicht wirklich schneller vorbei, wenn man die Endgültigkeit der Trennung akzeptiert hat.
Danke!
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Ergebnis 21 bis 25 von 25
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17.12.2011, 14:12Inaktiver User
AW: Im Nachhinein: gar nicht geliebt???
Geändert von Inaktiver User (17.12.2011 um 14:19 Uhr)
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25.12.2011, 21:06Inaktiver User
AW: Im Nachhinein: gar nicht geliebt???
Hallo Abraxas,
so etwas Paradoxes habe ich auch schon erlebt,
bloß umgekehrt- ein Mann hat mich verlassen,
dem ich die ganze Zeit schon versucht hatte klarzumachen,
dass wir nach meinem Gefühl nicht
zusammenpassen-es war auch von meiner Seite nicht die grosse Liebe, und ich war nur lange
zu feige, um Schluss zu machen....
Kurz: ich dachte, ich würde total erleichtert sein.
Und dann: monatelange Trauer, Heulkrämpfe, Depressionen.....das stand in keinem Verhältnis
zu den zuvor empfundenen Gefühlen.
Und andersherum: Nach der Trennung von jemandem, den ich wirklich gut mochte-ich dachte schon:
jetzt gehts wieder los- und dann-wie bei Dir jetzt-nix! Kein Schmerz, keine Trauer!
Liebe gelebt, und okay ists.
Ich versteh das auch nicht bei mir- widerspricht jeder Logik.
Ich wollte Dir nur antworten, damit Du siehst: man kann da kein Gesetz aufstellen.
Vielleicht trauert man manchmal auch um ganz andere Dinge ("Vorrednerin: nicht
gelebte Liebe), oder man trauert nicht, weil man innerlich damit schon abgeschlossen
hatte.
Alles Gute! Merretich
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30.12.2011, 12:33Inaktiver User
AW: Im Nachhinein: gar nicht geliebt???
Liebe Merretich,
danke für deine Erfahrungen! Du sagst es: "logisch" erscheint es manchmal wirklich nicht, aber vermutlich hat man irgendwie doch unbewusst ein Gefühl dafür, ob eine Sache letztlich ok für einen ist, oder nicht...
Ich hab mittlerweile auch das Grübeln aufgehört, warum mir die Trennung so unerwartet leicht fiel. Es ist einfach so und trotzdem waren die Jahre davor deshalb nicht rückblickend alle falsch...
Lieber Gruß
Abraxas
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30.12.2011, 12:55
AW: Im Nachhinein: gar nicht geliebt???
Umgekehrt hat es mich gewundert, dass ich meinem Ex so lange nach getrauert habe, obwohl da schon lange keine Liebe mehr war.
Los lassen ist einer der besten Geschenke die man sich geben kann.
Mckenzie
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30.12.2011, 13:25
AW: Im Nachhinein: gar nicht geliebt???
Das ist fachlich so nicht haltbar. Gefühle sind mit ins Bewußtsein aufsteigenden Körperempfindungen und regulierenden Hirnkreisläufen verknüpft, die unter anderem Erinnerung, Sozialverhalten und Selbstreflektion regeln. Sie sind nicht in dem Sinne von der Kognition gesteuert. Siehe zum Beispiel hier oder hier (nur ein kleiner Blick auf ein großes Fachfeld).
Ich schreibe das, weil ich den Blick auf die Natur und Funktion von Gefühlen auch für das eigene Verständnis von sich selbst wesentlich finde - aber eben das von Hexl dargestellte Konzept ist veraltet.that was the river - this is the sea
Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum



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