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    AW: Lohnen sich Beziehungen wirklich!

    Zitat Zitat von PH69 Beitrag anzeigen
    Ich habe lediglich ein großes Problem wenn all das was ich gab, nicht mehr gesehen wird, alles nur noch negativ empfunden wird.
    Dies ist oft dann der Fall, wenn man immer dasselbe regelmässig für jemanden macht. Darum ist es wichtig, bei allen Pflichten, die man langfristig hat, ab und zu ein paar Wochen Pause einzulegen - damit jene, die Empfänger dieser Dienstleistungen sind, mal eine Zeit lang allein auskommen müssen und ganz froh sind, wenn man wieder da ist.

    grüsse, barbara

  2. Inaktiver User

    AW: Lohnen sich Beziehungen wirklich!

    viele beziehungen entstehen aus einem lebenszusammenhang heraus. z.b. kollegen, oder andere eltern, mit denen man gut klar kommt und dann recht intensiv zusammenarbeitet, sich auch persönlich begegnet und anfreundet. in erster linie sind es beziehungen, in denen man etwas zusammen tut. und wenn diese tätigkeiten/themen wegfallen, enden sie oft.

    nur bei wenigen menschen springt ein funke über, durch den die beziehung zum selbstzweck wird und über jahrzehnte auch dann bestand behält, wenn man ganz unterschiedliche wege geht und nichts mehr zusammen zu tun hat.

    liebesbeziehungen würde ich auch so einordnen - manche ergeben sich aus einem lebensabschnitt heraus (z.b. um die 30 was aufbauen) und überleben den wechsel in einen neuen lebensabschnitt nicht, andere halten stand.

    wenn man diese bedingungen für beziehungen mitbetrachtet, dann muss man nicht so schnell persönlich gekränkt sein und kann besser erkennen, ob und warum eine beziehung funktioniert oder aufhört.

    und meine antwort auf die eigentliche frage: ja, all diese beziehungen lohnen sich unbedingt - wenn ich akzeptiere, dass es ganz unterschiedlichen sinn gibt und eine beziehung nicht immer ein selbstzweck sein muss.

    kleiner schlusssatz noch: dass das kommen und gehen zunimmt, liegt m.e. daran, dass ein großteil der beziehungen aus gemeinsamen tätigkeiten und themen genährt wird, und dass wir diese heutzutage schneller wechseln - wir leben nicht mehr im dorf wir haben keine lebenslangen jobs mehr... die menschen sind nicht schlechter oder untreuer, sondern die welt hat sich geändert. man muss das leben als fluss sehen, nicht als teich - wir schwimmen und bewegen uns.

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    AW: Lohnen sich Beziehungen wirklich!

    Hallo Leben,

    auch ich habe diese Erfahrungen gemacht. Schmerzhafte.
    Ich denke, die verschiedenen Meinungen hier sind auch altersabhängig.

    Resultierend aus diesen Erfahrungen (glaub mir -nicht von heute auf morgen)
    lebe ich mit MIR zusammen, bewußt.
    Ich bin nicht mehr auf der Suche nach Bekanntschaften. Gehe zum Tanzen und zum Sport, ab und an in die Sauna und gönne MIR etwas.

  4. Inaktiver User

    AW: Lohnen sich Beziehungen wirklich!

    hallo Leben!

    bezogen auf dein strangthema:

    JA, JA und nochmals JA!

    sogar wenn ALLE beziehungen letztendlich nicht bleiben, so bleibt eine erfahrung mit diesem menschen.

    ich kann dich verstehen, sehr gut sogar.
    momentan gehen mir alle und ich betone ALLE meine freunde mächtig auf den geist. jeder dreht sich nur um sich selbst, ich zähle mich dazu und genau deshalb ziehe ich mich - momentan - zurück.

    bei mir kommt nämlich eine ganz neue variante dazu.
    das alter!
    meine älteren freundinnen wollen nicht mehr so, wie ich will.
    die eine meckert nur rum, weil sie nicht mehr im lokal rauchen darf und weigert sich nun partout weg zu gehen, denn raus gehen und dort eine rauchen, nee, will sie nicht.
    die andere verbringt ihre zeit lieber bei diversen ärzten - das ist momentan ihr lieblingsthema und für alles andere hat sie kaum zeit.
    die nächste ist dermassen mit X anderen freundschaften beschäftigt, dass für mich oft nur ein "zeitfenster" bleibt..und nein, ich bin für niemand nur ein zeitfenster - nicht mal für meine töchter.
    entweder sie hat zeit für mich, ohne auf die uhr zu schauen wegen nächstem termin, oder eben nicht.
    und wieder die nächste will ständig telefonieren, aber wieder nur dann, wenn sie zeit hat, aber da bin ich meist mit hund unterwegs...und ist meist so leicht beleidigt und vermutet dahinter, weil ich mich kaum melde, (ich war schon immer so) sie hätte mich verärgert.
    ich könnte jetzt beliebig weiter reden...

    boah....wir gehen alle auf die 60 zu und einige meiner freundinnen sind mitte 60...und dann dieses rumgezicke.

    ich akzeptiere das alles, aber dann müssen aber auch genau die akzeptieren, dass ich das so nicht will und auf alle möglichen befindlichkeiten rücksicht nehme, dann nämlich konzentriere ich mich auch auf andere dinge, die da sind:
    meine familie, meine tiere, meine sportlichen aktivitäten und ganz besonders mein enkelkind

    lange rede, kurzer sinn.
    allen unkenrufen zum trotz habe ich mir für 2012 vorgenommen, bekanntschaften die ich durch meine diversen sportlichen aktivitäten kennen gelernt habe, näher kennen zu lernen.
    einfach "neue" leute kennen zu lernen. mich wieder m e h r zu öffnen.

    wer weiss, vielleicht sage ich auch mit ü/60 das und das ist mir alles zu viel...wer weiss?
    aber momentan bin ich noch viel zu unternehmungslustig.

    also zu deiner ausgangsfrage:
    ja, beziehungen lohnen sich...auf jeden fall!

  5. Inaktiver User

    AW: Lohnen sich Beziehungen wirklich!

    Zitat Zitat von punto30 Beitrag anzeigen
    grundsätzlich stimme ich dir zu, aber es ist eben nicht einfach etwas nur "auf sich zu kommen" zu lassen. entweder man bringt sich ein od. man lässt es. klar kann man den grad des eigenen einbringens in gewissem maße selber steuern, aber eben nicht so leicht wie man sich das wünscht.
    ein zweiter großer punkt den ich oft sehe ist dass menschen wirklich so derart verschieden sind u. wir unsere eigenen ansprüche od. denkmuster nur allzugern auf andere übertragen. dann sind wir natürlich enttäuscht wenn sich die menschen nicht so verhalten wie wir uns das erhofft haben, dabei meinen die es oft nichtmal böse, sie sind eben anders als wir.
    jedoch muß man dann für sich entscheiden ob man damit trotzdem kann od. den kontakt lieber abbricht weil die "negativen" gedanken mehr sind als dass was man an positivem für sich erhält.

    ich hatte dass schon oft im leben u. immer wieder ist es schwer, weil man sich selbst auf den prüfstand stellt u. sich fragt "erwarte ich zuviel od. ist es einfach wirklich eine unausgeglichene sache bei der der andere immer mehr nehmen wird als er bereit ist zu geben?"
    auch wenn ein aufrechnen hier blöd klingen mag, auf dauer lebt für mich eine freundschaft, eine beziehung od. was auch immer, von einer ausgegelichenheit, beiderseitiger zugewandtheit u. gegenseitigem verständnis. ist einer od. mehrerer dieser punkte nicht gegeben od. auf dauer sehr einseitig, dann hat man denke ich jedes recht für sich zu entscheiden dass eine solche konstellation nichts für einen ist. das seh ich heute nicht mehr als egoistsich sondern einfach als mein recht, als die freiheit selbst zu entscheiden für wen ich meine energie aufwende u. wer mir dafür auf dauer ungeeignet scheint.

    das problem dies vorher jedoch nicht zu wissen bleibt trotz allem bestehen, lediglich die zeitspanne die ich aufwende um herauszufinden welchen kindes geist ein anderer mensch ist, habe ich die letzten jahre gelernt einzuschränken.


    der gesellschaftliche aspekt ist natürlich unbestritten! vieles was früher als wert galt verliert heute zusehendens an bedeutung. zu vielfältig die möglichkeiten, zu groß die auswahl in allen bereichen, dabei geht der sinn für das richtige maß schonmal verloren.
    grade in bez. sehe ich dass immer öfter. statt zu kämpfen od. den eigenen arsch in die höhe zu bringen wird lieber aufgegeben u. sich damit getröstet dass es hald einfach nicht gepasst hat. das kann gut sein, aber für mich ist das oft so als würde man den inhalt eines raumes schon bewerten bevor man das licht angemacht hat, weils einfacher u. weniger aufwändig ist beurteilt man lieber die oberfläche anstatt sich auf die suche nach dem darunter zu begeben.
    es gibt ja genug alternativen, warum also allzulang an etwas festhalten wenn daneben so viel anderes wartet dass ja besser sein könnte. die alternativen haben für mich auch noch eins ausgelöst, nämlich die angst etwas zu veräumen. wieviele menschen trennen sich unter vorwand dass sie glauben etwas zu versäumen wenn sie nicht noch x andere dinge ausprobieren. aber was versäumen sie in wirklichkeit od. was finden sie dann im neuen? oft nicht viel mehr als die nächste station auf dem weg der frage "was gibt es noch u. ist es besser?", meistens ist es das nämlich garnicht, oft einfach anders, manchmal schlechter, aber kaum wirklich in befriedigender weise so viel besser als man gedacht hätte.
    am ende landen viele irgendwann in irgendeiner bez. die sogar schlechter läuft als diejenige in der sie ihre suche nach dem perfektem mehr gestartet haben. die erkenntnis daraus lässt sie dann irgendwann bleiben u. die suche beenden, wobei sich wohl viele einen großen teil dieses weges hätten sparen können u. unter umständen viel früher hätten glücklich werden können, wenn sie den aufwand den sie in ihre suche gesteckt haben mal in eine bez. inverstiert hätten.

    lg
    Sehr schöner Beitrag. Merci.

    Die Sache mit der Zeitspanne verkürzen hätte ich mal wesentlich früher umsetzen sollen. Ich habe lange dafür gebraucht.
    Danke, daß Du viele auch meiner Gedanken so schön formuliert hast ...

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    AW: Lohnen sich Beziehungen wirklich!

    Was für eine Generation ist ein Teil von uns nur geworden?

    Menschen, die verlernt haben, wie es war, als es weder sms noch das Internet gab. Sexkontakte übers www knüpfen, Onlineshops statt Einkaufsbummel, skype statt Spaziergang, ebay statt Flohmarktstand mit Freunden, Kinder mit Nintendo DS statt mit Freunden auf Bäume klettern, google street view statt gemeinsam rumfahren und schauen, ob die Wohnung aus der Anzeige hübsch liegt, eMail statt Gespräch... lol und emoticons statt zusammen Lachen und Weinen, alles zu haben per klick, Informationsüberfluss, Berührungslosigkeit, technische Turbogeschwindigkeiten, dreißig Menschen in der Hotellobby, niemand sieht sich an und alle haben ipad oder Notebook auf dem Schoß, aufgesehen wird nur zum Nippen am Drink, um sich dann wieder der Elektronik zuzuwenden. Das Telefon klingelt, jemand ruft an? Der Klingelton verrät, wer es ist, jetzt nicht, zu beschäftigt. Zurückrufen geht immer noch, man weiß ja, wer es war und auch, dass er sicher wegen der Geburtstagsparty anruft, die er gestern schon auf facebook erwähnt hat.

    Ich weiss nicht... vielleicht ist es eine Form der Abgrenzung aus all der gläsernen Gedankenwelt, die über kabellose Verbindungen an jeden Winkel der Erde gelangen. Kinder verabreden sich für Tennis per Wii, während beide geradeaus auf den Bildschirm schauen und nichtmal merken, wenn sich Enttäuschung über einen Ballverlust in der Mimik des Spielgegners wiederspiegelt.

    Natürlich geht nicht alles "echte" verloren, Beziehungen lohnen sich in jedem Fall. Doch wie sich das Bedürfnis nach einem tiefen Gespräch entwickelt, wenn man mit drei, vier klicks die passenden Gesprächspartner für das gerade akute Gedankengut gratis und unkompliziert auswählen kann, ist fraglich. Manch einer ist ein Nimmersatt, andere haben irgendwann genug und benötigen seichte Verbindungsformen, in denen wenig Anregung gegeben ist. In meinen Augen eine natürliche Reaktion auf das Überangebot an virtuellen Netzwerken und all den Dingen, die das Leben so viel leichter machen und Kontakte vermeiden. Natürlich ersetzt das Eine das Andere nicht vollumfänglich. Nicht immer, aber immer öfter.

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    AW: Lohnen sich Beziehungen wirklich!

    Hallo Liebe 17

    da sprichst Du mir aus der Seele.
    Die Erfahrungen die du hier schilderst, kommen mir nur allzu bekannt vor.

    Kürzlich schreibt eine "Freundin", dass sie es bedaure, unseren Kontakt vor über 2 Jahren abgebrochen hat.Ohne Grund, nur weil sie privat eine schwere Zeit durchmachte, es lag nicht in meiner Person.
    In schweren Zeiten braucht man doch gerade eine Freundin , oder?

    Ich mache auch die Erfahrung, dass die Leute unzuverlässiger werden und vielleicht ohne nenneswerten Grund einen links liegen lassen.

    Ich denke, solchen Personen fällt es schwer, ihr Gegenüber so zu akzeptieren, wie sie nun mal sind, mit den Schwächen aber auch Stärken. Ich muss ja auch über so einige Fehler hinwegschauen.
    Liebe Grüsse melinda

  8. Inaktiver User

    AW: Lohnen sich Beziehungen wirklich!

    Zitat Zitat von Divino Beitrag anzeigen
    Was für eine Generation ist ein Teil von uns nur geworden?

    Menschen, die verlernt haben, wie es war, als es weder sms noch das Internet gab. Sexkontakte übers www knüpfen, Onlineshops statt Einkaufsbummel, skype statt Spaziergang, ebay statt Flohmarktstand mit Freunden, Kinder mit Nintendo DS statt mit Freunden auf Bäume klettern, google street view statt gemeinsam rumfahren und schauen, ob die Wohnung aus der Anzeige hübsch liegt, eMail statt Gespräch... lol und emoticons statt zusammen Lachen und Weinen, alles zu haben per klick, Informationsüberfluss, Berührungslosigkeit, technische Turbogeschwindigkeiten, dreißig Menschen in der Hotellobby, niemand sieht sich an und alle haben ipad oder Notebook auf dem Schoß, aufgesehen wird nur zum Nippen am Drink, um sich dann wieder der Elektronik zuzuwenden. Das Telefon klingelt, jemand ruft an? Der Klingelton verrät, wer es ist, jetzt nicht, zu beschäftigt. Zurückrufen geht immer noch, man weiß ja, wer es war und auch, dass er sicher wegen der Geburtstagsparty anruft, die er gestern schon auf facebook erwähnt hat.

    Ich weiss nicht... vielleicht ist es eine Form der Abgrenzung aus all der gläsernen Gedankenwelt, die über kabellose Verbindungen an jeden Winkel der Erde gelangen. Kinder verabreden sich für Tennis per Wii, während beide geradeaus auf den Bildschirm schauen und nichtmal merken, wenn sich Enttäuschung über einen Ballverlust in der Mimik des Spielgegners wiederspiegelt.

    Natürlich geht nicht alles "echte" verloren, Beziehungen lohnen sich in jedem Fall. Doch wie sich das Bedürfnis nach einem tiefen Gespräch entwickelt, wenn man mit drei, vier klicks die passenden Gesprächspartner für das gerade akute Gedankengut gratis und unkompliziert auswählen kann, ist fraglich. Manch einer ist ein Nimmersatt, andere haben irgendwann genug und benötigen seichte Verbindungsformen, in denen wenig Anregung gegeben ist. In meinen Augen eine natürliche Reaktion auf das Überangebot an virtuellen Netzwerken und all den Dingen, die das Leben so viel leichter machen und Kontakte vermeiden. Natürlich ersetzt das Eine das Andere nicht vollumfänglich. Nicht immer, aber immer öfter.

    du bringst es auf den PUNKT!

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