Danke für deine weiteren Erklärungen
Will heißen dass daraus dann keine Enttäuschung werden kann, oder so ähnlich.
Oder das man mit Erwartungen sehr behutsam umgehen sollte?
Ich habe kein Problem viel zu geben, auch wenn auf deiner anderen Seite lange Zeit nix zurückkommt, weil derjenige gerade nichts zu geben hat, die Gründe sind mir dann (erstmal) egal. Große Erwartungen habe ich auch nicht, möchte einfach gemocht nicht nur gebraucht werden.
Ich habe lediglich ein großes Problem wenn all das was ich gab, nicht mehr gesehen wird, alles nur noch negativ empfunden wird. Ich meine jetzt keine praktischen Dinge wie z.B Geld, obwohl davon gab ich auch, ich meine Emotionen, Empathie, Herzwärme, echtes Interesse u.s.w.
Warum ist der andere so warum empfindet er das so, ich will den anderen immer verstehen um daraus zu lernen und zu wachsen, ja und um es wie du beschriebst das dann als interessante Erfahrung abzulegen, mach mir einen starken Kaffee und geh zum nächsten Tagesordnungspunkt über", dann ist das Risiko daß es schiefgehen kann, gar kein Grund, es nicht zu tun
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Ergebnis 31 bis 40 von 48
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16.12.2011, 12:33
AW: Lohnen sich Beziehungen wirklich!
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16.12.2011, 12:52
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16.12.2011, 13:05
AW: Lohnen sich Beziehungen wirklich!
Hallo Leute,
da stellt Ihr mir ja ein großes Weihnachtsgeschenk vor die (innere) Tür.
Ich muss mich jetzt ausruhen, melde mich bald wieder. Bitte weiter diskutieren!!!
Was ich bisher schon verstanden habe (bin bereits am Umsetzen:-))
1. Erwartungen an andere zu reflektieren, selber nicht mehr so viele Erwartungen erfüllen, wenn ich nicht kann oder will.
2. 2012 werde ich den Fokus auf Interessen u. Aufgaben legen (habe mich fürs Tanzen angemeldet, werde einen Lehrgang für eine Sache besuche, die mich schon lange interessiert )
3. OK, Stecher, du hast "gewonnen":-) - ein bisschen seh ich mich schon als Opfer, werde also meine Kontakte mehr selber aktiv steuern und sagen, was ICh will. Wenn andere dann immer nur Ihres durchziehen müssen, hab ich nichts verloren. Kann ja nur was besseres nachkommen. Wer keine Kompromisse schließt, soll es halt lassen.
4. Ich liebe mich wirklich ziemlich wenig, sonst wäre ich vermutlich nicht so abhängig von anderen. Bin aber dran.
LG R.
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16.12.2011, 23:05Inaktiver User
AW: Lohnen sich Beziehungen wirklich!
[/QUOTE]PS: und an PH 69: Nein, ich fühle mich in meiner Ehe nicht besonders geliebt, obwohl mein Mann dies beteuert.
Entschuldige, wenn ich das ueberlesen habe und du vielleicht noch was dazu gesagt hast, wenn nicht; Weisst du warum du dich nicht besonders von deinem Mann geliebt fuehlst?
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21.12.2011, 19:48Inaktiver User
AW: Lohnen sich Beziehungen wirklich!
Hallo Leben 17,
ich finde das, was Du da erlebt hast, einen ganz natürlichen Vorgang.
Krisen und Krankheiten sind sicher schrecklich, aber interessanterweise
scheinen sie auch einen "reinigenden" Effekt auf das Umfeld zu haben.
Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass man schnell von Leuten
umgeben ist, wenn man vor Kraft und positiver Energie strotzt.
Und dass dann aber Phasen der Kraftlosigkeit, wo man vielleicht einfach
nicht viel geben kann, und bedürftig ist, dazu führen, dass manche
Menschen sich zurückziehen.
Und ich denke, das ist gut so!
Denn dann erst lernt man den anderen ja wirklich kennen,
und die Freunde, die "bleiben" sind dann halt wirklich mehr als
reine Bekanntschaften.
Das Gleiche gilt wohl auch für Partnerschaften, denke ich.
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23.12.2011, 14:01
AW: Lohnen sich Beziehungen wirklich!
Hallo an alle,
danke für die interessanten Antworten. Zu meiner Ehe: Ich glaube schon, dass mein Mann mich liebt; aber er hat in den letzten Jahren auch sehr viel gearbeitet, u. a., da ich ja gehaltsmäßig komplett ausgefallen bin und hier auch noch mehrere Kinder versorgt werden müssen.
Gegen die Ärztin läuft ein Gerichtsverfahren; aber wer weiss, ob und wann ich Geld sehe. Und voll zu arbeiten, dass kann ich wohl vergessen.
Wie soll ich mein Gefühl beschreiben....es ist so, dass ich - nachdem ich wieder einigermaßen, wenn auch bei weitem nicht völlig - zu Kräften gekommen bin, die Welt vollkommen anders als früher erlebe.
Meine "Zwischenbilanz" der menschlichen Beziehungen lautet (vielleicht nicht für immer, aber für eine lange Zeit), dass es mehr Ärger, Elend, Leiden, Kummer als Freude, Miteinander, Teilen etc. gibt. Dies gilt auch für Verwandte.
Mir geht es mit dieser Haltung erstaunlicherweise jedoch viel besser als vorher.
. Ich habe zunehmend mehr Kraft, mich Interessen, Hobbies und anderem Schönen zuzuwenden. Dort treffe ich natürlich neue Menschen.
Ich glaube nicht, dass meine neuen Bekanntschaften spüren, wie ich innerlich fühle. Es bahnen sich auch neue Kontakte an. Aber das lässt mich alles fast völlig kalt.
Es ist ein Gefühl großer Beziehungsmüdigkeit und ein verlorener Glaube an Freundschaft. So ein Gedanke wie "...das ewige Rad der Wiederkehr"..., es passiert immer wieder das gleiche - und das rechnet sich ideell nicht mehr.
Schwierig in Wort zu fassen.
Ich habe auch viel zu viel Angst, das Gleiche wieder zu erleben wie früher. Das heisst für mich jedoch nicht, dass ich gut und die anderen schlecht sind. Eher die Richtung: Offenbar bin ich nicht gut genug für andere und gleichzeitig auch der Unwille, immer noch mehr reinzubuttern.
Gleichwohl habe auch ich Freundschaften beendet. Aber einige erst nach 30 Jahren...Und ganz sicher habe ich auch Leute gekränkt u. verletzt. Also wozu der ganze Zauber??
Meine Frage an euch lautete ja allgemein: Lohnen sich Beziehungen. Es gibt soviel neues zu entdecken, nachdem ich jahrelang weg vom Fenster war; also wozu Energie in Leute stecken?
Die vielen Postings z. B. hier in den Foren über zwischenmenschliche Beziehungen sagen ja auch einiges aus.
LG R.Geändert von leben17 (23.12.2011 um 14:12 Uhr)
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23.12.2011, 14:20Inaktiver User
AW: Lohnen sich Beziehungen wirklich!
Ich kann dich sehr gut verstehen.
Mein Rat, frage dich nicht *lohnen sich Beziehungen*, sondern lass sie auf dich zukommen ohne großartige Erwartungen wie sie zu verlaufen haben, sondern bleib bei dir, bei deinen Interessen und den Rest lass laufen wie es kommt.
Die Menschen sind nicht mehr wie sie früher waren, Charaktere und Gesellschaft entwickeln sich stetig immer weiter, manchmal in die eine, manchmal in die andere Richtung, vielleicht kommen einige mal wieder drauf, wie man gute Freundschaften führt.
Heutzutage geht viel über Ausreden, man fühlt sich nicht mehr verpflichtet ehrlich zu sein, weil es die wenigsten sind.
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23.12.2011, 15:07
AW: Lohnen sich Beziehungen wirklich!
grundsätzlich stimme ich dir zu, aber es ist eben nicht einfach etwas nur "auf sich zu kommen" zu lassen. entweder man bringt sich ein od. man lässt es. klar kann man den grad des eigenen einbringens in gewissem maße selber steuern, aber eben nicht so leicht wie man sich das wünscht.
ein zweiter großer punkt den ich oft sehe ist dass menschen wirklich so derart verschieden sind u. wir unsere eigenen ansprüche od. denkmuster nur allzugern auf andere übertragen. dann sind wir natürlich enttäuscht wenn sich die menschen nicht so verhalten wie wir uns das erhofft haben, dabei meinen die es oft nichtmal böse, sie sind eben anders als wir.
jedoch muß man dann für sich entscheiden ob man damit trotzdem kann od. den kontakt lieber abbricht weil die "negativen" gedanken mehr sind als dass was man an positivem für sich erhält.
ich hatte dass schon oft im leben u. immer wieder ist es schwer, weil man sich selbst auf den prüfstand stellt u. sich fragt "erwarte ich zuviel od. ist es einfach wirklich eine unausgeglichene sache bei der der andere immer mehr nehmen wird als er bereit ist zu geben?"
auch wenn ein aufrechnen hier blöd klingen mag, auf dauer lebt für mich eine freundschaft, eine beziehung od. was auch immer, von einer ausgegelichenheit, beiderseitiger zugewandtheit u. gegenseitigem verständnis. ist einer od. mehrerer dieser punkte nicht gegeben od. auf dauer sehr einseitig, dann hat man denke ich jedes recht für sich zu entscheiden dass eine solche konstellation nichts für einen ist. das seh ich heute nicht mehr als egoistsich sondern einfach als mein recht, als die freiheit selbst zu entscheiden für wen ich meine energie aufwende u. wer mir dafür auf dauer ungeeignet scheint.
das problem dies vorher jedoch nicht zu wissen bleibt trotz allem bestehen, lediglich die zeitspanne die ich aufwende um herauszufinden welchen kindes geist ein anderer mensch ist, habe ich die letzten jahre gelernt einzuschränken.
der gesellschaftliche aspekt ist natürlich unbestritten! vieles was früher als wert galt verliert heute zusehendens an bedeutung. zu vielfältig die möglichkeiten, zu groß die auswahl in allen bereichen, dabei geht der sinn für das richtige maß schonmal verloren.
grade in bez. sehe ich dass immer öfter. statt zu kämpfen od. den eigenen arsch in die höhe zu bringen wird lieber aufgegeben u. sich damit getröstet dass es hald einfach nicht gepasst hat. das kann gut sein, aber für mich ist das oft so als würde man den inhalt eines raumes schon bewerten bevor man das licht angemacht hat, weils einfacher u. weniger aufwändig ist beurteilt man lieber die oberfläche anstatt sich auf die suche nach dem darunter zu begeben.
es gibt ja genug alternativen, warum also allzulang an etwas festhalten wenn daneben so viel anderes wartet dass ja besser sein könnte. die alternativen haben für mich auch noch eins ausgelöst, nämlich die angst etwas zu veräumen. wieviele menschen trennen sich unter vorwand dass sie glauben etwas zu versäumen wenn sie nicht noch x andere dinge ausprobieren. aber was versäumen sie in wirklichkeit od. was finden sie dann im neuen? oft nicht viel mehr als die nächste station auf dem weg der frage "was gibt es noch u. ist es besser?", meistens ist es das nämlich garnicht, oft einfach anders, manchmal schlechter, aber kaum wirklich in befriedigender weise so viel besser als man gedacht hätte.
am ende landen viele irgendwann in irgendeiner bez. die sogar schlechter läuft als diejenige in der sie ihre suche nach dem perfektem mehr gestartet haben. die erkenntnis daraus lässt sie dann irgendwann bleiben u. die suche beenden, wobei sich wohl viele einen großen teil dieses weges hätten sparen können u. unter umständen viel früher hätten glücklich werden können, wenn sie den aufwand den sie in ihre suche gesteckt haben mal in eine bez. inverstiert hätten.
lgMänner haben für jede Lösung ein Problem!
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23.12.2011, 15:23Inaktiver User
AW: Lohnen sich Beziehungen wirklich!
Da stimme ich dir absolut zu.
Das ist die neue Freiheit der Auswahl mit ihren Nachteilen, wenn sie nicht richtig genutzt wird.
Die Beziehungen bleiben meist so oberflächlich, dass gar nicht mehr richtig hingeschaut wird, ob derjenige nicht doch vielleicht für einen selbst eine nähere Betrachtung wert wäre.
Ist jemand nicht genug erfolgreich oder auch nur ein wenig anders als andere wird er schon uninteressant und die eigentliche Werte, die nicht offensichtlich sind kommen erst gar nicht zum Vorschein, die Zeit bleibt nicht dafür.
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23.12.2011, 19:10Inaktiver User
AW: Lohnen sich Beziehungen wirklich!
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Geändert von Inaktiver User (23.12.2011 um 19:17 Uhr)


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