Antworten
Seite 6 von 7 ErsteErste ... 4567 LetzteLetzte
Ergebnis 51 bis 60 von 70
  1. User Info Menu

    AW: Was habe ich falsch gemacht?

    @ peperomia

    Ich fürchte, Du misst Dein bisheriges Leben an den falschen Maßstäben. Du orientierst Dich an dem, was man einer diffus gespürten allgemeinen Meinung nach bis zu einem gewissen Alter erreicht haben sollte.

    Es wird uns zwar immer vorgemacht, dass wir alles erreichen könnten, wenn wir uns nur genügend anstrengen würden. Das ist jedoch eine groß angelegte Lebenslüge der modernen Welt. Du kannst Dich in bestimmten Bereichen noch so anstrengen und kommst doch nicht ans Ziel. Für viele Dinge braucht es nach wie vor Glück, Leistung allein reicht nicht.

    Das Wichtigste für Deine eigene Zufriedenheit ist, dass Du genau guckst: Was ist mir persönlich wichtig? Und darauf legst Du die Schwerpunkte Deiner Bemühungen. Und selbst dann wirst Du damit rechnen müssen, dass das eine oder andere sich nicht so entwickelt, wie Du es Dir wünschst. Das Leben ist nun mal kein Wunschkonzert, auch im Jahr 2011 nicht.

    Okay, Du hast weder eine Karriere noch eine eigene Familie noch eine vorzeigbare Wohnung vorzuweisen. Nun, dafür hast Du viel Schönes und Interessantes erlebt, das andere Frauen mit Karriere, eigener Familie und vorzeigbarer Wohnung vielleicht nicht erlebt haben. Schätze das, was in Deinem bisherigen Leben gut gelaufen ist oder Dich sonstwie bereichert hat, nicht zu gering ein! Und wenn Du merkst, ein Ziel ist nicht erreichbar, dann ist es gut, wenn man es erst mal loslässt. Krampfhaft-verbissenes Streben nach Partnerschaft oder Familie oder auch nach einem nicht umsetzbaren Berufsziel verbraucht mehr Energie und macht unzufriedener, als wenn man es einfach beim jetzigen Zustand belässt.

    Ich kenne übrigens nicht so viele Frauen, die zwei Berufe haben. Damit bist Du auf dem Arbeitsmarkt übrigens flexibler einsetzbar als wenn Du nur einen hast.

    Okay, nehmen wir an, die Ziele guter Job, schöne Wohnung, Hund und eigene Familie entsprechen Deinen wirklichen eigenen Zielen und sind keine Ziele, die man erreicht haben sollte.

    Dazu haben hier einige schon was geschrieben:

    Einen Hund kannst Du Dir sofort aus jedem Tierheim holen, in einer kleinen Wohnung sollte es ein eher kleiner Hund sein.

    Auch eine kleine Wohnung kann man mit etwas Geschmack und wenig Geld gemütlich einrichten.

    Und sehr wichtig finde ich den Hinweis, dass Du Deine Bewerbungsunterlagen mal von entsprechenden Coaches gegenlesen lassen solltest. Vielleicht verkaufst Du Dich einfach nur nicht gut genug, weil Du von Dir denkst, dass Du nichts Besonderes oder gar unterdurchschnittlich bist. Wenn Du nahe eines Burn Outs warst, dann ist das ein Zeichen dafür, dass Du bereit bist, Dich selbst aufzureiben, um dem Bild einer möglichst perfekten Mitarbeiterin zu entsprechen und dass Du zu wenig Grenzen setzt. Versuche nicht länger, Dir Anerkennung über übermäßiges Arbeiten zu sichern. Du bist es auch so wert, anerkannt zu werden.

    Bei der Partnersuche nützt es gar nichts, wenn Du auf die Tube drückst, denn Deine biologische Uhr ist leider für keinen Mann ein hinreichend überzeugendes Argument. Einem Mann musst Du schon noch was anderes bieten als einen Kinderwunsch. Und wenn Du innerhalb Deiner fruchtbaren Jahre keinen passenden Mann mehr triffst, so solltest Du deswegen Dein Leben nicht für verpfuscht halten. Eine Familie zu gründen ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr, und schon gleich gar nicht mit dem Traummann, der Dir vielleicht nie begegnet. Überlege Dir also, was Dich sonst noch glücklich macht, anstatt Dich auf eine eigene Familie zu versteifen.

    Und glaube bloß nicht, die Frauen, die früher eine Familie hatten, seien deswegen alle glücklich gewesen! Viele hätten lieber einen anderen Mann oder weniger Kinder gekriegt, und nicht wenige sind am Kinderkriegen gestorben.

    Die glückliche Rama-Familie ist ein lediglich Werbespot.
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

  2. Inaktiver User

    AW: Was habe ich falsch gemacht?

    Ich wollte Dir eben ausführlich antworten, Peperomia, aber eigentlich kann ich einfach nur Latonas Post unterschreiben.

    Kurz noch zum Thema "sozialer Beruf". Ich kann viele Deiner Gefühle gut nachvollziehen, bin ja selbst seit über zwölf Jahren im sozialen Bereich tätig. Was aus Deiner Beschreibung deutlich wird, ist, dass Du sehr auf Anerkennung setzt. Früher hast Du sie von Kollegen/Chef/ Bilanzen bekommen, jetzt erhoffst Du sie von den Klienten, für die Du verantwortlich bist. Es ist irreführend! So sehr ich nachvollziehen kann, dass Du einen "sinn-vollen" Job tun willst, so wenig glaube ich, dass dies die einzige Motivation sein darf, gerade für den sozialen Bereich. Denn "nur" "etwas für Menschen tun zu wollen" treibt Dich in das Helfersyndrom und damit erst recht in den Burnout. Wenn Du nicht Freude an der Arbeit an sich empfinden kannst, wird Dich gerade dieser Bereich sehr bedürftig werden lassen. Ich habe mit Obdachlosen, psychisch kranken Menschen und geistig behinderten Menschen gearbeitet. Klar gibt es immer mal wieder tolle Rückmeldungen, aber bei weitem nicht immer. Solltest Du darauf bauen, gehts in die Hose.

    Du magst es als egoistisch empfinden, nur auf Dich zu schauen, wenn es um die Maßstäbe für Dein Leben geht. Ich bin (inzwischen) der Meinung, dass nur das Herausfinden der eigenen Maßstäbe einem freimacht von Fremdbestimmung, denn ob in Deinem Job oder im Privaten machst Du Dich abhängig von der Meinung anderer/"was man so erreicht haben sollte". Das heißt nicht, dass Du Dir nicht auch mal Anregungen von anderen/von außen holen kannst, aber ich würde immer überprüfen, ob sie zu Dir passen.

    Ich verstehe sehr gut Deinen Wunsch nach einer Partnerschaft, denn der Mensch ist nun mal ein soziales Wesen und hat ein Bedürfnis nach Zugehörigkeit. Aber wie Latona schon schrieb, ist das Leben nicht immer fair und nicht alles ist plan- und machbar. Dass Du zurzeit Single bist, ist kein Zeichen von Versagen! Es ist vielleicht einfach ohne Grund so. Manchmal ist dieses "Grundlose" schwerer auszuhalten als irgendeine Schuld zu suchen, aber ich gebe Latona da völlig recht. Vielleicht schaust Du Dir mal für Dich an, ob Deine Suche danach, wo Du etwas falsch gemacht hast, auch damit zu tun hat, dass Du die Kontrolle haben möchtest: Wenn Du etwas falsch machst, gibt es einen Grund/kann man etwas ändern, damit wird es wieder kontrollierbar. Das funktioniert nicht... Und es wird Dich immer mehr frustrieren, wenn Du für alles, was nicht nach Plan läuft, die Schuld bei Dir suchst.

    Fokussierst Du Dich hingegen auf das, was Du brauchst und was Du dafür realistisch beeinflussen kannst, dann kommst Du ins Handeln. Der beste Weg aus der Depression: Wieder handlungsfähig zu werden, wirkmächtig zu werden. Vieles kannst Du beeinflussen, vieles eben auch nicht. Mir hat mal ein früherer Chef gesagt, ich solle demütiger werden. Er meinte das genau in dem Sinne: `Sei nicht so größenwahnsinnig zu glauben, dass du Einfluss auf alles hast, dass alles, was gut oder schief geht, auf dich zurück zu führen ist.´ Ich habe lange gebraucht, den Sinn dahinter zu verstehen. Inzwischen empfinde ich es als befreiend. Gläubige Menschen drücken es so aus: Das tun, was in den eigenen Kräften steht, und den Rest in Gottes Hand geben.

    Alles Gute!

  3. Inaktiver User

    AW: Was habe ich falsch gemacht?

    Liebe Catamara,

    finde deinen letzten Beitrag hier so toll, dass ich ihn mir am liebsten ausdrucken
    würden, um ihn immer wieder zu lesen, bis ich ihn verinnerlicht habe,
    d.h. vom Verstand her ist aller klar, nur das Herz will es noch nicht begreifen
    bzw. annehmen! Danke dafür, sehr wertvoll für mich!

    Dir auch alles Gute!
    peperomia

  4. Inaktiver User

    AW: Was habe ich falsch gemacht?

    Liebe Latona;

    freut mich, dass du dich meldest! Fast alles was du meinst, kann ich sehr gut
    nachvollziehen und möchte es gerne zum Umdenken nutzen...wenn es mir denn gelingt,
    oft eben nur teilweise...(den Bewerb.coach hatte ich schon, leider viel Geld gekostet, ohne Erfolg!)

    Und ich denke von mir selber ja nicht grundsätzlich negativ, ich habe ja schon was geleistet in beruflicher Hinsicht...und viele tolle Urlaube alleine ohne Partner verbracht (wahrscheinlich waren sie deshalb so interessant, weil ich nich tienen nervigen Mann an meiner 'Seite hatte, der alles ganz anders machen wollte wie ich), oft denke ich, mit einem festen, langjährigen Freund an meiner Hand, hätte ich soviele tolle Menschen gar nicht kennengelernt...da man als Paar ja oft nur zu zweit im urlaub rumhängt...meine ganzen Umzüge habe ich alleine organisiert...mein Studium alleine finanziert und gemeistert...ohne einen der mir Händchenhalten musste vor schwierigen Prüfungen...darauf bin ich schon ein wenig stolz...

    Ich möchte mich ja auch nicht abhängig machen , von der Zuneigung, Liebe, Geld eines Mannes...oder zur perfekten Hausfrau und Ehefrau mutieren...es geht um MEHR!
    Ich brauche weder einen Mann der mir den Kinderwunsch erfüllt....noch träume ich von der glanzvollen Rama-Familie---wäre mir viel zu langweilig immer nur Friede, Freude, Eierkuchen
    Ich suche auch nicht krampfhaft und verbissen nach einem männlichen Wesen...im Gegenteil, für eine partnersuche mache ich zur Zeit genau das: NICHTS

    Komischerweise habe ich aber in den letzten Jahren erlebt, dass wenn ich mich aktiv beteiligt habe...z.B. im Internetsinglebörsen, auf Singlereisen mitgegangen bin oder Blinddates ausgemacht habe...ich dann fast immer auf potentielle Kandidaten getroffen bin..die mich näher kennengelernen wollten...oft ich sie aber nicht...und wenn ich mich verliebe...dann projeziere ich soviel Erwartungen hinein, dass es schon gar nicht so weit kommt, sich näher zu kommen...

    Ist denn eine erfüllte Partnerschaft wirklich nur was für Menschen, die selbstbewusst, taff und unabhängig durchs Leben gehen und alles ohne ....meistern und zur Belohnung dann einen passenden Deckel zu ihrem Topf abbekommen...? Hier im Brigitte Forum...in fast allen Kinofilmen, in jedem 2. Musiktitel, in fast jeden Roman...in der Werbung...in meinem Umfeld...zu 90 % dreht sich doch alles um das Suchen udn Finden der Liebe, die Kindererziehung, die Bewältigung des Familienalltages...die nervige Verwandtschaft...um Trennung, Scheidung, um mehr Abwechslung im Sexleben...dem kann sich doch keiner entziehen,m oder doch?

    Was kann ich denn gegen den Wunsch tun, einen Mann aus Fleisch und Blut neben mir zu haben, zum Meistern des Alltags, zum Streiten, zum Versöhnen, zum Kochen, zum Lieben, zum die Höhen und Tiefen des Lebens zu meistern...einer der mit MIR seinen Kinderwunsch erfüllen will...und den ich eben nicht zwingen muss mich so anzunehmen wie ich bin...

    Sorry, ist wieder länger geworden...nur der Gedanken daran, die nächsten 10 Jahre alleinstehend zu sein, macht mir sehr Angst...das bringt mich um den Verstand...

    LG
    peperomia

  5. Inaktiver User

    AW: Was habe ich falsch gemacht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    die große Liebe
    einer perfekten Wohnung
    engagiert zu sein, sogar ehrenamtlich
    ein guter braver Bürger
    Karriere gemacht
    einem lieben Hund als Haustier
    Hallo Liebe Peperomia,
    ich habe Dir kurz die mir ins Auge stechenden Worte zusammengeschnippelt - fällt Dir was auf?

    siehte ansonsen Latona's Post...

  6. Inaktiver User

    AW: Was habe ich falsch gemacht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und ich denke von mir selber ja nicht grundsätzlich negativ, ich habe ja schon was geleistet in beruflicher Hinsicht...und viele tolle Urlaube alleine ohne Partner verbracht (wahrscheinlich waren sie deshalb so interessant, weil ich nich tienen nervigen Mann an meiner 'Seite hatte, der alles ganz anders machen wollte wie ich), oft denke ich, mit einem festen, langjährigen Freund an meiner Hand, hätte ich soviele tolle Menschen gar nicht kennengelernt...da man als Paar ja oft nur zu zweit im urlaub rumhängt...meine ganzen Umzüge habe ich alleine organisiert...mein Studium alleine finanziert und gemeistert...ohne einen der mir Händchenhalten musste vor schwierigen Prüfungen...darauf bin ich schon ein wenig stolz...
    Sei nicht nur ein bisschen stolz - sei sehr stolz auf diese Leistung! Ich kann Dich sehr gut verstehen, ich glaube ich befinde mich im Moment auch in einer Art Sinnsuche. Habe eine kleine Wohnung, die ich mir grad gemütlich herrichte, von der Studibude (auch ich habe ein Studium mit Ende 20 begonnen und vor zwei Jahren beendet) in ein gemütliches Wohlfühl-Nest und langsam nimmt es Formen an. Auch sonst kann ich Deine Sitution vollumfänglich verstehen... aber ich fange tatsächlich langsam an, mich freizumachen von Vorstellungen anderer, oder vom "man muss dies und jenes", denn genau das bremst ungemein. Wenn man sich immer wieder an anderen "misst", bzw. die Meinung und Wertigkeiten anderer zu den eigenen macht, und damit sich von sich selbst entfernt. Mir hilft die Therapie sehr gut, ich hatte da aber Glück, an eine wirkich liebe Therapeutin zu kommen, vielleicht machst Du Dich nochmal auf die Suche?

  7. Inaktiver User

    AW: Was habe ich falsch gemacht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich brauche weder einen Mann der mir den Kinderwunsch erfüllt....

    Was kann ich denn gegen den Wunsch tun, einen Mann aus Fleisch und Blut neben mir zu haben, ...einer der mit MIR seinen Kinderwunsch erfüllen will...
    Möchtest Du denn eine eigene Familie, eigene Kinder?

  8. Inaktiver User

    AW: Was habe ich falsch gemacht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    [...] Ist denn eine erfüllte Partnerschaft wirklich nur was für Menschen, die selbstbewusst, taff und unabhängig durchs Leben gehen und alles ohne ....meistern und zur Belohnung dann einen passenden Deckel zu ihrem Topf abbekommen...? Hier im Brigitte Forum...in fast allen Kinofilmen, in jedem 2. Musiktitel, in fast jeden Roman...in der Werbung...in meinem Umfeld...zu 90 % dreht sich doch alles um das Suchen udn Finden der Liebe, die Kindererziehung, die Bewältigung des Familienalltages...die nervige Verwandtschaft...um Trennung, Scheidung, um mehr Abwechslung im Sexleben...dem kann sich doch keiner entziehen,m oder doch?

    Was kann ich denn gegen den Wunsch tun, einen Mann aus Fleisch und Blut neben mir zu haben, zum Meistern des Alltags, zum Streiten, zum Versöhnen, zum Kochen, zum Lieben, zum die Höhen und Tiefen des Lebens zu meistern...einer der mit MIR seinen Kinderwunsch erfüllen will...und den ich eben nicht zwingen muss mich so anzunehmen wie ich bin...
    Liebe Peperomia, Du SOLLST doch gar nichts gegen diesen Wunsch tun! Sofern es DEIN Wunsch ist und Du ihn nicht "übernommen" hast, weil "man es ja so tut". Ich denke auch, dass Du möglicherweise irgendwann einmal einen Partner finden wirst, Kinder bekommst usw., Du bist ja nicht auf irgendeiner "Schwarzen Liste".

    Aber es geht darum, aus dem, was Du JETZT hast, etwas zu machen, diese Möglichkeiten und Potentiale zu nutzen, statt darauf zu hoffen, dass in der Zukunft alles besser wird, wenn dieses und jenes und welches stimmt. Das, was beklamo mit Dankbarkeit benannt hat. Das hat viel damit zu tun, anzuerkennen, was schon alles Positives in Deinem Leben ist und was Du für Dich daraus machen kannst.

    Und noch etwas: Du musst vielleicht noch nicht alles mit dem Herzen begriffen haben, was Dir vom Verstand her klar ist. Fang einfach an. Verbring so viel Zeit wie möglich mit Menschen, mit denen Du Dich wohl fühlst, mit Dingen, die Du gerne tust, mit allem, was Dir gut tut.

    Mir hat es darüber hinaus geholfen, mich mit Menschen zu umgeben, die anders denken als ich. Das hebelt nämlich das Gefühl aus, dass die eigene Sicht der Welt die einzig Mögliche ist. Ich habe Frauen getroffen, die sehr selbstbewusst dazu gestanden haben, keine Kinder zu wollen, ohne sich den Schuh "Egoistische Karrierefrau" anzuziehen. Das hat mich weggebracht von meinen Grübeleien, ob mein nicht vorhandener Kinderwunsch pathologisch ist. Ich habe Menschen getroffen, die nicht der Meinung sind, dass man den größten Teil seiner Energie in die Arbeit stecken muss und immer Bestleistungen bringen muss. Sondern die dazu standen, dass sie nicht 24/7 Höchstleistungen bringen können und denen es wichtig war, auch noch Zeit und Energie für Privates zu haben. Und sich im Privaten nicht (nur) mit Kindererziehung oder dem Ehrenamt beschäftigt haben, sondern manchmal einfach mal faul waren und es genossen haben. Und so weiter.

    Was mir aufgefallen ist: Wenn Du bei potentiellen Partnern abgesprungen bist, wenn sie mehr Interesse gezeigt haben, würde ich mir das mal anschauen. Und vielleicht einfach mal ausprobieren, dieses Muster zu verändern. Du unterschreibst ja nicht gleich den Ehevertrag.
    Geändert von Inaktiver User (06.12.2011 um 23:25 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Was habe ich falsch gemacht?

    Erst einmal: ich kann Dich gut verstehen!
    Und ich kann mich in allem Samtweich und Latona anschließen. Vielen Dank für die wundervollen Posts.
    Du hast nichts falsch gemacht, es klappt halt nicht immer alles so wie man es sich wünscht. Aber denkst du, du bist menthal auf dem richtigen Weg um da hin zu kommen?

    Warst du schon einmal richtig wütend?
    Richtig sauer, dass es (bisher) einfach nicht geklappt hat?
    Du es immer, wieder und wieder versuchen musst?
    Du dir den Arsch abrackerst für deine Wünsche, ohne Erfolg, und andere bekommen sie geschenkt?!


    Und genau diese Personen meinen dann sogar eventuell, du solltest demütiger sein, du solltest doch zufrieden sein mit dem was du hast, den Sinn in dir suchen...
    Wir sind hier nicht bei anderen, die wirklich alle Wünsche erfüllt bekamen, und immer noch nicht glücklich sind... seltsamerweise gibt es da oft Zustimmung.

    Fxxx

    Geh raus in den Wald und schrei einmal eine Runde. Klopf dein kopfkissen...

    Hol dir deine Emotionen (und da ist die Wut in deiner Situation erst einmal ganz nomal!) zurück, hol dir deine Kraft zurück, hol dir deine Lebensfreude zurück, und nimm dir was du willst im Leben!

    Alles Gute!
    Geändert von Inaktiver User (06.12.2011 um 23:39 Uhr)

  10. User Info Menu

    AW: Was habe ich falsch gemacht?

    @ peperomia
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich suche auch nicht krampfhaft und verbissen nach einem männlichen Wesen...im Gegenteil, für eine partnersuche mache ich zur Zeit genau das: NICHTS

    Komischerweise habe ich aber in den letzten Jahren erlebt, dass wenn ich mich aktiv beteiligt habe...z.B. im Internetsinglebörsen, auf Singlereisen mitgegangen bin oder Blinddates ausgemacht habe...ich dann fast immer auf potentielle Kandidaten getroffen bin..die mich näher kennengelernen wollten...oft ich sie aber nicht...und wenn ich mich verliebe...dann projeziere ich soviel Erwartungen hinein, dass es schon gar nicht so weit kommt, sich näher zu kommen...
    Sorry, aber wenn Du überhöhte Erwartungen entwickelst, dann gehst Du bereits zu verkrampft an die Sache ran! Du guckst nicht gelassen, wer Dir da begegnet, sondern Du misst jeden Kandidaten an Deinem Traummann, den es vermutlich im rl gar nicht gibt, oder an einer perfekten Projektion aus den paar Infos, die Du von dem Mann hast, und wenn der Mann dann dagegen abfällt, servierst Du ihn ab. Du gibst ihm keine Chance. Du stehst Deinem Glück mit Männern selbst im Weg!
    Ist denn eine erfüllte Partnerschaft wirklich nur was für Menschen, die selbstbewusst, taff und unabhängig durchs Leben gehen und alles ohne ....meistern und zur Belohnung dann einen passenden Deckel zu ihrem Topf abbekommen...? Hier im Brigitte Forum...in fast allen Kinofilmen, in jedem 2. Musiktitel, in fast jeden Roman...in der Werbung...in meinem Umfeld...zu 90 % dreht sich doch alles um das Suchen udn Finden der Liebe, die Kindererziehung, die Bewältigung des Familienalltages...die nervige Verwandtschaft...um Trennung, Scheidung, um mehr Abwechslung im Sexleben...dem kann sich doch keiner entziehen,m oder doch?
    Die Frage, ob nur selbstbewußte Menschen einen Partner kriegen können, hab ich mir auch mal gestellt. Natürlich kannst Du auch als selbstwertschwacher Mensch einen Partner kriegen - aber Du wirst dazu tendieren, ihm das Leben schwer zu machen, weil Du von ihm die ständige Bestätigung Deines Werts verlangst, den Du selbst zu sehen nicht in der Lage bist. Das machen viele Partner auf Dauer nicht mit, und mit Recht, denn Deinen Selbstwert zu stabilisieren, ist nicht ihr Job, sondern Deiner.
    Was kann ich denn gegen den Wunsch tun, einen Mann aus Fleisch und Blut neben mir zu haben, zum Meistern des Alltags, zum Streiten, zum Versöhnen, zum Kochen, zum Lieben, zum die Höhen und Tiefen des Lebens zu meistern...einer der mit MIR seinen Kinderwunsch erfüllen will...und den ich eben nicht zwingen muss mich so anzunehmen wie ich bin...
    Wünschen kannst Du Dir alles. Wünsche sind kostenlos. Aber Du hast kein Anrecht darauf, dass das Leben Dir alle Wünsche erfüllt!!! Und wenn Du nicht ewig unzufrieden sein willst mit Deinen nicht erfüllten Wünschen, dann such Dir welche, die erfüllbar sind - und zwar von Dir selbst, und nicht von anderen. Es gibt nicht nur eine Art, glücklich zu werden. Und wenn Plan A nicht klappt, dann muss man eben einen Plan B machen - das war schon immer so und das wird auch immer so bleiben. Trotzig mit dem Fuß aufstampfen und schreien "Ich will aber!" wird Dich Deiner Wunscherfüllung keinen Schritt näher bringen.
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

Antworten
Seite 6 von 7 ErsteErste ... 4567 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •