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    AW: Was habe ich falsch gemacht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Was ich damit sagen wollte...ich will endlich nicht mehr nur träumen von eeinem tollen Partner, einer schönen Wohnung, einem lieben Hund als Haustier, einem Job, der mir entspricht...sondern aufwachen und es live erleben!!!

    Bin so frustiert, weil alles was ich probiert habe, ins Leere läuft...
    I st der Sinn des Lebens nicht auch zu lieben, zu geben, zu nehmen, sich weiterzu entwickeln und nicht stehen zu bleiben???
    was mir dazu einfällt ist: das du dich sehr in Selbstmitleid suhlst!

    Du hast mehr, als viele andere im Leben. Denk einfach mal daran, daß es vielen Menschen da draussen sehr viel schlechter geht als dir oder geh einfach mal auf ne Krebsstation und schau dir die armen Menschen an, die nicht um eine vorzeigbare Wohnung, Karriere, Kinder, Hund kämpfen, sondern um das blanke Überleben.

    Du hast zwei Berufe, ein dach über dem Kopf, ich gehe jetzt mal davon aus, daß du keine schwere Erkrankung hast, sondern gesund bist, du kannst dir zu essen und zu trinken kaufen, musst nicht frieren.
    Ist das alles nichts?
    Für mich ist das, sorry wenn ich das so sage, jammern auf hohem Niveau.

    Man muss sich auch mit Kleinigkeiten im Leben zufrieden geben können, mit dem was man hat.
    Und selbst wenn du einen netten Mann kennenlernen würdest, wenn du dich selber nicht liebst, so wie du bist, wirst du immer unglücklich bleiben. Dazu kommt noch, daß dich kein anderer Mensch glücklich und zufrieden machen kann, ausser du selbst.

    Wenn du am Wochenende alleine zu Hause bist, dann engagiere dich doch irgendwo ehrenamtlich, im Tierheim oder bei caritativen Einrichtungen. Da lernst du auch neue Menschen kennen und tust auch noch was Sinnvolles.

  2. Inaktiver User

    AW: Was habe ich falsch gemacht?

    Hallo @all!

    Eure Antworten haben mich schon berührt und zum Nachdenken gebracht!
    Vielen Dank erstmal dafür

    Es steckt viel wahres drinn, dass eben die Sackgasse auch eine Chance bedeuten kann, die Richtung und das Tempo zu ändern...oder das Glück eben nicht dauerhaft buchbar ist...und auch wenn ich Mann/Kind/Haus und tollen Job hätte, es keine Garantie mit sich bringt...nicht auch von Sorgen, Ängsten, Nöten geplagt zu werden...also von dieser Seite betrachtet, kann ich euch nur zustimmen!

    Es geht mir in erster Linie nicht unbedingt darum, mein Leben nur aus der Negativliste zu betrachten und alles in schlechte Licht zu rücken, ganz im Gegenteil...für viele Erfahrungen bin ich sogar froh, sie gemacht zu haben...keine Frage, es hat mein Leben bereichert!

    Trotzdem möchte ich nochmals ausholen..um den Kern meines Anliegens genauer auszuleuchten...Anfang diesen Jahres wurde ich aufgrund einer Erschöpfungsdepression krank, war dann auch längere Zeit zu Hause, hat gut getan, keine Frage! Aber gerade, wenn man/frau nicht mehr funktioniert, wie es andere Menschen von einem erwarten...bekommt man die Keule der "Ausgerenztheit eines Singles" so schön ins Gesicht geschleudert...
    da ich partnerlos bin und meine Eltern ihr eigenes Leben führen, meine Freundinnen genug Stress mit der Kindererziehung haben und mein Chef und die Kollegen nur sich ärgern, dass sie jetzt wegen meines Ausfalls mehr arbeiten müssen, und Ersatz für mich suchen dürfen...

    War also niemand für mich da...Einkaufen, Hausarbeit, Artzbesuche...alles alleine gemanagement...kein Ehemann, der mir mal die Einkauftüten ins Haus trägt oder mich am Wochenende zum Spaziergang begleitet, dass wir unsere Gedanken austauchen können...obowhl ich in dieser Zeit ja eh schon kraft- und freudlos war...keine aufmunternden Worte, abends vor dem Zubettgehen...keiner der einene mal umarmt und sagt: Wie schön, dass es dich gibt!" Keiner der an einen denkt, weil er einen vermisst und mit mir zusammen sein will, keiner der abends anruft und fragt, wie war der Tag?
    Und das einzige was mein Chef dann dazu beigetragen hat, war, dass er mir mit Kündigung gedroht hat...gut, ist nicht wahrgeworden, arbeite immer noch in diesem Betrieb...und gehen kann ich nicht, weil dahim kein treusorgender Gatte auf mich wartet, sondern ich meinen Lebensunterhalt alleine verdienen darf!

    Da ich mit offenen Augen durch die Welt gehe, bleibt es mir natürlich nicht verborgen, dass Beziehungen auch schlecht sein können (habe selber sehr ungute Beziehungen erlebt...die mich viel Nerven gekostet haben), dass Kinder sehr anstrengend und fordernd sein können, dass ein Haus viel Geld kosteet und abbezahlt werden will...usw. sehe ich schon, dass da nicht das Paradies auf mich wartet...

    Und ich sitze halt schon gefühlte 100 Jahre jedes WE alleine daheim, außer eine Freundin hat mal keinen Partner, dann wird bei mir angerufen, sobald dann ein Mann wieder im Leben zur Verfügung steht, bin ich abgemeldet (oft so erlebt)...so oft war ich schon das fünfte Rad am Wagen, wenn ich mit anderen Pärchen ausgegangen bin...Silvester durfte ich zweimal in meinem Leben mit einem Freund verbringen...sonst immer nur bei den vergebenen Freunden und ich der einzige Single! Darauf habe ich keine Lust mehr

    Irgendwas muss ich doch falsch angepackt haben...wenn ich sehe, wie andere einen guten Job ergattern, den passenden Mann finden (sie brauchen nur mal kurz darüber reden und schon gehen deren Wünsche in Erfüllung...bei mir leider nie)...und bei mir herrscht Flaute seit Ewigkeiten (bzw. ich verliebe mich mit einer Selbstverständlichkeit immer in Männer, die Unerreichbar sind, und die bei mir anklopfen, gefallen mir nicht!)

    Ich weis, es gibt kein Patentrezept fürs Leben...oder doch?
    wer kann mir Tips zur Wunschliste geben, bald ist doch Weihnachten??

  3. gesperrt

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    AW: Was habe ich falsch gemacht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    War also niemand für mich da...Einkaufen, Hausarbeit, Artzbesuche...alles alleine gemanagement...kein Ehemann, der mir mal die Einkauftüten ins Haus trägt oder mich am Wochenende zum Spaziergang begleitet, dass wir unsere Gedanken austauchen können...obowhl ich in dieser Zeit ja eh schon kraft- und freudlos war...keine aufmunternden Worte, abends vor dem Zubettgehen...keiner der einene mal umarmt und sagt: Wie schön, dass es dich gibt!" Keiner der an einen denkt, weil er einen vermisst und mit mir zusammen sein will, keiner der abends anruft und fragt, wie war der Tag?
    Das geht vielen anderen Singles auch so.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ...und gehen kann ich nicht, weil dahim kein treusorgender Gatte auf mich wartet, sondern ich meinen Lebensunterhalt alleine verdienen darf!
    Ja das "dürfen" sehr viele alleinstehende Menschen auch!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und ich sitze halt schon gefühlte 100 Jahre jedes WE alleine daheim, außer eine Freundin hat mal keinen Partner, dann wird bei mir angerufen, sobald dann ein Mann wieder im Leben zur Verfügung steht, bin ich abgemeldet (oft so erlebt)...so oft war ich schon das fünfte Rad am Wagen, wenn ich mit anderen Pärchen ausgegangen bin...Silvester durfte ich zweimal in meinem Leben mit einem Freund verbringen...sonst immer nur bei den vergebenen Freunden und ich der einzige Single! Darauf habe ich keine Lust mehr
    Wenn das so ist, dann denk mal darüber nach, ob es nicht daran liegen könnte, daß du verdammt viel Negativität ausstrahlst?
    Schon beim Lesen musste ich daran denken, wie anstrengend ein Mensch sein muss bzw. ist (ich kenne da einige und bin froh, nicht zuviel Zeit mit denen verbringen zu müssen), der (nicht alles) sehr vieles nur negativ sieht und sich auch so gibt vom Reden her.
    Mit solchen Menschen umgibt sich keiner gerne! Das ist noch nicht mal böse gemeint, sondern solche Menschen ziehen einen runter und daher vermeidet man ihre Nähe.

    DU hast die Regie in deinem Leben und DU bist diejenige, die es in der Hand hat was draus zu machen, jeden Tag.

  4. Inaktiver User

    AW: Was habe ich falsch gemacht?

    Hallo Smilla,

    solche Vergleiche, die gebracht hast, auf die habe ich schon gewartet...ja, krebskranken Menschen geht es bestimmt schlechter als mir, woher willst du das wissen? Ist ein kranker Mensch automatisch "bemitleidenswerter" als ein depressiver Mensch? Und wenn dies, was ich hier schreiben, nur Jammern auf hohem Niveau ist, dann lies doch einfach nicht oder denke dir deinen Teil und gut ist...glaubst du wirklcih mit solchen Aussagen, kommst du mir ziemlich herzlos und kalt rüber...
    l
    Und ja, mir ist klar, dass ich nicht der einzige Single auf dieser Welt bin und das es den Obdachlosen in meiner Stadt sicher mieser geht wie mir...darum geht es doch gar nicht...irgendwo auf dieser Welt gibt es immer einen, der ein schlechteres Leben hat...und wenn ich arbeitslos, beinamputiert und blind wäre...klar so kann ich die Welt auch betrachten...sorry, aber wenn du die Leute nur abkanzeln willst, dann lass es lieber...

    Ich engagiere mich seit über zehn Jahren ehrenamtlich und habe einen sozialen Beruf, wo ich jeden Tag anderen Menschen, denen es schlechter geht wie mir, helfe! Also muss mir niemand erzählen, dass das Gras auf der anderen Seite auch nicht grüner ist...und negativ bin ich nur heute, weil es mir nciht gut geht, sonst würde ich hier ja nicht um Rat bitten...

  5. Inaktiver User

    AW: Was habe ich falsch gemacht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hmeine Eltern ihr eigenes Leben führen, meine Freundinnen genug Stress mit der Kindererziehung haben und mein Chef und die Kollegen nur sich ärgern, dass sie jetzt wegen meines Ausfalls mehr arbeiten müssen, und Ersatz für mich suchen dürfen...

    War also niemand für mich da...Einkaufen, Hausarbeit, Artzbesuche...alles alleine gemanagement...kein Ehemann, der mir mal die Einkauftüten ins Haus trägt oder mich am Wochenende zum Spaziergang begleitet, dass wir unsere Gedanken austauchen können...obowhl ich in dieser Zeit ja eh schon kraft- und freudlos war...keine aufmunternden Worte, abends vor dem Zubettgehen...keiner der einene mal umarmt und sagt: Wie schön, dass es dich gibt!" Keiner der an einen denkt, weil er einen vermisst und mit mir zusammen sein will, keiner der abends anruft und fragt, wie war der Tag?!)

    Ich weis, es gibt kein Patentrezept fürs Leben...oder doch?
    wer kann mir Tips zur Wunschliste geben, bald ist doch Weihnachten??
    Du weißt, dass niemand Dir Deine Wunschliste vorschreiben? :-) Aufmunternde Worte kamen hier doch einige an Dich, und?

    Den Traummann gibt es genauso wenig, wie es Traumfrauen gibt. Es kann Liebe sein und eine Entscheidung das Leben gemeinsam anzugehen, wenn die Interessen weitestgehend und in wichtigen Punkten die generelle Lebensplanung zusammenpasst. Einige Deiner Freundinnen haben sich entschieden und ihre Hoffnungen an diese Partnerschaft geknüpft, ob es klappt oder nicht. Ein Risiko ist immer dabei.

    Bei mir gibt es auch Zeiten, wo ich den Kontakten und Freundinnen hinterherlaufen muss. Wenn keiner Dich abends anruft, dann ruf doch selber Deine Freundinnen an und munter sie mal auf z.B. und vielleicht und hoffentlich haben sie auch paar liebe Worte für Dich.

  6. gesperrt

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    AW: Was habe ich falsch gemacht?

    Ich wollte dich damit nicht verletzen. Entschuldige bitte.
    Kein Grund gleich so pampig zu werden.
    Kritikfähig sollte man schon sein, wenn man in einem Forum schreibt.

    Aber es hilft dir nichts, den Kopf weiter in den Sand zu stecken und zu denken, "die Welt ist gegen mich"!

    Lerne mit dem zufrieden zu sein was du hast und erreicht hast und höre auf, dir einzureden, daß du glücklicher wärest, wenn du dies oder das erreicht hättest oder einen Partner hättest.


    Und sorry, das ist hoffentlich nicht dein ernst, daß du mich fragst, ob ich wissen würde, ob es stimmt, daß es dir besser geht als einem krebskranken Menschen?
    geh einfach mal auf eine Station im Krankenhaus und danach gehst du nach hause und denkst mal darüber nach ob deine Probleme wirklich soooooo gravierend sind, und ob es nicht an der Zeit ist, sich gut zu fühlen, weil man die Probleme, die man hat in den Griff bekommen kann, wenn man es will.


    Um was geht es dir denn?
    Möchtest du Bestätigung, daß das Leben so ungerecht zu dir ist? (Obwohl du ein dach über dem Kopf, Essen und Trinken hast, Organisch gesund bist, zwei Berufe hast,.....)


    Jeder Mensch steckt mal in einer Phase wo es mal nicht so gut läuft.

    Vielleicht ist die soziale Branche auch nicht mehr das Richtige für dich und du fühlst dich deshalb schlecht (man tut was für andere, aber man selbst hat keinen der was für einen tut)

    Gäbe es denn eine Alternative für dich, wenn dem so wäre?

    Und ja, für MICH ist ein kranker Mensch, in dem Sinne, daß er eine lebensbedrohliche Erkrankung hat, die auch schnell zu Tod führen kann unter Umständen, bemitleidenswerter, als ein Mensch mit Depressionen.

  7. Inaktiver User

    AW: Was habe ich falsch gemacht?

    Zitat Zitat von bruennette_2 Beitrag anzeigen
    Atme auf. Und atme durch! Halte es aus, Dich im Alleinesein mit Dir selbst zu konfrontieren!
    Danke dafür Das ist der Schlüssel, der einen von der eigenen Mauer wegführt

  8. Inaktiver User

    AW: Was habe ich falsch gemacht?

    Hier wurde schon ziemlich viel kluges geschrieben, aber anscheindend erreichen dich die Worte noch nicht so richtig.

    Der einzige Mensch, der dein ganzes Leben mit dir verbringen wird bist du. Du wirst alleine geboren und stirbst alleine, alle Menschen sind nur Begleiter. Du suchst verzweifelt Menschen die dich begleiten und quasi das Glück zu dir tragen. Das Glück kommt aber ERST von innen, und dann irgendwann auch von außen.

    Wenn du gerne Zeit mit dir selbst verbringst und endlich mal aufhörst dich selber so fertig zu machen, für dein "Versagen" und deine ständigen Fehler, dann könntest du mal anfangen dich um dich selbst zu kümmern.

    Schau dir doch mal an was du alles leistest? Empfindest du keine Stärke und keinen Stolz, für das was du alles alleine managest?

  9. Inaktiver User

    AW: Was habe ich falsch gemacht?

    Zitat Zitat von smilla_nrw Beitrag anzeigen
    Ich wollte dich damit nicht verletzen. Entschuldige bitte.
    Kein Grund gleich so pampig zu werden.
    Kritikfähig sollte man schon sein, wenn man in einem Forum schreibt.

    Aber es hilft dir nichts, den Kopf weiter in den Sand zu stecken und zu denken, "die Welt ist gegen mich"!
    Eine (Erschöpfungs-)Depression hat leider auch die Auswirkung, wenig handlungsfähig zu sein, deswegen finde ich Deine recht scharfe Art zu schreiben in diesem Fall auch nicht ganz angemessen. Und sich mit anderen zu vergleichen, denen es "noch schlechter" geht, kann auch dazu führen, dass man nichts verändert.

    Peperomia, es ist aber in der Tat so, dass kein Weihnachtsmann vorbei kommt und Deinen Wunschzettel erfüllt. Es ist schon mehrfach gesagt worden: Es ist DEIN Leben, das kannst nur Du allein gestalten. Und mit "allein gestalten" meine ich auch, dass es an Dir ist zu überlegen, wo Du hin willst und was Du dafür tun kannst.

    Was Deinen Wunsch nach Partnerschaft und Freundschaft betrifft, so kann ich Dich ganz gut verstehen, denn Menschen sind nun mal auch soziale Wesen. Aber Du kannst eben einen Partner oder Freundinnen nicht backen, naturepures Posting finde ich da sehr klasse. Eine Entscheidung treffen heißt eben auch zu akzeptieren, dass es zwei Seiten einer Medaille gibt, jede Entscheidung bringt Konsequenzen mit sich und kein Mensch ist perfekt. So wird auch das Lebensmodell, für das Du Dich entscheidest, Vor- und Nachteile mit sich bringen.

    Entscheidend ist, dass Du selbst aktiv wirst, Dein Leben in die Hand nimmst. Wenn Du das aufgrund der Erschöpfungsdepression (noch) nicht kannst, starte noch mal einen Versuch mit einer Therapie.

  10. User Info Menu

    AW: Was habe ich falsch gemacht?

    Peperomia,

    ich glaube, Du bist momentan einfach so ziemlich am Ende. Auch wenn ich, wenn ich Dich so lese, doch auch Energie spüre (Gottseidank!).

    Und ja, es ist alles andere als einfach, gerade wenn man fertig ist, immer wieder aufs Neue aufstehen und weitergehen zu müssen. Und keiner da, der einem mal bei Krankheit ein Süppchen kocht oder Trost zuspricht, oder einfach durch seine Anwesenheit vermittelt, dass da noch jemand ist, o.ä. Das kenne ich auch.

    Und ich kenne ebenfalls diese Sehnsucht, sich endlich mal einfach fallen lassen zu können, aufgefangen zu werden, am besten von den starken Armen eines liebenden Mannes.

    Das alles nützt aber nichts. Gerade in solchen Zeiten ist es wichtig, zu erkennen, dass man für sich selbst verantwortlich ist. Und diese Verantwortung, auch wenn damit ein steiniger Weg vor einem liegt, zu bejahen.

    In dieser Verantwortung liegt aber nicht (nur), nun die Zähne zusammenzubeißen und sich durchzuboxen, sondern auch darin, zu schauen, wie Du DIR am besten helfen kannst, bzw. Dir, wenn Du spürst, Du schaffst es nicht mehr alleine oder Du willst nicht mehr alleine, dann Dir KONKRET Hilfe suchst. Ohne Jammern. Und wenn es eben die Freundinnen nicht sind, weil die grad mit ihrem eigenen Leben beschäftigt sind (oder weil sie sich von Dir vor die riesige Aufgabe gestellt sehen, Dich glücklich machen zu sollen, und deshalb - verständlicherweise - zurückschrecken), dann probier es eben nochmals mit Therapie oder Coaching. Hier erfährst Du nämlich eine Art von Aufgefangenwerden, aber glaub nicht, dass Du immer in Windeln gepackt wirst. Gerade in einer Therapie wird Dir viel abverlangt, viel eigene Initiative, viel Mit-Arbeit, viel Aufmerksamkeit.

    Es geht also darum, die Verantwortung für das eigene Wohlergehen zu übernehmen. Und nicht, diese von anderen zu erwarten.

    Und wenn niemand da ist, der Dir was Gutes tut, dann fang' DU selbst damit an, Dir Gutes zu tun. Was weiß ich. Schwimmen gehen. Einen Saunabesuch. Sich was Schönes kaufen, aber keinen Frust-kauf, sondern etwas wertvolles, etwas, das man vielleicht schon lange mal haben wollte. Oder, wenn Du Tiere magst, dann geh' mal mit dem Hund von der Freundin für ne Runde nach draußen. Oder nimm' mal 'ne Katze auf den Schoß.

    Und ich bleibe dabei: Du bist viel zu sehr am Außen orientiert. Auch was z.B. angeht, dass Du immer (oder oft) die Bedürfnisse anderer über Deine eigenen stellst (und dann bist Du noch dazu in einem sozialen Beruf), so mein Eindruck, wie auch, dass das im Kontakt mit Deinen Freundinnen ebenso passiert ist. Die Freundinnen rufen Dich an, wenn sie ihr Herz ausschütten möchten, oder wenn sie alleine sind und Gesellschaft brauchen und Du stellst Dich dabei zur Verfügung. Hier wäre es aber angebracht gewesen - wie so oft - auch mal NEIN zu sagen, Grenzen aufzuzeigen, d.h., Dich DEINER Grenzen bewusst zu werden und diese mitzuteilen. So nimmst Du Dich selbst ernst und letztendlich auch Deine Freundinnen....

    Übrigens meinte mal - ich glaube Krishnamurti - dass das Alleineleben die Schwierigste von allen Lebensformen ist und diese der Person sehr viel abverlangt. Man muss dafür sehr stark sein. Sie ist also so was wie eine Königsdisziplin unter den Lebensformen. Ich schreibe das hier, weil ich hoffe, dass Dich dieser Gedanke genauso trösten und auch ein wenig Feuer unter dem Hintern machen kann, wie ich es empfunden habe, als ich das las.


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