Hallo ihr
Kennt ihr das? Bei mir ists ziemlich schlimm momentan:
Ich sitze Zuhause und kriege kaum was hin, weil ich über meine Lebenssituation und meine Vergangenheit grüble, und grüble, und grüble, und weitergrüble...
Bis ich irgendwann nur noch schlechte Laune habe.
Damit ziehe ich mich auch extrem zurück von Freunde. Ich gehe kaum raus, ich habe schlechte Laune.
Durch die Grübelei erhoffe ich mir, meine Gedanken zu ordnen, ich denke mir, vielleicht brauchts auch etwas Grübelei, um Dinge zu bewältigen.
Aber bei mir hat das schon echt Überhand genommen, ich kriege kaum mehr was hin und bin verändert.Eigentlich schon depri.
Weil ich doch aktiv werden muss! Um an meinen Problemen zu arbeiten. Und nicht allein hocken und grübeln.
Ich bin sowieso schon sehr schlecht drauf, weil ich momentan beruflich als auch privat sehr unzufrieden bin. Mir fehlt es an Kraft und Optimismus, aktiv an meinen Problemen zu arbeiten, dass ich eben wieder glücklich werde.
Dazu kommt dann eben noch zusätzlich die schlechte Laune, d ie aus meiner Grübelei entsteht. Ich bin wie verändert.
Kennt ihr Mittel dagegen?Ich bin auch ziemlich verträumt, das geht dann wohl so Hand in Hand.
Viele Grüsse, zissa
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20.11.2011, 19:55
Ständige Dauergrübelei macht schlechte Laune
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20.11.2011, 22:13Inaktiver User
AW: Ständige Dauergrübelei macht schlechte Laune
Hallo Zissa,
an sich weiß du es selbst und benennst es auch, was dir helfen würde …
Das täte dir vermutlich gut: Etwas unternehmen, Sport machen, raus gehen, Leute treffen, zu einem Therapeuten gehen.
Bist du arbeitslos?
Gibt es jemand, mit dem du dich gleich am Vormittag verabreden kannst? Zum Kaffee trinken, zum Spazierengehen. Damit du erst einmal aufstehst und vor die Tür gehst.
Am Besten jeden Tag zur gleichen Zeit aufstehen.
Wenn du erst einmal "in Bewegung" bist, fallen die nächsten Schritte leichter. Fang klein an und steigere dich immer ein kleines Bisschen.
Wenn morgen der letzte Tag deines Lebens wäre, wie möchtest du ihn verbringen? (Oder womit möchtest du ihn nicht verbringen?
)
Viel Glück!
P.S. Vielleicht ist es wichtig, dass du dich mit der Vergangenheit beschäftigst, aber der Kopf wird die Lösung nicht durch Grübeln finden. Du musst etwas erleben, dich selbst und deine Gefühle spüren, dann kann deine Seele berührt werden.
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21.11.2011, 00:46
AW: Ständige Dauergrübelei macht schlechte Laune
Wenn du grübelst, um deine Gedanken zu ordnen, kann es helfen, die Grübeleien und ihre Ergebnisse mal in archivierbare Form zu bringen. Sei es als Tagebuch, als Mind Map, oder welche Form auch immer dir hilft.
Letztlich grübelt man entweder, um zu Ergebnissen zu kommen, oder um Ergebnisse zu vermeiden, weil man fürchtet, daß sie einem nicht gefallen. Es hilft oft, sich ernsthaft zu sagen, daß man Ergebnisse will. Dann die richtigen Fragen stellen (Was ist mir wichtig? Wo will ich in einem Jahr/in fünf Jahren stehen? Was hindert mich? Was geht mir wahnsinnig auf den Keks? Was kann nicht so weitergehen, und was sind die Alternativen? -- das sind so ein paar Fragen, die mir in der Vergangenheit geholfen haben.) Dann die Antworten finden. Aus den Antworten notwendige und sinnvolle Handlungen ableiten. Und die tun.
Wenn du beim Grübeln auf Granit beißt -- das Blatt mit der Mind Map bleibt weiß, nach zehn Seiten Tagebuchschreiben wiederholst du dich, dein Leben scheint dir viele Gemeinsamkeiten mit dem Ausguß des Spülbeckens zu haben -- dann ist es nicht der richtige Tag oder Moment für Ergebnisse. Dann hilft rausgehen und was anderes machen. Am besten etwas, daß du schon als nötig zu tun erkannt hast.
Setz dir vielleicht eine "Grübelzeit". Zwei Stunden vor dem Mittagessen oder so. Wenn der Hunger kommt, ist offizielles Grübelende. Vor dem Schlafengehen ist Grübeln am destruktivsten, denn wenn man müde ist, erscheint jedes Problem sieben Mal so groß.
Wenn du feststellst, daß du einfach nicht weiterkommst, hol dir Hilfe. Vielleicht hast du die falschen Fragen, oder du sitzt auf Grundannahmen, die deine Probleme unlösbar machen.
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21.11.2011, 09:41
AW: Ständige Dauergrübelei macht schlechte Laune
Die Tipps von Wildwusel sind sehr gut, vielleicht kann dir das helfen.
Das wesentliche am Grübeln ist ja, dass man sich nicht konkret damit befasst, was man tun kann um das Problem zu lösen und man sich nicht auf die Gegenwart konzentriert.
Die Auswirkungen des Grübelns erlebst du schon:
Deine Stimmung wird schlecht, du fühlst dich depri, eventuell bist du gereizt. Du fühlst dich hilflos, dein Selbstvertrauen wird immer schwächer.
Das Grübeln hat allerdings auch einen (vermeintlichen Vorteil):
Gewinn durch Vermeidung.
Wenn du nur Grübelst aber zu keinem Ergebnis und zu keiner Lösung kommst, also nichts tust, kannst du einen möglichen Misserfolg oder eine Ablehnung vermeiden. Durch Grübeln bekommt man Eindruck, aktiv zu sein ohne das Risiko eines Scheiterns.
Grübeleien sind also Problemlösungsversuche ohne Funktion und ohne Ergebnis.
Hab dir mal was reinkopiert, was dir vielleicht helfen kann, es deckt sich im wesentlichen mit den Ausführungen von Wildblume:
Nachdenken ist sinnvoll,
wenn wir uns überlegen, wie wir uns in einer bestimmten Situation hätten besser verhalten oder einen Fehler hätten vermeiden können, und daraus einen Plan für die Zukunft ableiten.
wenn wir verschiedene mögliche Alternativen für die Zukunft durchspielen und uns dann für die bestmögliche entscheiden.
wenn wir uns über den schlimmstmöglichen Ausgang Gedanken machen und dafür Bewältigungsstrategien überlegen.
Wie das Grübeln stoppen?
Zunächst einmal ist es wichtig, dass man das Grübeln bemerkt und auch erkennt, dass es einem nicht weiterhilft. Dann kann man folgende Strategien einsetzen:
Unterbrechen der Grübelgedanken, indem man in Gedanken, oder wenn man allein ist auch laut, „STOPP“ ruft und dabei in die Hände klatscht.
Notieren der Grübelgedanken in ein Grübelbuch. Pro Tag einen bestimmten Zeitraum festlegen, an dem man sich mit den Grübelgedanken beschäftigt. So fühlt man sich nicht mehr als Opfer seiner Gedanken.
Sich bei Grübelgedanken fragen: Helfen mir die grüblerischen Gedanken, meine Probleme zu lösen? Ist die Antwort Nein, sich dann sofort etwas zuwenden, das einen ablenkt und auf andere Gedanken bringt.
LG
HexlThe difference between try and triumph is just a little "umph"
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21.11.2011, 09:47
AW: Ständige Dauergrübelei macht schlechte Laune
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Geändert von Halo (21.11.2011 um 10:05 Uhr)
"You should never be a bystander."
Roman Kent
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Ich bin auch ziemlich verträumt, das geht dann wohl so Hand in Hand.
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