Liebe Catamara,
wie du aus meinem anderen Thread weisst, habe ich fast nichts vom dem, was ich mal erreichen wollte. Ich habe aber mich.
Was ich mit 36 erreicht habe:
+ abgeschlossenes Studium
+ eine kleine Mietwohnung
Man muss es auch positiv sehen können :-).
Liebe Grüße
Balea
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20.11.2011, 18:33
AW: Zwischen Depression und Wolkenkuckucksheim
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21.11.2011, 15:38
AW: Zwischen Depression und Wolkenkuckucksheim
Sagen wir es so: meine Träume sind entweder seeehr weit weg von der Realität (Im Lotto 10 Millionen Euro gewinnen und dann eine Traumvilla am Laggo Maggiore:-) oder sehr konkret (was machen wir dieses Jahr im Sommer?)
Ich bin aber sicher ein Sonderfall, da ich, bevor sich meine Lebensträume entwicklen konnten, meine heutige Frau kennengelernt habe. So haben sich meine Lebensvorstellungen parallel mit meiner Beziehung entwickelt. Im Nachhinein war es wirklich so (obwohl man es als junger Mensch wahrscheinlich nicht so sieht), daß es nur wenige langfristige Ziele (außer die Partnerschaft als solche) gab. Natürlich den starken Kinderwunsch meiner Frau noch dazu. Wie wir leben, wo wir leben, wie wir arbeiten usw. haben wir nicht langfrsitig geplant, sondern eher nach Aktualität des Themas entschieden. Auch die Entscheidung für unser erstes Kind war eher ein Laufenlassen (der Verhütung), nachdem wir den Hochzeitstermin festgelegt hatten und das Gefühl bei beiden war, daß es Zeit für Kinder wäre. Die nachfolgenden (vier) Kinder waren eher das Ergebnis eines Lebensgefühls: Es macht Spaß mit Kindern, warum nicht noch eins? Wir hatten sicher nicht geplant, einmal mit fünf Kindern in einem eigenen Haus mit Blick auf die Alpen und dem Van in der Garage zu leben. Heute tun wir es und wundern uns manchmal selbt mit einem Lachen, wo und das Leben hingeführt hat. Was aber nichts daran ändert, daß dies genau das Leben ist, was wir wollen.
Hans----------------------------------------------------------------
"Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.
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28.11.2011, 12:18
AW: Zwischen Depression und Wolkenkuckucksheim
Ich wollte berühmt werden, die Welt retten, durch ferne Länder trampen und in einem Bauwagen leben.
Ist nicht so rausgekommen.
Seither sag ich mir, ich nehm' was ich kriegen kann und versuche, Unglück zu vermeiden. Ich hab ein vernünftiges Fach mit guten Beschäftigungsaussichten studiert, einen vernünftigen Beruf gelernt, einen vernünftigen Job in einer vernünftigen Gegend gefunden, habe eine vernünftige Reserve auf dem Konto und lebe in einer vernünftigen Dreizimmerwohnung.
Nur macht mich im Moment der Realismus und die niedrigen Ansprüche, bzw die Vereinfachung der Ansprüche durch ihre Umlenkung aufs Materielle völlig fertig. Mit jeder Entscheidung mache ich mich weniger zu dem, was ich sein will. Ich weiß aber auch nicht, was ich ändern könnte, außer die Ansprüche weiter zu reduzieren. Das ist wohl die Midlife-Crisis.Geändert von wildwusel (28.11.2011 um 12:28 Uhr)
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28.11.2011, 12:38Inaktiver User
AW: Zwischen Depression und Wolkenkuckucksheim
Das klingt in der Tat alles sehr vernünftig, wildwusel.

Vielleicht doch ein bisschen zu vernünftig? Zwischen der Vagabunden- und Abenteuererseite in Dir und dem Jetzt scheinen Welten zu liegen.
Wie wäre es gelegentlich mit einem kleinen Ausbruch? Das geht oft auch ganz ohne Mega-Anspruch, es braucht meist nur etwas Phantasie-Auslauf.


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