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    AW: Erlebte Verletzbarkeit und die zukünftigen Folgen...

    Manchmal tut es auch gut, die eigene Verletzung relativiert zu betrachten. Also: "Wie schlimm" ist das eigentlich, verglichen mit x, y oder z?Ich habe mal in einer schwierigen Zeit das Buch "Das Mädchenorchester von Auschwitz" gelesen. Ehrlich, da erschienen mir meine eigenen Probleme als winzig klein plötzlich.

    Der oben gegebene Hinweis auf Vergebung ist sehr wichtig.Vergebung ist aber ein Prozeß, kein Akt.Man muss sich dahin arbeiten, wenn man wirklich sehr verletzt wurde.Aber es ist möglich.Zeit hilft!Und das Wissen darum, dass man auch selber schon manch einem durch den Vorgarten gelascht ist, und dafür auch nicht "erschossen" wurde. ;-)

    Mißtrauische Menschen haben eine merkwürdige Ausstrahlung, finde ich. Damit tut man sich keinen Gefallen.
    The original Karla
    est. 2006


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    AW: Erlebte Verletzbarkeit und die zukünftigen Folgen...

    Vielen Dank, es kamen ein paar echt tolle Anregungen. Ja, verzeihen ist wichtig. Auch sich selbst verzeihen, dass man sich in diese "ungünstige" Lage gebracht hat.

    Habe gestern einen Vortrag als mp3 von Robert Betz. Es ging um die Spiegelgesetze. Er meint, alles was einem im Außen begegnet ist auch im Innen vorhanden und wird nicht angenommen/gelebt etc. Laut dieser Theorie kann einen niemand verletzen, sondern das Verletzsein ist bereits in einem drin und wird nur offen gelegt. Zum Beispiel beklagen sich viele Mütter über die Unordentlichkeit ihren Kindern. Geht es wirklich um den Nachwuchs, oder deutet es nur auf die eigene Unordentlichkeit hin? Die man sich eventuell selbst nicht erlaubt? Ich fand diese Theorie sehr interessant.

    Betz empfehlt, sich nicht mit dem Verletz-Sein zu identifizieren und stattdessen sich zu fragen "womit habe ich das in meinem Leben reingezogen".

    Liebe Grüße,
    Ella

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    AW: Erlebte Verletzbarkeit und die zukünftigen Folgen...

    Alle Verletztungen die man erlebt machen einen zu dem Menschen der man aktuell ist.
    Aber wenn ich alle negativen Dinge im Leben die positiven überwiegen lasse, wo ist dann der Weg zum Glück?

    Eine Bekannte hat Ihren Mann letzte Woche verloren, da stand in der Zeitung,

    Seid nicht traurig das er gegangen ist, sondern glücklich ihn erleben zu dürfen als er da war.

    Ja, die Familie ist zu Tod betrübt, aber sie versuchen das Beste daraus zu machen...

    Ich denke darum geht es im Leben, das Beste daraus machen was möglich ist und sich nicht zur Geisel von erlebten Verletztung machen zu lassen
    Das Leben macht was es will und ich auch!

  4. Inaktiver User

    AW: Erlebte Verletzbarkeit und die zukünftigen Folgen...

    Zitat Zitat von Ella969 Beitrag anzeigen
    sich zu fragen "womit habe ich das in meinem Leben reingezogen".
    Halte ich für eine eher ungünstige bis gefährliche Frage, denn es gibt Dinge, die passieren einem einfach. Man ist nicht an allem, was einem zustößt "selber schuld". Wenn ich nur an misshandelte und/oder missbrauchte Kinder oder Naturkatastrophen denke... Nee.


    Ich kann mich aber immer fragen: Was kann ich aus diesem Ereignis für mich lernen? Wie kann ich die Geschehnisse für mich NUTZEN?

  5. Inaktiver User

    AW: Erlebte Verletzbarkeit und die zukünftigen Folgen...

    Zitat Zitat von Veranoazul Beitrag anzeigen
    Ich denke darum geht es im Leben, das Beste daraus machen was möglich ist und sich nicht zur Geisel von erlebten Verletztung machen zu lassen

    UND sich über das, was man Schönes erlebt hat, von Herzen zu freuen.

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    AW: Erlebte Verletzbarkeit und die zukünftigen Folgen...

    Ich habe in der ersten Hälfte meines Lebens viele schlechte Erfahrungen gemacht und war dementsprechend verletzbar.

    Ich bin auch heute kein Beispiel an Optimismus und Gottvertrauen, aber das halte ich auch gar nicht für nötig. Wichtig ist, dass verletzbare Menschen wissen, wie sie sich ausreichend schützen können, und das, ohne unverhältnismäßig mißtrauisch zu sein. Nicht jede/r will uns übervorteilen, aber es schadet nichts, wenn man sich für Anzeichen sensibilisiert, die darauf hindeuten, anstatt sie einfach zu ignorieren, weil sie einem nicht in den Kram passen.

    Eine andere Möglichkeit ist, erlittene Verletzungen z.B. mithilfe einer Psychotherapie aufzuarbeiten, so dass man nicht mehr so verletzbar in Bezug auf wunde Punkte ist. Dann kann man im Zweifelsfall auch gelassener bleiben, weil man weiß, dass davon die Welt nicht untergehen wird. Wichtig ist außerdem, sich immer Alternativen zu überlegen, wenn etwas schief läuft. Das bringt wesentlich mehr als rumzujammern und sich als permanentes Opferlamm zu fühlen.
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

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    AW: Erlebte Verletzbarkeit und die zukünftigen Folgen...

    Irgendwann habe ich mal den Spruch gelesen : Man muss die Menschen nehmen wie sie sind, andere gibt es nicht.

    Und ehrlich gesagt, je länger ich darüber nachdachte, desto sinnvoller erschien er mir. Für mich bedeutet das vor allem: man sollte nicht zuviel von den Menschen erwarten. Mit dieser Einstellung können mich nur wenige Menschen wirklich enttäuschen, aber oft können sie mich auch positiv überraschen.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

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