Ich arbeite mit vielen selbständigen Textern zusammen. Die haben ein zwei Jobs für große Marketing Agenturen (Webseiten Texten) und dann noch ein paar für kleine Leute, was Spaß macht bzw. was journalistisch ist und ihrem Fach entspricht. Kinder haben die alle und verdienen tun die gut. Tipps kann ich dir gern zukommen lassen ...allerdings: Schlag dir das aus dem Kopf, solange du nicht erst deinen Abschluss gemacht hast.
Das meine ich ernst. Du brauchst einen Plan.
Du liest dich wie ein klassischer Drückeberger, der höchstwahrscheinlich in seinem Fach brilliant ist (das unterbewusst auch weiß), und nur ja nicht unter den Druck kommen mag, es beweisen zu müssen.![]()
Hast du Freunde, die auch gerade abschließen? Kannst du dir mit denen zusammen einen Wochenplan machen. Ich habe mich immer zusammen mit anderen durch die ganzen Berge an Antriebslosigkeit geprügelt. Eine von uns musste immer in den Hintern getreten werden, das hat allerdings ganz wunderbar geklappt.
ERST: Abschluss
DANN: Job
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17.11.2011, 09:15Inaktiver User
AW: Die Angst, es finanziell nie zu etwas zu bringen
Geändert von Inaktiver User (17.11.2011 um 09:22 Uhr)
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17.11.2011, 10:03
AW: Die Angst, es finanziell nie zu etwas zu bringen
Maja80, ich kann das absolut verstehen, dass Du das, was in Deiner Familie Standard war, vermisst.
Ich kann mich auch sonst gut in Deine Situation hineinversetzen. Ich habe 2010 mit 2 Kindern das Studium abgeschlossen. Die letzte Zeit davor war ich so nervös, unglücklich, gereizt. Nicht wegen der Abschlussarbeit. Sondern, wegen der Gewissheit, dass jetzt ein vertrauter Lebensabschnitt geht und ich nicht wusste, was kommt.
Ich habe sehr gern studiert, auch Praktika gemacht und gearbeitet - aber das Studium gab den roten Faden vor: Wintersemester - Ferien - Sommersemester.... - die Regelmäßigkeit der Seminare/Vorlesungen - alles ist vorbei.
Jetzt wuselt alles in Deinem Kopf. Versuche nicht alles zu einem geordneten Bild zu bekommen, sondern arbeite das, was ansteht, Schritt für Schritt ab. Und als erstes steht an: Abschluss. Was danach kommt kommt danach (oder so ähnlich :-) )
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17.11.2011, 12:35Inaktiver User
AW: Die Angst, es finanziell nie zu etwas zu bringen
Ich geh einfach davon aus, dass man mit 30 ein abgeschlossenes Studium vorweisen könnte, auch mit Kindern. Für ganz so unmöglich halte ich das nicht - wenn man halt die hohen Erwartungen auch an sich und nicht nur an den Mann hätte. Das find ich eben so unfair.
Farmelli, da musst du Glückskinder kennen: ich kenn sehr viele Leute, die mit solchen Arbeiten finanziell seit Jahren vor sich hinkrebsen. Bisschen texten und gut verdienen - ich weiß nicht ob das überall so easy ist wie du das schreibst. Und vor allem nicht, wenn man mit Ü30 damit erst anfängt, ohne Referenzen, ohne Kontakte?? In vielen Agenturen gehörst du damit doch schon fast zum alten Eisen... leider.
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17.11.2011, 12:49
AW: Die Angst, es finanziell nie zu etwas zu bringen
@ MajaAlso, ich finde Deine Erwartungen ans Leben ja nicht gerade unbescheiden. Ich weiß nicht, ob es sich schon bis zu Dir rumgesprochen hat, dass ein Studium heute keineswegs mehr die Garantie für eine gutbezahlte Festanstellung bis zur Rente ist, die es Dir problemlos erlaubt, ein Häuschen im Grünen zu kaufen, zweimal jährlich Fernreisen zu machen und sich jedes Luxusprodukt, das Du gerne haben möchtest, leisten zu können.
Und selbst, wenn Du oder Dein Mann eine gutbezahlte Stelle bekommen, könnt Ihr trotzdem jederzeit arbeitslos werden und Euch einschränken müssen. Wenn das Haus dann noch nicht abbezahlt ist und Ihr viel Pech habt, gehört es zum Schluß der Bank.
Ich kann Dir zu Deiner persönlichen Entlastung nur sagen, dass es nicht allein in Deiner persönlichen Verantwortung liegt, ob Du es finanziell zu etwas bringst. Du kannst natürlich Dein verfügbares Geld sparen und gut anlegen anstatt alles gleich auf den Kopf zu hauen, so dass Du ein gutes Notpolster hast, aber vor Arbeitslosigkeit kannst Du Dich nicht wirklich schützen.
Du solltest Dein Lebensglück nicht so sehr von diesen materiellen Dingen abhängig machen.
Wichtig ist, dass Du genügend Geld hast, um Dir eine gewisse finanzielle Unabhängigkeit zu wahren: Eigenes Geld, falls es in Deiner Ehe nicht mehr klappt, ein bisschen Geld auf der hohen Kante, damit Du, wenn Du arbeitslos wirst, nicht gleich jeden Scheißjob annehmen musst, um überleben zu können oder um nicht in die Schikanemühle von Hartz IV zu geraten.
Das ist wichtiger als ein Häuschen im Grünen. Urlaub kannst Du übrigens auch günstig machen, wenn es nicht die exotische Fernreise und das 5-Sterne-Hotel sein muss. Und man weiß seine Luxusgüter besser zu schätzen, wenn man eben nicht alles kaufen kann, was man haben will.Geändert von Latona (17.11.2011 um 13:13 Uhr)
Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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17.11.2011, 12:57
AW: Die Angst, es finanziell nie zu etwas zu bringen
Liebe Maja,
bist Du Dir sicher, dass Du auf das Häuschen selbst so scharf bist? Oder willst Du nur Deinen herzlosen Eltern was beweisen?
Und ganz ehrlich: dass Du d i e s e n Eltern auch noch Fahrdienste etc machst - warum?
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17.11.2011, 13:21
AW: Die Angst, es finanziell nie zu etwas zu bringen
Du kommst aus einem wohlhabenden Elternhaus. Kann es sein, dass Deine Eltern Dich unter Druck setzen bzw. Du Dich selbst unter Druck setzt, es im Leben materiell zu etwas Vorzeigbaren bringen zu müssen? Und dass Du Dich als Versagerin fühlst, weil Du im Grunde fremdbestimmte Ansprüche an Dich nicht erfüllen kannst?
Entlaste Dich von dem Anspruch, so wohlhabend wie Deine Eltern werden zu müssen!
Und grenze Dich von Deinen Eltern besser ab. Dein Leben ist nicht ihr Leben, Deine Lebensbedingungen sind ganz andere.
Und lass Dir unter dieser Prämisse auch die Wahl Deines Ehemanns nicht mehr miesmachen. Du hast ihn sicher aus wichtigeren Gründen geheiratet, als den, dass er Dir ein Luxusleben bieten kann!Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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17.11.2011, 13:51
AW: Die Angst, es finanziell nie zu etwas zu bringen
Ich schließe mich hier an. Ich halte deine derzeitigen Probleme ursächlich für eine Blockade, die daraus resultiert, den vergangenen - bekannten - Lebensabschnit hinter sich lassen zu müssen und etwas Neues zu beginnen. Das heißt: du musst dir das wirklich klarmachen und dringend die Abschlussarbeit schreiben.
Gedanklich solltest du dir aber klar machen, dass die Entscheidung für die nächste Lebensphase dann wieder ganz unabhängig vom Abschluss der Letzten ist, d.h. du könntestalles über den Haufen schmeißen, du bist ganz frei in deiner Entscheidung - besonders frei bist du aber weil du den Abschluss hast.
Du musst dir auch klarmachen, dass du dann was deine freie Zeit betrifft durchaus besser gestellt sein wirst als jetzt. Deine Kinder werden auch größer und damit selbständiger. Du könntest also arbeiten gehen (vllt. nicht Vollzeit ?) und zusätzlich etwas für dich auf die Beine stellen (Hobby oder Nebentätigkeit).
Wovon ich abrate: sich nach dem Studium in eine Selbständigkeit zu stürzen. Erstmal wichtig wäre angestellt zu arbeiten, Erfahrungen+Kontakte sammeln, ohne geht gar nichts in der Selbständigkeit ! Sei da bitte nicht blauäugig.
Im Übrigen finde ich, dass du sehr zufrieden sein kannst mit dem jetzigen Stand, speziell da die Kinder größer sind. Du bist zwar dann Jobeinsteiger, aber du hast das Gröbste mit den Kindern hinter dir. Ich bin auch nicht direkt geboren für das Angestelltenleben, aber ich habe mich erst nach einigen Jahren Berufserfahrung und zu einem dann plötzlich günstigen Zeitpunkt selbständig gemacht und kann das nur jedem empfehlen.
Selbständigkeit braucht sowieso eine lange Planung und auch ein gewisses finanzielles Polster. Auch ein Onlineshop bringt dir nicht von jetzt auf gleich Umsätze (von Gewinnen ganz zu schweigen), paar Jahre Anlaufzeit sind da auch einzukalkulieren.
Und glaube nicht, dass die Selbständigkeit dir alle Freiheiten gewähren wiird, die du dir vorstellen kannst. Du hast dann zwar keinen Chef, aber finanziellen Druck, Kunden die dir nicht nur schöne Aufträge geben und die nicht immer nur nett und mit deiner Arbeit zufrieden sind, du stehst dann für alles selbst gerade, auch für deine Fehler und für alle auflaufenden Kosten.Geändert von mirikwidi (17.11.2011 um 13:56 Uhr)
Der Blick über`n Tellerrand war ein Blick in´s Zauberland ... (Keimzeit)
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17.11.2011, 14:00Inaktiver User
AW: Die Angst, es finanziell nie zu etwas zu bringen
Der arme Mann! Der hat die falsche Frau ...
und noch 5 weitere
Höre auf zu träumen, krempel die Ärmel hoch und vor allem, suche keine Schuld bei deinem Mann, der seinen Part offensichtlich erfüllt.
Vor dem Lohn hat der Herr den Schweiß gesetzt. Und das gilt auch für dich.
Und glaube nicht, du kannst immer nur ausweichen und fühlst dich dann noch prima. Eine Versagerin bist Du nicht. Soweit läßt Du es gar nicht kommen. Du bist eine Nichtmacherin, um das zu verhindern. Aber das läßt sich ändern.Geändert von Inaktiver User (17.11.2011 um 14:04 Uhr)
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17.11.2011, 14:02Inaktiver User
AW: Die Angst, es finanziell nie zu etwas zu bringen
@ mirikwidi
Thema Selbständigekeit...
Da muss man ein bisschen differenzieren. Die Jobs von denen ich sprach, von denen ich - wie ich zugebe- einfach mal ausging, bei Geisteswissenschaft, gibt es zu 95 % NICHT als Festanstellung. Und es ist müssig und frustierend nach einer Festanstellung zu suchen.
Ich ging hierbei natürlich von Texter/Journalismus/ Übersetzer aus.
Kann natürlich sein, dass ich da falsch liege.
Kontakte findet man nicht in kleinen miefigen Firmen, in denen seit Jahren die selben Personen sitzen. Kontakte findet man auf Portalen und auf Konferenzen und durch viele wechselnde Jobs am Anfang und unter ebenso selbständigen Kontaktern.
Zumindest falls ich mit der Richtung an Job recht habe.
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17.11.2011, 14:08Inaktiver User



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