Vielleicht solltest Du dringend das "nein"-sagen lernen.
Warum ersetzt Du für Deine Eltern das Taxi? Du stammst doch offensichtlich aus einem wohlhabendem Elternhaus.
Da finde ich es grausam, wenn Dich Deine Eltern trotz Kindern und Studium beanspruchen.
Und Deine Ansprüche an Dich: Da musst Du eben genau darüber nachdenken, was davon sich zurück führen lässt.
Hab mal eine Freundin gehabt, die hatte so hohe Ansprüche an sich, dass sie lieber gleich gar nix gemacht hat. War aber leider keine Lösung.
Ich denke, Du bist rettungslos überfordert. Falls Du es allein nicht schaffst, würde ich mir fachliche Hilfe holen. Damit Du Dich sortierst. Könnte auch der Anfang einer Depression sein.
Und übrigens... von denjenigen, die ein Häuschen haben, fahren die Wenigsten am Anfang in Urlaub. Beides geht selten. Selbst bei doppeltem guten Einkommen. Zumindest nicht aus eigener Kraft.
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Ergebnis 11 bis 20 von 242
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16.11.2011, 19:50
AW: Die Angst, es finanziell nie zu etwas zu bringen
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16.11.2011, 19:53
AW: Die Angst, es finanziell nie zu etwas zu bringen
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Geändert von Maja1980 (21.11.2011 um 10:12 Uhr)
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16.11.2011, 20:02
AW: Die Angst, es finanziell nie zu etwas zu bringen
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Geändert von Maja1980 (21.11.2011 um 10:12 Uhr)
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16.11.2011, 20:34
AW: Die Angst, es finanziell nie zu etwas zu bringen
Mir kommt es vor als wärst du mit 2 Kindern, dem Haushalt und dem Studium heillos überfordert.
Du musst doch einen Plan gehabt haben. Wie sah der denn aus? Was willst du studieren, was willst du erreichen, welcher Job schwebt dir vor? Wie hast du gedacht, dass du die Kinder darin integrieren kannst? Was ist schiefgelaufen, an welcher Schraube muss man drehen, so dass du den Freiraum bekommst deine Pläne wieder aufzunehmen?
Ist dein Berufswunsch überhaupt realistisch? Du willst keinen Arbeitgeber haben und nur das tun, was dich fesselt. Gibt es das überhaupt oder muss der Job extra für dich gestrickt werden? Wenn du dein Studium beendet hast, was wirst du tun?
Ich denke, du musst deine Situation ganz ehrlich hinterfragen und deine Wünsche und Vorstellungen auf Lebenstauglichkeit untersuchen. Es gibt keinen Grund zu sagen, du hast alles falsch gemacht, denn das stimmt nicht, du hast sehr wohl Leistung erbracht. Aber es kann notwendig werden, sich bei der Planung der Zukunft von der einen oder anderen überzogenen Vorstellung zu lösen.
Im Ghetto klingt etwas melodramatisch, wohnt ihr wirklich in einem sozialen Brennpunkt? Und falls ja, wie kommst du dann auf den Gedanken, dass für euch ein Einfamilienhaus plus Reisen und netten Dingen in absehbarer Zeit erreichbar werden könnte?"Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
(John D. Rockefeller)
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16.11.2011, 20:36Inaktiver User
AW: Die Angst, es finanziell nie zu etwas zu bringen
Hallo Maja,
ich kenne das, wenn man einfach nicht mehr weiterweiß und es an allen Ecken so brennt, dass man nicht weiß wo mit dem Löschen beginnen....
Ok, wenn ich versuchen, das Ganze objektiv zu betrachten, sieht es gar nicht so schlimm aus:
Du hast einen Mann, der es schafft, Euch alle zu versorgen, ohne dass Du dringend arbeiten musst. Das ist viel!!! Erst recht für eine junge Familie.
Du möchtest mehr als das was Ihr habt. Das ist legitim, aber dann musst Du Deinen Teil beitragen. Anders geht es nicht und anders kenne ich es auch aus dem Bekanntenkreis (Akademikerpärchen) nicht. Da kann sich keiner (trotz "guter" Jobs) leisten, dass die Frau lange zu Hause bleibt.
Wie sieht es mit deinem Studium aus? Wäre ein Abschluss denn überhaupt in erreichbarer Nähe? Oder bist Du noch viele, viele Scheine vom Abschluss entfernt?
Was könntest Du realistisch machen, wenn Du den Abschluss nicht machtest?Was, wenn Du ihn machst? Könntest Du halbtags arbeiten (hast Du ggf. eine Kinderbetreuung)? Wie alt sind Deine Kinder, ist vielleicht abzusehen, dass die Zeiten auch irgendwann wieder weniger stressig werden und Du Dein Studium fortsetzen kannst?
Ich finde nicht, dass nun etwas besonders Schlechtes mit Deinem Leben angefangen hast. In dieser Situation mit doppelt und dreifach Belastung sind viele studierende Mütter und ja, das ist anstrengend. Gibt Deine Uni vielleicht auch Hilfestellung für Studierende mit Kind?
Ich denke, Du solltest Dich neben Deinem realen Stress nicht auch noch mit künstlichem Stress herumplagen, den Du Dir selber machst. Junge Paare mit Kindern, die finanziell gut versorgt in einem netten kleinen Haus in einer guten Gegend wohnen, in den Urlaub fahren können, ein bis zwei Autos besitzen und sich auch noch was nettes kaufen können sind nämlich verdammt selten. Das eine zu haben bedeutet üblicherweise den Verzicht auf ein anderes.Geändert von Inaktiver User (16.11.2011 um 20:38 Uhr) Grund: Tippfxhehrk
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16.11.2011, 21:00
AW: Die Angst, es finanziell nie zu etwas zu bringen
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Geändert von Maja1980 (21.11.2011 um 10:13 Uhr)
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16.11.2011, 21:10
AW: Die Angst, es finanziell nie zu etwas zu bringen
Ja und Nein:
A.Nein: Du bist kein Versager.
B.Ja: Du hast Selbstzweifel. Und das nicht wenig.
Zu A. : Du bist absolut kein Versager. Aber Du siehst das Glas halb leer. Du siehst nur, was Du alles nicht erreicht hast (kein Haus, kein Auto, kein Urlaub, etc.). Aber nicht, worüber Du glücklich und dankbar sein kannst. Ich könnte Dir auf Anhieb 10 Punkte aufschreiben, die zeigen, wie viele tolle Dinge/Menschen/Situationen Du in deinem Leben hast. Soll ich mal anfangen?
1. Da bist zunächst mal Du selbst: Du bist in der Lage,Kraft Deiner Intelligenz und Deiner Persönlichkeit und Deiner Gesundheit, ein geisteswissenschaftliches Studium zu machen. Du hattest diesen Wunsch und weder innere noch äußere Umstände konnten Dich abhalten, dieses Studium zu beginnen und es voranzutreiben.
2. Du bist mit einem lieben Mann zusammen, der die Kohle ranschafft und das anscheinend ganz ohne Meckern. Wenn Du von ihm erzählst, klingt das sehr warm. Ihr scheint euch gut zu verstehen. Du bist also nicht alleine.
3. Du hast Kinder. Ok, das bedeutet sehr viel Arbeit und Engagement, aber Du bekommst sicher auch viel durch sie zurück.(Nur zur Info: Ich habe keine Kinder und in dem Leben wird das wohl auch nichts mehr werden.)
4. Du hast ein Dach über dem Kopf, Essen, und wenn das Geld auch knapp sein mag, so seid ihr nicht auf der Straße.
5. Du hast durch Jobs/ Praktika bewiesen, dass Du durchaus fähig bist, Dich in der Arbeitswelt zurechtzufinden.
6. Du bist mit Anfang 30 noch jung genug, um Dir Deinen Platz in der Gesellschaft zu erobern (d.h., Du hast ja schon einen, obwohl der jetzige Platz Dir nicht so gut gefällt)
7. So, hier darfst Du weitermachen.
Zu B.
Du hast enorme Selbstzweifel. Und Du weißt nicht, was Du eigentlich mit Deinem Leben anfangen willst. Diese Ziel- und Orientierungslosigkeit nagt da ganz besonders an der Selbstwahrnehmung. Du klingst auch danach, dass Du momentan einfach überfordert bist, weil Du an so vielen Fronten gefordert bist. Vielleicht wäre es am Besten, wenn Du Dir in der Woche mal Zeit für Dich organisieren könntest, und sei es auch nur mal eine Stunde, wo Du alleine einen Spaziergang machen könntest, um ein wenig zu Dir selbst zu kommen. Du schreibst auch, dass Du ab und zu schon ein wenig Zeit hast, aber diese nicht nutzen würdest. Wie wärs denn, wenn Du diese Zeit ganz bewusst nur für Dich einplanst. Und ganz bewusst Dinge tust, die Dir gut tun? Schwimmen gehen, z.B., oder einen Spaziergang in herbstlicher Natur machen. Oder einfach nur mal bewusst faulenzen, ohne sich von TV/Internet, etc. ablenken zu lassen. Wenn Du Dir nämlich in der vermeintlich freien Zeit auch noch Druck machst, doch jetzt endlich mal ein Ziel zu finden, verschlimmerst Du nur noch alles und kannst erst recht nicht mehr klar denken.
Ich kenne das Buch von Barbara Sher übrigens auch und finde die dortigen Gedanken sehr gut. Allerdings betont sie ausdrücklich, dass es wichtig ist, Personen zu finden, die Dich in Form von Selbsthilfegruppe / Coaching unterstützen können. Bei ihr war das auch so der Fall. Ich denke, dass genau das das Richtige für Dich sein könnte, denn alleine wirst Du m.E. aus Deinen eigenen druck- und panik-machenden Gedanken nicht ausbrechen können. Denn diese sind es, die Dich wirklich belasten und nicht Deine derzeitige Lebenssituation.
Denn Du siehst vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr, weißt eigentlich gar nicht, wo ansetzen und möchtest alles auf einmal. Dabei hakst Du Dich an Träumen fest, aber siehst überhaupt nicht, was konkret machbar ist.
Und dazu möchte ich dieses Posting von Wildwusel nur unterschreiben:
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16.11.2011, 21:12
AW: Die Angst, es finanziell nie zu etwas zu bringen
Wie alt sind Deine Kinder? Wie viele sind es? Sind sie im Kindergarten?
Bei uns haben alle mit Kindern fertig studiert, aber da haben eben die Eltern dazu geholfen mit Beaufsichtigung etx.
Stattdessen haben Deine Eltern noch Ansprüche an Dich. Ist doch klar, dass Du die Quadratur des Kreises nicht schaffen kannst.
Und Dein Mann ist zufrieden, wenn Du für die Kinder da bist... ist doch prima. Und hat keine weiteren Erwartungen an Dich.
Also sind es doch Deine Erwartungen, die Du abbauen musst. Eben an die Realitäten anpassen.
Gibt es keine Geschwister, Onkel und Tanten, die Deine Kinder mal für eine Woche nehmen, um Dich zu entlasten?
Du klingst sehr verzweifelt.
Und was heißt "Versager". Dein Mann ist zufrieden. Deine Kinder bis auf ihren Wohnort offensichtlich auch.
Viele wären froh, wenn sie das hätten.
Du bist so im Getriebe, dass Du nicht mehr zum Nachdenken kommst. Das wäre aber dringend vonnöten, wie meine Vorschreiberinnen schon vorgeschlagen haben.
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16.11.2011, 21:19Inaktiver User
AW: Die Angst, es finanziell nie zu etwas zu bringen
nochmal: überlege dir in ruhe was du willst, was wirkliche bedürfnisse für dich sind. in aller ruhe und dann nimm die dinge in angriff. einen schritt nach dem andern.
wenn der vater deiner kinder ein mann der eher ruhigeren gangart ist, und es sind deine bedürfnisse-------------- dann nimm du sie in angriff.
die menschen sind für sich selbst verantwortlich.
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16.11.2011, 21:22
AW: Die Angst, es finanziell nie zu etwas zu bringen
LIebe bruenette,
danke für deine Worte, die Punkte haben mich echt berührt (und mich grade dolle flennen lassen...)Geändert von Maja1980 (21.11.2011 um 10:13 Uhr)


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