P. S. Bin übrigens gerade erst aufgestanden ( ohne schlechtes Gewissen!) und mache jetzt erst mal ganz gemütlich Frühstück, so 1 Stunde lang.
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Thema: Mag morgens nicht aufstehen
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16.11.2011, 10:02
AW: Mag morgens nicht aufstehen
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16.11.2011, 10:50Inaktiver User
AW: Mag morgens nicht aufstehen
Hallo Adelilah,
bist Du regelmäßig in ärztlicher Behandlung, um die Wirkweise der Antidepressiva zu überprüfen? Vielleicht sprichst Du mal mit Deinem Arzt. Eventuell wirst Du die Nebenwirkungen in Kauf nehmen müssen, damit Du erst einmal Deine Depression in Griff bekommst; vielleicht kann der Arzt aber auch die Dosierung ändern oder auf ein anderes Medikament mit geringeren Nebenwirkungen zugreifen. Wenn die Nebenwirkungen nun mal da sind, ist es erst recht wenig sinnvoll, dass Du Dir Schuldgefühle machst, denn Du hast erst mal Verantwortung dafür übernommen, die Depression anzugehen.
Hast Du den Eindruck, dass Du noch Themen bearbeiten musst, die aufgrund der beendeten Therapie zu kurz gekommen sind? Ich kenne mich nicht sehr genau aus, aber da viele Supervisoren oder Coaches auch eine psychotherapeutische Ausbildung haben, wäre vielleicht in dieser Richtung ein Ansatz möglich.
Hier ist es ja schon mehrfach angeklungen: Biorhythmen sind unterschiedlich. Wenn Du morgens lieber länger schläfst und Deine Arbeit das hergibt, dann nutze die Gleitzeit. Ich würde den Blick eher auf Dein erhebliches Schlafbedürfnis richten.
Was das Aus-dem-Bett-kommen betrifft: Wie ist es denn am Wochenende/im Urlaub/an freien Tagen, wenn Du einfach so lange schlafen kannst wie Du willst? Wenn kein Wecker klingelt, sondern Du irgendwann wach wirst?
Ach ja, und hier schreibt Dir auch eine "Eule".
Ich bin froh darüber, dass mein Job mich von der Aufgabenstellung her meistens erst ab mittags/nachmittags fordert. Dass ich häufig bis 20 Uhr arbeite, stört mich weniger. Ich mache mir auch keine Gedanken darüber, es ist einfach so. Und nach mehreren Jahren in einem Job, bei dem ich um 6 Uhr aufstehen musste, weiß ich, wie gut es tut, den eigenen Rhythmus leben zu können.
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16.11.2011, 17:19Inaktiver User
AW: Mag morgens nicht aufstehen
Ich finde es auch schön, im Bett zu kuscheln! Ein verregneter Sonntag im Bett mit einer schönen DVD - traumhaft! Aber eben nur ab und zu und am liebsten im Urlaub.Wow, darum beneide ich Dich wirklich!! Aber wie machst Du das nur?? Findest Du es nicht schön, Dich noch weiter ins Bett zu kuscheln? Was bewegt Dich dazu, das warme Nest zu verlassen - noch dazu um die Uhrzeit?? Gehst Du so früh zu Bett?
Ich gehe nicht allzu früh ins Bett, gestern war es halb eins - trotzdem war ich schon um halb sechs wieder wach.
Für sie: ja.Dann hat sie sicher ihr Leben "guter in Ordung"?
Für mich eher nicht, mir wäre das Mißverhältnis zwischen Wach-/Traum-/Schlafzeit zu groß.
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16.11.2011, 17:43
AW: Mag morgens nicht aufstehen
Hallo Adelilah,
ich bin ich auch eine von den bekennenden Frühaufsteherinnen. Ich stehe um zwanzig vor sechs auf und bin um halb sieben im Büro.
Und ja, ich mag es auch, mich an einem verregneten Sonntag den ganzen Vormittag im Bett zu vergraben und am liebsten gar nicht aufzustehen. Aber ich brauche das nicht jeden Tag.
Ich glaube auch, der Trick ist, sich gar nicht erst ein Nachdenken über Alternativen zu gestatten. Ich stehe sofort auf, wenn der Wecker klingelt, schnappe mir meine am Abend vorher rausgelegten Klamotten und gehe schnurstracks unter die Dusche. Das ist gewissermaßen ein automatisches Programm, was jeden Morgen genauso abläuft. Erst wenn ich unter der Dusche stehe, fange ich überhaupt erst an zu denken. Und dann ist es eh zu spät, um noch mal ins Bett zu gehen.
Ich muss auch sagen, ich habe Schwierigkeiten zu begreifen, warum Leute (ich kenne das nicht nur von Dir), die ohnehin nie vor acht Uhr aufstehen, ihren Wecker trotzdem jeden Morgen auf halb sieben stellen und sich dann in diesen ewigen Kampf verstricken. Dann würde ich, wie hier auch schon jemand schrieb, doch lieber gleich den Wecker auf acht Uhr stellen und dann eben direkt aufstehen. Oder als Kompromiss auf halb acht. Dann spart man sich eine Stunde Kampf und kommt trotzdem noch zeitig ins Büro. Wenn Du um halb zwölf ins Bett gehst und bis halb acht schläfst, hast Du acht Stunden Schlaf, das sollte eigentlich reichen, um ausgeschlafen zu sein, es sei denn, Du bist extrem schlafbedürftig oder schläfst sehr schlecht. Aber das wäre dann wieder ein anderes Thema.
Meine Wochenende würde ich auch so planen, dass Du zumindest einen Tag hast, an dem Du den ganzen Vormittag für Dich hast und so lange schlafen kannst wie Du willst. Wenn man sich das einmal die Woche mit gutem Gewissen lustvoll gönnt, ist das unterm Strich doch viel befriedigender als jeden Tag diesen inneren Kampf zu führen.
Gruß,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
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16.11.2011, 22:44Inaktiver User
AW: Mag morgens nicht aufstehen
Ich vermute die Hauptursache ist Deine Depression. Du könntest versuchen einen stationären Aufenthalt in einer Klinik zu bekommen, Dich an kostenlose Beratungsstellen wenden oder Stunden aus eigener Tasche zahlen, falls Dir das möglich ist.
Viel schlafen kann auch ein Flucht vor der Welt bzw. vor sich und seinen Problemen sein.
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16.11.2011, 23:11Inaktiver User
AW: Mag morgens nicht aufstehen
Ich war schon immer eine Nachteule. Bei mir spielt es keine Rolle, wieviele Stunden ich geschlafen habe. Wenn ich um 23 Uhr ins Bett gehe und um 7 Uhr aufstehe, bin ich müde. Wenn ich um 19.30 Uhr ins Bett gehe und um 10 Uhr aufstehe, bin ich müde. Ich habe wirklich alles ausprobiert. Wenig schlafen, viel schlafen. Es bringt alles nichts. Richtig wach werde ich erst am Nachmittag. Da kann ich machen, was ich will.


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