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14.11.2011, 11:36
AW: Der Zahn der (Technik)Zeit nagt an mir
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14.11.2011, 11:40Inaktiver User
AW: Der Zahn der (Technik)Zeit nagt an mir
Ich bin offen. Auch, wenn ich nicht jeden Schnickschnack haben muss.
Mit meinem Eingangspost wollte ich eigentlich beschreiben, welche Fragezeichen bei mir auftreten, wenn so lässig gesagt wird: ich halte den (laufenden) Film mal eben an.
Als Bespiel: Meine Tochter und ich gucken gleichzeitig beim telefonieren das perfekte Dinner.
Sie sagt: ich halte das mal eben an und gucke weiter, wenn wir das Telefonat beendet haben.
Da geht mir während des ganzen Telefonates durch den Kopf: Wir macht der Sender VOX das, wenn 10000 Zuschauer die Sendung anhalten und zu unterschiedlichen Zeiten weitergucken?
Und 30000 Zuschauer lassen das Programm ganz normal weiterlaufen? So ein Durcheinander in der Sendezentrale.
Bis mir dann die Festplatte erklärt wurde. Nun habe ich das ja verstanden. Festplattenrecorder gibt es ja schon lange. Aber früher konnte man damit einfach nur aufnehmen.
Ist eigentlich auch so ein Ding: früher hat man bis zur Werbepause beim spannenden Film gewartet, um auf die Toil. zu gehen. Heute hält man einfach den Film an. Und wir haben es früher auch überlebt.
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14.11.2011, 11:40
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14.11.2011, 11:44
AW: Der Zahn der (Technik)Zeit nagt an mir
Tja, schon Kaiser Wilhelm hat nicht viel von Autos gehalten und lieber auf seine Pferde gesetzt.
Das Rad der Zeit dreht sich, wir sind ein Zahnrädchen im Getriebe und keineswegs die Krone der Schöpfung. Die Zeit läuft weiter, Gewohnheiten ändern sich und in 500 Jahren gibts vielleicht gar keine Spaziergänge in freier Natur mehr, sondern man bewegt sich in großen Hallen mit frei wählbarer Alpen- oder Meersimulation, weil die Umwelt vor unsrer Tür vielleicht längst kaputt ist.
Nein, man muss nicht alles gut finden, aber keiner hält das Rad der Geschichte auf."Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
(John D. Rockefeller)
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14.11.2011, 11:45
AW: Der Zahn der (Technik)Zeit nagt an mir
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14.11.2011, 13:28
AW: Der Zahn der (Technik)Zeit nagt an mir
Ja, aber anders. Ich beobachte dass zum Beispiel in der Uni Cafetieria. Als ich das erste Mal studierte war da ein ungeheurer Geraeuschpegel. Jeder diskutierte mit dem Gegenueber.Wenn man heute mal irgendwo hingeht, dann sieht man viele Gäste mit irgendwelchen PAD's, Handys und es wird gesimst. Finden noch richtige Unterhaltungen statt?
Heute ist es viel ruhiger. Die meisten sitzen mir ihrem PC oder Handy da und sind damit irgendwie kleine Inseln. Nach Aussen. In Wahrheit diskutieren sie mit Freund 1 der daheim bei Facebook sitzt, mit Freund 2 gleichzeitig per email oder mit Mitkommiltonen die in der Buecherei auch am PC sitzen. Ich hab Hausarbeiten mit einer Gruppe geschrieben wo wir uns nur im internen Forum trafen und wenn Fragen aufkamen den Tutor dazugeschaltet. Ob die im Bett, auf dem Klo, im Bus oder am Tisch neben mir sassen wusste ich nicht.
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14.11.2011, 14:30
AW: Der Zahn der (Technik)Zeit nagt an mir
Wenn ich mir diese Auflistung so durchlese, dann stelle ich fest, dass ich 99% davon nicht brauche und nicht vermisse. Ich hab auch keine Lust, meine Lebenszeit damit zu verschwenden, herauszufinden, wie das alles geht und was ich dazu brauche. Da setze ich einfach andere Prioritäten, ohne mich deshalb für technikfeindlich zu halten.
Hinzu kommt, dass man alle möglichen Geräte nicht nur anschaffen, sondern auch regelmäßig durch neuere Modelle ersetzen muss, was kein unerheblicher Kostenfaktor ist. Und das eine ich-eigne-mich-für-alles-Gerät wird es wohl nie geben, auch wenn sich die Anzahl der unterschiedlichen Geräte vielleicht noch etwas verringert.
Und wenn ich mich so in einem Freundes- und Bekanntenkreis umsehe, dann gehöre ich eher noch zu den technikaffinen Leuten. Ich glaube, dass da auch eine Diversifikation stattfindet und weiter statffinden wird. Jeder sucht sich aus dem immer unüberschaubarer werdenden Angebot das raus, was ihn wirklich interessiert. Ich kann mir vorstellen, dass es eine gewisse Basistechnologie geben wird, die von mehr oder minder allen genutzt wird und drumherum viel Spielerei für diejenigen, die Spaß daran haben. Aber dieser Vision, "irgendwann werden wir alle..." kann ich mich nicht anschließen.
Ich habe auch Technik wieder abgeschafft, die sich für mich nicht bewährt hat. Vor Jahren hatte ich mal einen Palm Pilot. Heute nutze ich wieder einen Papierkalender, weil ich ihn für das, was ich damit mache, viel praktischer finde als jedes elektronische Gerät.
Mein Handy ist ein reines Notfallgerät und wird nur zum Telefonieren gebraucht. Oft ist es wochenlang ausgeschaltet. Und mir fehlt nichts dabei.
Dafür überlege ich, mir einen E-Book-Reader anzuschaffen, da ich im nächsten Jahr wieder mit der Bahn zur Arbeit fahren werde und ich da einen echten Mehrwert sehe. Ansonsten wäre das auch nichts, was ich bräuchte.
Gruß,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
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14.11.2011, 15:11
AW: Der Zahn der (Technik)Zeit nagt an mir
Jein.Im Moment vielleicht nicht. Aber ich mach es mal an einem Beispiel fest:Wenn ich mir diese Auflistung so durchlese, dann stelle ich fest, dass ich 99% davon nicht brauche und nicht vermisse. Ich hab auch keine Lust, meine Lebenszeit damit zu verschwenden, herauszufinden, wie das alles geht und was ich dazu brauche.
Vor Jahren ging ich, wenn ich reisen wollte, zu dem netten kleinen Reisebuero um die Ecke. Der suchte mir Zugverbindungen, Fluege, nette Hotel raus. Alles auf mich massgeschneidert. Fuer diesen Service zahlte ich natuerlich. Dann kam das Zeitalter der Billigflieger und er ging pleite, jeder suchte sich selbst seinen Flug.
Wenn ich heute verreise muss ich dies am PC machen. Es gibt keine funktionierende Bahnauskunft mehr, kein Reisebuero der uebriggebliebenen Organisationen sucht dir noch witzige Flugverbindungen wie zusteigen in einen Flug der von Namibia kommt und in Zuerich auftankt so dass du nach Stockholm mitfliegen kannst, Hotels nur wenn sie sie im Programm haben.
Ich verbringe als Tage damit mich von Webseite zu Webseite zu klicken, Angebote zu sichern, Querverweise zu finden und hoffen dass sich das alles ineinander fuegt.
Ich verbringe mehr Zeit damit etwas zu suchen als vorher.
Wenn ich dann nicht Computerfit waere muesste ich das Reisen aufgeben.
Man muss nicht alles mitmachen aber zumindestens etwas dran bleiben. Ansonsten kann es sein dass du etwas nicht vermisst aber du von der Gesellschaft die ueber dich hinwegrollt nicht mehr vermisst wirst.
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14.11.2011, 15:37
AW: Der Zahn der (Technik)Zeit nagt an mir
Die Technik hat in den letzten 50 Jahren sehr rasante Fortschritte gemacht.
Ich sehe aber dennoch nicht ein, dass ich jeden neuen Technikscheiß mitmachen muss.
Internet finde ich toll, das nutze ich auch viel, aber nicht alles, was gerade Mode ist, z.B. facebook nicht, und auch meine Käufe bei ebay hielten sich in Grenzen. Aber ich nutze durchaus Webshops. Um auch anderswo Powerpoint-Präsentationen zeigen zu können, habe ich mir einen Laptop mitsamt Beamer angeschafft, und meine DVDs laufen im Laufwerk meines Rechners. Fernsehen habe ich nicht, brauche ich nicht.
Ich habe zwar ein Handy, das benütze ich jedoch nur für Verabredungen, weil ich das Ding dann nicht erst wieder aufladen müssen will, wenn ich es wirklich brauche. Außerdem lehne ich diese Manie, überall telefonisch erreichbar sein zu müssen, ab. Ich habe einen Anrufbeantworter am Festnetz, das muss reichen. Musik höre ich zu Hause, nicht unterwegs, also brauche ich keinen mp3-Player oder iPod, und außerdem passen mp3-Dateien auch auf den Laptop, wenn ich für Präsentationen Musik brauche. Für die Internetverbindung für den Laptop werde ich UMTS nutzen.
Ich brauche keinen iPad, denn ich habe ein Notizbuch und einen Terminkalender, und manchmal auch eine To Do-Liste, die ich im Kalender mit mir rumschleppe. Bücher lese ich am liebsten als Buch. Ich brauche auch keinen Navi, so lange ich einen Stadtplan lesen kann.Geändert von Latona (16.11.2011 um 13:28 Uhr)
Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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14.11.2011, 15:53
AW: Der Zahn der (Technik)Zeit nagt an mir
i.A. mußt du dazu aber doch eher wissen, was sie tut als wie sie funktioniert, oder?
Wobei ich das "wir funktioniert es" spannender finde, aber nur weil etwas eine super-schnuckelige Technologie ist, heißt das ja nicht, daß ich es brauche. (Das ist gut so, mich faszinieren Großanlagen, die niemals ins Wohnzimmer passen würden.
)



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